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	<title>Nuevalandia &#187; Freiheit</title>
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	<description>Eine Reise von Altland nach Neuland</description>
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		<title>Internetzensur</title>
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		<pubDate>Fri, 02 Dec 2011 17:11:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michey</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bewußtes Handeln]]></category>
		<category><![CDATA[Politik & Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Freiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Internetzensur]]></category>
		<category><![CDATA[Zensur]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Internet Als ich heute mal wieder einen Bericht &#252;ber Politiker gelesen hatte, die schon wieder die Zensur des Internets fordern, ist mir das erste mal aufgefallen, wie absolut schwachsinnig eine solche Forderung &#252;berhaupt ist. Die Frage, ob das Internet ein rechtsfreier Raum sei, oder ob man das Internet kontrollieren m&#252;sse, macht genau so viel [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Das Internet</strong></p>
<p>Als ich heute mal wieder einen Bericht &#252;ber Politiker gelesen hatte, die schon wieder die Zensur des Internets fordern, ist mir das erste mal aufgefallen, wie absolut schwachsinnig eine solche Forderung &#252;berhaupt ist. Die Frage, ob das Internet ein rechtsfreier Raum sei, oder ob man das Internet kontrollieren m&#252;sse, macht genau so viel Sinn wie die die Beantwortung der Frage, ob es gef&#228;hrlich ist, wenn jemand Luft so an den Stra&#223;enrand einer engen Stra&#223;e stellt, dass die Autos nicht mehr vorbei kommen. Ich pers&#246;nlich bin sowieso der Meinung, dass Luft immer aufrecht neben den Hauseingang im Innenhof von Geb&#228;uden abgestellt werden sollte und nichts auf den &#246;ffentlichen Stra&#223;en zu suchen hat. Wie auch immer &#8230; Zun&#228;chst einmal m&#246;chte ich beschreiben, was das Internet &#252;berhaupt ist.</p>
<p>Grunds&#228;tzlich funktioniert das Internet so, dass man zwischen zwei Computern ein Stromkabel verlegt und dann Dateien von einem Computer auf den anderen &#252;bertr&#228;gt. In meinem B&#252;ro zum Beispiel stecke ich ein Netzwerkkabel zwischen meinen Arbeitsrechner und meinen Messrechner und kann so irgendwelche Messwerte vom Messrechner auf meinen Arbeitsrechner &#252;bertragen. Das gleiche kann ich auch &#252;ber die Telefonleitung machen, wenn mein Messrechner in einer anderen Stadt steht. Ich muss nur die &#8220;Telefonnummer&#8221; des anderen Rechners kennen und los geht&#8217;s. Diesen technische Vorgang nennt man Internet. Damit wir uns keine Telefonnummern merken m&#252;ssen gibt es Rechner, auf denen die Telefonnummern vieler Rechner in einem Telefonbuch gespeichert sind. Wenn ich zum Beispiel &#8220;www.nuevalandia.net&#8221; in meinen Browser eingebe, so ruft mein Rechner beim Telefonbuchrechner an und holt sich dort die Telefonnummer von &#8220;www.nuevalandia.net&#8221;. Dann ruft mein Rechner bei &#8220;www.nuevalandia.net&#8221; an und dann werden Daten zwischen &#8221;www.nuevalandia.net&#8221; und meinem Rechner &#252;bertragen. Wenn ich die Telefonnummer &#8220;www.nuevalandia.net&#8221; kenne, dann kann ich diese auch direkt in meinen Browser eingeben und brauche den Telefonbuchrechner nicht. Dann gebe ich nicht  &#8221;www.nuevalandia.net&#8221; in meinen Browser ein sondern eine Zahl, die auch IP-Adresse genannt wird. Es ist sogar m&#246;glich echte Telefonverbindungen zwischen zwei Rechnern herzustellen und dar&#252;ber Daten &#252;bertragen, so wie es in den Anfangstagen des Internets &#252;blich war.</p>
<p><strong>Kontrolle des Internets &#8211; Die Ablenkung vom Wesentlichen<br />
</strong></p>
<p>Das Internet zu kontrollieren hei&#223;t zu kontrollieren, ob jemand Daten &#252;ber ein Kabel oder Funksignale von einem Rechner auf einen anderen &#252;bertr&#228;gt. Wie soll den das funktionieren, ohne dass man das gesamte Telefonnetz au&#223;er Betrieb nimmt und alle noch so kurzen Stromkabel sowie auch alle Funkger&#228;te vernichtet?</p>
<p>Das Internet zu kontrollieren hei&#223;t zu kontrollieren, welche Dateien jeder Mensch auf seinem Computer hat, denn alle unsere Rechner, die an ein Datenkabel angeschlossen sind, <em>sind</em> das Internet. Das Internet zu kontrollieren hei&#223;t jeden einzelnen Computer Datei f&#252;r Datei zu durchsuchen und jede &#196;nderung jeder Datei auf jedem Computer zu kontrollieren. Es gibt sogar Kaffemaschinen, die in der Lage sind, mit dem hausinternen Server zu kommunizieren, um sich mit dem Wecker abzustimmen, damit der Kaffee im entfernt gelegenen B&#252;ro rechtzeitig fertig ist, wenn der Unternehmer morgens zur Arbeit kommt. Auch hier werden Daten von einem Rechner auf einen anderen &#252;bertragen. Diese Dinger sind obendrein mit einem Notebook noch frei programmierbar, so dass sie auch Rechenaufgaben l&#246;sen k&#246;nnten oder die Einkaufsliste im Server erg&#228;nzen. Will man auch das kontrollieren? Was bitte sch&#246;n soll den das werden? Unter welchem &#196;ngsten und Psychosen m&#252;ssen Leute leiden, die immer und immer wieder Kontrolle fordern? Oder liegt es eher daran, dass diese Leute keine Ahnung haben, was das Internet eigentlich ist und dass sich ihr technisches Verst&#228;ndnis noch im fr&#252;hen 20 Jahrhundert befindet? Allen, die das Internet kontrollieren wollen sei gesagt: Vergesst es ! Besch&#228;ftigt Euch mit der Technik des 21. Jahrhunderts. Das wird Euch die Angst vor der Technik nehmen.</p>
<p>&#220;brigens: Als es noch keine Computer gab hat auch kein vern&#252;nftiger Mensch davor Angst gehabt, was im Tagebuch anderer Menschen steht. Das Tagebuch anderer Menschen zu lesen war fr&#252;her sogar ein Grund, sich zu sch&#228;men.</p>
<p><strong>Das Internet als Raum &#8211; so ein Unsinn<br />
</strong></p>
<p>Wenn ich als Kind im Fernsehen die Muppet-Show etwas gruselig fand, haben meine Eltern immer zu mir gesagt, dass das, was ich im Fernsehen sehe, nur ein Film ist. Heute finde ich sogar Zombie-Filme lustig weil ich wei&#223;, dass das alles nur ein Film ist. Ich glaube nicht alles, was ich auf einem Bildschirm sehe.  Zu sagen, das Internet sei ein Raum, in dem sich  Leute treffen, ist f&#252;r mich eine unsinnige Aussage. Das Internet ist &#252;berhaupt kein Raum. Das einzige was stattfindet ist, das real existierende Menschen Nachrichten und Dateien miteinander austauschen, die sich auf den Festplatten und Arbeitsspeichern ihrer Computer befinden. Das ist das was wirklich real ist. Was Menschen tun, das ist real. Zu allen, die das Internet kontrollieren wollen, weil sie das, was sie auf ihrem Bildschirm sehen nicht verstehen, kann ich nur sagen:</p>
<p>&#8220;Es ist alles nur ein nur ein Film, Ihr m&#252;sst keine Angst haben und nicht alles glauben, was auf Eurem Bildschirm steht.&#8221;</p>
<p>Diejenigen, die das Internet als das sehen was es ist, werden von den M&#246;glichkeiten des freien Datenaustausches und des Zugangs zu Wissen profitieren, denn freies Wissen hilft, sich frei weiter entwickeln zu k&#246;nnen.</p>
<p>&nbsp;</p>]]></content:encoded>
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		<title>Von der Freiheit zur Demokratie</title>
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		<pubDate>Fri, 04 Nov 2011 17:57:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michey</dc:creator>
				<category><![CDATA[Altland]]></category>
		<category><![CDATA[Ausblicke auf Neuland]]></category>
		<category><![CDATA[Politik & Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Demokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Diktatur]]></category>
		<category><![CDATA[Freiheit]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine Zusammenfassung des Buches von Gene Sharp Quelle: Sharp, Gene: Von der Diktatur zur Demokratie &#8211; ein Leitfaden f&#252;r die Befreiung. Beck Verlag. M&#252;nchen, 2011 Der Grund, warum ich diese Zusammenfassung schreibe ist, dass das Buch von Gene Sharp zwar in Deutscher Sprache &#252;bersetzt wurde, aber die deutsche &#220;bersetzung im Gegensatz zu anderen Sprachen im [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Eine Zusammenfassung des <a href="http://www.aeinstein.org/organizations/org/FDTD.pdf" rel="nofollow">Buches</a> von</strong> <strong>Gene Sharp</strong></p>
<p><em>Quelle: Sharp, Gene: Von der Diktatur zur Demokratie &#8211; ein Leitfaden f&#252;r die Befreiung. Beck Verlag. M&#252;nchen, 2011</em></p>
<p>Der Grund, warum ich diese Zusammenfassung schreibe ist, dass das Buch von Gene Sharp zwar in <a href="http://books.google.ch/books?id=NwDY1WXOR6EC&amp;printsec=frontcover" rel="nofollow">Deutscher Sprache</a> &#252;bersetzt wurde, aber die deutsche &#220;bersetzung im Gegensatz zu anderen Sprachen im Internet nicht frei verf&#252;gbar ist. Diese Zusammenfassung aber, die einige aus meiner Sicht wesentlichen Informationen enth&#228;lt, soll frei Verf&#252;gbar sein.</p>
<p>Das Buch &#8220;Von der Diktatur zur Demokratie&#8221; ist meiner Ansicht nach ein wesentliches Werk von gr&#246;&#223;ter Wichtigkeit und es geh&#246;rt in jedes B&#252;cherregal sowie zur Ausbildung jedes frei denkenden Menschen. Dieses Buch beschreibt das Wesen von Diktaturen, ganz gleich ob sie als Staat, als Konzern, als Unternehmen oder im zwischenmenschlichen Bereich auftreten, ganz gleich, ob sie ihre eiserne Faust in ein Samthandschuh h&#252;llen oder ob sie mit offener Brutalit&#228;t durchgreifen.</p>
<p>Eine der wesentlichen Aussagen von Gene Sharp &#252;ber Diktaturen ist, dass jede Diktatur die Zusammenarbeit der Bev&#246;lkerung ben&#246;tigt. Erst durch die Produktivit&#228;t und die Kooperation der vielen Menschen, die im Machtbereich der Diktatur leben, bekommt die Diktatur ihre Macht. Diktatoren wissen das genau und sie werden darauf achten, dass die Menschen mit ihnen kooperieren und die Ressourcen der Diktatur mehren. Um die Menschen zur Zusammenarbeit zu bringen, erschaffen Diktaturen Symbole und Ideologien, machen Versprechungen, bieten vermeintliche Sicherheit und Ordnung oder sie sch&#252;chtern die Menschen ein, die nicht kooperieren wollen. Sinkt die Motivation der Menschen zur Zusammenarbeit mit der Diktatur und schaffen es die Menschen, sich der effektiven Zusammenarbeit mit der Diktatur zu entziehen, so zersetzt sich Macht der Diktatur. [S. 32 ff]</p>
<p>Diktaturen haben Stellen, an denen sie verwundbar sind. Sie haben zwar gro&#223;e Macht, aber sie kommen nur schwer mit schnellen Ver&#228;nderungen zurecht, weil viele Entscheidungen von wenigen Menschen getroffen werden. Die Erf&#252;llungsgehilfen der Diktatur sind fest in eine Hierarchie eingebunden und versuchen, in dieser Hierarchie nach oben zu steigen und k&#246;nnen schnell in der Hierarchie nach unten fallen. Untergebene haben oft Angst vor ihren Vorgesetzten und teilen ihnen Probleme oft nicht rechtzeitig mit. [S. 40 ff] Das macht Diktaturen instabil. Die Erf&#252;llungsgehilfen k&#246;nnen sich unter Umst&#228;nden schnell gegen den Diktator wenden.</p>
<p>Diktaturen haben ihre gr&#246;&#223;te St&#228;rke im polizeilichen und milit&#228;rischen Bereich. Gewaltsamer Widerstand trifft eine Diktatur dort, wo sie am st&#228;rksten ist und hat wenig Aussicht auf Erfolg. Sollte es dennoch gelingen, eine Diktatur gewaltsam zu bezwingen, ist es oft so, dass eine neue Diktatur der alten folgt. Bewaffnete Hilfe aus dem Ausland kann dazu f&#252;hren, dass die alte Diktatur durch eine neue Diktatur unter ausl&#228;ndischer Vorherrschaft abgel&#246;st wird. [S.18 ff]</p>
<p>Um eine Diktatur zu &#252;berwinden ist es deshalb zuerst wichtig, die demokratischen Kr&#228;fte im Land zu st&#228;rken, was durchaus Generationen dauern kann. Bevor eine Diktatur &#252;berwunden werden kann, m&#252;ssen zuerst gesellschaftliche und wirtschaftliche Strukturen heranwachsen, die es erm&#246;glichen, dass die Menschen ihr Leben auch ohne die Hilfe des Diktators selbst regeln k&#246;nnen. [S. 36 ff] Davor ist an die Zerschlagung einer Diktatur gar nicht zu denken. Zentren demokratischer Macht sind z.B. Familien, D&#246;rfer, Vereine, Nachbarschaftshilfegruppen, freie Schulen, Unternehmen, kurzum alles, was den Menschen hilft, ihre materiellen und nicht materiellen Bed&#252;rfnisse zu befriedigen. Dabei ist es enorm wichtig, dass diese Aktivit&#228;ten nicht heimlich geschehen sonder ganz offen gezeigt werden. Hohe Verhaltensstandards sind die Voraussetzung solcher Aktivit&#228;ten [S. 48] Das bewirkt den Eindruck, dass diese demokratischen Aktivit&#228;ten extrem m&#228;chtig sind und kann auch dazu f&#252;hren, dass selbst Polizisten und Beamte Handlungsalternativen zu ihrem vorgeschriebenen Dienst erkennen. Es ist zudem wichtig, dass sich Arbeitskreise herausbilden, die sich mit politischen Fragen jenseits der Diktatur besch&#228;ftigen, damit Konzepte f&#252;r den &#220;bergang von der Diktatur in eine Demokratie entwickelt sind. [S. 91]</p>
<p>Konspiratives verhalten der demokratischen Aktivit&#228;ten verursacht dagegen nur Misstrauen der Menschen untereinander und erleichtert die Infiltration und Spaltung der Demokratischen Kr&#228;fte, sowie das Sch&#252;ren von Angst bei der Bev&#246;lkerung vor den demokratischen Aktivit&#228;ten.</p>
<p>Die Verweigerung der Kooperation ist das wirksamste Mittel des Widerstandes gegen eine Diktatur. Die Verweigerung der Kooperation kann entweder offen oder verdeckt geschehen und sie sollte m&#246;glichst vielf&#228;ltig auf allen Ebenen gleichzeitig durchgef&#252;hrt werden. [S. 101] Hier z&#228;hlt Gene Sharp 198 M&#246;glichkeiten des gewaltlosen Widerstandes auf. Diese M&#246;glichkeiten lassen sich grob in f&#252;nf Kathegorien einteilen: Gewaltloser Protest, soziale Nicht Zusammenarbeit, Wirtschaftliche Nicht Zusammenarbeit, politische Nicht Zusammenarbeit, Gewaltlose Aktionen.</p>
<p>Die Methoden der Nicht Zusammenarbeit bestehen in der offenen Verweigerung der Befehle, Dienst unter exakter Ber&#252;cksichtigung aller Vorschriften, ineffektives Arbeiten, ineffizientes Arbeiten, absichtlich Fehler machen, langsam arbeiten, krank feiern. Hierdurch wird die Macht der Diktatur geschw&#228;cht.</p>
<p>Die Methoden der Protestes vor allem alle Aktivit&#228;ten die die Kommunikation mit der &#214;ffentlichkeit beinhalten wie z.B. Publikationen, &#246;ffentliche Reden, Karikaturen, Symbole. Durch den Protest wird die &#214;ffentlichkeit auf die demokratischen Aktivit&#228;ten aufmerksam.</p>
<p>Die Methoden der Interventionen sind vor allem die Schaffung paralleler, demokratischer Verwaltungsstrukturen, wodurch ein &#220;bergang zur Demokratie f&#252;r die gesamte Gesellschaft, aber auch f&#252;r Polizisten und Soldaten m&#246;glich wird.</p>
<p>&nbsp;</p>]]></content:encoded>
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		<title>Was Sie sofort tun koennen um die Welt zu retten</title>
		<link>http://www.nuevalandia.net/archives/429</link>
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		<pubDate>Mon, 14 Mar 2011 16:17:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>viajero</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausblicke auf Neuland]]></category>
		<category><![CDATA[Freiheit]]></category>
		<category><![CDATA[ideen]]></category>

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		<description><![CDATA[Artikel, erschienen in der FAZ am 27.12.2010: Rettung der Welt Was Sie sofort tun k&#246;nnen:  Zehn Empfehlungen Beginnen Sie, einfache Fragen zu stellen; h&#246;ren Sie auf, Europapolitikern zu glauben; nutzen Sie Ihre Handlungsspielr&#228;ume; haben Sie Spa&#223; dabei: Die Rettung der Welt zum Mitmachen in zehn Empfehlungen. Von Harald Welzer 1. Selber denken. 2. Trauen Sie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Artikel, erschienen in der FAZ am 27.12.2010:</p>
<p>Rettung der Welt</p>
<p>Was Sie sofort tun k&#246;nnen:  Zehn Empfehlungen</p>
<p>Beginnen Sie, einfache Fragen zu stellen; h&#246;ren Sie auf, Europapolitikern zu<br />
glauben; nutzen Sie Ihre Handlungsspielr&#228;ume; haben Sie Spa&#223; dabei: Die<br />
Rettung der Welt zum Mitmachen in zehn Empfehlungen.</p>
<p>Von Harald Welzer</p>
<p>1. Selber denken.</p>
<p>2. Trauen Sie endlich Ihrem Gef&#252;hl, dass um Sie herum ein gro&#223;es<br />
Illusionstheater stattfindet. Die Kulissen simulieren Stabilit&#228;t, aber das<br />
St&#252;ck ist eine Farce: Immerfort treten dicke M&#228;nner auf und br&#252;llen<br />
&#8220;Wachstum!&#8221;, Spekulanten spielen L&#228;nderdomino, und dauernd t&#228;nzeln<br />
Nummerngirls mit Katastrophenbildern &#252;ber die B&#252;hne. Das Publikum ist<br />
genervt und w&#252;tend, bleibt gleichwohl bis zum Ende der Vorstellung sitzen.<br />
Aber: Wann wird das wohl kommen?</p>
<p>3. Verlassen Sie besser die Vorstellung und beginnen Sie, ganz einfache<br />
Fragen zu stellen. Zum Beispiel: Warum muss man immer mehr arbeiten, wenn<br />
man immer mehr arbeitet? Warum werden die Schulden gr&#246;&#223;er, wenn immer mehr<br />
gespart wird? Warum schrumpft alles andere, wenn die Wirtschaft w&#228;chst?<br />
Anzeige</p>
<p>4. Suchen Sie zusammen mit Ihren Freundinnen und Freunden nach Antworten.<br />
Zum Beispiel: Weil alle Idioten auch mehr arbeiten. Weil das Gesparte in<br />
fremde Taschen wandert. Weil viele b&#246;rsennotierte Unternehmen staatsferne<br />
Parallelgesellschaften bilden.</p>
<p>5. Beschlie&#223;en Sie, ab sofort nicht mehr mitzumachen, falls Ihre Antworten<br />
Sie beunruhigen.</p>
<p>6. Fangen Sie damit an, aufzuh&#246;ren. H&#246;ren Sie auf, Europapolitikern zu<br />
glauben. H&#246;ren Sie erst recht auf, Wirtschaftsforschungsinstituten zu<br />
glauben. Und h&#246;ren Sie um Gottes willen damit auf, sich widerspruchslos<br />
erz&#228;hlen zu lassen, irgendeine Entscheidung sei alternativlos gewesen. So<br />
etwas gibt es in Demokratien nicht.</p>
<p>7. Wenn Sie jetzt so weit sind, dass Sie nicht mehr jeden Bl&#246;dsinn<br />
tolerieren, nutzen Sie Ihre Handlungsspielr&#228;ume. Sie leben in einem der<br />
reichsten L&#228;nder der Erde, Sie sind hervorragend ausgebildet, Sie haben Spa&#223;<br />
am Leben und finden sich ganz gut. Warum zum Teufel machen Sie jeden Tag<br />
dasselbe und nie etwas anderes?</p>
<p>8. Wie Sie Ihre Spielr&#228;ume nutzen sollen? Schauen Sie sich einfach an, was<br />
andere machen. Es gibt doch unglaublich tolle Ans&#228;tze und Projekte:<br />
Energiegenossenschaften, Nachbarschaftsg&#228;rten, fairen Konsum, lokale<br />
W&#228;hrungen, gro&#223;artige Stiftungen, Unternehmen, die sich dem Wachstumszwang<br />
verweigern. Schreiben Sie politischer, falls Sie Journalist sind. Forschen<br />
Sie f&#252;r eine andere Zukunft, falls Sie in der Wissenschaft sind. Wechseln<br />
Sie die Pausenthemen, falls Sie am Band arbeiten. Kaufen Sie anders ein,<br />
falls Sie ein Restaurant haben. Fragen Sie, wo der Fisch herkommt, wenn Sie<br />
essen gehen. Interessieren Sie sich f&#252;r die Zukunft Ihrer Sch&#252;ler, falls Sie<br />
Lehrerin oder Lehrer sind. Fusionieren Sie mit einem Kindergarten, wenn Sie<br />
ein Seniorenheim leiten. Denken Sie ans H&#246;llenfeuer, wenn Sie einem der vier<br />
gro&#223;en Energiekonzerne vorstehen. Produzieren Sie cradle to cradle, wenn Sie<br />
eine Fabrik besitzen. Riskieren Sie etwas, wenn Sie sich f&#252;r intellektuell<br />
halten.</p>
<p>9. Versuchen Sie irgendwo dazuzugeh&#246;ren, wo Sie stolz sagen k&#246;nnen: &#8220;Wir<br />
machen das anders!&#8221; Zum Beispiel eine Kultur der Achtsamkeit entwickeln,<br />
Ideen interessanter finden als Erfahrung, nicht auf Kosten anderer leben,<br />
oder was Ihnen sonst noch einf&#228;llt. Zukunftsf&#228;hig zu sein bedeutet das<br />
Gegenteil vom business as usual: lernend, fehlerfreundlich, reversibel zu<br />
handeln.</p>
<p>10. Bilden Sie Labore der Zukunft und haben Sie Spa&#223; dabei. Vergessen Sie<br />
das &#8220;5-vor-12&#8243;-Blabla der &#214;kobewegung und das Gerede von der<br />
&#8220;Weltgemeinschaft&#8221; und der Notwendigkeit globaler L&#246;sungen. Niemand hat an<br />
Ihrer Wiege gestanden und mit hohler Stimme gesagt: &#8220;Lars, du bist zu uns<br />
gekommen, um die Welt zu retten!&#8221; Es gen&#252;gt v&#246;llig, wenn Sie beginnen, mit<br />
Ihrem Leben, Ihren Lieben und Ihrem Land verantwortungsvoll und<br />
zukunftsf&#228;hig umzugehen. Das aber bitte gleich.</p>
<p>Stornieren Sie Ihre n&#228;chste bl&#246;de Flugreise (Sie wollen da sowieso nicht<br />
hin), bestellen Sie Ihr n&#228;chstes Auto erst gar nicht (es wird Sie<br />
ungl&#252;cklicher machen, weil Sie glaubten, es mache Sie gl&#252;cklicher), kaufen<br />
Sie nichts mehr, was zu billig ist (denn dann hat irgendjemand zu wenig<br />
bekommen). S&#228;beln Sie in Ihre Weihnachtsgans und teilen Sie Ihren Kindern<br />
oder Enkeln mit, dass Sie ab jetzt Ihr Leben &#228;ndern werden. Das wird Ihnen<br />
helfen, es tats&#228;chlich zu tun (denn jetzt k&#246;nnen Sie nicht mehr zur&#252;ck).</p>
<p>Harald Welzer, 52, lehrt am Kulturwissenschaftlichen Institut Essen und<br />
ver&#246;ffentlichte zuletzt mit Claus Leggewie &#8220;Das Ende der Welt, wie wir sie<br />
kannten&#8221; (S. Fischer).</p>
<p><a href="https://service.gmx.net/de/cgi/derefer?TYPE=3&amp;DEST=http%3A%2F%2Fwww.kwi-nrw.de%2Fhome%2Fprofil-hwelzer.html" target="_blank">http://www.kwi-nrw.de/home/profil-hwelzer.html</a><br />
<a href="https://service.gmx.net/de/cgi/derefer?TYPE=3&amp;DEST=http%3A%2F%2Fwww.fischerverlage.de%2Fbuch%2F9783100433114" target="_blank">http://www.fischerverlage.de/buch/9783100433114</a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Die 2. Wende</title>
		<link>http://www.nuevalandia.net/archives/418</link>
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		<pubDate>Thu, 29 Apr 2010 17:12:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>viajero</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausblicke auf Neuland]]></category>
		<category><![CDATA[Politik & Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Freiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Macht]]></category>
		<category><![CDATA[neubeginn]]></category>
		<category><![CDATA[Verschuldung]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Die 1. Wende Ich bin in der DDR gro&#223; geworden. Meine Eltern waren in der Kirche (dem einzigen institutionellen Gegenspieler der DDR-Diktatur) und schon immer kritisch gegen&#252;ber dem System gewesen. Es war f&#252;r die meisten offensichtlich, da&#223; sie vom DDR-Staat verarscht werden. Die Mauer um die b&#246;sen Imperialisten abzuwehren, hatte den Stacheldraht nach innen! Ein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die 1. Wende</strong></p>
<p>Ich bin in der DDR gro&#223; geworden. Meine Eltern waren in der Kirche (dem einzigen institutionellen Gegenspieler der DDR-Diktatur) und schon immer kritisch gegen&#252;ber dem System gewesen.</p>
<p>Es war f&#252;r die meisten offensichtlich, da&#223; sie vom DDR-Staat verarscht werden. Die Mauer um die b&#246;sen Imperialisten abzuwehren, hatte den Stacheldraht nach innen! Ein Konstruktionsfehler?</p>
<p>Trotzdem gab es tats&#228;chlich Leute, welche den Schmus glaubten (das war bei Hitler ja auch schon so). Und viele die sich anpassten+mitmachten um studieren zu k&#246;nnen oder Karriere zu machen.</p>
<p>Im Herbst &#8217;89 war die Verarschung aber zu vielen bewu&#223;t und das Anpassen zu doof. Es ging los mit Gespr&#228;chskreisen und nat&#252;rlich den Montagsdemos. Die Leute wachten pl&#246;tzlich auf, hatten wieder viel mehr Freude und Tatendrang. Man konnte pl&#246;tzlich &#246;ffentlich frei reden und es gab tausende Gleichgesinnte. Es war eine sehr sch&#246;ne Zeit! Wie Fr&#252;hling!</p>
<p>Es lag in der Luft, da&#223; etwas Gro&#223;es passieren w&#252;rde. Tats&#228;chlich und gl&#252;cklicherweise war das Gro&#223;e nicht eine blutige Niederschlagung wie in Prag oder Peking, sondern ein friedlicher Umsturz. Es knisterte wirklich in der Luft, als wir bei den Montagsdemos den bewaffneten Polizisten Kerzen schenkten.</p>
<p>Man merkte auch, da&#223; die Sicherheitsbeamten selbst nicht richtig wu&#223;ten, wie sie reagieren sollten. Sicher hatten sie vorher eine Gehirnw&#228;sche bekommen und erwarteten b&#246;se, gewaltbereite Umst&#252;rzler. Als es dann Familien mit Kindern, Rentner und Professoren waren, kamen ihnen vielleicht sp&#228;testens jetzt die ersten Zweifel an ihrem System-Glauben.</p>
<p>Der Mauerfall war dann nat&#252;rlich ein Highlight und es gab eine richtige Jubelstimmung wie bei einem gro&#223;en Sieg der eigenen Fu&#223;ballmannschaft.</p>
<p><strong>1 Jahr Machtvakuum</strong></p>
<p>Aber auch danach blieb es bis zur Wiedervereinigung unheimlich aufregend. Der Himmel schien das erste Mal ge&#246;ffnet, alles schien m&#246;glich zu sein und viel besser zu werden. Vor allem: wir selbst hatten es in der Hand. Die Politiker waren pl&#246;tzlich normale B&#252;rger von den Montagsdemos und nicht mehr unpers&#246;nliche Typen im Elfenbeinturm. Man konnte wirklich etwas bewegen!</p>
<p>Vor allem gab es dieses Jahr lang soviel Freiheit wie vorher und nachher nicht mehr. Die DDR-Diktatur hatte ausgedient und konnte einem nichts mehr anhaben und der Kapitalismus hatte die Ossies noch nicht einsortiert. Wir befanden uns sozusagen f&#252;r 1 Jahr in einem Macht-Vakuum wo die B&#252;rger mal nicht &#252;ber den Tisch gezogen wurden. Da wurden auch ein paar richtig gute Gesetze gemacht (z.B. die Einrichtung der Nationalparks)</p>
<p>Im Sommer &#8217;90 war ich im besten Ferienlager aller Zeiten. Ich war in der gr&#246;&#223;ten Gruppe. Die fr&#252;here G&#228;ngelei mit Apellen und so gab es nat&#252;rlich nicht mehr. Daf&#252;r gab es unglaublich viele Rechte+M&#246;glichkeiten. Vor allem f&#252;r uns &#196;lteste. Deutschland gewann auch noch die Weltmeisterschaft!</p>
<p>Sp&#228;ter war ich selbst Ferienbetreuer. Diese Freiheiten f&#252;r die Jugendlichen wurden nach der Vereinigung schnell wieder kassiert aufgrund von Sicherheitsdenken/Angst oder dem Klagerecht der Eltern usw. Daf&#252;r mu&#223;te man die richtigen Markenklamotten und Videospiele haben.</p>
<p>Das Machtvakuum sp&#252;rte man auch bei Beamten+Polizei. Weder vorher noch nachher gab es so wenig Kontrolle und Willk&#252;r (und trotzdem wurde es von den B&#252;rgern nicht ausgenutzt, sondern als Lebensqualit&#228;t erfahren)</p>
<p>Nat&#252;rlich waren nicht alle gl&#252;cklich. Es gab z.B. diejenigen, welche bis zum Schluss an die sozialistischen M&#228;rchen geglaubt haben. Als es nun in Scherben lag, passierte das bei einigen auch mit der Psyche. Oder die fr&#252;heren Nutznie&#223;er, welche nicht schnell genug die Kurve kriegten und ihrer Macht entledigt wurden, verfielen dem Alkohol.</p>
<p><strong>Besetzung der Macht<br />
</strong></p>
<p>Der Kapitalismus brauchte nur 1 Jahr um das entstandene Vakuum zu &#252;bernehmen. Dies lief genauso wie am Anfang des Sozialismus mit Versprechungen von der besseren Welt und den &#8220;bl&#252;henden Landschaften&#8221;. Die Menschen wurden mit genau dem angef&#252;ttert, was sie vorher nicht hatten (Reisefreiheit + alles ist k&#228;uflich). Auf was es dann langfristig zu verzichten galt, stand im Kleingedruckten. Das hat aber sowieso niemand lesen wollen.</p>
<p>Ob nun Abschaffung der Sklaverei, Feudalismus, franz&#246;sische Revolution&#8230;  in der Geschichte war es bisher immer so. Nach einer Revolution (egal ob friedlich oder blutig), gab es nach nicht allzu langer Zeit wieder Strukturen, welche die einen zu Lemminge und die anderen zu einer Art von Herrschern machte. Dies sicher meist sogar unbewu&#223;t ohne wirkliche &#8220;Strippenzieher&#8221; im Hintergrund (siehe &#8220;<a href="http://wiki.nuevalandia.net/Unbewu%C3%9Fte_Ausbeutung" target="_blank">unbewu&#223;te Ausbeutung</a>&#8220;). Nur dadurch, da&#223; die M&#246;glichkeit der Ausbeutung bestand, findet sich jemand der sie nutzt. Dieses oft sogar unwissentlich (wie z.B. bei der <a href="http://wiki.nuevalandia.net/Altland-Geldsystem" target="_blank">Zinsproblematik</a>).</p>
<p><strong>Das schleichende Gift</strong></p>
<p>Das jetzige System zieht genauso die Masse sowie die Natur &#252;ber den Tisch. Nutznie&#223;er ist eine Minderheit. Es ist nur nicht so offensichtlich.</p>
<p>Finanzkrise, marode Sozialsysteme, Arbeitslosigkeit, Wirtschaftsrezessionen, sinkende Realeinkommen, globale Umweltzerst&#246;rung, vermehrter Stress auf Arbeit + &#8220;Burnouts&#8221;, unsichere Renten, sinkende Lebensqualit&#228;t, Schlie&#223;ungen von Schulen, B&#228;dern+Bibliotheken&#8230;</p>
<p>Es fehlt immer mehr am Geld f&#252;r die &#8220;richtigen Sachen&#8221;. Die Milliarden, welche &#252;ber den Solidarpakt nach Ostdeutschland gekippt werden, gehen z&#252;gig mit anderen Milliarden &#252;ber die Filialen von Aldi+Co. in die Konzernzentralen nach Westdeutschland oder in den Rest der Welt. Inzwischen bleibt das Geld aber auch nicht mehr in Westdeutschland oder dem Rest der Welt: T&#228;glich sind in Deutschland inzwischen mehrere Milliarden € an Zinsen f&#228;llig, welche die Unternehmer f&#252;r ihre Kredite zahlen m&#252;ssen. Vor wenigen Jahrzehnten waren es lediglich Millionen. Diese Milliarden stecken in den Preisen der G&#252;ter. Somit zahlt jeder inzwischen durchschnittlich 40% vom Produktpreis diese Zinsen. Wenn jeder auch wieder von den Zinsen etwas abbeckommt, w&#228;re ja alles in Ordnung. Allerdings gewinnen nur 10% der Haushalte in Deutschland dabei (diese aber richtig!). Damit existiert eine riesige Umverteilungsmaschine, welche t&#228;glich Milliarden von 90% der Deutschen zu den 10% reichsten Deutschen verteilt. Diese k&#246;nnen soviel gar nicht ausgeben, sondern nur wieder anlegen -&gt; Die Schere &#246;ffnet sich weiter&#8230; Bis wann???</p>
<p>Nicht nur die Wirtschaft dr&#252;ckt auf die Arbeitnehmer, sondern auch der Staat. Obwohl er ja jedes Jahr immer soviel Geld einnimmt und zus&#228;tzlich an Krediten aufnimmt (<a href="http://wiki.nuevalandia.net/Staatsverschuldung" target="_blank">Staatsverschuldung</a>). Dem gegen&#252;ber beschweren sich die Volkswirte+Zentralbanker, da&#223; zu viel Geld an den B&#246;rsenm&#228;rkten ist und die Spekulationen anheizen bis sie platzen.</p>
<p>Das Geld ist also da, nur an der falschen Stelle. Die einen haben soviel, dass sie nicht wissen wohin damit und andere verhungern. Damit verwehrt es nicht nur den Nutzen, den das Geld an der richtigen Stelle (z.B. Bildung) h&#228;tte, sondern es schafft sogar zus&#228;tzliche Risiken und Zusammenbr&#252;che zuerst im Finanzmarkt und dann in der Realwirtschaft mit Arbeitslosigkeit &amp; Co.</p>
<p><strong>Die 2. Wende</strong></p>
<p>Inzwischen merken immer mehr Menschen, wie damals in der DDR, dass etwas faul ist und stinkt. Immer mehr Menschen glauben nicht mehr an die Versprechungen und Hinhaltetaktik der Politiker und wissen, dass es nicht so weitergehen kann.</p>
<p>Irgendwann (in 2, 5 oder 10 Jahren?) wird der Kaiser so nackt wie Honecker &amp; Co. anno &#8217;89 dastehen. Es wird dann den meisten klar sein, wie weit der Karren im Dreck steckt und das ohne einen Systemwechsel von Altland nach Neuland nichts mehr geht.</p>
<p>Dann wird es eine 2. Wende geben. Da bin ich schon gespannt drauf! Es wird wieder eine ungeahnte Aufbruchstimmung geben, die Luft wird knistern und alles wird m&#246;glich sein. Die Leute sehen nicht mehr so m&#252;de aus und man sieht wieder mehr echte Freude am Leben und Sinn in der eigenen Arbeit&#8230;</p>
<p>Genau wie &#8217;89 wird es wieder Menschen geben, welche bis zum Schluss den Versprechungen des Kapitalismus auf den Leim gehen und z.B. denken, dass unser Problem die ganzen Sozialhilfeempf&#228;nger und faulen Leute (&#8220;Harzer&#8221;), welche sich nur ausruhen, sind. Vielleicht sind dies die gleichen, welche damals die bl&#252;henden Landschaften versprochen und den Aberglaube an den Sozialismus der Ossis bel&#228;chelt haben. Hochmut kommt vor dem Fall! Es ist nat&#252;rlich nicht einfach sein eigenes Weltbild offen &#228;ndern zu m&#252;ssen. Deswegen wird bis zum Schluss an dem nicht-funktionierenden Altland festgehalten. Aber am Ende begreifen es auch die Letzten oder landen im Alkohol !</p>
<p><strong>Nach der 2. Wende</strong></p>
<p>&#8230;Die M&#228;rchen h&#246;ren dann immer auf mit &#8220;und wenn sie nicht gestorben sind&#8230;&#8221;. Im wirklichen Leben geht es aber weiter.</p>
<p>Kommt dann z.B.? :</p>
<ul>
<li>Wir erkennen das unsere Energie komplett aus erneuerbar/&#214;ko kommen mu&#223;. Allerdings machen das wieder die gro&#223;en Energiekonzerne. Sie akkumulieren z.B. die Biomasse und nutzen sie dann in Gro&#223;kraftwerken. Die Bauern bekommen weiterhin wie bei Milch, Getreide und Fleisch vorgegebene Preise. Der Gewinn flie&#223;t wieder aus der Region ab.</li>
<li>Wir erkennen, da&#223; unser Zinssystem eine Ursache des irrsinnigen <a href="http://wiki.nuevalandia.net/Wirtschaftswachstum" target="_blank">Wachstumsdrucks</a> ist und die Schere Arm/Reich immer mehr auseinandertreibt. Wir schaffen deswegen ein ges&#252;nderes Geldsystem mit Umlaufsicherung. Dies &#252;bernimmt dann aber wieder eine Zentralbank und damit wird wieder eine Machtstruktur etabliert.</li>
<li>Wir erkennen, da&#223; die Politiker nicht immer im Sinne des Volkes entscheiden und schaffen den <a href="http://wiki.nuevalandia.net/Lobbyismus" target="_blank">Lobbyismus</a> ab und nehmen die Politiker auch mehr in die Verantwortung bei Fehlentscheidungen (Pensionsk&#252;rzung, Gehaltsk&#252;rzung). Aber wer macht das? Reicht das?</li>
<li>usw.</li>
</ul>
<p>&#8230;und wir werden wieder zu treuen Lemmingen degradiert&#8230;</p>
<p>&#8230;oder schaffen wir es dann uns nicht wieder die &#8220;Butter vom Brot zu nehmen&#8221;? Geben wir die Macht nicht wieder an eine Gruppe &#8220;Schlauere&#8221; ab, sondern schaffen Systeme in Wirtschaft+Gesellschaft  indenen gar keine Ausbeutung mehr erfolgen kann (s. <a href="http://wiki.nuevalandia.net/Strukturelle_Nichtausbeutungsf%C3%A4higkeit" target="_blank">strukturelle Nichtausbeutungsf&#228;higkeit</a>)? &#8230;Eine wirkliche Demokratie und freie Gesellschaft mit einer nachhaltigen und zukunftsf&#228;higen Wirtschaft + Geldsystem? z.B.</p>
<ul>
<li>Wir schaffen eine <a href="http://wiki.nuevalandia.net/Neuland-Energie" target="_blank">dezentrale, nachaltige Energieversorgun</a>g aus frei verf&#252;gbaren oder nachwachsenden Rohstoffen. Jede Stadt hat ihren Energie-Mix angepasst an die eigene Region und stellt das meiste auch mit kleinen+mittleren Blockkraftwerken, Wind-, Sonne- und Biomasse selbst her. Somit bleibt die Wertsch&#246;pfung auch in der Region</li>
<li>Wir stellen ein <a href="http://wiki.nuevalandia.net/Neuland-Geldsystem" target="_blank">komplement&#228;res Geldsystem</a> neben das bestehende. Dieses besteht wie die Energie aus einem gesunden Mix von W&#228;hrungen, welche genau f&#252;r ihren Zweck konzipiert sind.</li>
<li>Wir f&#252;hren eine<a href="http://wiki.nuevalandia.net/Neuland-Politik#Mitspracherechte" target="_blank"> fl&#252;ssige Demokratie</a> ein, in der jeder ohne gro&#223;en Aufwand mitbestimmen kann oder aber seine Stimme jederzeit an andere verleihen kann, denen man vertraut und die mehr Ahnung haben.</li>
</ul>
<p><em>Man darf gespannt sein&#8230;</em></p>
<p><em>Jeder bekommt die Regierung und das System, was er verdient&#8230;<br />
</em></p>
<p><em>Falls es nicht klappt, dann sind die Menschen vielleicht bei der 3. Wende schlauer&#8230;?!</em></p>]]></content:encoded>
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		<title>Monopolisierung</title>
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		<pubDate>Sun, 11 Apr 2010 09:55:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michey</dc:creator>
				<category><![CDATA[Altland]]></category>
		<category><![CDATA[Bewußtes Handeln]]></category>
		<category><![CDATA[Grundsätzliches]]></category>
		<category><![CDATA[Diktatur]]></category>
		<category><![CDATA[Freiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Lebensgrundlagen]]></category>

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		<description><![CDATA[Die M&#252;cke wird zum Elefanten Neulich erhielt ich die Nachricht, dass die Ingenieurkammern Deutschlands einen Berufsausweis f&#252;r Ingenieure einf&#252;hren werden. In dem Artikel, der &#252;ber die Ingenieursausweise berichtet, wird von &#8220;weniger B&#252;rokratie&#8221;, &#8220;gr&#246;&#223;ere Mobilit&#228;t&#8221;  und &#8220;Transparenz f&#252;r den Verbraucher gesprochen&#8221;. Als ich das gelesen hatte, hat sich mir fast der Magen umgedreht. Vielleicht werdet Ihr [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die M&#252;cke wird zum Elefanten</strong></p>
<p>Neulich erhielt ich die <a href="http://www.ing-sn.de/aktuelles-artikel/artikel/1051/1/" target="_blank">Nachricht</a>, dass die Ingenieurkammern Deutschlands einen Berufsausweis f&#252;r Ingenieure einf&#252;hren werden. In dem Artikel, der &#252;ber die Ingenieursausweise berichtet, wird von &#8220;weniger B&#252;rokratie&#8221;, &#8220;gr&#246;&#223;ere Mobilit&#228;t&#8221;  und &#8220;Transparenz f&#252;r den Verbraucher gesprochen&#8221;. Als ich das gelesen hatte, hat sich mir fast der Magen umgedreht. Vielleicht werdet Ihr Euch denken, dass ich alles  nun wirklich zu schwarz sehe, dass ich mal wieder aus einer M&#252;cke einen Elefanten mache. Zugegeben, der Berufsausweis sieht ziemlich schnittig aus und zeugt von der Wichtigkeit eines Tr&#228;gers. Da kann sich der Tr&#228;ger des Ausweises sich gleich doppelt so gro&#223; f&#252;hlen, als er als kleines W&#252;rstchen im R&#228;derwerk der Wirtschaft wirklich ist. Der Ausweis ist ja auch sch&#246;n und hinten drauf steht, was sein Tr&#228;ger so alles kann, wie qualifiziert er ist. Ein Ausweis, der von so vielen Qualifikationen seines Tr&#228;gers k&#252;ndet verspricht sicher ein hohes Honorar. Die Kunden werden dem Tr&#228;ger des Ausweises sicher zu F&#252;&#223;en liegen. Nun gut: Nehmen wir theoretisch mal an, es sei so. Der Ausweis macht seinen Tr&#228;ger zum Gottvater des Wissens in seinem Spezialgebiet. Da m&#246;chte ich Euch aber eine kleine Geschichte erz&#228;hlen von Norbert dem Schwei&#223;er.</p>
<p><strong>Norbert der Schwei&#223;er</strong></p>
<p>Norbert ist Druckschwei&#223;er, ein sehr talentierter Schwei&#223;er mit einer ruhigen Hand und mit viel Liebe zu seinem Beruf. Er hat auch auch schon bei Schwei&#223;wettbewerben die Vorderen Pl&#228;tze belegt.  Ihr wisst nicht, was ein Druckschwei&#223;er ist? Ein Druckschwei&#223;er ist ein Schwei&#223;er, der die <a href="http://www.akademie-hwk.de/78,857,930.html" target="_blank">Schwei&#223;erpr&#252;fung</a> alle 2 Jahre ablegen muss, um dann Beh&#228;lter schwei&#223;en zu d&#252;rfen, die unter Druck stehen. Solche Schwei&#223;er werden im allgemeinen sehr gut bezahlt, da zum Schwei&#223;en einerseits handwerkliches Talent und zum anderen aus Gr&#252;nden der Sicherheit eine gewisse Qualit&#228;t der Schwei&#223;n&#228;te n&#246;tig ist.</p>
<p>Also Norbert ist ein solcher Druckschwei&#223;er, ist aber in einer Leiharbitsfirma zu einem Hungerlohn besch&#228;ftigt, so wie es heute modern ist. Das dumme ist nun, dass bald seine Schwei&#223;erpr&#252;fung ablaufen wird und dass er aufgrund seines modernen Gehalts keine 10000 € &#252;brig hat, um seine Schwei&#223;erpr&#252;fung ablegen zu d&#252;rfen. Das ist jetzt aber dumm gelaufen &#8230; Die Institute, die die Schwei&#223;erpr&#252;fung abnehmen sind die Eigent&#252;mer der Lebensgrundlage &#8220;Schwei&#223;erhandwerk&#8221; und sie bestimmen, wer schwei&#223;en darf und wer nicht. Norbert wird bald nicht mehr als Schwei&#223;er arbeiten d&#252;rfen und durch den Ablauf seiner Schwei&#223;erpr&#252;fung eine moderne Art des Berufsverbots zu sp&#252;ren bekommen.</p>
<p><strong>Berufsausweise &#8211; Die Monopolisierung der Lebensgrundlage &#8220;Beruf&#8221;</strong></p>
<p>Merkt Ihr was? Wenn ich also einen Berufsausweis habe, dann bestimme nicht ich, was in dem Berufsausweis steht. Wenn ich mir selbst autodidaktisch Qualifikationen aneigne und wunderbare Projekte realisiere wird das nicht in meinem Berufsausweis stehen. Ich muss irgendein Institut bitten, das es mir meine autodidaktisch erworbene Qualifikation in den Ausweis schreibt. Einen Rechtsanspruch darauf habe ich nicht. Wahrscheinlich werde ich f&#252;r zus&#228;tzliche Eintragungen in den Berufsausweis viel Geld zahlen m&#252;ssen. Wo ohne Berufsausweis die Reputation wichtig ist, kann jeder einzelne, auch wenn er wenig Geld hat, an seinen F&#228;higkeiten arbeiten und man wird ihm seine F&#228;higkeiten auch anerkennen. Durch den Berufsausweis wird der Einzelne zum Bittsteller, der gef&#228;llgist das zu machen hat, was Leute an Schreibtischen ihm befehlen.</p>
<p><strong>Die neue Diktatur</strong></p>
<p>Ich sage immer: &#8220;Schreiende, kleine, wahnsinnige M&#228;nner in brauner Uniform am Rednerpult sind out &#8211; Monopolisierung der Lebensgrundlagen ist in!&#8221; &#220;berall wo man hinsieht werden Lebensgrundlagen monopolisiert. Einige Beispiele m&#246;chte ich Euch nennen:</p>
<ul>
<li>Berufsausweise &#8211; Monopolisierung der Berufe</li>
<li>Urheberrecht &#8211; Monopolisierung der Kultur</li>
<li>Patente auf Erbgut -Monopolisierung des Lebens</li>
<li>Schulabschl&#252;sse &#8211; Monopolisierung der Bildung</li>
<li>Kirchen &#8211; Monopolisierung des Glauben</li>
<li>CO2 Zertifikate &#8211; Monopolisierung der Luft</li>
<li>Biometrische Ausweise &#8211; Monopolisierung der Identit&#228;t und des eigenen K&#246;rpers</li>
<li>Parteien - Monopolisierung der politische Meinung</li>
<li>Massenmedien &#8211; Monopolisierung der Berichterstattung</li>
<li>Telefongesellschaften &#8211; Monopolisierung der Telekommunikation</li>
<li>Beutekriege &#8211; Monopolisierung der Rohstoffe</li>
<li>Niedrige L&#246;hne &#8211; Monopolisierung der Lebenszeit</li>
<li>Zensur - Monopolisierung der Meinungsfreiheit</li>
<li>Gro&#223;e Konzerne &#8211; Monopolisierung der Produktionsmittel, und des Saatguts</li>
<li>Patente &#8211; Monopolisierung von Technologie</li>
<li>GEMA &#8211; Monopolisiert der Kunst</li>
<li>Fallen Euch noch andere Beispiele ein? Schaut Euch einfach mal um&#8230;</li>
</ul>
<p>Die Monopolisierung der Lebensgrundlagen ist die Basis f&#252;r die Diktatur, die heute in dieser Welt herrscht. Als in fr&#252;heren Zeiten Regierungen mit Gewalt &#252;ber das Volk herrschten, haben sie sich mit der Zeit den Zorn der Menschen zugezogen und wurden gest&#252;rzt. Heute sind es nicht mehr Regierungen, die die Menschen beherrschen. Heute sind es Strukturen der Monoplisierung die die Lebensgrundlagen der Menschen kontrollieren. Die Menschen machen, was man von ihnen m&#246;chte, um an den Lebensgrundlagen teilhaben zu d&#252;rfen. Ihren Zorn &#252;ber die Ausbeutung aber, k&#246;nnen sie nur noch gegen sich selbst richten.</p>
<p><strong>Was kann der einzelne dagegen tun?</strong></p>
<ul>
<li>Schaffung eigener Lebensgrundlagen gemeinsam mit Freunden und bekannten in der Region.</li>
<li>Offizielle Ablehnung von Berufsausweisen.</li>
<li>An seinen eigenen F&#228;higkeiten und Projekten arbeiten, unabh&#228;ngig davon, ob andere Menschen das anerkennen</li>
<li>Darauf vertrauen, dass Menschen die F&#228;higkeiten anderer Menschen anerkennen. Meiner Erfahrung nach erkennen die Menschen die F&#228;higkeiten anderer Menschen gerne an, wenn wie diese pers&#246;nlich kennen.</li>
</ul>
<p>Es ist im Grunde genommen wie auf dem Kinderspielplatz. Wenn ein Kind mit einer leckeren Schokolade auftaucht, weckt es die Aufmerksamkeit der anderen Kinder. Mit den eigenen F&#228;higkeiten ist das genau so, wenn die F&#228;higkeit wie leckere Schokolade ist, die jedem schmeckt.</p>]]></content:encoded>
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		<title>ELENA</title>
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		<pubDate>Tue, 22 Dec 2009 20:46:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michey</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik & Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft & Geld]]></category>
		<category><![CDATA[ARGE]]></category>
		<category><![CDATA[Freiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Überwachung]]></category>

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		<description><![CDATA[Wer ist ELENA? ELENA ist nicht etwa eine wundersch&#246;ne Frau &#8211; nein &#8211; sch&#246;n w&#228;rs. Elena hat indirekt etwas mir Lebensgrundlagen zu tun. Elena ist auch kein Mensch. Ein s&#252;&#223;es K&#228;tzchen ist ELENA auch nicht, auch keine Pflanze. ELENA ist aber wichtig und wir alle werden sie bald kennen lernen, ob wir wollen oder nicht. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wer ist ELENA?</strong></p>
<p><a href="http://www.das-elena-verfahren.de">ELENA</a> ist nicht etwa eine wundersch&#246;ne Frau &#8211; nein &#8211; sch&#246;n w&#228;rs. Elena hat indirekt etwas mir Lebensgrundlagen zu tun. Elena ist auch kein Mensch. Ein s&#252;&#223;es K&#228;tzchen ist ELENA auch nicht, auch keine Pflanze. ELENA ist aber wichtig und wir alle werden sie bald kennen lernen, ob wir wollen oder nicht. Als ich &#252;ber ELENA gelesen habe, sind mir nicht einmal mehr die &#252;blichen zynischen Spr&#252;che eingefallen. Meinem frechen Mundwerk hat es einfach nur die Sprache verschlagen, mir fehlten die Worte. ELENA ist ein Verfahren zur elektronischen Erfassung von Einkommensnachweisen f&#252;r Arbeitnehmer. Das <a href="http://www.bgblportal.de/BGBL/bgbl1f/bgbl109s0634.pdf" target="_self">Gesetz wurde am 28. M&#228;rz 2009</a> vom Bundestag mit Zustimmung des Bundesrates beschlossen.</p>
<p>Nun gut: Einkommensnachweise h&#246;rt sich erst einmal harmlos an. Das Finanzamt hat ja auch Einkommensnachweise. Als ich mich aber etwas n&#228;her mit dem System besch&#228;ftigt habe, hat sich mir der Magen umgedreht. Im Grunde genommen geht es um eine zentrale Datenbank, in der Arbeitgeber und Arbeitsagentur Daten &#252;ber Arbeitnehmer sammeln, wobei der Arbeitnehmer nur mittelbar &#252;ber ein sogenanntes <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Trust_Center" target="_blank">Trust Center</a> an diesem Prozess beteiligt ist. Der Datensatz, der dabei angefertigt wird ist haarstr&#228;ubend.</p>
<p>Den <a href="http://www.das-elena-verfahren.de/verantwortung/gremien/ak-elena/verfahrensbeschreibung/verfahrensbeschreibung-anlage-5/view">Datensatz des ELENA Verfahrens</a> kann man sich als pdf-File aus dem Netz herunterladen. Hier sein aber mal ein paar Dinge erw&#228;hnt, die &#252;ber die &#252;blichen Angaben bez&#252;glich Arbeitgeber/ Dienstherr, Wochenarbeitsstunden, Urlaubsgeld, sonstige Zuwendungen, Name und Adresse von Arbeitgeber und Arbeitnehmer,  etc. hinausgehen:</p>
<ul>
<li>Teilnahme an Streiks</li>
<li>Fehlzeiten mit Begr&#252;ndung</li>
<li>Abmahnungen</li>
<li>Fehlverhalten des Arbeitnehmers</li>
</ul>
<p>Wenn Ihr die Dokumente zu ELENA durchlest, dann seid Euch dar&#252;ber im Klaren: Das ganze ist kein Film und kein Spiel. Die Leute, die das schreiben meinen das, was sie sagen ernst und sie werden die mit viel finanziellem Aufwand gesammelten Daten auch verwenden. Wenn Ihr irgendwann einmal vor dem Beamten bei der Arbeitsagentur sitzt, werdet Ihr merken, dass dieser Mensch so einiges &#252;ber Euch wei&#223; und Ihr werdet das zu sp&#252;ren bekommen.</p>
<p>&#220;brigens: Es ist ein ziemlich eigenartiges Gef&#252;hl, wenn man einen Menschen mit einer Akte vor sich hat, in der gesammeltes Wissen &#252;ber einen selbst steht. Ich wei&#223; das aus Erfahrung mit Arbeitgebern und der ARGE. Das einzige, was in einer solchen Situation hilft ist, sich auf die eigenen Forderungen zu konzentrieren und sich keinesfalls auf Diskussionen einzulassen. Was bleibt ist auf jeden Fall das Gef&#252;hl, auf irgendeine Weise missbraucht worden zu sein.</p>
<p><strong>Vorw&#252;rfe an fr&#252;here Generationen</strong></p>
<p>Ich erinnere mich noch an die Zeit w&#228;hrend des Abiturs. Da hatte ich eine Diskussion mit einem &#228;lteren Ingenieur, der in unserer Schule die Ausgabe der Schulb&#252;cher verwaltete. Zu der Zeit hatten wir im Geschichtsunterricht zum 1000 sten Mal das 3. Reich besprochen. Wir haben mit dem Finger auf die Generation unserer Gro&#223;eltern gezeigt und uns gefragt, wie diese nur so dumm gewesen sein konnten, den Nationalsozialisten nachzulaufen. Ich behauptete im Gespr&#228;ch mit dem Ingenieur, dass mir so etwas niemals passieren k&#246;nnte, da ich ja aus der Geschichte gelernt h&#228;tte. Der Ingenieur aber sagte zu mir, dass ich eine herannahende Diktatur nicht erkennen werde und diese genau so unterst&#252;tzen werde, wie alle anderen auch. Damals glaubte ich dem Ingenieur nicht, aber heute verstehe ich, was er gemeint hat. Heute verstehe ich auch der Generation meiner Gro&#223;eltern keinen Vorwurf mehr &#8230; Zeigen ich mit dem Finger auf andere, dann zeigen drei Finger auf mich. Die n&#228;chste Diktatur wird sicher nicht daran zu erkennen sein, dass ein Irrer, kleiner Mann mit fettigen Haaren in einer Uniform schreiend hinter einem Rednerpult steht. Auch Diktatoren lernen aus der Geschichte&#8230;</p>
<p><strong>Was bleibt also zu tun?</strong></p>
<p>Ich kann es nicht oft genug betonen:</p>
<p><em><strong>Erschafft Euch Lebensgrundlagen, ganz gleich wie bescheiden sie auch sein m&#246;gen und teilt Euer Wissen mit anderen Menschen.</strong></em></p>
<p>Nur derjenige, der eigene Lebensgrundlagen besitzt, muss nicht bedingungslos denen dienen, die Lebensgrundlagen besitzen. Eigene Lebensgrundlagen verhindern, dass Menschen mit Hilfe von etwas Brot gleichgeschaltet werden k&#246;nnen. Jede Lebensgrundlage ist ein St&#252;ckchen Freiheit. Durch Tausch von Lebensgrundlagen wird das Leben aller Menschen reicher und angstfrei.</p>
<p>Das kann jeder einzelne tun:</p>
<ul>
<li>Sammelt Wissen und teilt es bereitwillig</li>
<li>Erlernt F&#228;higkeiten, mit denen Ihr Essen, Kleidung, Wohnung, Medizin, Energie, Mobilit&#228;t, Telekommunikation etc herstellen k&#246;nnt.</li>
<li>Helft anderen Menschen</li>
<li>Nehmt Hilfe anderer Menschen freundlich an</li>
<li>Investiert in Essen, Kleidung, Wohnung, Gesundheit etc.</li>
<li><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kleine-Welt-Ph%C3%A4nomen" target="_blank">Vernetzt Euch</a></li>
<li>Benutzt das Euro-Geld nur dort, wo es n&#246;tig ist und tauscht Leistungen untereinander, wann immer es m&#246;glich ist.</li>
<li>Erz&#228;hlt anderen von euren Schwierigkeiten und Erfolgen</li>
<li>Bevorzugt Gesch&#228;fte, die Lebensgrundlagen erschaffen. Investiert Arbeitszeit und Know How in Unternehmungen, die Lebensgrundlagen erschaffen.</li>
<li>Verlinkt die Dinge im Internet, die euch unangenehm auffallen mit euren Homepages, distanziert euch von den verlinkten Inhalten wenn n&#246;tig und verlinkt Eure Rechercheergebnisse im gleichen Artikel. So holt ihr die faulen Dinge ans Licht des <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kleine-Welt-Ph%C3%A4nomen" target="_blank">skalenfreien Internets.</a></li>
<li>Lebt Eure Ideale sichtbar vor, anstatt nur dar&#252;ber zu reden und zwar jetzt, nicht erst morgen.</li>
<li>Ihr selbst habt ein gutes Bild von Euch selbst. Vertraut auch darauf, dass auch andere Menschen ein gutes Bild von sich selbst haben.</li>
</ul>]]></content:encoded>
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		<title>Lebensgrundlagen und B&#252;rgerrechte</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Oct 2009 21:29:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michey</dc:creator>
				<category><![CDATA[Grundsätzliches]]></category>
		<category><![CDATA[Freiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Lebensgrundlagen]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Rechte]]></category>
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		<description><![CDATA[Was ist Freiheit? Immer dann, wenn ich pers&#246;nlich mitbekomme, wie in meinem Bekanntenkreis Menschen ausgebeutet werden, macht sich in meiner Magengegend so ein eigenartiges Gef&#252;hl breit, das ich zumeist nicht an mich heranlasse. Es werden Menschen  ausgebeutet? In Deutschland? Wir sind doch ein freies Land, ein Rechtsstaat, eine freie Marktwirtschaft, eine Demokratie voller m&#252;ndiger B&#252;rger. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Was ist Freiheit?</strong></p>
<p>Immer dann, wenn ich pers&#246;nlich mitbekomme, wie in meinem Bekanntenkreis Menschen ausgebeutet werden, macht sich in meiner Magengegend so ein eigenartiges Gef&#252;hl breit, das ich zumeist nicht an mich heranlasse. Es werden Menschen  ausgebeutet? In Deutschland? Wir sind doch ein freies Land, ein Rechtsstaat, eine freie Marktwirtschaft, eine Demokratie voller m&#252;ndiger B&#252;rger. Nun ja &#8211; vielleicht bin ich etwas zart besaitet &#8211; gut ich gebe es zu, ich bin zart besaitet. Wenn ich sehe, dass Menschen aus Altersgr&#252;nden vom Arbeitsmarkt nicht gewollt werden und deshalb f&#252;r das Geld, das sie von der Arbeitsagentur bekommen zu einem Hungerlohn Zeitungen austragen, und dieses Geld dann f&#252;r Miete und Essen drauf geht, dann nenne ich das Aubeutung. Ist das wirklich Ausbeutung, gar eine verfeinerte Form der Sklaverei? Wodurch zeichnet sich ein Sklave aus? Tragen Sklaven immer Eisenketten am Fu&#223; und werden sie mit Peitschen zur Arbeit getrieben? Ist ein Mensch, der ein Arbeitsverh&#228;ltnis aufgrund der Androhung von wirtschaftlicher Sanktionen nicht beenden kann ein freier Mensch oder ein Sklave?</p>
<p>Hier m&#246;chte ich auf den Sachverhalt der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Lohnsklaverei" target="_self">Lohnsklaverei </a>erw&#228;hnen. Lohnsklaverei ist ein Arbeitsverh&#228;ltnis,  bei dem niedrigste L&#246;hne gezahlt werden, so dass der Lohn nur f&#252;r ein Leben am Rande des Existenzminimums reicht. Aber haben all die Niedrigl&#246;hner in Deutschland nicht genug Geld? Sie k&#246;nnen sich ja eine beheizte Wohnung leisten, vielleicht sogar noch einen gebrauchten Fernseher, und verhungern muss in Deutschland schlie&#223;lich keiner. Das Problem in Deutschland ist, dass sich jeder eine beheizte Wohnung leisten <strong>muss</strong>. Wer versucht, einfach ein St&#252;ck Land zu besetzen um sich darauf eine H&#252;tte aus Grassoden zu bauen, der wird sich wundern, wie schnell die Polizei anr&#252;ckt und die Besetzung des Landes beendet. Es ist auch in Deutschland so, dass <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Working_Poor" target="_blank">die L&#246;hne mancher Menschen</a> gerade so f&#252;r ein Leben am Existenzminimum reichen. In Deutschland findet die Sklaverei nicht in stinkenden Holzbaracken statt sondern hinter den Fassaden wei&#223; gestrichener Reihenh&#228;user, W&#228;rmeged&#228;mmt nach der neusten Energieeinsparverordnung und mit einem sauber gem&#228;hten Rasen davor. Ordnung muss sein!</p>
<p>Wo bleibt da der m&#252;ndige B&#252;rger in einer freien Gesellschaft? <strong>Was ist Freiheit anders als die M&#246;glichkeit, nicht das tun zu m&#252;ssen, was ein anderer fordert?</strong> Wenn ich diese Frage beantworte stelle ich ern&#252;chtert fest, dass viele Menschen, die zu niedrigsten L&#246;hnen arbeiten m&#252;ssen, im Grunde genommen Sklaven sind, auf eine feine, subtile Art versklavt, ohne die unappetitlichen Erscheinungen der Sklaverei vergangener  Zeiten. Ich habe schon Leute sagen geh&#246;rt, dass die Menschen, die Geld von der Arbeitsagentur bekommen gef&#228;lligst etwas f&#252;r dieses Geld tun sollen. Da m&#252;sse man eben jede zumutbare Arbeit annehmen, und zumutbar ist jede Arbeit &#8211; au&#223;er vielleicht Prostitution, weil das ja nicht den Sitten hierzulande entspricht.  Diese Einstellung ist aber nichts weiter als die Einstellung derjenigen die meinen, frei zu sein &#8211; was f&#252;r ein Irrtum.</p>
<p><strong>Die Grundlage der Freiheit</strong></p>
<p>Warum sind viele Menschen in Deutschland noch einigerma&#223;en frei? Mit Sicherheit nicht, weil sie ihre Freiheit mit ihrem Leben verteidigen w&#252;rden. Die meisten Menschen k&#246;nnen sich heute &#252;berhaupt nicht verteidigen und w&#252;rden sch&#246;n brav in ihrer Wohnung bleiben, wenn eine Ausgangssperre verh&#228;ngt w&#252;rde.  Nein &#8211; die meisten Menschen sind deshalb frei, weil sie eigene <strong>beliebig kopierbare Lebensgrundlagen</strong> wie eine Berufsausbildung ihr Eigentum nennen k&#246;nnen, ohne dass sie sich dessen bewusst sind. Diese Menschen sind deshalb frei, weil sie gebraucht werden. Ohne das K&#246;nnen dieser Menschen w&#228;re eine Gesellschaft mit einem so hohem technischen Standard, wie wir ihn z.B. hier in Deutschland haben, nicht m&#246;glich. Dieser Sachverhalt wird daran deutlich, wie die Gesellschaft mit den Menschen umgeht, die aufgrund der Automatisierung der Schwerstarbeit nicht mehr gebraucht werden. Diese Menschen werden als faule Schmarotzer abgestempelt, ins Abseits gestellt. Oft werden sie sogar durch die Leute schikaniert, welche die Auszahlung der staatlichen Sozialleistungen verwalten sollten. <strong>Man bedenke, das die staatlichen Sozialleistungen durch die Maschinen erwirtschaftet werden, die die heute anstatt von Menschen die Schwerstarbeit f&#252;r uns tun.</strong></p>
<p><strong>Was bleibt also zu tun?</strong></p>
<p>Das sich von Seiten der Politik etwas gegen die Ausbeutung von Menschen getan wird, denke ich eher nicht. Ich pers&#246;nlich sehe die einzige M&#246;glichkeit der St&#228;rkung der Freiheit darin, dass jeder, der nach Freiheit strebt, zuerst <strong>eigene Lebensgrundlagen</strong> erschafft. Das kann konkret durch folgende Ansetze realisiert werden:</p>
<ul>
<li><strong>Aneignung von Wissen</strong>, mit dem man Lebensgrundlagen wie Essen, Kleidung, Wohnung, Mobilit&#228;t, Gesundheit, Telekommunikation etc. erschaffen kann.</li>
<li>Die <strong>Realisierung </strong>eigener Ideen, die Lebensgrundlagen erschaffen k&#246;nnen. Es reicht dabei v&#246;llig aus, wenn diese Idee in Form eines Modells als Hobby realisiert wird. Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie viele Firmen Interesse an Technik haben, die bereits einmal erfolgreich realisiert wurde, selbst wenn es nur in Form eines Modells geschieht.</li>
<li>Die <strong>Vernetzung</strong> mit anderen Menschen, die auch Ideen zur Erschaffung von Lebensgrundlagen realisieren wollen.</li>
</ul>
<p>Eigene Lebensgrundlagen sind die Basis f&#252;r die eigene Freiheit und somit f&#252;r eine freie Gesellschaft.</p>
<p>Ohne eigene Lebensgrundlagen hingegen ist die Freiheit lediglich eine Illusion, die Spa&#223; macht, genau so wie der Weihnachtsmann oder der Osterhase. Irgendwann muss aber jeder erfahren, dass es den Osterhasen nicht gibt und dass Papa oder Mama die Eier versteckt.</p>
<p><em>Erg&#228;nzung am 07.01.2010: michey<br />
</em></p>
<p>F&#252;r alle &#8220;B&#252;rgerinnen und B&#252;rger&#8221; die noch denken, dass sie ohne eigene Lebensgrundlage Rechte haben, m&#246;chte ich auf den <a href="http://www.sozialgesetzbuch-sgb.de/sgbii/31.html" target="_blank">§§ 31 Abs 1 Satz 2 des SGBII</a> verweisen. Das hat folgende Konsequenz: Wenn einem bed&#252;rftigen Menschen durch die Streichung der finanziellen Mittel der Zugang zu physikalischen Lebensgrundlagen versperrt wird, wodurch wiederum die physische Existenz, unter der Voraussetzung, am Leben zu sein, bedroht ist, hat dieser bed&#252;rftige Mensch auch keine M&#246;glichkeiten sich zu wehren. Er ist dem Verwalter der finanziellen Mittel somit h&#246;rig, zum Teil rechtlich und vor allem wirtschaftlich von ihm Abh&#228;ngig, also laut Definition ein <a href="http://de.wiktionary.org/wiki/Sklaverei" target="_blank">Sklave</a>.</p>
<p>Ein weiterer interessanter Bericht &#252;ber die Sanktionierung der Menschen, die von unserer Wirtschaft aufgrund der Automatisierung der Arbeit nicht mehr gebraucht werden, befindet sich <a href="http://www.hartzkampagne.de/pdfs/broschuere_zu_sanktionen_2008_11_24.pdf" target="_blank">hier</a>.</p>
<p>Einen Arbeitsplatz zu &#8220;besitzen&#8221; hei&#223;t nicht, eine eigene Lebensgrundlage zu haben. Das ist sehr wichtig. Einen Arbeitsplatz zu haben, oder besser gesagt, einen Arbeitsplatz gew&#228;hrt zu bekommen hei&#223;t, an der Lebensgrundlage eines Anderen teilhaben zu d&#252;rfen. Es ist bildlich gesprochen vergleichbar mit dem Futter, dass mein seinem Arbeitspferd gibt, damit es den Pflug ziehen kann. Kauft sich der Bauer einen Traktor, dann braucht er das Pferd nicht mehr und das Pferd muss sich eine neuen Arbeitsplatz suchen &#8230; oder es gibt ein gro&#223;es Festessen, wo das Pferd dann auch dabei ist &#8230; aber das ist ja nur eine Metapher.</p>
<p>Ich kann es nur immer wieder betonen: Erschafft Euch eigene Ressourcen und teilt sie im Austausch mit anderen Menschen. Um die Sache etwas anschaulicher zu machen: Wenn Ihr es schafft, zur Beschaffung der n&#246;tigen Dinge des Alltags, im Austausch mit anderen Menschen, keine Euros und Dollars zu brauchen, dann ist das ein m&#246;glicher Indikator daf&#252;r, dass Euer Bekanntenkreis eigene Lebensgrundlagen hat und relativ frei ist.</p>]]></content:encoded>
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		<title>Selbstausbeutung bei selbstorganisierenden Projekten</title>
		<link>http://www.nuevalandia.net/archives/310</link>
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		<pubDate>Tue, 14 Apr 2009 12:40:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michey</dc:creator>
				<category><![CDATA[Grundsätzliches]]></category>
		<category><![CDATA[Anschieber]]></category>
		<category><![CDATA[Ausbeutung]]></category>
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		<category><![CDATA[Freiheit]]></category>
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		<description><![CDATA[Die scheinbare Freiheit In den letzten Artikeln habe ich sehr viel &#252;ber die Vorteile von selbstorganisierenden Projekten, der Schaffung eigener Lebensgrundlagen und Freiheit geschrieben und hier habe ich vor allem die Vorteile und Chancen beschrieben. In diesem Blogbeitrag m&#246;chte ich jetzt auf die gro&#223;e Gefahr der Selbstausbeutung in selbstorganisierenden Projekten hinweisen, die mir bewusst geworden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die scheinbare Freiheit</strong></p>
<p>In den letzten Artikeln habe ich sehr viel &#252;ber die Vorteile von selbstorganisierenden Projekten, der Schaffung eigener Lebensgrundlagen und Freiheit geschrieben und hier habe ich vor allem die Vorteile und Chancen beschrieben. In diesem Blogbeitrag m&#246;chte ich jetzt auf die gro&#223;e Gefahr der Selbstausbeutung in selbstorganisierenden Projekten hinweisen, die mir bewusst geworden ist, als ich einen <a href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/30/30110/1.html" target="_blank">Artikel &#252;ber virtuelle Callcenter</a> gelesen habe. Ich m&#246;chte dar&#252;ber schreiben, um M&#246;glichkeiten zu schildern, wie man sich gegen diese Gefahr sch&#252;tzen kann. Dazu muss man die Mechanismen der Selbstausbeutung aber fr&#252;hzeitig erkennen.</p>
<p>In den eben erw&#228;hnten Blogbeitrag, den ich gelesen habe geht es um bestimmte Callcenter, die hier aber lediglich als Beispiel dienen sollen. Es sind auch andere Unternehmensformen denkbar, die aber alle nach einem &#228;hnlichen Muster der Ausbeutung arbeiten werden. Die eben genannten Callcenter besch&#228;ftigen &#8220;selbst&#228;ndige&#8221; Mitarbeiter, die ihre Arbeit am Rechner von zu Hause aus erledigen. Diese scheinbar selbst&#228;ndigen Besch&#228;ftigten sind dabei &#252;ber das Internet mit dem Firmennetzwerk verbunden. Bezahlt werden die Besch&#228;ftigten danach, welche Bewertung sie im Betriebseigenen Bewertungssystem erreichen. Je mehr Umsatz ein Besch&#228;ftigter macht, desto mehr Auftr&#228;ge werden ihm zugeschoben und desto mehr Umsatz macht er. Ein st&#228;ndiger Konkurrenzkampf, die Vereinzelung der Besch&#228;ftigten und gnadenlose Selbstausbeutung sind dabei die Folge. Die vermeintliche Freiheit wird dabei schnell zur Sklaverei. Das Joch der Sklaverei existiert dabei nicht in Form eines Schuldverh&#228;ltnisses, sonder noch viel schlimmer, es existiert lediglich im Kopf der Besch&#228;ftigten. Es ist f&#252;r den besch&#228;ftigten selbst unsichtbar und wird mit der Zeit immer st&#228;rker, bis der Besch&#228;ftigte irgendwann unter der Last der Arbeit gesundheitlich zusammenbricht.</p>
<p><strong>Wo liegt die Grundlage der Selbstausbeutung?</strong></p>
<p>Es stellt sich also die Frage, worin die Grundlage der Selbstausbeutung zu finden ist. Was ist also der Unterschied zu einem Erfinder, der in seiner eigenen Werkstatt bis zum Umfallen an seiner Erfindung arbeitet und z.B einem Ingenieur, der an einem &#252;ber das Internet vernetzten Projekt zur Konstruktion einer Anlage teilnimmt? So einfach l&#228;sst sich die Frage nicht beantworten. Beide k&#246;nnen ausgebeutet werden oder auch nicht.</p>
<p>Zun&#228;chst m&#246;chte ich den Begriff der Selbstausbeutung etwas pr&#228;zisieren: <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ausbeutung" target="_blank">Ausbeutung</a> bedeutet zuerst einmal die verbrauchende Nutzung einer Ressource. Auch Menschen k&#246;nnen ausgebeutet werden, z.B. durch Sklaverei oder Lohndumping oder &#228;hnliches. Die Aussage, dass bei Selbstausbeutung ein Mensch diese verbrauchende Nutzung selbst &#252;bernimmt, erscheint mir etwas irref&#252;hrend, denn ein Mensch selbst w&#252;rde das aus eigenem Willen vermutlich nicht tun. Der Menschliche K&#246;rper ist vor allem Faul und verf&#252;gt &#252;ber einen starken Selbsterhaltungstrieb und das ist sicherlich gut f&#252;r den Selbsterhalt. Das erscheint jetzt vielleicht etwas provokativ, aber ich Frage bei in dieser Situation danach, wer hinter dieser Ausbeutung steht, die scheinbar durch den Menschen selbst stattfindet.</p>
<p>Bei genauerem Hinsehen erscheint bei der Selbstausbeutung ein unsichtbares Joch und eine Unsichtbare Peitsche und es ist nicht der Mensch selbst, der Peitsche und Joch f&#252;hrt. Stellt man sich die Frage &#8220;Wer Profitiert ?&#8221; und folgt man den Z&#252;geln am Joch bis zur f&#252;hrenden Hand, so steht hier oft ein Gl&#228;ubiger, ein Investor, laufende Lebenshaltungskosten, die Erwartungen anderer Menschen, Verpflichtungen, die eigenen W&#252;nsche und was auch immer. Die Gr&#252;nde sind hier vielf&#228;ltig aber ganz besonders gef&#228;hlich wird es, wenn andere Personen im Hintergrund profitieren, denn hier hilft nicht einmal der Selbsterhaltungstrieb des ausgebeuteten Menschen.</p>
<p>Die zwei folgenden Bedingungen erscheinen mir besonders auff&#228;llig, dass eine Person im Hintergrund durch die Ausbeutung profitiert:</p>
<ul>
<li>Es existert ein <strong>Bewertungssystem</strong> mit Belohnungs- und Bestrafungsfunktionen, ganz gleich, wie das aussehen mag &#8211; und das ist ganz wichtig &#8211; der ausgebeutete kennt dieses System. Es ist vergleichbar mit einem <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Panopticon" target="_blank">Panopticon</a>.</li>
<li>Der Ausgebeutete ist nicht der Eigent&#252;mer seiner <strong>Lebensgrundlagen</strong> und nicht Eigent&#252;mer der <strong>Fr&#252;chte seiner Arbeit</strong>. Die Fr&#252;chte seiner Arbeit geh&#246;ren &#8220;dem Team&#8221;, oder &#8220;dem Projekt&#8221;. Typisch sind hier zum Beispiel Berufsverbote beim Ausscheiden aus dem Projekt oder irgendwelche Verzichtserkl&#228;rungen.</li>
</ul>
<p><strong>Offenes Wissen als Sicherheit</strong></p>
<p>Selbstausbeutung bei selbstorganisierenden Projekten wird am besten durch folgende Vorkehrungen vermieden:</p>
<ol>
<li>Jeder Teilnehmer nimmt am Projekt nur aus Selbstzweck Teil frei nach dem Motto: &#8220;Ich tu was ich will, will was tu und tu es nur f&#252;r mich selbst.</li>
<li>Jeder Teilnehmer muss Eigent&#252;mer seiner Arbeitsmittel sein.</li>
<li>Jeder Teilnehmer hat Zugang zum gesamten Wissen des Projekts.</li>
<li>Jeder Teilnehmer kann dieses Wissen f&#252;r andere Projekte frei nutzen.</li>
<li>Jeder Teilnehmer hat direkten Kundenkontakt bzw. Kontakt zur erschaffenen Lebensgrundlage.</li>
<li>Jeder Teilnehmer kann jederzeit aus dem Projekt aussteigen.</li>
<li>Jeder Teilnehmer erledigt seine Aufgaben nach den Regeln seines Berufsstandes nach bestem Wissen.</li>
<li>Jeder Teilnehmer &#252;bernimmt die Haftung f&#252;r das was er tut nach den gesetzlichen Regeln.</li>
<li>Jeder Teilnehmer wird nach seinem <strong>Arbeitsaufwand</strong> am Gewinn beteiligt.</li>
<li>Kein Teilnehmer akzeptiert Verzichtserkl&#228;rungen, Verpflichtungen, Berufsverbote und Sanktionen.</li>
<li>Kein Teilnehmer akzeptiert einen Vorgesetzten.</li>
</ol>
<p>Wenn einer dieser Punkte nicht erf&#252;llt sein sollte gilt es, besonders Wachsam zu sein.</p>
<p>Hier eine kleine Anmerkung von mir, die aus meiner pers&#246;nlichen Erfahrung stammt: Das <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Patanjali" target="_blank">Yogasutra von Patanjali</a> ist ein sehr sch&#246;nes Buch, dass bei genauerem Hinsehen viele Anhaltspunkte zur aktiven Vermeidung von Ausbeutung er&#246;ffnet. Die Aufgabe der <strong>Interpretation</strong> der einzelnen Verse (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Sutra" target="_blank">Sutras</a>) liegt absichtlich <strong>beim Leser</strong>, was dieses Buch besonders reizvoll macht. Die Gestaltung des Buches &#8220;Das Yogasutra&#8221; von R. Siriram hat mir pers&#246;nlich am besten gefallen, da hier die originalen Sutras den Erl&#228;uterungen des Verfassers gegen&#252;bergstellt werden.</p>
<p>ISBN 978-3-7831-9525-5</p>]]></content:encoded>
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		<title>&#220;ber die Freiheit</title>
		<link>http://www.nuevalandia.net/archives/275</link>
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		<pubDate>Sat, 28 Mar 2009 21:18:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michey</dc:creator>
				<category><![CDATA[Grundsätzliches]]></category>
		<category><![CDATA[Freiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Missverständis]]></category>
		<category><![CDATA[Überwachung]]></category>
		<category><![CDATA[Unterdrückung]]></category>

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		<description><![CDATA[Was ist Freiheit? Viele Menschen nehem das Wort Freiheit in den Mund und sagen, dass ihnen Freiheit wichtig ist. Andere Sagen, dass die eigene Freiheit nur so weit geht, bis sie die Freiheit des anderen verletzt. Es wird viel &#252;ber Freiheit philosophiert und der Freiheitsbegriff wird dadurch verw&#228;ssert. Ich stelle jetzt einfach mal eine Behauptung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Was ist Freiheit?</strong></p>
<p>Viele Menschen nehem das Wort Freiheit in den Mund und sagen, dass ihnen Freiheit wichtig ist. Andere Sagen, dass die eigene Freiheit nur so weit geht, bis sie die Freiheit des anderen verletzt. Es wird viel &#252;ber <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Freiheit" target="_blank">Freiheit philosophiert</a> und der Freiheitsbegriff wird dadurch verw&#228;ssert. Ich stelle jetzt einfach mal eine Behauptung auf, um zu provozieren:</p>
<p><strong>Die meisten Menschen haben nicht die blasseste Ahnung davon, was Freiheit ist!</strong> Warum? Weil niemals jemand wirklich Besitz von ihnen ergriffen hat. Doch wie kann man Besitz von anderen Menschen ergreifen? Das geht ganz einfach durch Gewalt, ganz gleich in welcher Form. Menschen, die in ihrem Leben geschlagen werden, damit sie etwas tun oder lassen, Menschen, die gefangen gehalten wurden, Menschen, die tagt&#228;glich damit mit dem drohenden Verlust ihres Arbeitsplatzes erpresst werden, Menschen die in irgendeiner Form missbraucht werden, diese Menschen wissen, war Freiheit ist. Diese Menschen wissen das, weil ihnen ihre Freiheit genommen wird und weil dieses Besitzergreifen Spuren in der Seele hinterla&#223;t. F&#252;r mich pers&#246;nlich gibt es in der Definition von Freiheit nur einen Schluss, der mir logisch erscheint:</p>
<p><strong>Ein Mensch ist dann frei, wenn kein anderer Mensch in irgendeiner Form Besitz von diesem freien Menschen ergreifen kann.</strong></p>
<p>Diese Aussage hat, wenn man sie weiter denkt, Konsequenzen. Jeder Mensch ist von Natur aus frei. Wenn ein Mensch als Kind auf die Welt kommt, dann ist er nicht in Besitz von irgend jemandem. Er macht was es will, er sucht die N&#228;he zu seiner Mutter, er will alles anschauen, was interessant ist, er schreit wann er will und lacht wann er will.</p>
<p>Wird dieser Mensch &#228;lter, dann bleibt er frei, auch wenn die Eltern diesen Menschen erziehen und dazu gewisse Regeln aufstellen. Dieses Erziehen ist nicht mit Besitzergreifen zu verwechseln, denn die Eltern schaffen mit diesen Regeln eine gesch&#252;tzte Umgebung, in der der junge Mensch relativ gefahrlos in die Welt hineinwachsen kann. Jetzt kommt allerdings der andere wichtige Teil: Der Junge Mensch wird und soll mit zunehmendem Alter darauf dr&#228;ngen diese Grenzen zu erweitern und mit dem Erwachsenwerden fallen diese Grenzen zusammen mit deren Sicherheit weg. Dieser Punkt ist sehr wichtig.</p>
<p>Erziehungsmethoden, die darauf abzielen, den Willen eines Kindes zu brechen, also Besitz zu ergreifen, werden hingegen tiefe Verletzungen in der Seele des Kindes hinterlassen, die meist nie wirklich verheilen.</p>
<p><strong>Der Weg in die Unfreiheit</strong></p>
<p>Wenn ein junger Mensch erwachsen wird und auf sich allein gestellt ist, dann f&#252;hlt er sich oft unsicher. Aus dieser Unsicherheit kann schnell Angst werden, vor allem dann, wenn Andere diesem Menschen erst aufz&#228;hlen, was man alles im Leben unbedingt braucht. Wie oft habe ich das schon geh&#246;rt: &#8220;Du musst zusehen, dass du zu Geld kommst&#8221;, &#8220;Du brauchst viele Versicherungen&#8221;, &#8220;Du musst Karriere machen&#8221;,  ;&#8221;Du brauchst ein Auto, ein Haus, eine Familie, Freunde&#8221;, &#8220;Du darfst nicht krank werden, nicht arm werden &#8230;&#8221;</p>
<p>Dem jungen, freien Menschen wird also erz&#228;hlt, was er so alles braucht, um gl&#252;cklich zu sein. Danach aber wird ihm erz&#228;hlt, dass er das alles verlieren kann und so wird Angst erzeugt. Danach wird diesem Menschen erz&#228;hlt, was er alles nicht alleine schaffen kann und wie schwach er ist. Nun hat ehemals freie Mensch noch mehr Angst und f&#252;hlt sich schwach.</p>
<p>Genau diese Leute, die dem freien Menschen Angst machen, erz&#228;hlen ihm nun, dass sie ihn vor den aufgez&#228;hlten Bedrohungen besch&#252;tzen k&#246;nnen, wenn der freie Mensch gehorcht. Der freie Mensch gibt seine Freiheit auf und erlaubt es, dass ander Besitz von ihm ergreifen. Dieser Vorgang geschieht auf subtile Weise und ist in unserer Gesellschaft vollkommen Salonf&#228;hig. Dieser Vorgang wird sogar zum Teil erwartet.</p>
<p>Ihr k&#246;nnt mal ein kleines Experiment machen: Zahlt mal Eure Geb&#252;hren bei der GEZ nicht und lasst Euch den Drohbrief, der dann folgt auf der Zunge zergehen. Die jenigen unter Euch, die mal in finanziellen Schwierigkeiten waren werden die vielen Drohbriefe kennen, die man da sovon den Leuten bekommt, die auf die ausbleibenden Zahlungen warten. Das Schema ist &#252;berall das gleiche: Es geht um Kontrolle durch Angst.</p>
<p>Vergleiche hierzu <a href="http://www.uni-potsdam.de/u/philosophie/texte/kant/aufklaer.htm" target="_blank"><em>Immanuel Kant </em>Berlinische Monatsschrift. Dezember-Heft 1784. S. 481-494</a><br />
Interessant ist hier auch der Begriff des <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Panopticon" target="_blank">Panopticons</a> und die Wirkungsweise des Konzepts, dass letztlich auch auf Erzeugung von Angst beruht.</p>
<p><strong>Die geistige Quelle der Freiheit</strong></p>
<p>Die geistige Quelle der Freiheit liegt in der Bereitschaft, die Dinge im Leben nicht wichtiger zu nehmen, als sie sind und in der Bereitschaft, Dinge, von denen man glaubt, sie besitzen zu m&#252;ssen, auch loslassen zu k&#246;nnen. Was macht es schon, wenn man sein Haus, sein Auto, seine Karriere, sein Verm&#246;gen oder seinen Arbeitsplatz verliert? Es ist im Grunde genommen vollkommen unwichtig. Das wichtigste ist, dass ein Mensch sich selbst so akzeptiert wie er ist, mit sich selbst zufrieden ist und von anderen Menschen nichts erwartet.</p>
<p>Die Freiheit, die dadurch entsteht, gibt einem Menschen neuen Spielraum daf&#252;r, mit Phantasie und Entschlossenheit zum Handeln das Eigene Leben in die Hand zu nehmen und eigene Ideen zu realisieren. Ein Mensch der zudem noch nichts von anderen erwartet und gleichzeitig hilfsbereit ist, wird auch andere Menschen mit guter Laune anstecken. Ein solcher Mensch wird mit gro&#223;er Sicherheit bestimmt nicht seine Freunde verlieren und er wird auf viel Hilfsbereitschaft und Offenheit sto&#223;en. Ein solcher Mensch ist durch Angst nur schwer zu kontrollieren und er hat die Kraft, sich gegen Gewalt mit viel Phantasie zur Wehr zu setzen.</p>
<p><strong>Die Aufgabe des Staates zum Schutz der Freiheit</strong></p>
<p>Welche Aufgabe hat nun der Staat bez&#252;glich des Schutzes der Freiheit jedes einzelnen? Die Aufgabe des Staates besteht lediglich darin zu verhindern, dass Menschen von anderen Menschen Besitz ergreifen, ganz gleich welche Stellung oder welche Aufgabe diese in der Gesellschaft haben.</p>
<p>Die Ansicht, dass der Staat die Bev&#246;lkerung kontrollieren und &#252;berwachen m&#252;sse, damit die Freiheit des Individuums bewahrt bleibt, erscheint mir daher v&#246;llig unsinnig. Vielmehr ist &#220;berwachung und Kontrolle eine Form des Besitzergreifens und ein Staat, der so etwas tut, kann nicht als freiheitlicher Staat bezeichnet werden. Leider neigt Macht dazu, sich im Laufe der Zeit auf einem Punkt zu konzentrieren. Der Grund daf&#252;r liegt aber weniger im Machtstreben einzelner Menschen sondern vielmehr darin, dass die Mehrheit der Bev&#246;lkerung die Macht freiwillig in die H&#228;nde derer gibt, die vorgeben, f&#252;r Sicherheit zu sorgen. Die Freiheit in einer Gesellschaft ist so stark, wie das Freiheitsbewu&#223;tsein der Bev&#246;lkerung.</p>
<p><strong>Warum ist Freiheit f&#252;r eine Gesellschaft so wichtig?</strong></p>
<p>Ich pers&#246;nlich bin kein Mesch, der seine Ansichten auf ethische Grunds&#228;tze und Dogmen st&#252;tzt. Ethische Grunds&#228;tze kann man so oder so sehen und man kann sie diskutieren, bis man alt und grau ist. Mich pers&#246;nlich interessiert die Summe aller Konsequenzen, die aus dem folgen, was ich tue. Diese Ber&#252;cksichtigung der Konsequenzen ist sehr m&#252;hsam und erfordert die F&#228;higkeit zuzuh&#246;ren und die Dinge zu verstehen. Es geht nicht um Moral, sondern um Naturgesetze, also um Physik und um Verst&#228;ndnis.</p>
<p>Die Freiheit in einer Gesellschaft ist deshalb so wichtig, damit das komplexe System der menschlichen Gesellschaft selbstorganisierend seine Selbstheilungskr&#228;fte entwickeln kann. Diese Selbstheilungskr&#228;fte sind wiederum wichtig, damit sich die Gesellschaft entwickeln kann, damit sie lernen und sich an kommende Ver&#228;nderungen anpassen kann. Politiker brauchen in einer freien Gesellschaft keine Angst vor der eigenen Bev&#246;lkerung zu haben.</p>
<p>Eine freie Gesellschaft erkennt man daran, dass Politiker ganz entspannt am Wochenmarkt einkaufen gehen k&#246;nnen und keiner nimmt von ihnen Notiz. Eine freie Gesellschaft erkennt man daran, dass Polizisten sich mit den Passanten auf der Stra&#223;e unterhalten und vielleicht sogar wichtige Dinge &#246;ffentlich bei einer Tasse Kaffee besprechen k&#246;nnen. In Deutschland ist dies nicht der Fall und das sollte uns zu denken geben. Dass sich die &#8220;Elite&#8221; unserer Gesellschaft aus Angst vor der Bev&#246;lkerung hinter Z&#228;unen einsperrt, das sollte uns zum nachdenken dar&#252;ber anregen, wie es um unsere eigene Geisteshaltung bez&#252;glich Freiheit steht.</p>
<p>Gerade wir Deutschen stehen aufgrund der Geultaten in unserer Geschichte in einer besonderen Verantwortung, wenn es um den Erhalt unserer Freiheit geht.</p>]]></content:encoded>
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		<title>&#220;ber die Angst</title>
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		<pubDate>Sat, 14 Feb 2009 16:41:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michey</dc:creator>
				<category><![CDATA[Grundsätzliches]]></category>
		<category><![CDATA[Angst]]></category>
		<category><![CDATA[Freiheit]]></category>
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		<description><![CDATA[Angst als Schutz Angst ist ein Bestandteil unseres Lebens, genau so wie alle anderen Gef&#252;hle. Angst soll uns im Normalfall besch&#252;tzen. Sie soll uns davon abhalten, Dinge zu tun, die uns gef&#228;hrden. Wenn ich zum Beispiel auf einem Windrad stehe und nicht am Sicherheitsgurt h&#228;ngen w&#252;rde, w&#252;rde ich mich nicht wohl f&#252;hlen. Das ist ja [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Angst als Schutz</strong></p>
<p>Angst ist ein Bestandteil unseres Lebens, genau so wie alle anderen Gef&#252;hle. Angst soll uns im Normalfall besch&#252;tzen. Sie soll uns davon abhalten, Dinge zu tun, die uns gef&#228;hrden. Wenn ich zum Beispiel auf einem Windrad stehe und nicht am Sicherheitsgurt h&#228;ngen w&#252;rde, w&#252;rde ich mich nicht wohl f&#252;hlen. Das ist ja auch sinnvoll, denn eine unerwartete Windb&#246;e und meine Unaufmerksamkeit reichen aus und ich stehe nicht mehr auf dem Windrad sondern liege neben dem Windrad auf dem Boden verteilt. Aber wann ist Angst nicht mehr eine sinnvolle Sache? Wann behindert sie uns im Handeln? Wann wird sie vielleicht gef&#228;hrlich f&#252;r uns selbst und f&#252;r andere?</p>
<p><strong>Angst ist Macht</strong></p>
<p>Angst kann dazu zum Beispiel benutzt werden, dass Menschen Dinge tun um sich vor einer vermeintlichen Gefahr zu sch&#252;tzen oder dazu,  manche Handlungen einfach zu unterlassen. Allein schon das Erlebnis, beim Beantragen des Personalausweises seine Fingerabdr&#252;cke abgeben zu m&#252;ssen hat einen interessanten psychologischen Effekt. Jeder B&#252;rger wird sich dessen bewusst, dass er nun unter Beobachtung steht und dass jedes unerw&#252;nschte Verhalten in Zukunft registriert werden k&#246;nnte. Am besten spricht man nicht dar&#252;ber, vielleicht macht man sich ja sonst verd&#228;chtig? Am besten man verh&#228;lt sich unauff&#228;llig und macht seine Arbeit&#8230;</p>
<p>Wenn die Leute eines Tages vielleicht zur Identifizierung einen Chip eingepflanzt bekommen, wie es heute bei Hunden und Katzen schon &#252;blich ist, wird der psychologische Effekt der Angst mit Sicherheit ausgepr&#228;gter sein als bei der Abgabe des Fingerabdrucks. Was ist, wenn ich mich weigere, einen Chip zu bekommen? Werden mich dann mehrere Polizisten festhalten und mir den Chip mit Gewalt injizieren? Wie missbraucht und schmutzig werde ich mich danach f&#252;hlen? Doch Vorsicht! Hier machen sich die Gedanken gerade selbst&#228;ndig. Ich h&#246;re auf, rational zu denken und erkenne nicht mehr die wesentlichen Dinge.</p>
<p><strong><em> </em> „Man braucht nichts im Leben zu <em>f&#252;rchten</em>, man muss nur alles verstehen.“<br />
<em>Marie Curie</em> [1867-1937]</strong></p>
<p><strong></strong></p>
<p>Dinge, die wir nicht kennen und von denen wir nicht wissen, ob sie bedrohlich sind, machen uns Angst, oder zumindest haben wir Respekt vor ihnen. Das ist auch erst einmal gut so. Probelmatisch ist nur, wenn wir die Dinge, die wir nicht kennen, verdr&#228;ngen und uns mit ihnen nicht besch&#228;ftigen. Diese Dinge geraten irgendwann ins Abseits und werden zum unnahbaren Mythos. Ein sch&#246;nes Beispiel daf&#252;r ist die Kernenergie. Wer von Euch wei&#223; genau, was Radioaktivit&#228;t ist oder wie ein Kernkraftwerk funktioniert? Wie wird Uran abgebaut? Wie wird Atomm&#252;ll entsorgt? Es gibt im Fernsehen so viele endlose Diskussionsrunden dar&#252;ber. In diesen Diskussionsrunden sind die einen &#8220;Experten&#8221; f&#252;r die Kernkraft, die anderen dagegen. Beide Seiten labern vor sich hin und keiner h&#246;rt dem anderen zu.</p>
<p>Wenn ich solche Diskussionsrunden im Fernsehen sehe, schalte ich um, denn die Diskussionen langweilen mich. Ich wei&#223; n&#228;mlich, wie ein Kernkraftwerk prinzipiell funktioniert und wie Uran abgebaut wird. Ich kenne die Symptome der Strahlenkrankheit. Ich wei&#223; auch, wie Atomm&#252;ll &#8220;entsorgt&#8221; wird. Als Ingenieur wei&#223; ich, dass die Beh&#228;lter mit dem Atomm&#252;ll irgendwann wegen dem Neutronenbeschuss aus dem Atomm&#252;ll und der Korrosion mit der Zeit verspr&#246;den und zerfallen werden. F&#252;r mich ist die Kernenergie kein Mythos und sie macht mir auch keine Angst. Ich wei&#223;, dass die Kernenergie nicht das Problem ist sondern lediglich ein Symptom unserer Energieverschwendung und ich wei&#223; so gleichzeitig, was ich gegen die Kernenergie tun muss.</p>
<p>Ich bin in der Lage, unangenehme Fragen zu stellen und neue Wege und L&#246;sungen aufzuzeigen und bin auch gerne bereit, mein Wissen mit anderen zu teilen. Ich unterhalte mich wiederum gerne mit Fachleuten aus allen Bereichen, um von ihnen mehr &#252;ber die Dinge zu lernen, die ich nicht verstehe.</p>
<p>Was spricht dagegen, wenn die &#214;ffentlichkeit auf verst&#228;ndliche Weise erf&#228;hrt, wie ein RFID Chip funktioniert und wie man ihn deaktiviert? Was spricht dagegen, dass die &#214;ffentlichkeit erf&#228;hrt, wozu Gentechnik wirklich gut ist und wer genau wie damit Gewinne macht? Warum machen die &#220;berwachungszentralen in den St&#228;dten nicht &#246;fter im Jahr einen &#8220;Tag der offenen T&#252;r&#8221; und die Mitarbeiter zeigen der &#214;ffentlichkeit einmal pers&#246;nlich, was sie den ganzen Tag so machen? Vielleicht treffe ich in der &#220;berwachungszentrale meinen Nachbarn, der gerade am &#220;berwachungsbildschirm arbeitet? Dadurch w&#252;rde die Angst auf allen Seiten abgebaut, auf Seiten der &#214;ffentlichkeit genau so wie auf Seiten der Beh&#246;rden.</p>
<p><strong>Fazit</strong></p>
<p>Erst wenn die breite &#214;ffentlichkeit unbekannte Dinge verstehen kann, kann sie Fragen stellen. Transparenz und viele Fragen sind die st&#228;rksten Grundpfeiler der Demokratie. Darum ist es meiner Ansicht nach wichtiger denn je, dass Wissenschaftler und Fachleute aller Art die &#214;ffentlichkeit in einer allgemein <strong>verst&#228;ndlichen</strong> Sprache <strong>Ehrenamtlich</strong> als <strong>Privatpersonen</strong> &#252;ber die Dinge Aufkl&#228;ren, die wichtig sind. Doch wie soll das geschehen? Wann komme ich als kleiner Ingenieur schon ins Fernsehen?</p>
<p><strong>Nicht die Aufkl&#228;rung &#252;ber die Massenmedien ist wichtig, sondern die Aufkl&#228;rung des eigenen Umfeldes. Fachleute, die man pers&#246;nlich kennt und die in der N&#228;he wohnen, sind glaubw&#252;rdiger als irgend ein Typ im Fernsehen.</strong></p>
<p>Wenn die &#214;ffentlichkeit <strong>begreifen</strong> kann, und ich meine wirklich <strong>Begreifen, Anfassen, mit eigenen Augen sehen</strong>, dann wird sie <strong>Fragen</strong> stellen, viele Fragen und unangenehme Fragen &#8211; und sie wird sich nicht mehr f&#252;rchten. Darum kann ich nur allen sagen:</p>
<p><strong>Seid so neugierig wie ihr nur k&#246;nnt, und steckt Eure Nase &#252;berall hinein. Wenn Ihr das mit Beharrlichkeit und etwas Charme macht, dann werdet Ihr euch wundern, was ihr alles erfahren werdet &#8230;</strong></p>]]></content:encoded>
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