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	<title>Nuevalandia &#187; Grundlagen</title>
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	<description>Eine Reise von Altland nach Neuland</description>
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		<title>Die Methode der Selbstfinanzierung</title>
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		<pubDate>Thu, 25 Sep 2008 19:11:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michey</dc:creator>
				<category><![CDATA[Grundlagen]]></category>
		<category><![CDATA[Technologien]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn Forschung und Entwicklung finanziell unabh&#228;ngig wird, dann werden auch die Dinge erforscht und Entwickelt, die im Interesse der Menschen sind, die nicht &#252;ber gro&#223;e finanzielle Mittel verf&#252;gen. Dies kann durch die Methode der Selbstfinanzierung erreicht werden. Die Methode der Selbstfinanzierung beruht auf dem Grundsatz, dass ein neues Produkt bereits w&#228;hrend seiner Entwicklungszeit von Anfang [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn Forschung und Entwicklung finanziell unabh&#228;ngig wird, dann werden auch die Dinge erforscht und Entwickelt, die im Interesse der Menschen sind, die nicht &#252;ber gro&#223;e finanzielle Mittel verf&#252;gen. Dies kann durch die <strong>Methode der Selbstfinanzierung</strong> erreicht werden.</p>
<p>Die Methode der Selbstfinanzierung beruht auf dem Grundsatz, dass ein neues Produkt bereits w&#228;hrend seiner Entwicklungszeit <strong>von Anfang an in Form eines funktionierenden Prototypen Ertr&#228;ge erwirtschaftet</strong>. Die Vorgehensweise besteht darin, dass das neu entwickelte Produkt m&#246;glichst fr&#252;hzeitig an in Form eines kleinen funktionierenden Prototypen realisiert wird. Ganz wichtig ist hier, dass der Prototyp klein genug ist, damit er nicht finanziell und technologisch au&#223;er Kontrolle ger&#228;t! Der Prototyp wird an einen Nutzer verkauft, der mit diesem Prototypen Ertr&#228;ge erwirtschaftet. Durch diese Ertr&#228;ge sind die Kosten des Prototypen gedeckt. Aus der Betriebserfahrung mit dem ersten Prototypen und dem intensiven Kundenservice kann ein n&#228;chstgr&#246;&#223;erer funktionierender Prototyp entwickelt und realisiert werden, der wiederum Ertr&#228;ge liefert.<br />
Auf diese Weise ist es m&#246;glich, mit minimalen Investitionen Produktentwicklung zu betreiben.<br />
Das Vorbild der Methode der Selbstfinanzierung ist das Keimen von Saatgut. Ein Samenkorn besitzt in seinem Inneren meist Fett oder St&#228;rke als Energietr&#228;ger. Das Samenkorn enth&#228;lt genug Energie, damit es keimen kann. Sobald die entstehende Pflanze die ersten gr&#252;nen Bl&#228;tter ins Licht der Sonne streckt, erzeugt sie die Energie, die sie zum Wachsen ben&#246;tigt selbst.<br />
Die Methode der Selbstfinanzierung wird nur dann m&#246;glich, wenn ganz zu Beginn ein Kunde gefunden wird, der einen funktionierenden Prototypen kauft. Ein Kunde wird einen solchen Prototypen nur dann kaufen, wenn er ihn auch gebrauchen kann. Der Kunde kann der Prototypen nur dann gebrauchen, wenn dieser auf seine individuellen Bed&#252;rfnisse zugeschnitten ist. Praxisn&#228;he ist hier einer der wichtigsten Grunds&#228;tze. Auf diese Weise wird verhindert, dass Produkte entwickelt werden, die in der Praxis nicht gebraucht werden k&#246;nnen.</p>
<p>Bei der Konstruktion des Prototypen ist unbedingt darauf zu achten, dass der Prototyp m&#246;glichst nicht in Integralbauweise gefertigt wird. Es ist am g&#252;nstigsten, wenn der Prototyp aus vielen Modulen verschiedener Hersteller zusammengesetzt ist. Das ist enorm wichtig, falls ein Hersteller sich aus der Verantwortung f&#252;r den Kundenservice verabschiedet. So bleibt immer die Option offen, das fragliche Modul durch ein Modul eines Konkurrenten zu ersetzen, ohne gleich den gesamten Prototypen zu gef&#228;hrden. So wird das Risiko f&#252;r den Kunden minimiert und die Verantwortung f&#252;r den Kundenservice wird auf viele Schultern verteilt.</p>]]></content:encoded>
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		<title>Optimale Unternehmen</title>
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		<pubDate>Thu, 25 Sep 2008 18:58:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michey</dc:creator>
				<category><![CDATA[Grundlagen]]></category>
		<category><![CDATA[Technologien]]></category>

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		<description><![CDATA[Was ist ein optimales Unternehmen? Im Normalfall ist es so, dass Unternehmen um so schneller wachsen k&#246;nnen, je gr&#246;&#223;er sie sind. Dadurch sind gro&#223;e Unternehmen in der Lage, ihre Konkurrenz vom Markt zu dr&#228;ngen und die wirtschaftlich Macht konzentriert sich im Laufe der Zeit bei einigen wenigen gro&#223;en Unternehmen. Wie kann man diesem Effekt entgegenwirken? [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Was ist ein optimales Unternehmen?</strong></p>
<p>Im Normalfall ist es so, dass Unternehmen um so schneller wachsen k&#246;nnen, je<br />
gr&#246;&#223;er sie sind. Dadurch sind gro&#223;e Unternehmen in der Lage, ihre Konkurrenz vom Markt zu dr&#228;ngen und die<br />
wirtschaftlich Macht konzentriert sich im Laufe der Zeit bei einigen wenigen<br />
gro&#223;en Unternehmen. Wie kann man diesem Effekt entgegenwirken?</p>
<p>Um diese Frage zu beantworten soll ein theoretisches Unternehmen<br />
postuliert werden, ohne dabei die Frage konkret zu beantworten:</p>
<p>&#8220;Angenommen es g&#228;be ein Unternehmen, das auf dem Markt um so<br />
durchsetzungsf&#228;higer ist, je kleiner es ist. Dann w&#252;rde es um so schneller<br />
wachsen, je kleiner es ist und um so langsamer, je gr&#246;&#223;er es wird. So ein<br />
Unternehmen k&#246;nnte niemals alle Kunden auf dem Markt beliefern und w&#252;rde<br />
zwangl&#228;ufig Platz lassen f&#252;r Konkurrenten. Ein solches Unternehmen w&#252;rde<br />
irgendwann eine optimale Gr&#246;&#223;e annehmen. Dieses Unternehmen soll <strong>Optimales<br />
Unternehmen</strong> genannt werden.&#8221;</p>
<p>Optimale Unternehmen w&#228;ren stabilisierend f&#252;r die gesamte Wirtschaft und sie w&#252;rden die Selbstorganisation des Marktes st&#228;rken.</p>
<p>Ich habe einige Zeit lang nach einer solchen Unternehmensform gesucht, bis ich erlebt habe, wie eine Hofgemeinschaft eines Biobauernhofes den gemeinsamen Aufbau einer Anlage zur W&#228;rmegewinnung aus Biomasse, dem sogenannten &#8220;Biomeiler&#8221; organisiert hat. Der Biomeiler wurde in Form eines &#8220;Workshops&#8221; geplant und aufgestellt. Dabei konnte ich selbst erleben, wie private Teilnehmer und Unternehmen zusammen arbeiteten, ohne dass eine feste Hierarchie und Weisungsbefugte Vorgesetzte notwendig waren. Privatpersonen und unabh&#228;ngige Unternehmen handelten so, als ob sie ein gro&#223;es Unternehmen w&#228;ren. Hier war ein projektbezogenes <strong>optimales Unternehmen</strong> entstanden, dass alle notwendigen Ressourcen zu Verf&#252;gung hatte, um den Biomeiler zu bauen. Vom Holzh&#228;cksler, einer Entwicklungsabteilung f&#252;r die Auslegungsrechnung der Lieferung der Rohrleitungen bis zu den Arbeitskr&#228;ften zum Aufbau des Biomeilers war alles vorhanden.</p>
<p><a href="http://www.nuevalandia.net/wp-content/uploads/skizze-workshop.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-75" title="skizze-workshop" src="http://www.nuevalandia.net/wp-content/uploads/skizze-workshop-300x170.jpg" alt="" width="300" height="170" /></a></p>
<p><strong>Der Workshop als optimales Unternehmen</strong><br />
Wie l&#228;uft das Zustandekommen eines Optimalen Unternehmens in der Praxis ab?<br />
In einem ersten Schritt wendet sich der Kunde, der z.B. einen Biomeiler haben m&#246;chte, an einen Fachmann, der den Aufbau eines Biomeilers organisierten kann. Dieser Fachmann &#252;bernimmt nun die Funktion eines Focalizers. Der Focalizer ist Moderator, Koordinator und Ansprechpartner zugleich. Die Aufgabe des Focalizers ist es, die F&#228;higkeiten und M&#246;glichkeiten der Unternehmen und Privatpersonen in seinem Netzwerk zu koordinieren und zu b&#252;ndeln. Der Focalizer holt nach der Annahme des Kundenauftrages alle Fachleute mit in den Workshop, die n&#246;tig sind, um den Biomeiler fachgerecht und unter Ber&#252;cksichtigung der gesetzlichen Vorschriften realisieren zu k&#246;nnen. Es kann auch zweckm&#228;&#223;ig sein, dass einer der Fachleute, die im Workshop mitwirken, wiederum f&#252;r einen bestimmten Teilbereich die Aufgabe eines Focalizers &#252;bernimmt. Auf diese Weise bildet sich ein Netzwerk aus Vereinbarungen und Zusagen, dass selbstorganisierend den Aufbau des Biomeilers voranbringt.</p>
<p>Dieses Netzwerk des Workshops ist, wenn es klein ist, sehr schnell und effizient und ist wesentlich flexibler, effizienter und durchsetzungsf&#228;higer als ein gro&#223;es starr organisiertes Unternehmen. Wird das Netzwerk des Workshops allerdings zu gro&#223;, bekommt es ein Eigenleben und wird unkoordiniert. Der Workshop erf&#252;llt somit alle Voraussetzungen, die ein optimales Unternehmen ben&#246;tigt.</p>
<p><strong>Der Workshop als freie Universit&#228;t</strong><br />
Die Teilnehmer des Workshops, der Focalizer mit eingeschlossen, m&#252;ssen keine Fachleute f&#252;r den Aufbau von Biomeilern sein. Es kann im Einzelfall sogar sein, dass alle Teilnehmer des Workhops zusammen anfangs nicht das n&#246;tige Wissen zum Aufbau eines Biomeilers haben. Ein Workshop hat aber gleichzeitig den Charakter eines Lehrgangs. Jeder Teilnehmer bringt sein Fachwissen mit und stellt es den anderen Teilnehmern zu Verf&#252;gung. Das Wissen, was bei allen Teilnehmern noch nicht vorhanden ist, wird durch Erfahrung, Experimente und durch Recherche erworben und allen Teilnehmern zu Verf&#252;gung gestellt. Auf diese Weise erh&#228;lt jeder Teilnehmer die M&#246;glichkeit, an das gesamte Wissen zum Aufbau eines Biomeilers zu gelangen. Ein Workshop ist also wie eine Vorlesungsreihe auf einer Universit&#228;t inklusive Praktikum. Das wichtigste ist dabei dass im Workshop einer oder mehrere akribische Teilnehmer oder Teilnehmerinnen die Aufgabe eines Focalizers &#252;bernehmen. Diese Focalizer m&#252;ssen die Teilnehmer zum gr&#252;ndlichen Sammeln von Erkenntnissen motivieren k&#246;nnen. Mit der Gr&#252;ndlichkeit der Focalizer steigt und f&#228;llt das Niveau des Erkenntnisgewinns.</p>
<p><strong>In unserer heutigen Zeit, wo Bildung und Wissen durch Studiengeb&#252;hren immer mehr zu einem Luxusgut wird, dass man bezahlen muss, stellen Workshops eine m&#246;gliche Alternative zu den Universit&#228;ten dar.<br />
</strong></p>]]></content:encoded>
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		<title>Was sind Mittlere Technologien ?</title>
		<link>http://www.nuevalandia.net/archives/3</link>
		<comments>http://www.nuevalandia.net/archives/3#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 24 Sep 2008 07:17:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michey</dc:creator>
				<category><![CDATA[Grundlagen]]></category>
		<category><![CDATA[Technologien]]></category>

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		<description><![CDATA[Es gibt unterschiedliche Definitionen f&#252;r Mittlere Technologien. Darum sollen hier mehrere Definitionen vorgestellt werden: Ernst Friedrich Schumacher Der Begriff der Mittleren Technologien taucht erstmals bei Ernst Friedrich Schumacher auf. In seinem Buch &#8220;Small is beautiful &#8211; die R&#252;ckkehr zum menschlichen Ma&#223;&#8221; definiert er Mittlere Technologien wie folgt: &#8220;Letzten Endes ist die mittlere Technologie arbeitsintensiv und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt unterschiedliche Definitionen f&#252;r Mittlere Technologien. Darum sollen hier mehrere Definitionen vorgestellt werden:</p>
<p><strong>Ernst Friedrich Schumacher</strong><br />
Der Begriff der Mittleren Technologien taucht erstmals bei Ernst Friedrich Schumacher auf. In seinem Buch &#8220;Small is beautiful &#8211; die R&#252;ckkehr zum menschlichen Ma&#223;&#8221; definiert er Mittlere Technologien wie folgt: &#8220;Letzten Endes ist die mittlere Technologie arbeitsintensiv und f&#252;r die Verwendung in kleinen Betrieben g&#252;nstig. &#8230; Das bedeutet allgemein gesagt, dass ein Mann/Jahr zur Schaffung eines Arbeitsplatzes erforderlich ist oder dass eine Arbeitskraft zw&#246;lf Jahre lang ein Monatsgehalt sparen m&#252;sste, um einen Arbeitsplatz besitzen zu k&#246;nnen.&#8221;</p>
<p><strong>Aldous Huxley</strong><br />
Der Autor Ernst Friedrich Schumacher zitiert in seinem Buch &#8220;Small is beautiful&#8221; auch den Schriftsteller Aldous Huxley mit folgenden Worten: &#8220;Gesetzen Fall, es w&#252;rde zum Ziel von Erfindern und Ingenieuren, gew&#246;hnliche Menschen mit Mitteln zu versehen, „ mit denen sie eintr&#228;gliche und an sich sinnvolle Arbeit leisten k&#246;nnten und ihnen dazu verhelfen, Unabh&#228;ngigkeit von Bonzen zu erlangen, so dass sie ihre eigenen Arbeitgeber werden k&#246;nnen, die f&#252;r den eigenen Unterhalt auf einem lokalen Markt arbeiten, &#8230;  dann w&#252;rde .. dieser anders orientierte technische Fortschritt &#8230; zu einer fortschreitenden Dezentralisierung sowohl der Bev&#246;lkerung als auch der Zug&#228;nglichkeit an Produktionsmitteln und der politischen und wirtschaftlichen Macht f&#252;hren.“  Weitere Vorteile w&#228;ren die „eines menschlich befriedigenderen Lebens f&#252;r eine gr&#246;&#223;ere Zahl von Menschen, eines gr&#246;&#223;eren Ma&#223;es an echter selbstverwaltender Demokratie und ein gesegnetes Freisein von der verdummenden oder verderblichen , die von den Massenerzeugern der Verbrauchsg&#252;ter auf dem Wege der Reklame angeboten wird.&#8221;</p>
<p><strong>Mahatma Gandhi</strong><br />
Gandhi hat die Anwendung von Mittleren Technologien vorgelebt, indem er selbst gewebte Kleidung trug.</p>
<p><strong>Dr. Reinhard Stransfeld</strong><br />
„Mittlere Technologien sind technologische Konzepte die es erlauben, mit kleinen St&#252;ckzahlen auch im Rahmen regionaler Wirtschaftskreisl&#228;ufe &#246;konomisch sinnvoll zu handeln.“ (Dr. Reinhard Stransfeld)</p>
<p><strong>Mittlere Technologien aus meiner Sicht</strong><br />
Meine Definition der mittleren Technologien ergibt sich aus meiner Erfahrung in der praktischen Anwendung:<br />
Mittlere Technologien sind technologische Konzepte regional bezahlbarer Maschinen, Herstellungsverfahren und Produkte, die es den Menschen erm&#246;glichen, die Ressourcen ihrer Region nachhaltig zu nutzen um wieder in den Besitz eigener Lebensgrundlagen zu gelangen.</p>
<p>Mittlere Technologien sollen so gestaltet sein, dass sie dem heutigen Stand der Technik entsprechen. Die technische Herausforderung liegt hierbei darin, das technische Know-How, das in der Industriellen Massenproduktion Stand der Technik ist, sinnvoll auf die Herstellung von Produkten in kleiner St&#252;ckzahl zu &#252;bertragen.</p>
<p><strong>Der Vorteil der mittleren Technologien</strong><br />
Mittlere Technologien geben ihren Anwendern ein St&#252;ckchen wirtschaftliche Unabh&#228;ngigkeit und somit auch ein kleines St&#252;ckchen politische Macht zur&#252;ck. Wer seine Maschinen und die G&#252;ter die er braucht inklusive deren Herstellungsverfahren selbst bezahlen kann, der ist nicht abh&#228;ngig von Geldgebern oder staatlichen Zusch&#252;ssen. Wer die n&#246;tigen G&#252;ter des Lebens selbst bezahlen kann, der kann auch dar&#252;ber entscheiden, wie diese G&#252;ter hergestellt werden und von wem und was mit diesen G&#252;tern gemacht wird. Auf diese Weise f&#246;rdern mittlere Technologien die Demokratie in einem Land, indem sie wirtschaftliche Macht in viele H&#228;nde verteilen. Mittlere Technologien geben den Menschen die M&#246;glichkeit, ihre unmittelbare Umgebung wieder aktiv zu gestalten. Das ist in unserer Zeit wichtiger denn je.</p>
<p><strong>Missverst&#228;ndinisse der Mittlere Technologien</strong><br />
Mittlere Technologien werden h&#228;ufig missverstanden, was sich aus dem folgenden Artikel schlie&#223;en l&#228;sst. Dabei zeigt der Artikel einige Missverst&#228;ndisse auf, die sowohl unter den Vertretern der konventionellen Technologien wie auch unter den Vertretern der Mittleren Technologien existieren.</p>
<p>Quelle: Detzer, K.A: Unsere Verantworung f&#252;r eine nachhaltige<br />
Technik-Gestaltung und –Anwendung. Augsburg, 2006. Seite 96</p>
<p>“Das Konzept empfiehlt allgemein die Entwicklung und Verwendung der  &#8230;. optimal angepassten Technologie; nach &#220;berzeugung der Vertreter dieser Schule ist dies in den wenigsten F&#228;llen die „Gro&#223;technologie“ der „Gro&#223;unternehmen“ oder das „High Tech“ der f&#252;hrenden Industrienationen. Die Mittlere Technologie sollte gleichzeitig &#8220;menschengem&#228;&#223;, umweltschonend und energie- und rohstoffsparend&#8221; sein, eine &#8220;dezentralisierte Technik auf Menschenma&#223;, die zu einem Gleichgewicht zwischen dem Menschen und seiner nat&#252;rlichen Umgebung f&#252;hrt &#8230;. Dieses Prinzip ist sicher erstrebenswert, soweit es nicht zur Ideologie ger&#228;t, z.B. wenn Gro&#223;technologien pauschal ohne vorherige Alternativenbewertung bzw. G&#252;terabw&#228;gung abgelehnt werden. Solche Pauschalierungen und Ideologisierungen sind schon deswegen unsinnig, weil Gro&#223;- und Kleintechnologien bei den heutigen Systemzusammenh&#228;ngen auch begrifflich nicht mehr eindeutig getrennt werden k&#246;nnen. Welche Technologie ist z.B. &#8220;gr&#246;&#223;er&#8221;? Der Individualverkehr mit Pkw&#8217;s auf der Stra&#223;e oder der Schienenverkehr mit IC&#8217;s und ICE&#8217;s der Deutschen Bahn AG? Schumacher selbst war &#252;brigens nicht prinzipiell gegen Gro&#223;technologie eingestellt, er wollte nur ihrem &#220;berwiegen entgegentreten.“</p>
<p>Die <strong>Missverst&#228;ndnisse</strong> bestehen in folgenden Punkten:<br />
Mittlere Technologien &#8230;<br />
&#8230; sind eine Ideologie<br />
&#8230; sind das Gegenst&#252;ck zur gro&#223;en Technologie der Industrie<br />
&#8230; wollen dem &#220;berwiegen der Gro&#223;technologie entgegentreten<br />
&#8230; f&#252;hren zum Gleichgewicht zwischen Mensch und Umwelt<br />
&#8230; sind kleine Maschinen</p>
<p>Darum geht es den mittleren Technologien aber nicht.<br />
Mittlere Technologien sollen f&#252;r ihre Anwender bezahlbar sein und ihnen ein St&#252;ck Lebensgrundlage und somit ein St&#252;ck wirtschaftliche Unabh&#228;ngigkeit und Mitspracherecht in der Gesellschaft zur&#252;ckgeben.</p>]]></content:encoded>
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