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	<title>Nuevalandia &#187; Kontrolle</title>
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	<description>Eine Reise von Altland nach Neuland</description>
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		<title>Wissen ist Macht</title>
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		<pubDate>Sat, 03 Oct 2009 10:54:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michey</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das sollte man wissen Mir ist gerade ein Forschungsprojekt &#8220;INDECT&#8221; der europ&#228;ischen Union aufgefallen. Dabei geht es plakativ gesagt um die automatisierte Erkennung von &#8220;abnormalem Verhalten&#8221;. Was man mit einer solchen Technologie anstellen kann, kann sich jeder von Euch selbst ausmalen. Bitte untersch&#228;tzt diese Technik nicht. Die Institute, die hier besch&#228;ftigt werden sind nicht dumm [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Das sollte man wissen</strong></p>
<p>Mir ist gerade ein Forschungsprojekt <a href="http://www.ff.uni-wuppertal.de/prdetails.php?id=54" target="_blank">&#8220;INDECT&#8221;</a> der europ&#228;ischen Union aufgefallen. Dabei geht es plakativ gesagt um die automatisierte Erkennung von &#8220;abnormalem Verhalten&#8221;. Was man mit einer solchen Technologie anstellen kann, kann sich jeder von Euch selbst ausmalen. Bitte untersch&#228;tzt diese Technik nicht. Die Institute, die hier besch&#228;ftigt werden sind nicht dumm und werden diese Technologie zum Laufen bringen. Schaut Euch auch mal die Bewilligungssumme des Forschungsprojekts an. die Homepage befindet sich <a href="http://www.indect-project.eu/" target="_blank">hier</a>.</p>
<p><strong>Warum zeige ich Euch den Link?</strong></p>
<p>Technik ist nicht &#8220;gut&#8221; oder &#8220;b&#246;se&#8221;. Technik ist zun&#228;chst einmal wertfrei zu betrachten und Missbrauchspotential bietet jede Technik. Technik ist, wenn sie einmal erfunden wurde, nicht mehr aufzuhalten. Es ist aber enorm wichtig, dass die technikschen M&#246;glichkeiten in der breiten Bev&#246;lkerung bekannt sind und dass eine neue Technologie von der Allgemeinheit in ihren Grundz&#252;gen zumindest grob verstanden wird. Nur dann setzen sich die Menschen mit ihren Wertvorstellungen mit dieser Technologie auseinander. Geschieht das nicht, dann stellt eine solche Technologie eine entsetzliche Macht dar.</p>
<p><em>Wissen ist Macht,<br />
und Macht geh&#246;rt in m&#246;glichst viele H&#228;nde,<br />
darum strebt nach Wissen.</em></p>]]></content:encoded>
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		<title>&#220;ber die Angst</title>
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		<pubDate>Sat, 14 Feb 2009 16:41:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michey</dc:creator>
				<category><![CDATA[Grundsätzliches]]></category>
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		<category><![CDATA[Freiheit]]></category>
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		<description><![CDATA[Angst als Schutz Angst ist ein Bestandteil unseres Lebens, genau so wie alle anderen Gef&#252;hle. Angst soll uns im Normalfall besch&#252;tzen. Sie soll uns davon abhalten, Dinge zu tun, die uns gef&#228;hrden. Wenn ich zum Beispiel auf einem Windrad stehe und nicht am Sicherheitsgurt h&#228;ngen w&#252;rde, w&#252;rde ich mich nicht wohl f&#252;hlen. Das ist ja [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Angst als Schutz</strong></p>
<p>Angst ist ein Bestandteil unseres Lebens, genau so wie alle anderen Gef&#252;hle. Angst soll uns im Normalfall besch&#252;tzen. Sie soll uns davon abhalten, Dinge zu tun, die uns gef&#228;hrden. Wenn ich zum Beispiel auf einem Windrad stehe und nicht am Sicherheitsgurt h&#228;ngen w&#252;rde, w&#252;rde ich mich nicht wohl f&#252;hlen. Das ist ja auch sinnvoll, denn eine unerwartete Windb&#246;e und meine Unaufmerksamkeit reichen aus und ich stehe nicht mehr auf dem Windrad sondern liege neben dem Windrad auf dem Boden verteilt. Aber wann ist Angst nicht mehr eine sinnvolle Sache? Wann behindert sie uns im Handeln? Wann wird sie vielleicht gef&#228;hrlich f&#252;r uns selbst und f&#252;r andere?</p>
<p><strong>Angst ist Macht</strong></p>
<p>Angst kann dazu zum Beispiel benutzt werden, dass Menschen Dinge tun um sich vor einer vermeintlichen Gefahr zu sch&#252;tzen oder dazu,  manche Handlungen einfach zu unterlassen. Allein schon das Erlebnis, beim Beantragen des Personalausweises seine Fingerabdr&#252;cke abgeben zu m&#252;ssen hat einen interessanten psychologischen Effekt. Jeder B&#252;rger wird sich dessen bewusst, dass er nun unter Beobachtung steht und dass jedes unerw&#252;nschte Verhalten in Zukunft registriert werden k&#246;nnte. Am besten spricht man nicht dar&#252;ber, vielleicht macht man sich ja sonst verd&#228;chtig? Am besten man verh&#228;lt sich unauff&#228;llig und macht seine Arbeit&#8230;</p>
<p>Wenn die Leute eines Tages vielleicht zur Identifizierung einen Chip eingepflanzt bekommen, wie es heute bei Hunden und Katzen schon &#252;blich ist, wird der psychologische Effekt der Angst mit Sicherheit ausgepr&#228;gter sein als bei der Abgabe des Fingerabdrucks. Was ist, wenn ich mich weigere, einen Chip zu bekommen? Werden mich dann mehrere Polizisten festhalten und mir den Chip mit Gewalt injizieren? Wie missbraucht und schmutzig werde ich mich danach f&#252;hlen? Doch Vorsicht! Hier machen sich die Gedanken gerade selbst&#228;ndig. Ich h&#246;re auf, rational zu denken und erkenne nicht mehr die wesentlichen Dinge.</p>
<p><strong><em> </em> „Man braucht nichts im Leben zu <em>f&#252;rchten</em>, man muss nur alles verstehen.“<br />
<em>Marie Curie</em> [1867-1937]</strong></p>
<p><strong></strong></p>
<p>Dinge, die wir nicht kennen und von denen wir nicht wissen, ob sie bedrohlich sind, machen uns Angst, oder zumindest haben wir Respekt vor ihnen. Das ist auch erst einmal gut so. Probelmatisch ist nur, wenn wir die Dinge, die wir nicht kennen, verdr&#228;ngen und uns mit ihnen nicht besch&#228;ftigen. Diese Dinge geraten irgendwann ins Abseits und werden zum unnahbaren Mythos. Ein sch&#246;nes Beispiel daf&#252;r ist die Kernenergie. Wer von Euch wei&#223; genau, was Radioaktivit&#228;t ist oder wie ein Kernkraftwerk funktioniert? Wie wird Uran abgebaut? Wie wird Atomm&#252;ll entsorgt? Es gibt im Fernsehen so viele endlose Diskussionsrunden dar&#252;ber. In diesen Diskussionsrunden sind die einen &#8220;Experten&#8221; f&#252;r die Kernkraft, die anderen dagegen. Beide Seiten labern vor sich hin und keiner h&#246;rt dem anderen zu.</p>
<p>Wenn ich solche Diskussionsrunden im Fernsehen sehe, schalte ich um, denn die Diskussionen langweilen mich. Ich wei&#223; n&#228;mlich, wie ein Kernkraftwerk prinzipiell funktioniert und wie Uran abgebaut wird. Ich kenne die Symptome der Strahlenkrankheit. Ich wei&#223; auch, wie Atomm&#252;ll &#8220;entsorgt&#8221; wird. Als Ingenieur wei&#223; ich, dass die Beh&#228;lter mit dem Atomm&#252;ll irgendwann wegen dem Neutronenbeschuss aus dem Atomm&#252;ll und der Korrosion mit der Zeit verspr&#246;den und zerfallen werden. F&#252;r mich ist die Kernenergie kein Mythos und sie macht mir auch keine Angst. Ich wei&#223;, dass die Kernenergie nicht das Problem ist sondern lediglich ein Symptom unserer Energieverschwendung und ich wei&#223; so gleichzeitig, was ich gegen die Kernenergie tun muss.</p>
<p>Ich bin in der Lage, unangenehme Fragen zu stellen und neue Wege und L&#246;sungen aufzuzeigen und bin auch gerne bereit, mein Wissen mit anderen zu teilen. Ich unterhalte mich wiederum gerne mit Fachleuten aus allen Bereichen, um von ihnen mehr &#252;ber die Dinge zu lernen, die ich nicht verstehe.</p>
<p>Was spricht dagegen, wenn die &#214;ffentlichkeit auf verst&#228;ndliche Weise erf&#228;hrt, wie ein RFID Chip funktioniert und wie man ihn deaktiviert? Was spricht dagegen, dass die &#214;ffentlichkeit erf&#228;hrt, wozu Gentechnik wirklich gut ist und wer genau wie damit Gewinne macht? Warum machen die &#220;berwachungszentralen in den St&#228;dten nicht &#246;fter im Jahr einen &#8220;Tag der offenen T&#252;r&#8221; und die Mitarbeiter zeigen der &#214;ffentlichkeit einmal pers&#246;nlich, was sie den ganzen Tag so machen? Vielleicht treffe ich in der &#220;berwachungszentrale meinen Nachbarn, der gerade am &#220;berwachungsbildschirm arbeitet? Dadurch w&#252;rde die Angst auf allen Seiten abgebaut, auf Seiten der &#214;ffentlichkeit genau so wie auf Seiten der Beh&#246;rden.</p>
<p><strong>Fazit</strong></p>
<p>Erst wenn die breite &#214;ffentlichkeit unbekannte Dinge verstehen kann, kann sie Fragen stellen. Transparenz und viele Fragen sind die st&#228;rksten Grundpfeiler der Demokratie. Darum ist es meiner Ansicht nach wichtiger denn je, dass Wissenschaftler und Fachleute aller Art die &#214;ffentlichkeit in einer allgemein <strong>verst&#228;ndlichen</strong> Sprache <strong>Ehrenamtlich</strong> als <strong>Privatpersonen</strong> &#252;ber die Dinge Aufkl&#228;ren, die wichtig sind. Doch wie soll das geschehen? Wann komme ich als kleiner Ingenieur schon ins Fernsehen?</p>
<p><strong>Nicht die Aufkl&#228;rung &#252;ber die Massenmedien ist wichtig, sondern die Aufkl&#228;rung des eigenen Umfeldes. Fachleute, die man pers&#246;nlich kennt und die in der N&#228;he wohnen, sind glaubw&#252;rdiger als irgend ein Typ im Fernsehen.</strong></p>
<p>Wenn die &#214;ffentlichkeit <strong>begreifen</strong> kann, und ich meine wirklich <strong>Begreifen, Anfassen, mit eigenen Augen sehen</strong>, dann wird sie <strong>Fragen</strong> stellen, viele Fragen und unangenehme Fragen &#8211; und sie wird sich nicht mehr f&#252;rchten. Darum kann ich nur allen sagen:</p>
<p><strong>Seid so neugierig wie ihr nur k&#246;nnt, und steckt Eure Nase &#252;berall hinein. Wenn Ihr das mit Beharrlichkeit und etwas Charme macht, dann werdet Ihr euch wundern, was ihr alles erfahren werdet &#8230;</strong></p>]]></content:encoded>
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