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	<title>Nuevalandia &#187; Entwicklungshilfe</title>
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	<description>Eine Reise von Altland nach Neuland</description>
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		<title>Entwicklungshilfe</title>
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		<pubDate>Sun, 14 Feb 2010 22:15:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michey</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bewußtes Handeln]]></category>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Entwicklungshilfe weit, weit weg</strong></p>
<p>Ich sitze hier in meiner warmen Wohnung an meinem Schreibtisch und lasse gerade Gedanken Revue passieren, die mich seit den Gespr&#228;chen mit Ingenieuren besch&#228;ftigen, die Entwicklungshilfe betreiben. Diese Ingenieure bauen Zisternen und setzen sich f&#252;r die Weitergabe von technischem Wissen ein. Dabei w&#228;chst in mir das Bed&#252;rfnis, auch etwas tun zu m&#252;ssen und so denke ich dar&#252;ber nach, auch irgendwie weit weit weg zu fahren, vielleicht nach Afrika oder S&#252;damerika zu Menschen, von denen ich glaube, dass man ihnen mit Technik helfen kann. Sicher ist es eine gute Sache, anderen Menschen zu helfen und Leiden zu lindern, aber irgendwie sp&#252;re ich, dass dies nicht mein Weg ist.</p>
<p>Ich frage mich immer wieder, warum es vielen Menschen in anderen L&#228;ndern weit, weit weg so schlecht geht, warum viele von ihnen kein Wasser und kaum etwas zu Essen haben, warum sie t&#228;glich um ihre Existenz f&#252;rchten m&#252;ssen. Ich denke, dass viele Dinge auf der Welt deshalb schief laufen, weil die Menschen in diesen L&#228;ndern durch die Gesellschaft, in der ich lebe, ausgebeutet werden. Ich bin ein Teil der Gesellschaft, die andere Menschen ausbeutet und bin irgendwie an der Ausbeutung beteiligt. Ich kaufe zwar meinen Kakao, meistens im Fair Trade Laden in der Stadt, aber irgendwie kommt mir das vor wie Schuldmanagement. Ich versuche, so wenig sch&#228;dlich wie m&#246;glich zu sein, aber eigentlich ist der Versuch, m&#246;glichst wenig sch&#228;dlich zu sein ziemlich unsinnig. Ich habe das Gef&#252;hl, dass ich die falsche Frage stelle. Was ist eigentlich die Frage? Warum beute ich indirekt &#252;ber sieben Ecken den Rest der Welt aus, obwohl ich das gar nicht will?</p>
<p><strong>Entwicklungsl&#228;nder &#8211; und eine gewagte These<br />
</strong></p>
<p>Was sind Entwicklungsl&#228;nder? Wer stellt sich jetzt nicht viele dunkelh&#228;utige Menschen vor, die in solchen &#8220;Entwicklungsl&#228;ndern&#8221; von Hilfslieferungen leben, so wie man es aus dem Fernsehen kennt? Ich denke, hier steckt ein Dankfehler. Darum m&#246;chte ich versuchen, einmal umgekehrt zu denken und die Vorstellung vom Entwicklungsland einmal bei Seite zu legen.</p>
<p><strong>Was w&#228;re, wenn nicht die L&#228;nder weit, weit weg die Entwicklungsl&#228;nder sind sondern die sogenannten Industriel&#228;nder, also auch Deutschland?</strong> Warum brauchen die Industriel&#228;nder Entwicklungshilfe, wo die Menschen dort doch alles haben, was sie sich nur w&#252;nschen k&#246;nnen? -  Stop &#8211; Haben die Menschen alles, was sie zum Leben brauchen? Ich denke, hier bin ich auf einen weiteren Gedankenfehler gesto&#223;en. Die Menschen in den Industriel&#228;ndern haben von dem, was sie zum Leben brauchen<strong> </strong>fast gar nichts. Klingt komisch oder?</p>
<p>Bin ich jetzt etwa v&#246;llig &#252;bergeschnappt? &#8211; ich denke nicht. Die Menschen in den Industriel&#228;ndern<strong> kaufen</strong> sich das, was sie zum Leben brauchen mit Geld. Wer ist Hier in Deutschland Eigent&#252;mer des eigenen Hauses? Wer ist Eigent&#252;mer seines eigenen Ackers? Wer ist Eigent&#252;mer seiner N&#228;hmaschine, seines kreditfinanzierten Autos, seines Abwassers, seines Giftm&#252;lls? Die Dinge, von denen wir in den Industriel&#228;ndern leben liegen weit, weit weg von uns. Wir haben meist keinen Bezug zu dem was weit, weit weg von uns liegt und so bekommen wir die Auswirkungen unseres Fehlverhaltens &#252;berhaupt nicht mit. Hier liegt ein wichtiger Sachverhalt.</p>
<p><strong>Entwicklungshilfe f&#252;r die Industriel&#228;nder</strong></p>
<p>Die Ressourcen der Industriel&#228;nder sind so konstruiert, dass sie gro&#223; sein m&#252;ssen und sie sind so konstruiert, dass sie dazu neigen, nur einigen wenigen Menschen zu geh&#246;ren. Deshalb habe ich mich f&#252;r einen anderen Weg entschieden: Ich will Entwicklungshilfe f&#252;r mich selbst und f&#252;r das Industrieland Land leisten, wo ich Lebe. Ich werde versuchen meine Ressourcen so weit es mir m&#246;glich ist so zu konstruieren, dass sie dazu neigen klein zu sein und vielen Menschen zu geh&#246;ren. So bekomme ich die Auswirkungen meines Fehlverhaltens direkt mit und bin nicht gezwungen, so viel Unsinn zu machen, ohne es zu merken. Dann sind der Unsinn, oder die guten Dinge, den ich mache auch nicht mehr weit,weit weg sondern in dem Dorf, in dem ich lebe. Wenn ich damit Erfolg habe, werden andere Menschen das, was ich tue nachmachen.</p>]]></content:encoded>
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