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	<title>Nuevalandia &#187; Grundsätzliches</title>
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	<description>Eine Reise von Altland nach Neuland</description>
	<lastBuildDate>Thu, 15 Dec 2011 12:17:18 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Finanzkrise: Pest oder Cholera?</title>
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		<pubDate>Fri, 25 Nov 2011 21:32:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>viajero</dc:creator>
				<category><![CDATA[Grundsätzliches]]></category>

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		<description><![CDATA[Es ist schon sehr traurig (oder auch lustig?!) wie seit Monaten versucht wird dem Schuldenproblem in Europa beizukommen. Wie seit Jahren geht es dabei nur um die Behandlung von Symptomen und kurzfristiger Schadensbegrenzung. &#220;ber die tiefer liegenden Ursachen dagegen wird kaum diskutiert. Solange wir hier wegschauen, werden wir nie Ruhe bekommen. Im Gegenteil, der Kessel [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist schon sehr traurig (oder auch lustig?!) wie seit Monaten versucht wird dem <strong>Schuldenproblem in Europa</strong> beizukommen. Wie seit Jahren geht es dabei nur um die Behandlung von Symptomen und kurzfristiger Schadensbegrenzung. &#220;ber die tiefer liegenden Ursachen dagegen wird kaum diskutiert. Solange wir hier wegschauen, werden wir nie Ruhe bekommen. Im Gegenteil, der Kessel wird immer hei&#223;er&#8230; ! :</p>
<p>Derzeit werden als L&#246;sung des Schuldenproblems vor allem 3 M&#246;glichkeiten gesehen:</p>
<ul>
<li>A) Einf&#252;hrung von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/EU-Anleihe" target="_blank">Euro-Bonds</a>, wobei alle L&#228;nder f&#252;r alle mithaften w&#252;rden.</li>
<li>B) Aufkauf der Schulden (Staatsanleihen der betroffenen L&#228;nder) durch die Europ&#228;ische Zentralbank (EZB)</li>
<li>C) Beschneidung der nationalen Fiskalpolitik und Bestimmung aus Br&#252;ssel</li>
</ul>
<p><strong>A) Euro-Bonds</strong></p>
<ul>
<li>Voraussichtlich w&#252;rde sich die Lage erstmal etwas beruhigen und ein Fl&#228;chenbrand vermieden: Denn jetzt haften die &#8220;besseren Schuldner&#8221; f&#252;r die &#8220;schludrigeren Schuldner&#8221; mit. Griechenland, Portugal usw. w&#228;ren auf einmal wieder viel Kreditw&#252;rdiger und k&#246;nnten wieder Kredite zu g&#252;nstigeren Zinss&#228;tzen aufnehmen.</li>
<li>Dies w&#228;re allerdings nur kurzfristig, denn die &#252;berschuldeten L&#228;nder werden es trotzdem kaum schaffen ihre Finanzen &#8220;in Ordnung&#8221; zu bringen: Dazu w&#228;ren a) die Einschnitte im sozialen Bereich viel zu hart und auch unverst&#228;ndlich, da der &#8220;kleine Mann&#8221; am wenigsten Schuld am Problem hat. b) an die &#8220;Reichen&#8221; und &#8220;Gewinner&#8221; (bzw. Verursacher der Krise) wird kaum ein &#8220;rankommen&#8221; sein bzw. haben diese einen zu gro&#223;en Einfluss. Au&#223;erdem w&#252;rde immer versucht werden das Thema aufzuschieben, da die Politiker (systembedingt) meist nur max. 4 Jahre (1 Legislaturperiode) voraus denken (also kurzfristig).</li>
<li>Die Schulden w&#252;rden also weiter wachsen und dann w&#228;ren auch die Euro-Bonds immer weniger kreditw&#252;rdig. Die Krise w&#252;rde genauso wieder vor der T&#252;r stehen, aber nur ein paar Nummern gr&#246;&#223;er und mit &#8220;Geiselhaft&#8221; aller EU-Staaten&#8230;</li>
</ul>
<p><strong>B) Ankauf Staatsanleihen durch EZB</strong></p>
<ul>
<li> Die hochverschuldeten L&#228;nder k&#246;nnten sich erstmal etwas Luft verschaffen, da die Kredite von der EZB weniger Zinsen kosten w&#252;rden als auf dem &#8220;normalen&#8221; Markt.</li>
<li>Das Problem w&#252;rde aber aller Voraussicht nach wie bei <strong>A)</strong> nur etwas nach hinten verschoben.</li>
<li>Falls dann doch der Bankrott k&#228;me, w&#252;rde die EZB (und damit alle Euro-L&#228;nder) haften.</li>
</ul>
<p><strong>C) Verlust der nationalen Unabh&#228;ngigkeit und Bestimmung aus Br&#252;ssel </strong>(als Gegenleistung zu Krediten)</p>
<ul>
<li>Damit k&#246;nnte aus Br&#252;ssel ein Sparplan in dem jeweiligen Land durchgesetzt werden.</li>
<li>In der Praxis richtet sich der Sparplan aber meist gegen den &#8220;kleinen Mann&#8221;, Sozialleistungen und Rente. Da gibt es keine so gro&#223;e Lobby-Gegner bzw. sitzen nicht mit in der Regierung.</li>
<li>Solche einseitigen und ungerechten Sparpl&#228;ne lie&#223;en sich aus Br&#252;ssel viel leichter durchsetzen, da die betroffenen Einwohner kaum nach Br&#252;ssel demonstrieren kommen w&#252;rden.</li>
</ul>
<p><strong>Was w&#228;re, wenn die Staatsschulden tats&#228;chlich nicht weiter wachsen w&#252;rden?</strong></p>
<ul>
<li>O.K., sehen wir mal nicht so schwarz. Nehmen wir tats&#228;chlich einmal an, die L&#228;nder schaffen es irgendwie ihr Schuldenproblem doch noch in den Griff zu bekommen und mittelfristig tats&#228;chlich einen ausgeglichenen Haushalt. (In der Theorie w&#228;re dies gar nicht so schwer und man br&#228;uchte nicht einmal &#8220;den kleinen Mann&#8221; schr&#246;pfen ! (aber dies ist ein anderes Thema)).</li>
<li>Was passiert am Finanzmarkt, wenn die Staaten sich nicht mehr wie seit Jahrzehnten jedes Jahr weiter Verschulden w&#252;rden? Was passiert, wenn dieser &#8220;treue Schuldner&#8221; weg f&#228;llt oder sogar Kredite zur&#252;ckzahlt?</li>
<li>Dann w&#252;rden die Gl&#228;ubiger (in erster Linie die Banken) ein gro&#223;es Problem bekommen: Wer nimmt stattdessen das viele Geld?</li>
<li>Das meiste w&#252;rde vermutlich in Spekulationen flie&#223;en und die sowieso schon wieder wachsenden Blasen weiter aufbl&#228;hen. Oder es w&#252;rde in der Politik Druck machen um weitere Anlagem&#246;glichkeiten &#8220;zu schaffen&#8221;. Z.B. mit der weiteren <a href="http://wiki.nuevalandia.net/Aneignung_von_Lebensgrundlagen" target="_blank">privaten Aneignung von Lebensgrundlagen</a>.</li>
<li>Wozu das f&#252;hrt ist ja inzwischen auch bekannt&#8230;</li>
</ul>
<p>Was bleibt dem Staat also &#252;brig? Er muss weiterhin die &#8220;&#252;brigen&#8221; Gelder vom Kapitalmarkt aufnehmen und mit Zinsen vern&#252;nftig bedienen, damit das Finanzsystem nicht zusammenbricht ?!</p>
<p>Dies geht allerdings nur, wenn die Schulden nicht ewig prozentual steigen (sonst w&#228;re das Land ja irgendwann bankrott). Die prozentuale Verschuldung bliebe aber gleich, wenn im Verh&#228;ltnis der neuen Schulden auch die Wirtschaft (und damit die Staatseinnahmen) mit wachsen w&#252;rden.</p>
<p>Aha! Da haben wir doch die L&#246;sung: Wir setzen alles auf Wirtschaftswachstum und brauchen uns dann um die Schulden nicht mehr zu sorgen !!! Am besten jedes Jahr um 3-4% (also exponentiell). Dann w&#252;rden vielleicht sogar wieder Arbeitspl&#228;tze geschaffen (2% reichen daf&#252;r noch nicht!)?!</p>
<p>Aber Mist! Da gibt es auch wieder ein Problem: Exponentielles Wirtschaftswachstum geht langfristig &#252;berhaupt nicht (s. <a href="http://wiki.nuevalandia.net/Wirtschaftswachstum" target="_blank">Wirtschaftswachstum</a> und <a href="http://wiki.nuevalandia.net/Bruttoinlandsprodukt" target="_blank">Bruttoinlandsprodukt</a>). Schon jetzt erreichen wir unser hoch gelobtes Wirtschaftswachstum haupts&#228;chlich aus Sch&#228;den an Natur und Gesellschaft.</p>
<p>Aha, nun kommen wir dem <strong>Wurm in unserem Wirtschaftssystem </strong>langsam auf die Schliche:</p>
<ul>
<li>Wir haben eigentlich nicht nur zu wenig Geld (zu viel Schulden), sondern wir haben (mindestens genauso schlimm) viel zu viel Geld, welches um die Welt vagabundiert (die summe aller Schulden und Geldverm&#246;gen ist immer 0, den riesigen Schuldenbergen stehen also genauso riesige Verm&#246;gensberge gegen&#252;ber, diese aber eher selten beim Ottonormalb&#252;rger):</li>
<li>Es gibt mehrere Billionen! Euro, welche um die Welt schwappen auf der Suche nach guten Anlagem&#246;glichkeiten. Diese vielen Billionen stammen haupts&#228;chlich aus den zur&#252;ckgelegten Geldern von Versicherungen (z.B.Lebensversicherungen), Rentenanspr&#252;chen, Bankspar-Produkten (z.B. Investmentfonds) und sonstige Finanzinvestoren (z.B.HedgeFonds).</li>
<li>Nun ist allerdings eine gute Rendite mit geringem Risiko in der <a href="http://wiki.nuevalandia.net/Altland#Realwirtschaft_.28Konkurrenzwirtschaft.29" target="_blank">Realwirtschaft</a> nicht mehr zu machen. Die Renditen sind zum allergr&#246;&#223;ten Teil nur noch auf Kosten der Gesellschaft (bzw. kommenden Generationen) oder der Umwelt zu erzielen. Z.B:</li>
<li>- In der<a href="http://wiki.nuevalandia.net/Altland#Leistungslose_Wirtschaft_.28Monopolwirtschaft.2C_Profite_aus_Verknappung.29" target="_blank"> leistungslosen Wirtschaft</a>, wobei einfach nur anderen etwas weggenommen wird.</li>
<li>- Durch Raubbau und Zerst&#246;rung der Natur &#252;ber die <a href="http://wiki.nuevalandia.net/Externalisierung_von_Umweltkosten" target="_blank">Externalisierung von Umweltkosten</a></li>
<li>- Durch Aufnahme des Kapitals durch Staaten, die sich immer mehr Verschulden (eben das oben besprochene Thema) oder</li>
<li>- sonstige Spekulationsgewinne mit der Entstehung von Blasen (z.B. die<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Finanzkrise_ab_2007" target="_blank"> Immobilienblase der USA,</a> welche sich zur Weltfinanzkrise entwickelte).</li>
</ul>
<p>Man sieht hier, dass alle diese attraktiven Anlagem&#246;glichkeiten f&#252;r die immer schneller wachsenden und suchenden Billionen €, <strong>allesamt sch&#228;dlich sind</strong>.</p>
<p>Aber das ist noch nicht alles: Zudem vermehrt und konzentriert sich das Geld bei der Hochfinanz immer weiter  (diese Leute haben soviel Geld, dass man es beim besten Willen nicht mehr ausgeben kann, man legt es also wieder an usw. usw&#8230; &#252;ber die Zinskosten in den Produkten d&#252;rfen es dann alle zahlen)  -&gt; Dadurch geht die<strong> Schere zwischen Arm und Reich</strong> immer weiter auseinander. Dann muss oft der Staat wieder einspringen (um das gr&#246;bste zu verhindern)</p>
<p><em><strong>Was also tun?</strong></em></p>
<p>Was w&#228;re, wenn wir diese attraktiven aber sch&#228;dlichen Anlageformen &#8220;auschalten&#8221; ? Das k&#246;nnten wir ziemlich gut machen mit:</p>
<ul>
<li>der Schaffung von<a href="http://wiki.nuevalandia.net/Freie_Lebensgrundlagen" target="_blank"> freien Lebensgrundlagen</a> anstatt der leistungslosen Wirtschaft, welche auf der privaten Aneignung der Lebensgrundlagen basiert.</li>
<li>der Einf&#252;hrung einer Art (bzw. ein Mix daraus) <a href="http://wiki.nuevalandia.net/Minderwertsteuer" target="_blank">Minderwertsteuer</a> um die Umwelt- &amp; Sozialkosten in die Produktpreise einzurechnen</li>
<li>Die Staaten gleichen ihre Haushalte aus (z.B. durch Streichung von <a href="http://wiki.nuevalandia.net/Beispiele_struktureller_Ineffizienz#Beispiele_aus_der_Politik" target="_blank">sinnlosen Subventionen</a> und durch Einf&#252;hrung von <a href="http://wiki.nuevalandia.net/Neuland-Steuersystem" target="_blank">zukunftsf&#228;higeren Steuern</a> (auch im Austausch gegen unzeitgem&#228;&#223;e Steuern).</li>
<li>Die Spekulationen mit Instrumenten wie einer <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Finanztransaktionssteuer" target="_blank">Finanztransaktionssteuer</a> unterbinden.</li>
</ul>
<p>-&gt; Aber was passiert mit dem angelegten Geld? Es w&#252;rde sich kaum mehr lohnen!</p>
<p>-&gt; Ein Gro&#223;teil des Geldes w&#252;rde:</p>
<ul>
<li>in Sachg&#252;ter flie&#223;en: dann bek&#228;men wir eine ordentliche Inflation, die k&#246;nnte sich selbstverst&#228;rken und es kommt zum W&#228;hrungscrash mit Geldentwertung. oder</li>
<li>w&#252;rde einfach abgezogen und &#8220;unter der Matraze&#8221; (bzw. auf dem Girokonto) gehortet (da die Anlage ja kaum etwas bringt). Damit steht das Geld der Wirtschaft nicht mehr zur Verf&#252;gung. Diese m&#252;ssen aber ihre Kredite nach Ablauf durch neue Abl&#246;sen, was dann nicht mehr richtig klappt (bzw. nur zu einem viel h&#246;herem Zinssatz).  Es k&#228;me zur Deflation. Auch diese k&#246;nnte sich schnell selbstverst&#228;rkend entwickeln und am Ende st&#252;nde genauso ein Crash des W&#228;hrungssystems.</li>
</ul>
<p>O.K., so geht das also auch nicht. Wie war nochmal das Problem? Ach ja:</p>
<ul>
<li>wir haben eigentlich zu viel Geld (bzw. eigentlich ist dies ja Geldverm&#246;gen, f&#252;r Volkswirte die Geldmenge M3). Diese (aufgrund der Zinsen/Renditen) <a href="http://wiki.nuevalandia.net/Altland-Geldsystem" target="_blank">immer weiter wachsenden Geldverm&#246;gen</a> brauchen immer weitere Anlagem&#246;glichkeiten, damit es nicht zum Crash kommt.</li>
<li>Diese Anlagem&#246;glichkeiten richten aber inzwischen immer gr&#246;&#223;ere Sch&#228;den an.</li>
</ul>
<p><strong>Was nun? Pest oder Cholera?</strong></p>
<p>Es gibt vermutlich nur einen Ausweg um langfristig Ruhe zu bekommen und die o.g. Ma&#223;nahmen gegen die derzeitigen Sch&#228;digungen durchzuf&#252;hren:</p>
<ul>
<li>Die extremen Geldverm&#246;gen ohne Nachfrage in der Realwirtschaft m&#252;ssen Schritt f&#252;r Schritt zur&#252;ckgefahren werden. Dies z.B. durch hohe Steuern auf Geldverm&#246;gen.  Wenn nicht, wird dies durch einen zuk&#252;nftigen Crash erledigt, dann aber chaotisch &amp; unkontrolliert.</li>
<li>Es sollten <a href="http://wiki.nuevalandia.net/Freie_Geldsysteme" target="_blank">parallele, selbstregulierte Geldsysteme</a> (die nicht selbstverst&#228;rkend immer weiter wachsen, sondern sich selbst&#228;ndig an den optimalen Bedarf anpassen) geschaffen  bzw. vorhandene unterst&#252;tzt werden. Dann w&#252;rde ein Crash auch weniger chaotisch werden. Wir h&#228;tten dann auch eine bedeutend krisenfreiere Wirtschaft, denn das Geld w&#228;re dann f&#252;r die Wirtschaft in dem Moment da, wo es wirklich gebraucht w&#252;rde. Im Moment ist es dagegen so, dass die Wirtschaft sich dem Gelddruck anpassen muss (s.auch: <a href="http://konsumpf.de/?p=13423" target="_blank">Die Euro-Krise beschleunigt sich</a>).</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;"><em><strong>Na dann schauen wir mal, die Spiele sind er&#246;ffnet&#8230;.!</strong></em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>]]></content:encoded>
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		<title>Monopolisierung</title>
		<link>http://www.nuevalandia.net/archives/416</link>
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		<pubDate>Sun, 11 Apr 2010 09:55:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michey</dc:creator>
				<category><![CDATA[Altland]]></category>
		<category><![CDATA[Bewußtes Handeln]]></category>
		<category><![CDATA[Grundsätzliches]]></category>
		<category><![CDATA[Diktatur]]></category>
		<category><![CDATA[Freiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Lebensgrundlagen]]></category>

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		<description><![CDATA[Die M&#252;cke wird zum Elefanten Neulich erhielt ich die Nachricht, dass die Ingenieurkammern Deutschlands einen Berufsausweis f&#252;r Ingenieure einf&#252;hren werden. In dem Artikel, der &#252;ber die Ingenieursausweise berichtet, wird von &#8220;weniger B&#252;rokratie&#8221;, &#8220;gr&#246;&#223;ere Mobilit&#228;t&#8221;  und &#8220;Transparenz f&#252;r den Verbraucher gesprochen&#8221;. Als ich das gelesen hatte, hat sich mir fast der Magen umgedreht. Vielleicht werdet Ihr [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die M&#252;cke wird zum Elefanten</strong></p>
<p>Neulich erhielt ich die <a href="http://www.ing-sn.de/aktuelles-artikel/artikel/1051/1/" target="_blank">Nachricht</a>, dass die Ingenieurkammern Deutschlands einen Berufsausweis f&#252;r Ingenieure einf&#252;hren werden. In dem Artikel, der &#252;ber die Ingenieursausweise berichtet, wird von &#8220;weniger B&#252;rokratie&#8221;, &#8220;gr&#246;&#223;ere Mobilit&#228;t&#8221;  und &#8220;Transparenz f&#252;r den Verbraucher gesprochen&#8221;. Als ich das gelesen hatte, hat sich mir fast der Magen umgedreht. Vielleicht werdet Ihr Euch denken, dass ich alles  nun wirklich zu schwarz sehe, dass ich mal wieder aus einer M&#252;cke einen Elefanten mache. Zugegeben, der Berufsausweis sieht ziemlich schnittig aus und zeugt von der Wichtigkeit eines Tr&#228;gers. Da kann sich der Tr&#228;ger des Ausweises sich gleich doppelt so gro&#223; f&#252;hlen, als er als kleines W&#252;rstchen im R&#228;derwerk der Wirtschaft wirklich ist. Der Ausweis ist ja auch sch&#246;n und hinten drauf steht, was sein Tr&#228;ger so alles kann, wie qualifiziert er ist. Ein Ausweis, der von so vielen Qualifikationen seines Tr&#228;gers k&#252;ndet verspricht sicher ein hohes Honorar. Die Kunden werden dem Tr&#228;ger des Ausweises sicher zu F&#252;&#223;en liegen. Nun gut: Nehmen wir theoretisch mal an, es sei so. Der Ausweis macht seinen Tr&#228;ger zum Gottvater des Wissens in seinem Spezialgebiet. Da m&#246;chte ich Euch aber eine kleine Geschichte erz&#228;hlen von Norbert dem Schwei&#223;er.</p>
<p><strong>Norbert der Schwei&#223;er</strong></p>
<p>Norbert ist Druckschwei&#223;er, ein sehr talentierter Schwei&#223;er mit einer ruhigen Hand und mit viel Liebe zu seinem Beruf. Er hat auch auch schon bei Schwei&#223;wettbewerben die Vorderen Pl&#228;tze belegt.  Ihr wisst nicht, was ein Druckschwei&#223;er ist? Ein Druckschwei&#223;er ist ein Schwei&#223;er, der die <a href="http://www.akademie-hwk.de/78,857,930.html" target="_blank">Schwei&#223;erpr&#252;fung</a> alle 2 Jahre ablegen muss, um dann Beh&#228;lter schwei&#223;en zu d&#252;rfen, die unter Druck stehen. Solche Schwei&#223;er werden im allgemeinen sehr gut bezahlt, da zum Schwei&#223;en einerseits handwerkliches Talent und zum anderen aus Gr&#252;nden der Sicherheit eine gewisse Qualit&#228;t der Schwei&#223;n&#228;te n&#246;tig ist.</p>
<p>Also Norbert ist ein solcher Druckschwei&#223;er, ist aber in einer Leiharbitsfirma zu einem Hungerlohn besch&#228;ftigt, so wie es heute modern ist. Das dumme ist nun, dass bald seine Schwei&#223;erpr&#252;fung ablaufen wird und dass er aufgrund seines modernen Gehalts keine 10000 € &#252;brig hat, um seine Schwei&#223;erpr&#252;fung ablegen zu d&#252;rfen. Das ist jetzt aber dumm gelaufen &#8230; Die Institute, die die Schwei&#223;erpr&#252;fung abnehmen sind die Eigent&#252;mer der Lebensgrundlage &#8220;Schwei&#223;erhandwerk&#8221; und sie bestimmen, wer schwei&#223;en darf und wer nicht. Norbert wird bald nicht mehr als Schwei&#223;er arbeiten d&#252;rfen und durch den Ablauf seiner Schwei&#223;erpr&#252;fung eine moderne Art des Berufsverbots zu sp&#252;ren bekommen.</p>
<p><strong>Berufsausweise &#8211; Die Monopolisierung der Lebensgrundlage &#8220;Beruf&#8221;</strong></p>
<p>Merkt Ihr was? Wenn ich also einen Berufsausweis habe, dann bestimme nicht ich, was in dem Berufsausweis steht. Wenn ich mir selbst autodidaktisch Qualifikationen aneigne und wunderbare Projekte realisiere wird das nicht in meinem Berufsausweis stehen. Ich muss irgendein Institut bitten, das es mir meine autodidaktisch erworbene Qualifikation in den Ausweis schreibt. Einen Rechtsanspruch darauf habe ich nicht. Wahrscheinlich werde ich f&#252;r zus&#228;tzliche Eintragungen in den Berufsausweis viel Geld zahlen m&#252;ssen. Wo ohne Berufsausweis die Reputation wichtig ist, kann jeder einzelne, auch wenn er wenig Geld hat, an seinen F&#228;higkeiten arbeiten und man wird ihm seine F&#228;higkeiten auch anerkennen. Durch den Berufsausweis wird der Einzelne zum Bittsteller, der gef&#228;llgist das zu machen hat, was Leute an Schreibtischen ihm befehlen.</p>
<p><strong>Die neue Diktatur</strong></p>
<p>Ich sage immer: &#8220;Schreiende, kleine, wahnsinnige M&#228;nner in brauner Uniform am Rednerpult sind out &#8211; Monopolisierung der Lebensgrundlagen ist in!&#8221; &#220;berall wo man hinsieht werden Lebensgrundlagen monopolisiert. Einige Beispiele m&#246;chte ich Euch nennen:</p>
<ul>
<li>Berufsausweise &#8211; Monopolisierung der Berufe</li>
<li>Urheberrecht &#8211; Monopolisierung der Kultur</li>
<li>Patente auf Erbgut -Monopolisierung des Lebens</li>
<li>Schulabschl&#252;sse &#8211; Monopolisierung der Bildung</li>
<li>Kirchen &#8211; Monopolisierung des Glauben</li>
<li>CO2 Zertifikate &#8211; Monopolisierung der Luft</li>
<li>Biometrische Ausweise &#8211; Monopolisierung der Identit&#228;t und des eigenen K&#246;rpers</li>
<li>Parteien - Monopolisierung der politische Meinung</li>
<li>Massenmedien &#8211; Monopolisierung der Berichterstattung</li>
<li>Telefongesellschaften &#8211; Monopolisierung der Telekommunikation</li>
<li>Beutekriege &#8211; Monopolisierung der Rohstoffe</li>
<li>Niedrige L&#246;hne &#8211; Monopolisierung der Lebenszeit</li>
<li>Zensur - Monopolisierung der Meinungsfreiheit</li>
<li>Gro&#223;e Konzerne &#8211; Monopolisierung der Produktionsmittel, und des Saatguts</li>
<li>Patente &#8211; Monopolisierung von Technologie</li>
<li>GEMA &#8211; Monopolisiert der Kunst</li>
<li>Fallen Euch noch andere Beispiele ein? Schaut Euch einfach mal um&#8230;</li>
</ul>
<p>Die Monopolisierung der Lebensgrundlagen ist die Basis f&#252;r die Diktatur, die heute in dieser Welt herrscht. Als in fr&#252;heren Zeiten Regierungen mit Gewalt &#252;ber das Volk herrschten, haben sie sich mit der Zeit den Zorn der Menschen zugezogen und wurden gest&#252;rzt. Heute sind es nicht mehr Regierungen, die die Menschen beherrschen. Heute sind es Strukturen der Monoplisierung die die Lebensgrundlagen der Menschen kontrollieren. Die Menschen machen, was man von ihnen m&#246;chte, um an den Lebensgrundlagen teilhaben zu d&#252;rfen. Ihren Zorn &#252;ber die Ausbeutung aber, k&#246;nnen sie nur noch gegen sich selbst richten.</p>
<p><strong>Was kann der einzelne dagegen tun?</strong></p>
<ul>
<li>Schaffung eigener Lebensgrundlagen gemeinsam mit Freunden und bekannten in der Region.</li>
<li>Offizielle Ablehnung von Berufsausweisen.</li>
<li>An seinen eigenen F&#228;higkeiten und Projekten arbeiten, unabh&#228;ngig davon, ob andere Menschen das anerkennen</li>
<li>Darauf vertrauen, dass Menschen die F&#228;higkeiten anderer Menschen anerkennen. Meiner Erfahrung nach erkennen die Menschen die F&#228;higkeiten anderer Menschen gerne an, wenn wie diese pers&#246;nlich kennen.</li>
</ul>
<p>Es ist im Grunde genommen wie auf dem Kinderspielplatz. Wenn ein Kind mit einer leckeren Schokolade auftaucht, weckt es die Aufmerksamkeit der anderen Kinder. Mit den eigenen F&#228;higkeiten ist das genau so, wenn die F&#228;higkeit wie leckere Schokolade ist, die jedem schmeckt.</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Der Boden der Gesellschaft</title>
		<link>http://www.nuevalandia.net/archives/409</link>
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		<pubDate>Sat, 30 Jan 2010 09:24:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michey</dc:creator>
				<category><![CDATA[Grundsätzliches]]></category>

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		<description><![CDATA[Verschw&#246;rungstheorie Ich stand neulich in Dresden an der Kreuzung Pfotenhauerstra&#223;e &#8211; Fetscherstra&#223;e und habe mir die Baustelle f&#252;r die Waldschl&#246;sschenbr&#252;cke von weitem angesehen. Ich habe das ganze Ambiente so auf mich wirken lassen, die unglaublich breite Fetscherstra&#223;e und die H&#228;user am Rande der Fetscherstra&#223;e, die schon seit langem so gebaut sind, als ob an diesem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Verschw&#246;rungstheorie</strong></p>
<p>Ich stand neulich in Dresden an der Kreuzung Pfotenhauerstra&#223;e &#8211; Fetscherstra&#223;e und habe mir die Baustelle f&#252;r die Waldschl&#246;sschenbr&#252;cke von weitem angesehen. Ich habe das ganze Ambiente so auf mich wirken lassen, die unglaublich breite Fetscherstra&#223;e und die H&#228;user am Rande der Fetscherstra&#223;e, die schon seit langem so gebaut sind, als ob an diesem Ort schon immer eine Br&#252;cke &#252;ber die Elbe gebaut werden sollte. Das hat mich ein bisschen ins Philosophieren gebracht:</p>
<p>Ich freue mich bereits, wenn ich zwei Wochen in die Zukunft planen kann. Was in einem Monat ist oder gar in einem Jahr, das kann ich heute noch gar nicht sagen. Schaue ich mir aber die Baustelle der Waldschl&#246;sschenbr&#252;cke an, dann komme ich zu dem Schluss, dass es in unserer Gesellschaft Leute gibt, die &#252;ber  Generationen planen &#8211; zumindest scheint es so. Ich sehe im Gegensatz dazu Intellektuelle mit wenig Geld diskutieren und sehe, wie sie sich nicht einmal einig werden k&#246;nnen, wie man einen Nagel in die Wand schl&#228;gt. Gleichzeitig sprechen Politiker und Entscheidungstr&#228;ger gro&#223;er Konzerne mit einer Stimme, wenn es darum geht, Steuern zu erh&#246;hen, Gigantische Projekte zu realisieren, Gesetze zu versch&#228;rfen oder Kriege durchzuf&#252;hren. Die Menschen, die wenig besitzen, tun sich unendlich schwer, gemeinsam zu handeln. Die Menschen, die viel besitzen, brauchen sich scheinbar gar nicht abzusprechen sondern scheinen nahezu immer einer Meinung zu sein.</p>
<p>Gibt es wirklich eine Weltversch&#246;rung, wo &#8220;Die da oben&#8221;, &#8220;die Elite&#8221; oder sonst wer beteiligt sind. Treffen sich irgendwelche Leute in geheimen Clubs, wo schon ihre Gro&#223;v&#228;ter und Ururgro&#223;v&#228;ter Mitglied waren, wo man hineingeboren wird und wo die Pl&#228;ne f&#252;r die Weltherrschaft geschmiedet werden?</p>
<p>Oder stelle ich vielleicht die falsche Frage?</p>
<p>Mit Sicherheit gibt es irgendwelche exclusiven Clubs dieser Art, aber ob die Menschen in solchen Clubs so viel Macht besitzen &#8211; irgendwie kommen mir da Zweifel auf. Wie sollen ein paar Herren in seltsamer Kleidung den gesamten, selbstorganisierenden, chaotischen Organismus namens Menschheit kontrollieren? Ich denke, diese Herren w&#228;ren nur noch &#252;berfordert.</p>
<p><strong>Boden und Ressourcen.</strong></p>
<p>Wer selbst Gartenbau betreibt, der wird wissen, dass die Beschaffenheit des Bodens ganz stark bestimmt, welche Pflanzengesellschaften auf ihm wachsen und wie sie sich organisieren. Der Boden und das Klima sind die Ursache, die Pflanzengesellschaft und ihre Auspr&#228;gung sind die Wirkung. sicher beeinflussen die Pflanzen auch den Boden unter sich, aber trotzdem stehen ihnen nur die Stoffe zu Verf&#252;gung, die auch im Boden sind. Das bringt mich auf einen Gedanken, vielleicht nur eine Vermutung:</p>
<p>Was w&#228;re wenn es sich mit der menschlichen Gesellschaft &#228;hnlich so verh&#228;lt wie mit den Pflanzen? Was w&#228;re wenn die an einem Ort zu Verf&#252;gung stehenden Ressorucen die Struktur der Menschlichen Gesellschaft bestimmen? Angenommen, an einem Ort der Welt w&#252;rde ein gigantisches Solarkraftwerk gebaut, dass alle Menschen in der Region mit Energie versorgt. Es wird immer jemanden geben, dem dieses Kraftwerk geh&#246;rt und der dieses Kraftwerk in Stand h&#228;lt. All die Menschen, die Eigentum an diesem Kraftwerk haben werden versuchen, ihren Besitz zu erhalten. Diese Menschen werden sich wahrscheinlich fast immer einig sein was sie in bezug auf das Kraftwerk sowie in Bezug auf die Energieversorgung zu tun haben. Die physikalisch vorhandene Struktur der Energieversorgung macht bestimmte Handlungsweisen einfach erforderlich. Die Menschen aber, die kein Eigentum an dem Solarkraftwerk haben, die abh&#228;ngig vom Solarstrom sind, werden sich zu tode diskutieren, wenn es darum geht, gegen die Symptome der Anbh&#228;ngigkeit zu k&#228;mpfen. Die Menschen, die nicht Eigent&#252;mer des Solarkraftwerks sind, werden dar&#252;ber diskutieren, ob es besser ist, die Gewerbesteuer zu erh&#246;hen, oder den Stromanbieter zu zerschlagen und zu verteilen, w&#228;hrend die Eigent&#252;mer des Solarkraftwerks gerade die langfristige Verg&#246;&#223;erung des Kraftwerks in den n&#228;chsten 20 Jahren beschlie&#223;en.</p>
<p><strong>Die Suche nach der richtigen Frage</strong></p>
<p>Kann es sein, dass nicht die Pl&#228;ne einer &#8220;herrschenden Elite&#8221;, die Generationen &#252;berdauern sondern die physikalischen Ressourcen, die an einem Ort vorhanden sind? Kann es sein, dass es eigentlich eine starre &#8220;herrschende Elite&#8221; gar nicht gibt, sondern dass vielmehr zentral sturkturierte, physikalische Ressourcen immer wieder im Laufe der Generationen &#8220;herrschende Eliten&#8221; hervorbringen? Entstehen &#8220;herrschende Eliten&#8221; erst gar nicht, wenn die physikalischen Ressourcen dezentral strukturiert sind?</p>
<p>Eines kann ich mit Sicherheit sagen: Wenn ich der Eigent&#252;mer meiner physikalischen Ressourcen bin, dann f&#228;llt es mir wesentlich leichter, an mich gestellte Forderungen  zu ignorieren, als wenn ich von den Ressourcen anderer abh&#228;ngig bin. Wenn ich aber der Eigent&#252;mer meiner Ressourcen bin und meine Ressourcen pflegen m&#246;chte, werden meine Ressourcen auch von mir bestimmte Verhaltensweisen und Handlungen erfordern, denn sie sind der &#8220;Boden&#8221; auf dem ich wachse.</p>]]></content:encoded>
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		<title>Entscheidungen im Elfenbeinturm (&#220;bergr&#246;&#223;e)</title>
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		<pubDate>Fri, 04 Dec 2009 17:04:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>viajero</dc:creator>
				<category><![CDATA[Grundsätzliches]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstorganisation]]></category>
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		<description><![CDATA[Hierarchische Strukturen entscheiden oft nicht optimal. Die Entscheidungstr&#228;ger sitzen irgendwo im Glasb&#252;ro und kennen nicht die Wirklichkeit der Zahlen, mit denen sie jonglieren (das ist ihnen auch nicht vorzuwerfen, da das praktisch meist nicht geht). Ein bekanntes Beispiel daf&#252;r ist die millionenteure Eisenbahnbr&#252;cke, bei welcher am Ende festgestellt wurde, das die Z&#252;ge dort gar nicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hierarchische Strukturen entscheiden oft nicht optimal. Die Entscheidungstr&#228;ger sitzen irgendwo im Glasb&#252;ro und kennen nicht die Wirklichkeit der Zahlen, mit denen sie jonglieren (das ist ihnen auch nicht vorzuwerfen, da das praktisch meist nicht geht).</p>
<p>Ein bekanntes Beispiel daf&#252;r ist die millionenteure Eisenbahnbr&#252;cke, bei welcher am Ende festgestellt wurde, das die Z&#252;ge dort gar nicht mehr fahren.</p>
<p>Eine andere nette Geschichte:<br />
<em>Au&#223;erhalb des London Bristol Zoo existiert ein Parkplatz f&#252;r 150 Autos und 8 Reisebusse.<br />
Innerhalb von 25 Jahren, wurden die Parkplatzgeb&#252;hren von einem sehr sympathischen Mann eingenommen. Die Geb&#252;hren f&#252;r ein Auto entsprechend 1,40 € und 7,00 € f&#252;r einen Reisebus.<br />
Eines Tages, nach gut 25 Jahren ununterbrochener Arbeit ohne einen einzigen Tag Ausfall, ist der Kassierer verschwunden.<br />
Die Gesch&#228;ftsleitung des Zoos wandte sich an die Stadtverwaltung und bittet um eine Ersatzperson. Die Stadtverwaltung forschte ein wenig nach und antwortete dem Zoo, dass die Verantwortung f&#252;r den Parkplatz selbst beim Zoo liege. Die Gesch&#228;ftsleitung des Zoos erwiderte, dass der Kassierer ein st&#228;dtischer Angestellter sei.<br />
Die Stadtverwaltung wiederum antwortete, das dieser Mann niemals im Dienste der Stadtverwaltung war und kein Geld in die Stadtkasse abgef&#252;hrt wurde.<br />
W&#228;hrend dessen, entspannt und zufrieden in seiner Villa an einer sch&#246;nen spanischen K&#252;ste , gibt es einen Mann, der ein Drehkreuz am Parkplatz vor dem Zoo installierte und einfach begann, jeden Tag zu kommen und die Parkgeb&#252;hren f&#252;r sich zu kassieren. Nach Absch&#228;tzung der Beh&#246;rden, beliefen sich die Einnahmen bei ca. 560,- € am Tag&#8230;und zwar 25 Jahre lang!!!<br />
Davon ausgehend, dass er auch noch 7 Tage die Woche gearbeitet hat, hat er ungef&#228;hr eine Summe von 7 Millionen Euro kassiert. Und niemand wei&#223; seinen Namen&#8230;!!! </em></p>
<p>Alternative solcher Altland-Organisation ist die Selbstorganisation der <a href="http://wiki.nuevalandia.net/Neuland-Prinzipien" target="_blank">Neuland-Prinzipien</a>.</p>]]></content:encoded>
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		<title>Wissen ist Macht</title>
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		<pubDate>Sat, 03 Oct 2009 10:54:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michey</dc:creator>
				<category><![CDATA[Grundsätzliches]]></category>
		<category><![CDATA[Kontrolle]]></category>
		<category><![CDATA[Macht]]></category>
		<category><![CDATA[Orwell]]></category>
		<category><![CDATA[Überwachung]]></category>
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		<description><![CDATA[Das sollte man wissen Mir ist gerade ein Forschungsprojekt &#8220;INDECT&#8221; der europ&#228;ischen Union aufgefallen. Dabei geht es plakativ gesagt um die automatisierte Erkennung von &#8220;abnormalem Verhalten&#8221;. Was man mit einer solchen Technologie anstellen kann, kann sich jeder von Euch selbst ausmalen. Bitte untersch&#228;tzt diese Technik nicht. Die Institute, die hier besch&#228;ftigt werden sind nicht dumm [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Das sollte man wissen</strong></p>
<p>Mir ist gerade ein Forschungsprojekt <a href="http://www.ff.uni-wuppertal.de/prdetails.php?id=54" target="_blank">&#8220;INDECT&#8221;</a> der europ&#228;ischen Union aufgefallen. Dabei geht es plakativ gesagt um die automatisierte Erkennung von &#8220;abnormalem Verhalten&#8221;. Was man mit einer solchen Technologie anstellen kann, kann sich jeder von Euch selbst ausmalen. Bitte untersch&#228;tzt diese Technik nicht. Die Institute, die hier besch&#228;ftigt werden sind nicht dumm und werden diese Technologie zum Laufen bringen. Schaut Euch auch mal die Bewilligungssumme des Forschungsprojekts an. die Homepage befindet sich <a href="http://www.indect-project.eu/" target="_blank">hier</a>.</p>
<p><strong>Warum zeige ich Euch den Link?</strong></p>
<p>Technik ist nicht &#8220;gut&#8221; oder &#8220;b&#246;se&#8221;. Technik ist zun&#228;chst einmal wertfrei zu betrachten und Missbrauchspotential bietet jede Technik. Technik ist, wenn sie einmal erfunden wurde, nicht mehr aufzuhalten. Es ist aber enorm wichtig, dass die technikschen M&#246;glichkeiten in der breiten Bev&#246;lkerung bekannt sind und dass eine neue Technologie von der Allgemeinheit in ihren Grundz&#252;gen zumindest grob verstanden wird. Nur dann setzen sich die Menschen mit ihren Wertvorstellungen mit dieser Technologie auseinander. Geschieht das nicht, dann stellt eine solche Technologie eine entsetzliche Macht dar.</p>
<p><em>Wissen ist Macht,<br />
und Macht geh&#246;rt in m&#246;glichst viele H&#228;nde,<br />
darum strebt nach Wissen.</em></p>]]></content:encoded>
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		<title>Lebensgrundlagen und B&#252;rgerrechte</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Oct 2009 21:29:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michey</dc:creator>
				<category><![CDATA[Grundsätzliches]]></category>
		<category><![CDATA[Freiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Lebensgrundlagen]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Rechte]]></category>
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		<description><![CDATA[Was ist Freiheit? Immer dann, wenn ich pers&#246;nlich mitbekomme, wie in meinem Bekanntenkreis Menschen ausgebeutet werden, macht sich in meiner Magengegend so ein eigenartiges Gef&#252;hl breit, das ich zumeist nicht an mich heranlasse. Es werden Menschen  ausgebeutet? In Deutschland? Wir sind doch ein freies Land, ein Rechtsstaat, eine freie Marktwirtschaft, eine Demokratie voller m&#252;ndiger B&#252;rger. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Was ist Freiheit?</strong></p>
<p>Immer dann, wenn ich pers&#246;nlich mitbekomme, wie in meinem Bekanntenkreis Menschen ausgebeutet werden, macht sich in meiner Magengegend so ein eigenartiges Gef&#252;hl breit, das ich zumeist nicht an mich heranlasse. Es werden Menschen  ausgebeutet? In Deutschland? Wir sind doch ein freies Land, ein Rechtsstaat, eine freie Marktwirtschaft, eine Demokratie voller m&#252;ndiger B&#252;rger. Nun ja &#8211; vielleicht bin ich etwas zart besaitet &#8211; gut ich gebe es zu, ich bin zart besaitet. Wenn ich sehe, dass Menschen aus Altersgr&#252;nden vom Arbeitsmarkt nicht gewollt werden und deshalb f&#252;r das Geld, das sie von der Arbeitsagentur bekommen zu einem Hungerlohn Zeitungen austragen, und dieses Geld dann f&#252;r Miete und Essen drauf geht, dann nenne ich das Aubeutung. Ist das wirklich Ausbeutung, gar eine verfeinerte Form der Sklaverei? Wodurch zeichnet sich ein Sklave aus? Tragen Sklaven immer Eisenketten am Fu&#223; und werden sie mit Peitschen zur Arbeit getrieben? Ist ein Mensch, der ein Arbeitsverh&#228;ltnis aufgrund der Androhung von wirtschaftlicher Sanktionen nicht beenden kann ein freier Mensch oder ein Sklave?</p>
<p>Hier m&#246;chte ich auf den Sachverhalt der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Lohnsklaverei" target="_self">Lohnsklaverei </a>erw&#228;hnen. Lohnsklaverei ist ein Arbeitsverh&#228;ltnis,  bei dem niedrigste L&#246;hne gezahlt werden, so dass der Lohn nur f&#252;r ein Leben am Rande des Existenzminimums reicht. Aber haben all die Niedrigl&#246;hner in Deutschland nicht genug Geld? Sie k&#246;nnen sich ja eine beheizte Wohnung leisten, vielleicht sogar noch einen gebrauchten Fernseher, und verhungern muss in Deutschland schlie&#223;lich keiner. Das Problem in Deutschland ist, dass sich jeder eine beheizte Wohnung leisten <strong>muss</strong>. Wer versucht, einfach ein St&#252;ck Land zu besetzen um sich darauf eine H&#252;tte aus Grassoden zu bauen, der wird sich wundern, wie schnell die Polizei anr&#252;ckt und die Besetzung des Landes beendet. Es ist auch in Deutschland so, dass <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Working_Poor" target="_blank">die L&#246;hne mancher Menschen</a> gerade so f&#252;r ein Leben am Existenzminimum reichen. In Deutschland findet die Sklaverei nicht in stinkenden Holzbaracken statt sondern hinter den Fassaden wei&#223; gestrichener Reihenh&#228;user, W&#228;rmeged&#228;mmt nach der neusten Energieeinsparverordnung und mit einem sauber gem&#228;hten Rasen davor. Ordnung muss sein!</p>
<p>Wo bleibt da der m&#252;ndige B&#252;rger in einer freien Gesellschaft? <strong>Was ist Freiheit anders als die M&#246;glichkeit, nicht das tun zu m&#252;ssen, was ein anderer fordert?</strong> Wenn ich diese Frage beantworte stelle ich ern&#252;chtert fest, dass viele Menschen, die zu niedrigsten L&#246;hnen arbeiten m&#252;ssen, im Grunde genommen Sklaven sind, auf eine feine, subtile Art versklavt, ohne die unappetitlichen Erscheinungen der Sklaverei vergangener  Zeiten. Ich habe schon Leute sagen geh&#246;rt, dass die Menschen, die Geld von der Arbeitsagentur bekommen gef&#228;lligst etwas f&#252;r dieses Geld tun sollen. Da m&#252;sse man eben jede zumutbare Arbeit annehmen, und zumutbar ist jede Arbeit &#8211; au&#223;er vielleicht Prostitution, weil das ja nicht den Sitten hierzulande entspricht.  Diese Einstellung ist aber nichts weiter als die Einstellung derjenigen die meinen, frei zu sein &#8211; was f&#252;r ein Irrtum.</p>
<p><strong>Die Grundlage der Freiheit</strong></p>
<p>Warum sind viele Menschen in Deutschland noch einigerma&#223;en frei? Mit Sicherheit nicht, weil sie ihre Freiheit mit ihrem Leben verteidigen w&#252;rden. Die meisten Menschen k&#246;nnen sich heute &#252;berhaupt nicht verteidigen und w&#252;rden sch&#246;n brav in ihrer Wohnung bleiben, wenn eine Ausgangssperre verh&#228;ngt w&#252;rde.  Nein &#8211; die meisten Menschen sind deshalb frei, weil sie eigene <strong>beliebig kopierbare Lebensgrundlagen</strong> wie eine Berufsausbildung ihr Eigentum nennen k&#246;nnen, ohne dass sie sich dessen bewusst sind. Diese Menschen sind deshalb frei, weil sie gebraucht werden. Ohne das K&#246;nnen dieser Menschen w&#228;re eine Gesellschaft mit einem so hohem technischen Standard, wie wir ihn z.B. hier in Deutschland haben, nicht m&#246;glich. Dieser Sachverhalt wird daran deutlich, wie die Gesellschaft mit den Menschen umgeht, die aufgrund der Automatisierung der Schwerstarbeit nicht mehr gebraucht werden. Diese Menschen werden als faule Schmarotzer abgestempelt, ins Abseits gestellt. Oft werden sie sogar durch die Leute schikaniert, welche die Auszahlung der staatlichen Sozialleistungen verwalten sollten. <strong>Man bedenke, das die staatlichen Sozialleistungen durch die Maschinen erwirtschaftet werden, die die heute anstatt von Menschen die Schwerstarbeit f&#252;r uns tun.</strong></p>
<p><strong>Was bleibt also zu tun?</strong></p>
<p>Das sich von Seiten der Politik etwas gegen die Ausbeutung von Menschen getan wird, denke ich eher nicht. Ich pers&#246;nlich sehe die einzige M&#246;glichkeit der St&#228;rkung der Freiheit darin, dass jeder, der nach Freiheit strebt, zuerst <strong>eigene Lebensgrundlagen</strong> erschafft. Das kann konkret durch folgende Ansetze realisiert werden:</p>
<ul>
<li><strong>Aneignung von Wissen</strong>, mit dem man Lebensgrundlagen wie Essen, Kleidung, Wohnung, Mobilit&#228;t, Gesundheit, Telekommunikation etc. erschaffen kann.</li>
<li>Die <strong>Realisierung </strong>eigener Ideen, die Lebensgrundlagen erschaffen k&#246;nnen. Es reicht dabei v&#246;llig aus, wenn diese Idee in Form eines Modells als Hobby realisiert wird. Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie viele Firmen Interesse an Technik haben, die bereits einmal erfolgreich realisiert wurde, selbst wenn es nur in Form eines Modells geschieht.</li>
<li>Die <strong>Vernetzung</strong> mit anderen Menschen, die auch Ideen zur Erschaffung von Lebensgrundlagen realisieren wollen.</li>
</ul>
<p>Eigene Lebensgrundlagen sind die Basis f&#252;r die eigene Freiheit und somit f&#252;r eine freie Gesellschaft.</p>
<p>Ohne eigene Lebensgrundlagen hingegen ist die Freiheit lediglich eine Illusion, die Spa&#223; macht, genau so wie der Weihnachtsmann oder der Osterhase. Irgendwann muss aber jeder erfahren, dass es den Osterhasen nicht gibt und dass Papa oder Mama die Eier versteckt.</p>
<p><em>Erg&#228;nzung am 07.01.2010: michey<br />
</em></p>
<p>F&#252;r alle &#8220;B&#252;rgerinnen und B&#252;rger&#8221; die noch denken, dass sie ohne eigene Lebensgrundlage Rechte haben, m&#246;chte ich auf den <a href="http://www.sozialgesetzbuch-sgb.de/sgbii/31.html" target="_blank">§§ 31 Abs 1 Satz 2 des SGBII</a> verweisen. Das hat folgende Konsequenz: Wenn einem bed&#252;rftigen Menschen durch die Streichung der finanziellen Mittel der Zugang zu physikalischen Lebensgrundlagen versperrt wird, wodurch wiederum die physische Existenz, unter der Voraussetzung, am Leben zu sein, bedroht ist, hat dieser bed&#252;rftige Mensch auch keine M&#246;glichkeiten sich zu wehren. Er ist dem Verwalter der finanziellen Mittel somit h&#246;rig, zum Teil rechtlich und vor allem wirtschaftlich von ihm Abh&#228;ngig, also laut Definition ein <a href="http://de.wiktionary.org/wiki/Sklaverei" target="_blank">Sklave</a>.</p>
<p>Ein weiterer interessanter Bericht &#252;ber die Sanktionierung der Menschen, die von unserer Wirtschaft aufgrund der Automatisierung der Arbeit nicht mehr gebraucht werden, befindet sich <a href="http://www.hartzkampagne.de/pdfs/broschuere_zu_sanktionen_2008_11_24.pdf" target="_blank">hier</a>.</p>
<p>Einen Arbeitsplatz zu &#8220;besitzen&#8221; hei&#223;t nicht, eine eigene Lebensgrundlage zu haben. Das ist sehr wichtig. Einen Arbeitsplatz zu haben, oder besser gesagt, einen Arbeitsplatz gew&#228;hrt zu bekommen hei&#223;t, an der Lebensgrundlage eines Anderen teilhaben zu d&#252;rfen. Es ist bildlich gesprochen vergleichbar mit dem Futter, dass mein seinem Arbeitspferd gibt, damit es den Pflug ziehen kann. Kauft sich der Bauer einen Traktor, dann braucht er das Pferd nicht mehr und das Pferd muss sich eine neuen Arbeitsplatz suchen &#8230; oder es gibt ein gro&#223;es Festessen, wo das Pferd dann auch dabei ist &#8230; aber das ist ja nur eine Metapher.</p>
<p>Ich kann es nur immer wieder betonen: Erschafft Euch eigene Ressourcen und teilt sie im Austausch mit anderen Menschen. Um die Sache etwas anschaulicher zu machen: Wenn Ihr es schafft, zur Beschaffung der n&#246;tigen Dinge des Alltags, im Austausch mit anderen Menschen, keine Euros und Dollars zu brauchen, dann ist das ein m&#246;glicher Indikator daf&#252;r, dass Euer Bekanntenkreis eigene Lebensgrundlagen hat und relativ frei ist.</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Altlandhymne &#8211; ein satirischer Kommentar am Rande</title>
		<link>http://www.nuevalandia.net/archives/376</link>
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		<pubDate>Thu, 23 Jul 2009 09:29:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michey</dc:creator>
				<category><![CDATA[Grundsätzliches]]></category>
		<category><![CDATA[Altland]]></category>
		<category><![CDATA[Gedicht]]></category>
		<category><![CDATA[Hymne]]></category>
		<category><![CDATA[Satire]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitgeist]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein satirischer Kommentar am Rande H&#228;tte Altland eine Hymne, vielleicht k&#246;nnte sie sich so anh&#246;ren? 1. Strophe Wachstum Wachstum &#252;ber alles, &#252;ber alles in der Welt, dass wir auch den Zins bedienen, so wie es der Bank gef&#228;llt. Immer weiter immer Schneller, streben wir im Wettbewerb, Doch es kann nur einen geben, der hier den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Satire">satirischer</a> Kommentar am Rande</p>
<p>H&#228;tte Altland eine Hymne, vielleicht k&#246;nnte sie sich so anh&#246;ren?</p>
<p><strong>1. Strophe</strong></p>
<p>Wachstum Wachstum &#252;ber alles,<br />
&#252;ber alles in der Welt,<br />
dass wir auch den Zins bedienen,<br />
so wie es der Bank gef&#228;llt.</p>
<p>Immer weiter immer Schneller,<br />
streben wir im Wettbewerb,<br />
Doch es kann nur einen geben,<br />
der hier den Profit erh&#228;lt.</p>
<p><strong>2. Strophe</strong> (&#8230; kann auch in geb&#252;ckter Haltung gesungen werden, mit Blick auf den Boden)</p>
<p>Schulden Schulden &#252;ber alles<br />
&#252;ber alles in der Welt<br />
Sind das <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Geldsch%C3%B6pfung" target="_blank">Fundament der W&#228;hrung</a><br />
Sie sind all das viele Geld</p>
<p>Ja wir wollen sie bezahlen<br />
Glauben das uns das gelingt<br />
wenn wir den G&#252;rtel enger schnallen<br />
doch wir sehen nicht das dies nicht geht.</p>
<p><strong>3. Strophe</strong> (&#8230; die Anwesenden wird vorgeschlagen sich von ihren Pl&#228;tzen zu erheben)</p>
<p>Regeln, Ordnung und viel Sicherheit,<br />
gegen diese b&#246;se Welt,<br />
werden uns vor allem sch&#252;tzen,<br />
was uns Angst macht, &#228;ngstlich h&#228;lt.</p>
<p>Raubkopierer, TerXXXXXXXX,<br />
Hacker, KiXXXXXXXXXXXXXX,<br />
Die da oben<a href="http://www.tagesschau.de/inland/vonderleyeninternet100.html" target="_blank"> werden&#8217;s richten</a>,<br />
denn Die wissen schon was sie tun&#8230;</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Lebensgrundlagen</title>
		<link>http://www.nuevalandia.net/archives/365</link>
		<comments>http://www.nuevalandia.net/archives/365#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 10 Jul 2009 08:23:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michey</dc:creator>
				<category><![CDATA[Grundsätzliches]]></category>
		<category><![CDATA[Lebensgrundlagen]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Rechte]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Blick auf das Wesentliche Wenn ich mit Menschen &#252;ber das Thema Wirtschaft spreche, dann begegnen mir zumeist zwei Gruppen von Menschen. Ich nenne sie mal &#8220;Idealisten&#8221; und &#8220;Realisten&#8221;, ohne diese Menschen in eine der beiden Schubladen stecken zu wollen. Ich nenne sie nur so, um meine Ausf&#252;hrungen etwas plakativer zu machen. Spreche ich mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Der Blick auf das Wesentliche</strong></p>
<p>Wenn ich mit Menschen &#252;ber das Thema Wirtschaft spreche, dann begegnen mir zumeist zwei Gruppen von Menschen. Ich nenne sie mal &#8220;Idealisten&#8221; und &#8220;Realisten&#8221;, ohne diese Menschen in eine der beiden Schubladen stecken zu wollen. Ich nenne sie nur so, um meine Ausf&#252;hrungen etwas plakativer zu machen.<br />
Spreche ich mit Realisten, dann dreht sich das Thema bei Gespr&#228;chen bez&#252;glich Wirtschaft oft nur um zwei Begriffe: Arbeit und Geld. Viele der Realisten, die ich so erlebe, sehen ihren Blick vor allem darauf gerichtet, m&#246;glichst viel Geld zu verdienen und einen sicheren Arbeitsplatz zu haben. Arbeit ist f&#252;r sie die Grundlage ihres Lebensstandards und viele Realisten sehen im technischen Fortschritt den Beweis, dass das bestehende Wirtschaftssystem ja gar nicht so schlecht sein kann. Viele der Realisten wenden ihren Blick von den unsch&#246;nen Seiten des Wirtschaftslebens ab. Wenn jeder seines Gl&#252;ckes Schmied ist, dann wird der Grund f&#252;r Armut wohl bei den Betroffenen selbst zu suchen sein. Dennoch haben viele der Realisten Angst, selbst einmal die h&#228;sslichen Seiten des Wirtschaftslebens zu sp&#252;ren und deshalb sprechen sie meist nicht wirklich gerne dar&#252;ber und gehen schnell zu einem sch&#246;neren Gespr&#228;chsthema &#252;ber wie zum Beispiel die neusten Computer auf dem Markt oder der Verdauung ihres Hundes.</p>
<p>Begegnen mir Idealisten, dann h&#246;re ich zumeist viel Kritik an unserem bestehenden Wirtschaftssystem. Es wird in Gespr&#228;chen zum Thema Wirtschaft viel &#252;ber Armut, Ausbeutung, Umweltverschmutzung gejammert. Idealisten haben aber durchaus Ideen f&#252;r die L&#246;sung wirtschaftlicher Probleme bereit. Viele dieser Idealisten engagieren sich aktiv f&#252;r ihre Ideen und belasten sich bis an die Grenze des Machbaren. Viele dieser Initiativen haben durchaus Erfolge zu verzeichnen, aber meist h&#228;ngt dieser Erfolg an wenigen Idealisten, die diese Ideen ehrenamtlich anschieben. Wenn diese Anschieber irgendwann ersch&#246;pft sind, oder verlockende Angebote f&#252;r wirtschaftliche T&#228;tigkeiten jenseits ihrer Ideen wirtschafltiche Sicherheit versprechen, dann bricht die Initiative zumeist sehr schnell zusammen.</p>
<p>Ich habe mich deshalb gefragt, woran es liegt, dass sich bez&#252;glich des Themas Wirtschaft die allermeisten Menschen im Kreis zu drehen scheinen. Es ist schon irgendwie verr&#252;ckt: Selbst Insekten, W&#252;rmer, M&#228;use &#8211; im Grunde genommen alle Tiere wissen, wie sie wirtschaften m&#252;ssen um zu &#252;berleben. Nur wir Menschen bekommen es nicht auf die Reihe. Also woran liegt es, dass wir bez&#252;glich des Themas Wirtschaft so hilfos zu sein scheinen? Was wissen die M&#228;use, was wir nicht wissen?</p>
<p>Meiner Ansicht nach liegt die Anwort auf der Hand, auch wenn ich jetzt damit sehr stark provozieren d&#252;rfte. Die Antwort hei&#223;t</p>
<p><strong>EIGENE LEBENSGRUNDLAGEN</strong></p>
<p>Das ist es, um was sich alles Dreht. Alles Leben strebt danach, eigene Lebensgrundlagen zu besitzen und das ist es auch, um was sich unser menschliches Wirtschaftssystem dreht. Es ist nicht die Arbeit oder das Geld sondern das <strong>Eigentum an Lebensgrundlagen</strong>. Der Eigent&#252;mer einer Lebensgrundlage kann bestimmen, wer seine Lebensgrundlage nutzen darf. Das hei&#223;t, dass der Eigent&#252;mer einer Lebensgrundlage dar&#252;ber bestimen darf, wer ein st&#252;ckchen Existenzberechtigung bekommt. Nicht die Arbeit, Geld oder Gesch&#228;ftsmodelle sind Lebensgrundlagen sondern Boden, Kulturpflanzen, Rohstoffe, Maschinen, Technologien, Wissen, Medizin, Energie usw.</p>
<p>Ich m&#246;chte hier folgende These aufstellen, die sich auf meine Erfahrung begr&#252;ndet: <strong>Eine Initiative, die nicht gleichzeitig mit ihrer Gr&#252;ndung die </strong><strong>Erschaffung von Lebensgrundlagen erreicht, ist auf dauer </strong><strong>nicht eigenst&#228;ndig  lebensf&#228;hig.</strong></p>
<p>Hierin ist wahrscheinlich der Grund zu suchen, warum so viele Initiativen scheitern.</p>
<p><strong>N&#252;tzlinge und die Knappheit</strong></p>
<p>Viele Ressourcen scheinen begrenzt und knapp. Knappheit ist die Voraussetzung unseres bestehenden Wirtschaftssystems, denn nur wenn ein Gut knapp ist, kann daf&#252;r ein Preis verlangt werden. Wollte ich Luft verkaufen, ich w&#252;rde keine K&#228;ufer finden, weil einfach zu viel davon da ist. Doch warum sind Ressourcen, die auch zumeist Lebensgrundlagen sind, knapp? Ein Grund daf&#252;r kann darin liegen, dass die Eigent&#252;mer dieser Ressorucen den Zugang k&#252;nstlich beschr&#228;nken und so eine k&#252;nstliche Knappheit verursachen.</p>
<p>Ein anderer physikalischer Grund ist, dass die Nutzung der Ressourcen, so wie wir sie heute zumeist praktizieren, sch&#228;dlich f&#252;r die Ressoruce ist. <strong>Wir verbrauchen Ressourcen &#8211; und produzieren M&#252;ll</strong>. <a href="http://www.youtube.com/watch?v=QZyGKpE7r38" target="_blank">Professor Michael Braungart</a> hat bei einem Vortrag das sch&#246;ne Beispiel von den Ameisen gebracht, deren Biomasse ungef&#228;r 30 Milliarden Menschen entspricht und die zumeist keine Vegetarier sind. Der Unterschied zwischen Ameisen und Menschen ist nur, dass Ameisen keinen M&#252;ll produzieren und ihre Ressourcen nicht verbrauchen. Was kann man darus schlie&#223;en?</p>
<p><strong>Ein Ingenieur, der eine Technologie so konstruiert, dass sie nicht sch&#228;dlich sondern n&#252;tzlich f&#252;r ihre Ressource ist, erschafft eine Lebensgrundlage, die von ihrem Wesen her nicht knapp ist.</strong> Dies gilt es weiterzudenken und hier ist Kreativit&#228;t gefragt. Es liegt nicht an Politikern, etwas zu ver&#228;ndern, sondern an jedem, der neue Technologien in die Welt setzt.</p>]]></content:encoded>
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		<title>Altland &amp; Neuland</title>
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		<pubDate>Wed, 10 Jun 2009 19:48:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>viajero</dc:creator>
				<category><![CDATA[Grundsätzliches]]></category>

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		<description><![CDATA[Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist, werdet ihr merken, dass man Geld nicht essen kann. (Weissagung der Cree-Indianer) Mit Altland bezeichnen wir ungesunde Strukturen welche nicht ueberlebensfaehig sind und unsere Lebensqualitaet einschraenken (werden). Altland-Strukturen finden wir z.B. in der Wirtschaft, Politik, Wissensvermittlung und Technologieentwicklung. Neuland sind [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist, werdet ihr merken, dass man Geld nicht essen kann.</em></p>
<p style="text-align: right;">(Weissagung der Cree-Indianer)</p>
<p style="text-align: left;">Mit <strong>Altland</strong> bezeichnen wir ungesunde Strukturen welche nicht ueberlebensfaehig sind und unsere Lebensqualitaet einschraenken (werden). Altland-Strukturen finden wir z.B. in der Wirtschaft, Politik, Wissensvermittlung und Technologieentwicklung.</p>
<p style="text-align: left;"><strong>Neuland</strong> sind alternative Strukturen, welche wir benoetigen um unsere Lebensqualitaet zu sichern und zu verbessern. Ohne ein Neuland wird Altland viele Probleme und Leid verursachen.</p>
<p style="text-align: left;">Unser Anliegen mit &#8220;Nuevalandia.net&#8221;:</p>
<ul>
<li>Existentes Neuland aufzeigen damit verantwortungsvolle Menschen dieses nutzen und entwickeln <em><strong>koennen</strong></em> anstatt Altland unterstuetzen zu <em><strong>muessen</strong></em>.</li>
<li>Auf Baustellen und aktuelle Neuland-Projekte hinweisen um Interessierte zum &#8220;mitbauen&#8221; zu gewinnen. Dieses vor allem im Neuland-Wiki.</li>
<li>Die Fehler in Altland-Strukturen aufzeigen um daraus zu lernen.</li>
</ul>
<p style="text-align: center;"><em>Dazu laden wir jeden Mitleser von Herzen ein!</em></p>
<p style="text-align: left;">]]></content:encoded>
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		<title>Selbstausbeutung bei selbstorganisierenden Projekten</title>
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		<pubDate>Tue, 14 Apr 2009 12:40:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michey</dc:creator>
				<category><![CDATA[Grundsätzliches]]></category>
		<category><![CDATA[Anschieber]]></category>
		<category><![CDATA[Ausbeutung]]></category>
		<category><![CDATA[Engagement]]></category>
		<category><![CDATA[Freiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstausbeutung]]></category>

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		<description><![CDATA[Die scheinbare Freiheit In den letzten Artikeln habe ich sehr viel &#252;ber die Vorteile von selbstorganisierenden Projekten, der Schaffung eigener Lebensgrundlagen und Freiheit geschrieben und hier habe ich vor allem die Vorteile und Chancen beschrieben. In diesem Blogbeitrag m&#246;chte ich jetzt auf die gro&#223;e Gefahr der Selbstausbeutung in selbstorganisierenden Projekten hinweisen, die mir bewusst geworden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die scheinbare Freiheit</strong></p>
<p>In den letzten Artikeln habe ich sehr viel &#252;ber die Vorteile von selbstorganisierenden Projekten, der Schaffung eigener Lebensgrundlagen und Freiheit geschrieben und hier habe ich vor allem die Vorteile und Chancen beschrieben. In diesem Blogbeitrag m&#246;chte ich jetzt auf die gro&#223;e Gefahr der Selbstausbeutung in selbstorganisierenden Projekten hinweisen, die mir bewusst geworden ist, als ich einen <a href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/30/30110/1.html" target="_blank">Artikel &#252;ber virtuelle Callcenter</a> gelesen habe. Ich m&#246;chte dar&#252;ber schreiben, um M&#246;glichkeiten zu schildern, wie man sich gegen diese Gefahr sch&#252;tzen kann. Dazu muss man die Mechanismen der Selbstausbeutung aber fr&#252;hzeitig erkennen.</p>
<p>In den eben erw&#228;hnten Blogbeitrag, den ich gelesen habe geht es um bestimmte Callcenter, die hier aber lediglich als Beispiel dienen sollen. Es sind auch andere Unternehmensformen denkbar, die aber alle nach einem &#228;hnlichen Muster der Ausbeutung arbeiten werden. Die eben genannten Callcenter besch&#228;ftigen &#8220;selbst&#228;ndige&#8221; Mitarbeiter, die ihre Arbeit am Rechner von zu Hause aus erledigen. Diese scheinbar selbst&#228;ndigen Besch&#228;ftigten sind dabei &#252;ber das Internet mit dem Firmennetzwerk verbunden. Bezahlt werden die Besch&#228;ftigten danach, welche Bewertung sie im Betriebseigenen Bewertungssystem erreichen. Je mehr Umsatz ein Besch&#228;ftigter macht, desto mehr Auftr&#228;ge werden ihm zugeschoben und desto mehr Umsatz macht er. Ein st&#228;ndiger Konkurrenzkampf, die Vereinzelung der Besch&#228;ftigten und gnadenlose Selbstausbeutung sind dabei die Folge. Die vermeintliche Freiheit wird dabei schnell zur Sklaverei. Das Joch der Sklaverei existiert dabei nicht in Form eines Schuldverh&#228;ltnisses, sonder noch viel schlimmer, es existiert lediglich im Kopf der Besch&#228;ftigten. Es ist f&#252;r den besch&#228;ftigten selbst unsichtbar und wird mit der Zeit immer st&#228;rker, bis der Besch&#228;ftigte irgendwann unter der Last der Arbeit gesundheitlich zusammenbricht.</p>
<p><strong>Wo liegt die Grundlage der Selbstausbeutung?</strong></p>
<p>Es stellt sich also die Frage, worin die Grundlage der Selbstausbeutung zu finden ist. Was ist also der Unterschied zu einem Erfinder, der in seiner eigenen Werkstatt bis zum Umfallen an seiner Erfindung arbeitet und z.B einem Ingenieur, der an einem &#252;ber das Internet vernetzten Projekt zur Konstruktion einer Anlage teilnimmt? So einfach l&#228;sst sich die Frage nicht beantworten. Beide k&#246;nnen ausgebeutet werden oder auch nicht.</p>
<p>Zun&#228;chst m&#246;chte ich den Begriff der Selbstausbeutung etwas pr&#228;zisieren: <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ausbeutung" target="_blank">Ausbeutung</a> bedeutet zuerst einmal die verbrauchende Nutzung einer Ressource. Auch Menschen k&#246;nnen ausgebeutet werden, z.B. durch Sklaverei oder Lohndumping oder &#228;hnliches. Die Aussage, dass bei Selbstausbeutung ein Mensch diese verbrauchende Nutzung selbst &#252;bernimmt, erscheint mir etwas irref&#252;hrend, denn ein Mensch selbst w&#252;rde das aus eigenem Willen vermutlich nicht tun. Der Menschliche K&#246;rper ist vor allem Faul und verf&#252;gt &#252;ber einen starken Selbsterhaltungstrieb und das ist sicherlich gut f&#252;r den Selbsterhalt. Das erscheint jetzt vielleicht etwas provokativ, aber ich Frage bei in dieser Situation danach, wer hinter dieser Ausbeutung steht, die scheinbar durch den Menschen selbst stattfindet.</p>
<p>Bei genauerem Hinsehen erscheint bei der Selbstausbeutung ein unsichtbares Joch und eine Unsichtbare Peitsche und es ist nicht der Mensch selbst, der Peitsche und Joch f&#252;hrt. Stellt man sich die Frage &#8220;Wer Profitiert ?&#8221; und folgt man den Z&#252;geln am Joch bis zur f&#252;hrenden Hand, so steht hier oft ein Gl&#228;ubiger, ein Investor, laufende Lebenshaltungskosten, die Erwartungen anderer Menschen, Verpflichtungen, die eigenen W&#252;nsche und was auch immer. Die Gr&#252;nde sind hier vielf&#228;ltig aber ganz besonders gef&#228;hlich wird es, wenn andere Personen im Hintergrund profitieren, denn hier hilft nicht einmal der Selbsterhaltungstrieb des ausgebeuteten Menschen.</p>
<p>Die zwei folgenden Bedingungen erscheinen mir besonders auff&#228;llig, dass eine Person im Hintergrund durch die Ausbeutung profitiert:</p>
<ul>
<li>Es existert ein <strong>Bewertungssystem</strong> mit Belohnungs- und Bestrafungsfunktionen, ganz gleich, wie das aussehen mag &#8211; und das ist ganz wichtig &#8211; der ausgebeutete kennt dieses System. Es ist vergleichbar mit einem <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Panopticon" target="_blank">Panopticon</a>.</li>
<li>Der Ausgebeutete ist nicht der Eigent&#252;mer seiner <strong>Lebensgrundlagen</strong> und nicht Eigent&#252;mer der <strong>Fr&#252;chte seiner Arbeit</strong>. Die Fr&#252;chte seiner Arbeit geh&#246;ren &#8220;dem Team&#8221;, oder &#8220;dem Projekt&#8221;. Typisch sind hier zum Beispiel Berufsverbote beim Ausscheiden aus dem Projekt oder irgendwelche Verzichtserkl&#228;rungen.</li>
</ul>
<p><strong>Offenes Wissen als Sicherheit</strong></p>
<p>Selbstausbeutung bei selbstorganisierenden Projekten wird am besten durch folgende Vorkehrungen vermieden:</p>
<ol>
<li>Jeder Teilnehmer nimmt am Projekt nur aus Selbstzweck Teil frei nach dem Motto: &#8220;Ich tu was ich will, will was tu und tu es nur f&#252;r mich selbst.</li>
<li>Jeder Teilnehmer muss Eigent&#252;mer seiner Arbeitsmittel sein.</li>
<li>Jeder Teilnehmer hat Zugang zum gesamten Wissen des Projekts.</li>
<li>Jeder Teilnehmer kann dieses Wissen f&#252;r andere Projekte frei nutzen.</li>
<li>Jeder Teilnehmer hat direkten Kundenkontakt bzw. Kontakt zur erschaffenen Lebensgrundlage.</li>
<li>Jeder Teilnehmer kann jederzeit aus dem Projekt aussteigen.</li>
<li>Jeder Teilnehmer erledigt seine Aufgaben nach den Regeln seines Berufsstandes nach bestem Wissen.</li>
<li>Jeder Teilnehmer &#252;bernimmt die Haftung f&#252;r das was er tut nach den gesetzlichen Regeln.</li>
<li>Jeder Teilnehmer wird nach seinem <strong>Arbeitsaufwand</strong> am Gewinn beteiligt.</li>
<li>Kein Teilnehmer akzeptiert Verzichtserkl&#228;rungen, Verpflichtungen, Berufsverbote und Sanktionen.</li>
<li>Kein Teilnehmer akzeptiert einen Vorgesetzten.</li>
</ol>
<p>Wenn einer dieser Punkte nicht erf&#252;llt sein sollte gilt es, besonders Wachsam zu sein.</p>
<p>Hier eine kleine Anmerkung von mir, die aus meiner pers&#246;nlichen Erfahrung stammt: Das <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Patanjali" target="_blank">Yogasutra von Patanjali</a> ist ein sehr sch&#246;nes Buch, dass bei genauerem Hinsehen viele Anhaltspunkte zur aktiven Vermeidung von Ausbeutung er&#246;ffnet. Die Aufgabe der <strong>Interpretation</strong> der einzelnen Verse (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Sutra" target="_blank">Sutras</a>) liegt absichtlich <strong>beim Leser</strong>, was dieses Buch besonders reizvoll macht. Die Gestaltung des Buches &#8220;Das Yogasutra&#8221; von R. Siriram hat mir pers&#246;nlich am besten gefallen, da hier die originalen Sutras den Erl&#228;uterungen des Verfassers gegen&#252;bergstellt werden.</p>
<p>ISBN 978-3-7831-9525-5</p>]]></content:encoded>
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