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	<title>Nuevalandia &#187; Kooperation</title>
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	<description>Eine Reise von Altland nach Neuland</description>
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		<title>Die Frage der Wirtschaftlichkeit</title>
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		<pubDate>Sun, 09 Nov 2008 09:19:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michey</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wirtschaft & Geld]]></category>
		<category><![CDATA[Kooperation]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaftlichkeit]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine kleine Geschichte, wie sie sich h&#228;tte ereignen k&#246;nnen&#8230; Die Geschichte spielt in einem kleinen antiken keltischen Bergdorf in den &#246;stlichen Alpen. Die Menschen in diesem kleinen Bergdorf stellen die Dinge die sie brauchen seit Jahrhunderten selbst her, unter anderem auch Stoffe f&#252;r ihre Kleidung. Die Menschen k&#246;nnen den Weber und die anderen Handwerker des [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Eine kleine Geschichte, wie sie sich h&#228;tte ereignen k&#246;nnen&#8230;</strong></p>
<p>Die Geschichte spielt in einem kleinen antiken keltischen Bergdorf in den &#246;stlichen Alpen. Die Menschen in diesem kleinen Bergdorf stellen die Dinge die sie brauchen seit Jahrhunderten selbst her, unter anderem auch Stoffe f&#252;r ihre Kleidung. Die Menschen k&#246;nnen den Weber und die anderen Handwerker des Dorfes bezahlen und keiner leidet Not.</p>
<p>Die Zeiten &#228;ndern sich, als 15 v.Chr. die R&#246;mer die T&#228;ler rund um das Dorf ins r&#246;mische Reich eingliedern. So geschieht es, dass die Weber in den T&#228;lern rund um das Bergdorf neue Webst&#252;hle aus Rom erwerben. Die modernen Webst&#252;hle sind leistungsf&#228;higer als der alte Webstuhl in dem Bergdorf. Die Weber in den T&#228;lern k&#246;nnen ihre Stoffe zu einem Viertel des fr&#252;heren Preises anbieten.</p>
<p>Der Weber des Bergdorfes, der die Stoffe noch mit dem alten Webstuhl herstellt, kann seinene Stoff nicht mehr verkaufen, weil die Menschen im Bergdorf nun ins Tal hinunter gehen, um den billigeren Stoff zu kaufen. Der Weber im Bergdorf verliert seine Weberei, da er nicht das Geld hat, um sich einen modernen Webstuhl zu kaufen. Selbst das ganze Dorf hat nicht das Geld f&#252;r einen modernen Webstuhl, da man in dem Dorf bisher die Gesch&#228;fte durch Tauschhandel abgewickelt hatte und darum kein Geld in gro&#223;er Menge n&#246;tig war.</p>
<p>Weil die Weberei in dem Bergdorf nun keine Stoffe mehr herstellt, m&#252;ssen die Menschen in die T&#228;ler absteigen, um sich Stoffe f&#252;r ihre Kleidung zu kaufen. Die Menschen des Bergdorfes haben kaum Geld, um die Stoffe zu bezahlen, und so beginnen viele Menschen, als Knechte in den T&#228;lern zu arbeiten, um Geld zu verdienen, mit dem sie dann Stoffe kaufen k&#246;nnen. Die Menschen aus dem Bergdorf, die in den T&#228;lern als Knechte arbeiten m&#252;ssen, fehlen bei der landwirtschaftlichen Arbeit im Bergdorf und das Bergdorf st&#252;rzt in Armut. Die Bewohner des Bergdorfes ziehen vermehrt ins Tal, um dort f&#252;r ihren Lebensunterhalt als Knechte zu arbeiten.</p>
<p>Wie ist die Entwicklung in dieser Geschichte aus heutiger Sicht zu bewerten?</p>
<p>Aus unserer heutigen betriebswirtschaftlichen Sicht ist diese Entwicklung positiv, weil der freie Markt das unproduktive Bergdorf einfach &#8220;bereinigt&#8221;, wie man heute das Aussterben des Dorfes besch&#246;nigend beschreiben w&#252;rde. Tatsache ist aber, dass ehemals freie Menschen aus dem Bergdorf in die Knechtschaft getrieben werden.</p>
<p>Was h&#228;tte der Chef des Bergdorfes anders machen k&#246;nnen, um diese Entwicklung zu verhindern? W&#228;re der Kauf eines r&#246;mischen Webstuhls die L&#246;sung gewesen oder h&#228;tte der hohe Preis des r&#246;mischen Webstuhls das Dorf ebenfalls in die Schuldenknechtschaft getrieben?</p>
<p>W&#228;re die eigenst&#228;ndige Entwicklung eines eigenen modernen Webstuhls und die Zusammenarbeit der Bergdorfbewohner bei der Erstellung eines neuen Webstuhls die L&#246;sung gewesen?</p>
<p>H&#228;tten sich die Bergdorfbewohner vielleicht von einem f&#228;higen Handwerker aus einem anderen Dorf helfen lassen k&#246;nnen? Was w&#228;ren hierf&#252;r die Voraussetzungen, damit die Bewohner des Bergdorfes nicht durch die Beauftragung des Handwerkers wieder in die Schuldenfalle geraten w&#252;rden?</p>
<p><strong>Eine einfache L&#246;sung</strong></p>
<p>Die Entwicklung eines eigenen modernen Webstuhls mit Hilfe eines Handwerkers, der Webst&#252;hle konstruieren kann, w&#228;re in der Tat eine m&#246;gliche L&#246;sugn gewesen. Hierf&#252;r w&#228;ren aber zwei wichtige Voraussetzungen np&#246;tig gewesen.</p>
<ol>
<li>Der Handwerker akzeptiert f&#252;r die Entwicklung des Webstuhls eine Bezahlung, die durch die Dorfbewohner auch ohne wirtschaftliche H&#228;rten erbracht werden kann.</li>
<li>Der Webstuhl muss so beschaffen sein, dass die Dorbewohner den Webstuhl in Eigenleistung bauen k&#246;nnen.</li>
<li>Der Webstuhl muss so beschaffen sein, dass die Bewohner des Bergdorfes ihn selbst&#228;ndig instandhalten k&#246;nnen.</li>
<li>Der Webstuhl muss dem Stand der Technik entsprechen.</li>
<li>Alle Dorfbewohner, die am Bau des Webstuhls mitarbeiten, werden Teilhaber am Webstuhl und an den erzeugten Stoffen.</li>
<li>Alle Teilhaber am Webstuhl halten den Webstuhl gemeinsam in Stand.</li>
<li>Das Dorf, das den Handwerker bezahlt, wird auch Teilhaber am Webstuhl.</li>
<li>Die Anteile am Webstuhl sind unverk&#228;uflich und k&#246;nnen nur vererbt werden.</li>
</ol>
<p><strong>Geschichte und Wirklichkeit</strong></p>
<p>Diese Geschichte, die ich hier frei erfunden habe, spielt sich &#252;berall auf der Welt in &#228;hnlicher Form auch heute ab. Diese Ereignisse finden &#252;berall dort statt, wo Landflucht stattfindet und die Menschen als Wanderarbeiter oder wie man heute sch&#246;ner sagt &#8220;flexible Arbeitskr&#228;fte&#8221; der Arbeit hinterher ziehen. Die Armut und die soziale Entwurzelung und der kulturelle Verfall, die hierbei entstehen, werden hinter sch&#246;nen Wohnungen versteckt. Da diese Wohnungen aber kaum mehr bezahlbar sind, befinden sich auch diese Menschen in Knechtschaft, auch wenn ihre Herren heute keine Peitschen mehr tragen brauchen.</p>]]></content:encoded>
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		<title>&#220;ber Chancen und Sch&#228;den</title>
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		<pubDate>Sat, 04 Oct 2008 07:59:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michey</dc:creator>
				<category><![CDATA[Grundsätzliches]]></category>
		<category><![CDATA[Haftung]]></category>
		<category><![CDATA[Kooperation]]></category>
		<category><![CDATA[Lebensgrundlagen]]></category>

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		<description><![CDATA[In diesem Text soll die Frage gestellt werden, wie mit Risiken und Chancen umgegangen werden kann. In unserer Zeit ist es in vielen Bereichen modern, die Gewinne m&#246;glichst selbst zu behalten und die Risiken auf andere abzuw&#228;lzen. Die Leute sind heutzutage anonym. Wenn Menschen auf andere Menschen die Risiken abw&#228;lzen und sie auf einem Scherbenhaufen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In diesem Text soll die Frage gestellt werden, wie mit Risiken und Chancen umgegangen werden kann. In unserer Zeit ist es in vielen Bereichen modern, die Gewinne m&#246;glichst selbst zu behalten und die Risiken auf andere abzuw&#228;lzen. Die Leute sind heutzutage anonym. Wenn Menschen auf andere Menschen die Risiken abw&#228;lzen und sie auf einem Scherbenhaufen zur&#252;cklassen, dann m&#252;ssen sie sich das darauf folgende Elend nicht mit ansehen. Es wird also h&#228;ufig nicht ein Gewinn f&#252;r alle Beteiligten angestrebt. Jeder denkt nur an sich, weil er glaubt, auf den Anderen nicht angewiesen zu sein. Das ist aber ein Irrtum, denn die Sch&#228;den des Einzelnen sind immer auch ein Schaden f&#252;r die gesamte Gesellschaft. Das wird am besten sichtbar, wenn man eine kleinere Gruppe von Menschen betrachtet.</p>
<p><strong>Eine kleine Geschichte, wie sie sich h&#228;tte ereignen k&#246;nnen?</strong><br />
Wir schreiben das Jahr 50 n.Chr. In einem kleinen Dorf in Sachsen h&#246;rt der M&#252;ller des Dorfes durch einen H&#228;ndler, dass in anderen L&#228;ndern M&#252;hlen durch die Kraft des Wassers angetrieben werden. So beschlie&#223;t der M&#252;ller sich Gedanken zu machen, wie die Kraft des Baches im kleinen Dorf genutzt werden kann, um eine M&#252;hle anzutreiben. Der M&#252;ller macht Versuche mit kleinen Wasserr&#228;dern, wie er sie bereits als Kind gebastelt hatte. Als der M&#252;ller sich nach vielen Versuchen im Klaren dar&#252;ber ist, wie die M&#252;hle aussehen muss, wendet er sich in der Dorfversammlung an das ganze Dorf. Er schl&#228;gt vor, eine M&#252;hle zu bauen, die mit Wasserkraft angetrieben wird. Nach einigem Z&#246;gern stimmen die Menschen im Dorf dem Bau der M&#252;hle zu. Einerseits kennen viele Leute im Dorf Geschichten &#252;ber Wasserm&#252;hlen. Zum anderen w&#252;rde die M&#252;hle die M&#246;glichkeit bieten, nicht nur Getreide zu mahlen sondern auch &#246;lhaltige Fr&#252;chte oder Pflanzenfasern f&#252;r Kleidung. Die M&#252;hlevolle Arbeit w&#252;rde f&#252;r die Menschen so leichter.</p>
<p>Also hilft das Ganze Dorf mit, die M&#252;hle zu bauen und die M&#252;hle wird sehr sch&#246;n, weil auch der Zimmermann viel Talent hat. Nach einem Jahr ist die M&#252;hle fertig und kann in Betrieb gehen. Es ist ein sch&#246;ner sonniger und trockener Tag und f&#252;r die Inbetriebnahme hat das ganze Dorf ein Fest veranstaltet. Als das Wasserrad sich in Bewegung setzt und die M&#252;hlsteine sich &#252;ber die ersten Getreidek&#246;rner w&#228;lzen steigt pl&#246;tzlich Rauch aus einem der Lager auf, indem sich die Welle des M&#252;hlenrades dreht. Die M&#252;hle beginnt zu brennen und das ganze Dorf schafft es gerade noch, schlimmeres zu verhindern, bevor die gesamte M&#252;hle niederbrennt. Die Mechanik der M&#252;hle ist aber schwer besch&#228;digt und muss ausgetauscht werden. Au&#223;erdem muss nach L&#246;sungen gesucht werden, damit die Lager der M&#252;hle nicht hei&#223; laufen. Was geschieht nun weiter? Wie soll die Geschichte ausgehen?</p>
<p>Ausgang 1:<br />
Die Dorfbewohner sind w&#252;tend auf den M&#252;ller, weil er nicht daran gedacht hat, dass Lager auch hei&#223;laufen k&#246;nnen. Sie sehen nicht ein, warum sie dem M&#252;ller helfen sollten, den Schaden zu beseitigen. Im Grunde genommen schuldet der M&#252;ller dem ganzen Dorf alle Leistungen, die zum Aufbau der M&#252;hle notwendig waren. Darum verlangen alle anderen Dorfbewohner von dem M&#252;ller, dass er die M&#252;hle innerhalb einer Frist bis zur Erntezeit wieder in Stand setzt. Sollte er das nicht geschafft haben, haftet der M&#252;ller und seine Familie mit seinem Verm&#246;gen. Der M&#252;ller kann die Arbeit alleine nicht schaffen. Darum verliert er sein Haus und mu&#223; sich einen Arbeitsplatz als Knecht suchen. Getreide wird seit dieser Zeit im Dorf per Hand gemahlen und einen M&#252;ller gibt es nicht mehr.</p>
<p>Ausgang 2:<br />
Die Dorfbewohner beschlie&#223;en, erst einmal zu sehen, warum die M&#252;hle in Brand geraten ist. Der Zimmermannn des Dorfes findet heraus, dass die Lager der M&#252;hle, in denen sich die Wellen des M&#252;hlrades drehen, durch Reibung hei&#223; laufen. Er schl&#228;gt vor, die Lager in Zukunft mit &#214;l zu schmieren und die M&#252;hle in Zukunft langsam laufen zu lassen. Die Dorfbewohner bauen die besch&#228;digten Teile der M&#252;hle neu auf. Nach zwei Monaten geht die M&#252;hle in Betrieb und kann p&#252;nktlich zur Erntezeit mit ihrer Arbeit beginnen. Die Dorfbewohner haben seit dem mehr Zeit, um ihre Felder zu bestellen. Der M&#252;ller und der Zimmermann haben mittlerweile Erfahrung im Bau von M&#252;hlen und haben im Nachbardorf bereits geholfen, eine zweite M&#252;hle zu bauen.</p>]]></content:encoded>
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		<title>Verhaltensregeln bei der Realisierung von Mittleren Technologien</title>
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		<pubDate>Thu, 25 Sep 2008 19:18:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michey</dc:creator>
				<category><![CDATA[Grundsätzliches]]></category>
		<category><![CDATA[Knigge]]></category>
		<category><![CDATA[Kooperation]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Regeln, die im folgenden Abschnitt erl&#228;utert werden, folgen aus Erkenntnissen, die ich durch meine pers&#246;nlichen Erfahrungen gewonnen habe. Diese Regeln befassen sich mit dem Thema Zusagen und deren Einhaltung. In unserer heutigen Zeit ist es modern, unverbindlich zu sein. Jeder redet viel von gro&#223;en Vorhaben aber versucht keine Zusagen oder Versprechungen zu machen. Wenn [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Regeln, die im folgenden Abschnitt erl&#228;utert werden, folgen aus Erkenntnissen, die ich durch meine pers&#246;nlichen Erfahrungen gewonnen habe. Diese Regeln befassen sich mit dem Thema Zusagen und deren Einhaltung. In unserer heutigen Zeit ist es modern, unverbindlich zu sein. Jeder redet viel von gro&#223;en Vorhaben aber versucht keine Zusagen oder Versprechungen zu machen. Wenn jemand gen&#246;tigt wird, Zusagen zu machen, dann &#252;berlegt er sich nicht, welche Zusagen er auf jeden Fall ohne gr&#246;&#223;ere Anstrengungen einhalten kann, sondern l&#228;sst sich eine Zusage aufdr&#228;ngen. Wenn der Termin naht, an dem die Zusage erf&#252;llt sein soll, dann sitzen viele diesen Termin einfach aus. Das ist kein Problem, solange alle Gesch&#228;ftspartner genug Finanzkapital besitzen, um die Sch&#228;den durch nicht erf&#252;llte Zusagen auffangen zu k&#246;nnen. Im Bereich der mittleren Technologien aber besitzen die Gesch&#228;ftspartner oft nicht viel Finanzkapital und k&#246;nnen durch nicht erf&#252;llte Zusagen oder durch das Fehlen von Zusagen schnell in den Ruin getrieben werden. Darum sollen hier f&#252;nf Verhaltensregeln genannt werden, die zum guten Ton geh&#246;ren sollten:</p>
<p>Erstens: &#220;berlegen Sie erst, welche Zusagen Sie ohne gro&#223;e Anstrengungen erf&#252;llen k&#246;nnen, bevor Sie Zusagen treffen. Seien Sie sich zuerst im klaren dar&#252;ber was Sie erreichen m&#246;chten und ob Sie auch die Konsequenzen Ihrer Zusage gut hei&#223;en, bevor Sie eine Zusage machen.</p>
<p>Zweitens: Erf&#252;llen Sie Ihre Zusagen stets, und wenn Sie merken, dass Sie Ihre Zusagen nicht erf&#252;llen k&#246;nnen, dann sagen Sie Ihren Gesch&#228;ftspartnern umgehend Bescheid. Helfen Sie Ihrem Gesch&#228;ftspartner, den durch die nicht erf&#252;llte Zusage entstandenen Schaden aufzufangen.</p>
<p>Drittens: Nennen Sie immer einen festen Termin, an dem Sie die Entscheidung treffen, ob Sie eine Zusage machen oder nicht und halten Sie diese ein, sonst zerst&#246;ren Sie das Vertrauen Ihrer Gesch&#228;ftspartner.</p>
<p>Viertens: Bevor Sie die Entscheidung f&#252;r oder gegen eine Zusage unn&#246;tig hinausz&#246;gern, entscheiden Sie sich lieber gegen die Zusage. Ungewissheit und das Hinausz&#246;gern von Entscheidungen wirken l&#228;hmend nicht nur auf Ihre Gesch&#228;ftspartner sondern auf alle, die mit Ihrem Gesch&#228;ftspartner zusammenwirken.</p>
<p>F&#252;nftens: Machen Sie keine Zusagen, die Sie in eine bedingungslose Abh&#228;ngigkeit begeben, auch wenn Sie dadurch kurzfristig Nachteile in Kauf nehmen m&#252;ssen. Versuche Sie im Gegenzug dazu nicht, die Abh&#228;ngigkeit Ihrer Gesch&#228;ftspartner f&#252;r erpresserische Zwecke zu nutzen und dulden Sie es auch nicht, wenn Ihre Gesch&#228;ftspartner Sie erpressen, wenn Sie von ihnen abh&#228;ngig sind. Derartige Gesch&#228;ftsbeziehungen sind keine sichere Grundlage, da erpresste Menschen immer versuchen werden, sich von ihrem Erpresser zu befreien.</p>
<p>Die genannten Aussagen sollten meiner Ansicht nach zum guten Ton zwischenmenschlicher Beziehungen geh&#246;ren, aber in der Praxis zeigt sich, dass sich viele Menschen nicht daran halten und dass bei manchen Menschen die Nichteinhaltung dieser Regeln sogar als Tugend gilt. Unverbindlichkeit wird dann zu „Flexibilit&#228;t“, Nichteinhaltung von Zusagen wird dann zu „Entscheidungsfreiheit“ und Erpressung wird dann zu „strategischem Handeln im Wettbewerb“. Die Folgen davon sind dann Misstrauen, Risikoscheu und L&#228;hmung bei denen, die die Folgen dieser Gesch&#228;ftspraktiken finanziell nicht verkraften k&#246;nnen.</p>]]></content:encoded>
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