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	<title>Nuevalandia &#187; Lebensgrundlagen</title>
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	<description>Eine Reise von Altland nach Neuland</description>
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		<title>Monopolisierung</title>
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		<pubDate>Sun, 11 Apr 2010 09:55:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michey</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die M&#252;cke wird zum Elefanten Neulich erhielt ich die Nachricht, dass die Ingenieurkammern Deutschlands einen Berufsausweis f&#252;r Ingenieure einf&#252;hren werden. In dem Artikel, der &#252;ber die Ingenieursausweise berichtet, wird von &#8220;weniger B&#252;rokratie&#8221;, &#8220;gr&#246;&#223;ere Mobilit&#228;t&#8221;  und &#8220;Transparenz f&#252;r den Verbraucher gesprochen&#8221;. Als ich das gelesen hatte, hat sich mir fast der Magen umgedreht. Vielleicht werdet Ihr [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die M&#252;cke wird zum Elefanten</strong></p>
<p>Neulich erhielt ich die <a href="http://www.ing-sn.de/aktuelles-artikel/artikel/1051/1/" target="_blank">Nachricht</a>, dass die Ingenieurkammern Deutschlands einen Berufsausweis f&#252;r Ingenieure einf&#252;hren werden. In dem Artikel, der &#252;ber die Ingenieursausweise berichtet, wird von &#8220;weniger B&#252;rokratie&#8221;, &#8220;gr&#246;&#223;ere Mobilit&#228;t&#8221;  und &#8220;Transparenz f&#252;r den Verbraucher gesprochen&#8221;. Als ich das gelesen hatte, hat sich mir fast der Magen umgedreht. Vielleicht werdet Ihr Euch denken, dass ich alles  nun wirklich zu schwarz sehe, dass ich mal wieder aus einer M&#252;cke einen Elefanten mache. Zugegeben, der Berufsausweis sieht ziemlich schnittig aus und zeugt von der Wichtigkeit eines Tr&#228;gers. Da kann sich der Tr&#228;ger des Ausweises sich gleich doppelt so gro&#223; f&#252;hlen, als er als kleines W&#252;rstchen im R&#228;derwerk der Wirtschaft wirklich ist. Der Ausweis ist ja auch sch&#246;n und hinten drauf steht, was sein Tr&#228;ger so alles kann, wie qualifiziert er ist. Ein Ausweis, der von so vielen Qualifikationen seines Tr&#228;gers k&#252;ndet verspricht sicher ein hohes Honorar. Die Kunden werden dem Tr&#228;ger des Ausweises sicher zu F&#252;&#223;en liegen. Nun gut: Nehmen wir theoretisch mal an, es sei so. Der Ausweis macht seinen Tr&#228;ger zum Gottvater des Wissens in seinem Spezialgebiet. Da m&#246;chte ich Euch aber eine kleine Geschichte erz&#228;hlen von Norbert dem Schwei&#223;er.</p>
<p><strong>Norbert der Schwei&#223;er</strong></p>
<p>Norbert ist Druckschwei&#223;er, ein sehr talentierter Schwei&#223;er mit einer ruhigen Hand und mit viel Liebe zu seinem Beruf. Er hat auch auch schon bei Schwei&#223;wettbewerben die Vorderen Pl&#228;tze belegt.  Ihr wisst nicht, was ein Druckschwei&#223;er ist? Ein Druckschwei&#223;er ist ein Schwei&#223;er, der die <a href="http://www.akademie-hwk.de/78,857,930.html" target="_blank">Schwei&#223;erpr&#252;fung</a> alle 2 Jahre ablegen muss, um dann Beh&#228;lter schwei&#223;en zu d&#252;rfen, die unter Druck stehen. Solche Schwei&#223;er werden im allgemeinen sehr gut bezahlt, da zum Schwei&#223;en einerseits handwerkliches Talent und zum anderen aus Gr&#252;nden der Sicherheit eine gewisse Qualit&#228;t der Schwei&#223;n&#228;te n&#246;tig ist.</p>
<p>Also Norbert ist ein solcher Druckschwei&#223;er, ist aber in einer Leiharbitsfirma zu einem Hungerlohn besch&#228;ftigt, so wie es heute modern ist. Das dumme ist nun, dass bald seine Schwei&#223;erpr&#252;fung ablaufen wird und dass er aufgrund seines modernen Gehalts keine 10000 € &#252;brig hat, um seine Schwei&#223;erpr&#252;fung ablegen zu d&#252;rfen. Das ist jetzt aber dumm gelaufen &#8230; Die Institute, die die Schwei&#223;erpr&#252;fung abnehmen sind die Eigent&#252;mer der Lebensgrundlage &#8220;Schwei&#223;erhandwerk&#8221; und sie bestimmen, wer schwei&#223;en darf und wer nicht. Norbert wird bald nicht mehr als Schwei&#223;er arbeiten d&#252;rfen und durch den Ablauf seiner Schwei&#223;erpr&#252;fung eine moderne Art des Berufsverbots zu sp&#252;ren bekommen.</p>
<p><strong>Berufsausweise &#8211; Die Monopolisierung der Lebensgrundlage &#8220;Beruf&#8221;</strong></p>
<p>Merkt Ihr was? Wenn ich also einen Berufsausweis habe, dann bestimme nicht ich, was in dem Berufsausweis steht. Wenn ich mir selbst autodidaktisch Qualifikationen aneigne und wunderbare Projekte realisiere wird das nicht in meinem Berufsausweis stehen. Ich muss irgendein Institut bitten, das es mir meine autodidaktisch erworbene Qualifikation in den Ausweis schreibt. Einen Rechtsanspruch darauf habe ich nicht. Wahrscheinlich werde ich f&#252;r zus&#228;tzliche Eintragungen in den Berufsausweis viel Geld zahlen m&#252;ssen. Wo ohne Berufsausweis die Reputation wichtig ist, kann jeder einzelne, auch wenn er wenig Geld hat, an seinen F&#228;higkeiten arbeiten und man wird ihm seine F&#228;higkeiten auch anerkennen. Durch den Berufsausweis wird der Einzelne zum Bittsteller, der gef&#228;llgist das zu machen hat, was Leute an Schreibtischen ihm befehlen.</p>
<p><strong>Die neue Diktatur</strong></p>
<p>Ich sage immer: &#8220;Schreiende, kleine, wahnsinnige M&#228;nner in brauner Uniform am Rednerpult sind out &#8211; Monopolisierung der Lebensgrundlagen ist in!&#8221; &#220;berall wo man hinsieht werden Lebensgrundlagen monopolisiert. Einige Beispiele m&#246;chte ich Euch nennen:</p>
<ul>
<li>Berufsausweise &#8211; Monopolisierung der Berufe</li>
<li>Urheberrecht &#8211; Monopolisierung der Kultur</li>
<li>Patente auf Erbgut -Monopolisierung des Lebens</li>
<li>Schulabschl&#252;sse &#8211; Monopolisierung der Bildung</li>
<li>Kirchen &#8211; Monopolisierung des Glauben</li>
<li>CO2 Zertifikate &#8211; Monopolisierung der Luft</li>
<li>Biometrische Ausweise &#8211; Monopolisierung der Identit&#228;t und des eigenen K&#246;rpers</li>
<li>Parteien - Monopolisierung der politische Meinung</li>
<li>Massenmedien &#8211; Monopolisierung der Berichterstattung</li>
<li>Telefongesellschaften &#8211; Monopolisierung der Telekommunikation</li>
<li>Beutekriege &#8211; Monopolisierung der Rohstoffe</li>
<li>Niedrige L&#246;hne &#8211; Monopolisierung der Lebenszeit</li>
<li>Zensur - Monopolisierung der Meinungsfreiheit</li>
<li>Gro&#223;e Konzerne &#8211; Monopolisierung der Produktionsmittel, und des Saatguts</li>
<li>Patente &#8211; Monopolisierung von Technologie</li>
<li>GEMA &#8211; Monopolisiert der Kunst</li>
<li>Fallen Euch noch andere Beispiele ein? Schaut Euch einfach mal um&#8230;</li>
</ul>
<p>Die Monopolisierung der Lebensgrundlagen ist die Basis f&#252;r die Diktatur, die heute in dieser Welt herrscht. Als in fr&#252;heren Zeiten Regierungen mit Gewalt &#252;ber das Volk herrschten, haben sie sich mit der Zeit den Zorn der Menschen zugezogen und wurden gest&#252;rzt. Heute sind es nicht mehr Regierungen, die die Menschen beherrschen. Heute sind es Strukturen der Monoplisierung die die Lebensgrundlagen der Menschen kontrollieren. Die Menschen machen, was man von ihnen m&#246;chte, um an den Lebensgrundlagen teilhaben zu d&#252;rfen. Ihren Zorn &#252;ber die Ausbeutung aber, k&#246;nnen sie nur noch gegen sich selbst richten.</p>
<p><strong>Was kann der einzelne dagegen tun?</strong></p>
<ul>
<li>Schaffung eigener Lebensgrundlagen gemeinsam mit Freunden und bekannten in der Region.</li>
<li>Offizielle Ablehnung von Berufsausweisen.</li>
<li>An seinen eigenen F&#228;higkeiten und Projekten arbeiten, unabh&#228;ngig davon, ob andere Menschen das anerkennen</li>
<li>Darauf vertrauen, dass Menschen die F&#228;higkeiten anderer Menschen anerkennen. Meiner Erfahrung nach erkennen die Menschen die F&#228;higkeiten anderer Menschen gerne an, wenn wie diese pers&#246;nlich kennen.</li>
</ul>
<p>Es ist im Grunde genommen wie auf dem Kinderspielplatz. Wenn ein Kind mit einer leckeren Schokolade auftaucht, weckt es die Aufmerksamkeit der anderen Kinder. Mit den eigenen F&#228;higkeiten ist das genau so, wenn die F&#228;higkeit wie leckere Schokolade ist, die jedem schmeckt.</p>]]></content:encoded>
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		<title>Entwicklungshilfe</title>
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		<pubDate>Sun, 14 Feb 2010 22:15:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michey</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Technologien]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklungshilfe]]></category>
		<category><![CDATA[Lebensgrundlagen]]></category>

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		<description><![CDATA[Entwicklungshilfe weit, weit weg Ich sitze hier in meiner warmen Wohnung an meinem Schreibtisch und lasse gerade Gedanken Revue passieren, die mich seit den Gespr&#228;chen mit Ingenieuren besch&#228;ftigen, die Entwicklungshilfe betreiben. Diese Ingenieure bauen Zisternen und setzen sich f&#252;r die Weitergabe von technischem Wissen ein. Dabei w&#228;chst in mir das Bed&#252;rfnis, auch etwas tun zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Entwicklungshilfe weit, weit weg</strong></p>
<p>Ich sitze hier in meiner warmen Wohnung an meinem Schreibtisch und lasse gerade Gedanken Revue passieren, die mich seit den Gespr&#228;chen mit Ingenieuren besch&#228;ftigen, die Entwicklungshilfe betreiben. Diese Ingenieure bauen Zisternen und setzen sich f&#252;r die Weitergabe von technischem Wissen ein. Dabei w&#228;chst in mir das Bed&#252;rfnis, auch etwas tun zu m&#252;ssen und so denke ich dar&#252;ber nach, auch irgendwie weit weit weg zu fahren, vielleicht nach Afrika oder S&#252;damerika zu Menschen, von denen ich glaube, dass man ihnen mit Technik helfen kann. Sicher ist es eine gute Sache, anderen Menschen zu helfen und Leiden zu lindern, aber irgendwie sp&#252;re ich, dass dies nicht mein Weg ist.</p>
<p>Ich frage mich immer wieder, warum es vielen Menschen in anderen L&#228;ndern weit, weit weg so schlecht geht, warum viele von ihnen kein Wasser und kaum etwas zu Essen haben, warum sie t&#228;glich um ihre Existenz f&#252;rchten m&#252;ssen. Ich denke, dass viele Dinge auf der Welt deshalb schief laufen, weil die Menschen in diesen L&#228;ndern durch die Gesellschaft, in der ich lebe, ausgebeutet werden. Ich bin ein Teil der Gesellschaft, die andere Menschen ausbeutet und bin irgendwie an der Ausbeutung beteiligt. Ich kaufe zwar meinen Kakao, meistens im Fair Trade Laden in der Stadt, aber irgendwie kommt mir das vor wie Schuldmanagement. Ich versuche, so wenig sch&#228;dlich wie m&#246;glich zu sein, aber eigentlich ist der Versuch, m&#246;glichst wenig sch&#228;dlich zu sein ziemlich unsinnig. Ich habe das Gef&#252;hl, dass ich die falsche Frage stelle. Was ist eigentlich die Frage? Warum beute ich indirekt &#252;ber sieben Ecken den Rest der Welt aus, obwohl ich das gar nicht will?</p>
<p><strong>Entwicklungsl&#228;nder &#8211; und eine gewagte These<br />
</strong></p>
<p>Was sind Entwicklungsl&#228;nder? Wer stellt sich jetzt nicht viele dunkelh&#228;utige Menschen vor, die in solchen &#8220;Entwicklungsl&#228;ndern&#8221; von Hilfslieferungen leben, so wie man es aus dem Fernsehen kennt? Ich denke, hier steckt ein Dankfehler. Darum m&#246;chte ich versuchen, einmal umgekehrt zu denken und die Vorstellung vom Entwicklungsland einmal bei Seite zu legen.</p>
<p><strong>Was w&#228;re, wenn nicht die L&#228;nder weit, weit weg die Entwicklungsl&#228;nder sind sondern die sogenannten Industriel&#228;nder, also auch Deutschland?</strong> Warum brauchen die Industriel&#228;nder Entwicklungshilfe, wo die Menschen dort doch alles haben, was sie sich nur w&#252;nschen k&#246;nnen? -  Stop &#8211; Haben die Menschen alles, was sie zum Leben brauchen? Ich denke, hier bin ich auf einen weiteren Gedankenfehler gesto&#223;en. Die Menschen in den Industriel&#228;ndern haben von dem, was sie zum Leben brauchen<strong> </strong>fast gar nichts. Klingt komisch oder?</p>
<p>Bin ich jetzt etwa v&#246;llig &#252;bergeschnappt? &#8211; ich denke nicht. Die Menschen in den Industriel&#228;ndern<strong> kaufen</strong> sich das, was sie zum Leben brauchen mit Geld. Wer ist Hier in Deutschland Eigent&#252;mer des eigenen Hauses? Wer ist Eigent&#252;mer seines eigenen Ackers? Wer ist Eigent&#252;mer seiner N&#228;hmaschine, seines kreditfinanzierten Autos, seines Abwassers, seines Giftm&#252;lls? Die Dinge, von denen wir in den Industriel&#228;ndern leben liegen weit, weit weg von uns. Wir haben meist keinen Bezug zu dem was weit, weit weg von uns liegt und so bekommen wir die Auswirkungen unseres Fehlverhaltens &#252;berhaupt nicht mit. Hier liegt ein wichtiger Sachverhalt.</p>
<p><strong>Entwicklungshilfe f&#252;r die Industriel&#228;nder</strong></p>
<p>Die Ressourcen der Industriel&#228;nder sind so konstruiert, dass sie gro&#223; sein m&#252;ssen und sie sind so konstruiert, dass sie dazu neigen, nur einigen wenigen Menschen zu geh&#246;ren. Deshalb habe ich mich f&#252;r einen anderen Weg entschieden: Ich will Entwicklungshilfe f&#252;r mich selbst und f&#252;r das Industrieland Land leisten, wo ich Lebe. Ich werde versuchen meine Ressourcen so weit es mir m&#246;glich ist so zu konstruieren, dass sie dazu neigen klein zu sein und vielen Menschen zu geh&#246;ren. So bekomme ich die Auswirkungen meines Fehlverhaltens direkt mit und bin nicht gezwungen, so viel Unsinn zu machen, ohne es zu merken. Dann sind der Unsinn, oder die guten Dinge, den ich mache auch nicht mehr weit,weit weg sondern in dem Dorf, in dem ich lebe. Wenn ich damit Erfolg habe, werden andere Menschen das, was ich tue nachmachen.</p>]]></content:encoded>
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		<title>Zuf&#228;lle gibts &#8230;</title>
		<link>http://www.nuevalandia.net/archives/404</link>
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		<pubDate>Fri, 25 Dec 2009 14:45:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michey</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik & Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft & Geld]]></category>
		<category><![CDATA[Krieg]]></category>
		<category><![CDATA[Lebensgrundlagen]]></category>
		<category><![CDATA[Rohstoffe]]></category>

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		<description><![CDATA[Wer h&#228;tte das gedacht &#8230; &#8230; in Afganistan existieren Vorkommen von Kupfer und einigen anderen wertvollen Rohstoffen. Das geht aus einem Artikel von Spiegel online vom 19.12.09 hervor. Wenn die Welt herk&#246;mmliche Solarkollektoren braucht, wird Kupfer unter Umst&#228;nden an Wert zunehmen. Rein zuf&#228;llig f&#252;hren wir dort zusammen mit anderen L&#228;ndern Krieg. Wenn das kein Zufall [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wer h&#228;tte das gedacht &#8230;</strong></p>
<p>&#8230; in Afganistan existieren Vorkommen von Kupfer und einigen anderen wertvollen Rohstoffen. Das geht aus einem <a href="http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,668292,00.html" target="_blank">Artikel von Spiegel online vom 19.12.09</a> hervor. Wenn die Welt herk&#246;mmliche Solarkollektoren braucht, wird Kupfer unter Umst&#228;nden an Wert zunehmen. Rein zuf&#228;llig f&#252;hren wir dort zusammen mit anderen L&#228;ndern Krieg. Wenn das kein Zufall ist&#8230; aber ich m&#246;chte ja nichts b&#246;ses denken &#8230;</p>
<p>Ich sage ja immer, es gibt eine Frage, die die wichtigste Frage des Lebens ist: &#8220;<em>Wer ist der Eigent&#252;mer der Lebensgrundlagen der Menschen</em>&#8220;. Die Menschlichkeit bleibt hier fast immer auf der Strecke.</p>]]></content:encoded>
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		<title>Lebensgrundlagen und B&#252;rgerrechte</title>
		<link>http://www.nuevalandia.net/archives/388</link>
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		<pubDate>Thu, 01 Oct 2009 21:29:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michey</dc:creator>
				<category><![CDATA[Grundsätzliches]]></category>
		<category><![CDATA[Freiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Lebensgrundlagen]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Rechte]]></category>
		<category><![CDATA[Würde]]></category>

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		<description><![CDATA[Was ist Freiheit? Immer dann, wenn ich pers&#246;nlich mitbekomme, wie in meinem Bekanntenkreis Menschen ausgebeutet werden, macht sich in meiner Magengegend so ein eigenartiges Gef&#252;hl breit, das ich zumeist nicht an mich heranlasse. Es werden Menschen  ausgebeutet? In Deutschland? Wir sind doch ein freies Land, ein Rechtsstaat, eine freie Marktwirtschaft, eine Demokratie voller m&#252;ndiger B&#252;rger. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Was ist Freiheit?</strong></p>
<p>Immer dann, wenn ich pers&#246;nlich mitbekomme, wie in meinem Bekanntenkreis Menschen ausgebeutet werden, macht sich in meiner Magengegend so ein eigenartiges Gef&#252;hl breit, das ich zumeist nicht an mich heranlasse. Es werden Menschen  ausgebeutet? In Deutschland? Wir sind doch ein freies Land, ein Rechtsstaat, eine freie Marktwirtschaft, eine Demokratie voller m&#252;ndiger B&#252;rger. Nun ja &#8211; vielleicht bin ich etwas zart besaitet &#8211; gut ich gebe es zu, ich bin zart besaitet. Wenn ich sehe, dass Menschen aus Altersgr&#252;nden vom Arbeitsmarkt nicht gewollt werden und deshalb f&#252;r das Geld, das sie von der Arbeitsagentur bekommen zu einem Hungerlohn Zeitungen austragen, und dieses Geld dann f&#252;r Miete und Essen drauf geht, dann nenne ich das Aubeutung. Ist das wirklich Ausbeutung, gar eine verfeinerte Form der Sklaverei? Wodurch zeichnet sich ein Sklave aus? Tragen Sklaven immer Eisenketten am Fu&#223; und werden sie mit Peitschen zur Arbeit getrieben? Ist ein Mensch, der ein Arbeitsverh&#228;ltnis aufgrund der Androhung von wirtschaftlicher Sanktionen nicht beenden kann ein freier Mensch oder ein Sklave?</p>
<p>Hier m&#246;chte ich auf den Sachverhalt der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Lohnsklaverei" target="_self">Lohnsklaverei </a>erw&#228;hnen. Lohnsklaverei ist ein Arbeitsverh&#228;ltnis,  bei dem niedrigste L&#246;hne gezahlt werden, so dass der Lohn nur f&#252;r ein Leben am Rande des Existenzminimums reicht. Aber haben all die Niedrigl&#246;hner in Deutschland nicht genug Geld? Sie k&#246;nnen sich ja eine beheizte Wohnung leisten, vielleicht sogar noch einen gebrauchten Fernseher, und verhungern muss in Deutschland schlie&#223;lich keiner. Das Problem in Deutschland ist, dass sich jeder eine beheizte Wohnung leisten <strong>muss</strong>. Wer versucht, einfach ein St&#252;ck Land zu besetzen um sich darauf eine H&#252;tte aus Grassoden zu bauen, der wird sich wundern, wie schnell die Polizei anr&#252;ckt und die Besetzung des Landes beendet. Es ist auch in Deutschland so, dass <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Working_Poor" target="_blank">die L&#246;hne mancher Menschen</a> gerade so f&#252;r ein Leben am Existenzminimum reichen. In Deutschland findet die Sklaverei nicht in stinkenden Holzbaracken statt sondern hinter den Fassaden wei&#223; gestrichener Reihenh&#228;user, W&#228;rmeged&#228;mmt nach der neusten Energieeinsparverordnung und mit einem sauber gem&#228;hten Rasen davor. Ordnung muss sein!</p>
<p>Wo bleibt da der m&#252;ndige B&#252;rger in einer freien Gesellschaft? <strong>Was ist Freiheit anders als die M&#246;glichkeit, nicht das tun zu m&#252;ssen, was ein anderer fordert?</strong> Wenn ich diese Frage beantworte stelle ich ern&#252;chtert fest, dass viele Menschen, die zu niedrigsten L&#246;hnen arbeiten m&#252;ssen, im Grunde genommen Sklaven sind, auf eine feine, subtile Art versklavt, ohne die unappetitlichen Erscheinungen der Sklaverei vergangener  Zeiten. Ich habe schon Leute sagen geh&#246;rt, dass die Menschen, die Geld von der Arbeitsagentur bekommen gef&#228;lligst etwas f&#252;r dieses Geld tun sollen. Da m&#252;sse man eben jede zumutbare Arbeit annehmen, und zumutbar ist jede Arbeit &#8211; au&#223;er vielleicht Prostitution, weil das ja nicht den Sitten hierzulande entspricht.  Diese Einstellung ist aber nichts weiter als die Einstellung derjenigen die meinen, frei zu sein &#8211; was f&#252;r ein Irrtum.</p>
<p><strong>Die Grundlage der Freiheit</strong></p>
<p>Warum sind viele Menschen in Deutschland noch einigerma&#223;en frei? Mit Sicherheit nicht, weil sie ihre Freiheit mit ihrem Leben verteidigen w&#252;rden. Die meisten Menschen k&#246;nnen sich heute &#252;berhaupt nicht verteidigen und w&#252;rden sch&#246;n brav in ihrer Wohnung bleiben, wenn eine Ausgangssperre verh&#228;ngt w&#252;rde.  Nein &#8211; die meisten Menschen sind deshalb frei, weil sie eigene <strong>beliebig kopierbare Lebensgrundlagen</strong> wie eine Berufsausbildung ihr Eigentum nennen k&#246;nnen, ohne dass sie sich dessen bewusst sind. Diese Menschen sind deshalb frei, weil sie gebraucht werden. Ohne das K&#246;nnen dieser Menschen w&#228;re eine Gesellschaft mit einem so hohem technischen Standard, wie wir ihn z.B. hier in Deutschland haben, nicht m&#246;glich. Dieser Sachverhalt wird daran deutlich, wie die Gesellschaft mit den Menschen umgeht, die aufgrund der Automatisierung der Schwerstarbeit nicht mehr gebraucht werden. Diese Menschen werden als faule Schmarotzer abgestempelt, ins Abseits gestellt. Oft werden sie sogar durch die Leute schikaniert, welche die Auszahlung der staatlichen Sozialleistungen verwalten sollten. <strong>Man bedenke, das die staatlichen Sozialleistungen durch die Maschinen erwirtschaftet werden, die die heute anstatt von Menschen die Schwerstarbeit f&#252;r uns tun.</strong></p>
<p><strong>Was bleibt also zu tun?</strong></p>
<p>Das sich von Seiten der Politik etwas gegen die Ausbeutung von Menschen getan wird, denke ich eher nicht. Ich pers&#246;nlich sehe die einzige M&#246;glichkeit der St&#228;rkung der Freiheit darin, dass jeder, der nach Freiheit strebt, zuerst <strong>eigene Lebensgrundlagen</strong> erschafft. Das kann konkret durch folgende Ansetze realisiert werden:</p>
<ul>
<li><strong>Aneignung von Wissen</strong>, mit dem man Lebensgrundlagen wie Essen, Kleidung, Wohnung, Mobilit&#228;t, Gesundheit, Telekommunikation etc. erschaffen kann.</li>
<li>Die <strong>Realisierung </strong>eigener Ideen, die Lebensgrundlagen erschaffen k&#246;nnen. Es reicht dabei v&#246;llig aus, wenn diese Idee in Form eines Modells als Hobby realisiert wird. Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie viele Firmen Interesse an Technik haben, die bereits einmal erfolgreich realisiert wurde, selbst wenn es nur in Form eines Modells geschieht.</li>
<li>Die <strong>Vernetzung</strong> mit anderen Menschen, die auch Ideen zur Erschaffung von Lebensgrundlagen realisieren wollen.</li>
</ul>
<p>Eigene Lebensgrundlagen sind die Basis f&#252;r die eigene Freiheit und somit f&#252;r eine freie Gesellschaft.</p>
<p>Ohne eigene Lebensgrundlagen hingegen ist die Freiheit lediglich eine Illusion, die Spa&#223; macht, genau so wie der Weihnachtsmann oder der Osterhase. Irgendwann muss aber jeder erfahren, dass es den Osterhasen nicht gibt und dass Papa oder Mama die Eier versteckt.</p>
<p><em>Erg&#228;nzung am 07.01.2010: michey<br />
</em></p>
<p>F&#252;r alle &#8220;B&#252;rgerinnen und B&#252;rger&#8221; die noch denken, dass sie ohne eigene Lebensgrundlage Rechte haben, m&#246;chte ich auf den <a href="http://www.sozialgesetzbuch-sgb.de/sgbii/31.html" target="_blank">§§ 31 Abs 1 Satz 2 des SGBII</a> verweisen. Das hat folgende Konsequenz: Wenn einem bed&#252;rftigen Menschen durch die Streichung der finanziellen Mittel der Zugang zu physikalischen Lebensgrundlagen versperrt wird, wodurch wiederum die physische Existenz, unter der Voraussetzung, am Leben zu sein, bedroht ist, hat dieser bed&#252;rftige Mensch auch keine M&#246;glichkeiten sich zu wehren. Er ist dem Verwalter der finanziellen Mittel somit h&#246;rig, zum Teil rechtlich und vor allem wirtschaftlich von ihm Abh&#228;ngig, also laut Definition ein <a href="http://de.wiktionary.org/wiki/Sklaverei" target="_blank">Sklave</a>.</p>
<p>Ein weiterer interessanter Bericht &#252;ber die Sanktionierung der Menschen, die von unserer Wirtschaft aufgrund der Automatisierung der Arbeit nicht mehr gebraucht werden, befindet sich <a href="http://www.hartzkampagne.de/pdfs/broschuere_zu_sanktionen_2008_11_24.pdf" target="_blank">hier</a>.</p>
<p>Einen Arbeitsplatz zu &#8220;besitzen&#8221; hei&#223;t nicht, eine eigene Lebensgrundlage zu haben. Das ist sehr wichtig. Einen Arbeitsplatz zu haben, oder besser gesagt, einen Arbeitsplatz gew&#228;hrt zu bekommen hei&#223;t, an der Lebensgrundlage eines Anderen teilhaben zu d&#252;rfen. Es ist bildlich gesprochen vergleichbar mit dem Futter, dass mein seinem Arbeitspferd gibt, damit es den Pflug ziehen kann. Kauft sich der Bauer einen Traktor, dann braucht er das Pferd nicht mehr und das Pferd muss sich eine neuen Arbeitsplatz suchen &#8230; oder es gibt ein gro&#223;es Festessen, wo das Pferd dann auch dabei ist &#8230; aber das ist ja nur eine Metapher.</p>
<p>Ich kann es nur immer wieder betonen: Erschafft Euch eigene Ressourcen und teilt sie im Austausch mit anderen Menschen. Um die Sache etwas anschaulicher zu machen: Wenn Ihr es schafft, zur Beschaffung der n&#246;tigen Dinge des Alltags, im Austausch mit anderen Menschen, keine Euros und Dollars zu brauchen, dann ist das ein m&#246;glicher Indikator daf&#252;r, dass Euer Bekanntenkreis eigene Lebensgrundlagen hat und relativ frei ist.</p>]]></content:encoded>
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		<title>Lebensgrundlagen</title>
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		<pubDate>Fri, 10 Jul 2009 08:23:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michey</dc:creator>
				<category><![CDATA[Grundsätzliches]]></category>
		<category><![CDATA[Lebensgrundlagen]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
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		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Blick auf das Wesentliche Wenn ich mit Menschen &#252;ber das Thema Wirtschaft spreche, dann begegnen mir zumeist zwei Gruppen von Menschen. Ich nenne sie mal &#8220;Idealisten&#8221; und &#8220;Realisten&#8221;, ohne diese Menschen in eine der beiden Schubladen stecken zu wollen. Ich nenne sie nur so, um meine Ausf&#252;hrungen etwas plakativer zu machen. Spreche ich mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Der Blick auf das Wesentliche</strong></p>
<p>Wenn ich mit Menschen &#252;ber das Thema Wirtschaft spreche, dann begegnen mir zumeist zwei Gruppen von Menschen. Ich nenne sie mal &#8220;Idealisten&#8221; und &#8220;Realisten&#8221;, ohne diese Menschen in eine der beiden Schubladen stecken zu wollen. Ich nenne sie nur so, um meine Ausf&#252;hrungen etwas plakativer zu machen.<br />
Spreche ich mit Realisten, dann dreht sich das Thema bei Gespr&#228;chen bez&#252;glich Wirtschaft oft nur um zwei Begriffe: Arbeit und Geld. Viele der Realisten, die ich so erlebe, sehen ihren Blick vor allem darauf gerichtet, m&#246;glichst viel Geld zu verdienen und einen sicheren Arbeitsplatz zu haben. Arbeit ist f&#252;r sie die Grundlage ihres Lebensstandards und viele Realisten sehen im technischen Fortschritt den Beweis, dass das bestehende Wirtschaftssystem ja gar nicht so schlecht sein kann. Viele der Realisten wenden ihren Blick von den unsch&#246;nen Seiten des Wirtschaftslebens ab. Wenn jeder seines Gl&#252;ckes Schmied ist, dann wird der Grund f&#252;r Armut wohl bei den Betroffenen selbst zu suchen sein. Dennoch haben viele der Realisten Angst, selbst einmal die h&#228;sslichen Seiten des Wirtschaftslebens zu sp&#252;ren und deshalb sprechen sie meist nicht wirklich gerne dar&#252;ber und gehen schnell zu einem sch&#246;neren Gespr&#228;chsthema &#252;ber wie zum Beispiel die neusten Computer auf dem Markt oder der Verdauung ihres Hundes.</p>
<p>Begegnen mir Idealisten, dann h&#246;re ich zumeist viel Kritik an unserem bestehenden Wirtschaftssystem. Es wird in Gespr&#228;chen zum Thema Wirtschaft viel &#252;ber Armut, Ausbeutung, Umweltverschmutzung gejammert. Idealisten haben aber durchaus Ideen f&#252;r die L&#246;sung wirtschaftlicher Probleme bereit. Viele dieser Idealisten engagieren sich aktiv f&#252;r ihre Ideen und belasten sich bis an die Grenze des Machbaren. Viele dieser Initiativen haben durchaus Erfolge zu verzeichnen, aber meist h&#228;ngt dieser Erfolg an wenigen Idealisten, die diese Ideen ehrenamtlich anschieben. Wenn diese Anschieber irgendwann ersch&#246;pft sind, oder verlockende Angebote f&#252;r wirtschaftliche T&#228;tigkeiten jenseits ihrer Ideen wirtschafltiche Sicherheit versprechen, dann bricht die Initiative zumeist sehr schnell zusammen.</p>
<p>Ich habe mich deshalb gefragt, woran es liegt, dass sich bez&#252;glich des Themas Wirtschaft die allermeisten Menschen im Kreis zu drehen scheinen. Es ist schon irgendwie verr&#252;ckt: Selbst Insekten, W&#252;rmer, M&#228;use &#8211; im Grunde genommen alle Tiere wissen, wie sie wirtschaften m&#252;ssen um zu &#252;berleben. Nur wir Menschen bekommen es nicht auf die Reihe. Also woran liegt es, dass wir bez&#252;glich des Themas Wirtschaft so hilfos zu sein scheinen? Was wissen die M&#228;use, was wir nicht wissen?</p>
<p>Meiner Ansicht nach liegt die Anwort auf der Hand, auch wenn ich jetzt damit sehr stark provozieren d&#252;rfte. Die Antwort hei&#223;t</p>
<p><strong>EIGENE LEBENSGRUNDLAGEN</strong></p>
<p>Das ist es, um was sich alles Dreht. Alles Leben strebt danach, eigene Lebensgrundlagen zu besitzen und das ist es auch, um was sich unser menschliches Wirtschaftssystem dreht. Es ist nicht die Arbeit oder das Geld sondern das <strong>Eigentum an Lebensgrundlagen</strong>. Der Eigent&#252;mer einer Lebensgrundlage kann bestimmen, wer seine Lebensgrundlage nutzen darf. Das hei&#223;t, dass der Eigent&#252;mer einer Lebensgrundlage dar&#252;ber bestimen darf, wer ein st&#252;ckchen Existenzberechtigung bekommt. Nicht die Arbeit, Geld oder Gesch&#228;ftsmodelle sind Lebensgrundlagen sondern Boden, Kulturpflanzen, Rohstoffe, Maschinen, Technologien, Wissen, Medizin, Energie usw.</p>
<p>Ich m&#246;chte hier folgende These aufstellen, die sich auf meine Erfahrung begr&#252;ndet: <strong>Eine Initiative, die nicht gleichzeitig mit ihrer Gr&#252;ndung die </strong><strong>Erschaffung von Lebensgrundlagen erreicht, ist auf dauer </strong><strong>nicht eigenst&#228;ndig  lebensf&#228;hig.</strong></p>
<p>Hierin ist wahrscheinlich der Grund zu suchen, warum so viele Initiativen scheitern.</p>
<p><strong>N&#252;tzlinge und die Knappheit</strong></p>
<p>Viele Ressourcen scheinen begrenzt und knapp. Knappheit ist die Voraussetzung unseres bestehenden Wirtschaftssystems, denn nur wenn ein Gut knapp ist, kann daf&#252;r ein Preis verlangt werden. Wollte ich Luft verkaufen, ich w&#252;rde keine K&#228;ufer finden, weil einfach zu viel davon da ist. Doch warum sind Ressourcen, die auch zumeist Lebensgrundlagen sind, knapp? Ein Grund daf&#252;r kann darin liegen, dass die Eigent&#252;mer dieser Ressorucen den Zugang k&#252;nstlich beschr&#228;nken und so eine k&#252;nstliche Knappheit verursachen.</p>
<p>Ein anderer physikalischer Grund ist, dass die Nutzung der Ressourcen, so wie wir sie heute zumeist praktizieren, sch&#228;dlich f&#252;r die Ressoruce ist. <strong>Wir verbrauchen Ressourcen &#8211; und produzieren M&#252;ll</strong>. <a href="http://www.youtube.com/watch?v=QZyGKpE7r38" target="_blank">Professor Michael Braungart</a> hat bei einem Vortrag das sch&#246;ne Beispiel von den Ameisen gebracht, deren Biomasse ungef&#228;r 30 Milliarden Menschen entspricht und die zumeist keine Vegetarier sind. Der Unterschied zwischen Ameisen und Menschen ist nur, dass Ameisen keinen M&#252;ll produzieren und ihre Ressourcen nicht verbrauchen. Was kann man darus schlie&#223;en?</p>
<p><strong>Ein Ingenieur, der eine Technologie so konstruiert, dass sie nicht sch&#228;dlich sondern n&#252;tzlich f&#252;r ihre Ressource ist, erschafft eine Lebensgrundlage, die von ihrem Wesen her nicht knapp ist.</strong> Dies gilt es weiterzudenken und hier ist Kreativit&#228;t gefragt. Es liegt nicht an Politikern, etwas zu ver&#228;ndern, sondern an jedem, der neue Technologien in die Welt setzt.</p>]]></content:encoded>
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		<title>Open Source &#8211; Ein Wirtschaftsmodell der Zukunft?</title>
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		<pubDate>Tue, 24 Feb 2009 21:44:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michey</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wirtschaft & Geld]]></category>
		<category><![CDATA[Lebensgrundlagen]]></category>
		<category><![CDATA[Open Source]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Zweck der Wirtschaft Viele reden &#252;ber Wirtschaft. Wirtschaft ist wohl ein wichtiges Thema und f&#252;r manche Menschen ist Wirtschaft ein todernstes Thema im w&#246;rtlichen Sinn. Es gibt Menschen, die sagen, dass die einzig wahre Wirtschaftsform die Marktwirtschaft ist, bei der vereinfacht gesagt Angebot und Nachfrage den Preis einer Ware bestimmen. Andere sagen, dass die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Der Zweck der Wirtschaft</strong></p>
<p>Viele reden &#252;ber Wirtschaft. Wirtschaft ist wohl ein wichtiges Thema und f&#252;r manche Menschen ist Wirtschaft ein todernstes Thema im w&#246;rtlichen Sinn. Es gibt Menschen, die sagen, dass die einzig wahre Wirtschaftsform die Marktwirtschaft ist, bei der vereinfacht gesagt Angebot und Nachfrage den Preis einer Ware bestimmen. Andere sagen, dass die Planwirtschaft, die einzig wahre Wirtschaft ist, bei der die Preise aller Dinge durch eine zentrale Verwaltung bestimmt werden. Andere wiederum sagen, dass die einzig wahre Wirtschaftsform aus einer Mischung aus Planwirtschaft und Marktwirtschaft besteht. Die Meinungen nehmen hier zum Teil religi&#246;sen Charakter an und Widerspruch wird nicht geduldet.</p>
<p>Heutzutage dominiert die Ansicht, dass die Marktwirtschaft die &#8220;bessere&#8221; Wirtschaftsform ist. Mit dem Argument, &#8220;Das was Sie vorhaben ist nicht wirtschaftlich&#8221; l&#228;sst sich heute fast jede Diskussion &#252;ber die Machbarkeit einer neuen Idee im Keim ersticken. Es wird viel geredet und wenig nachgedacht. Aber hat sich schon mal jemand die Frage gestellt, wozu wir Wirtschaft eigentlich brauchen?</p>
<p>Schaut man in ein Lexikon, so taucht eine Aussage auf, die ich besonders interessant finde. Vereinfacht gesagt ist <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wirtschaft" target="_blank">Wirtschaft</a> die Gesamtheit aller Einrichtungen zur Deckung des menschlichen Bedarfs. Es geht also um Dinge wie Essen, Kleidung, Wohnung, Medizin und viele wichtige Dinge. Es geht also um<strong> die Nutzung von Lebensgrudlagen</strong> und um das &#220;berleben und das ist sicherlich wichtig. Hier ist wohl die physikalische Grundlage der Wirtschaft. Die Menschen brauchen einen vollen Bauch, also Fett, Kohlenhydrate, Eiwei&#223;, Vitamine und viele Spurenelemente in appetitlicher Form. Es geht also um Energie- und  Stoffkreisl&#228;ufe.</p>
<p>F&#252;r die Form der Organisation der Wirtschaft allerdings gibt es<strong> keine physikalischen Grundlagen</strong>, sondern nur <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Geisteswissenschaften" target="_blank">geisteswissenschaftliche</a> Grundlagen. Das sollte man sich immer bewusst machen. Schaut man bei Wikipedia in den Artikel &#252;ber Wirtschaft, so existieren im Wesentlichen zwei Wirtschaftliche Geistesrichtungen: die zentral verwaltete Planwirtschaft und die freie Marktwirtschaft. Viele Menschen k&#246;nnen heutzutage lediglich in diesen zwei Richtungen denken. Betrachtet man aber einerseits die Tatsache,  dass die Wirtschaftswissenschaft haupts&#228;chlich auf <strong>geisteswissenschaftlichen</strong> Grundlagen aufgebaut ist und dass vom <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Physik" target="_blank">physikalischen</a> Standpunkt betrachtet mehr als zwei M&#246;glichkeiten der Versorgung der Menschen mit G&#252;tern existieren, bringt mich das schon sehr zum Nachdenken.</p>
<p><strong>Die geistige Grundlage unserer Wirtschaftform</strong></p>
<p>Die Grundlage unserer heutigen Wirtschaftsform ist das <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Eigentum" target="_blank">Eigentum</a> an Lebensgrundlagen. Der Eigent&#252;mer einer Lebensgrundlage darf bestimmen, wer die Lebensgrundlage in welcher From nutzen darf. Der Eigent&#252;mer darf f&#252;r die Nutzung der Lebensgrundlage durch andere einen Zins verlangen. Er kann die Zahlung des Zinses mit Hilfe der Staatsgewalt auch gewaltsam durchsetzen. Da es sich in diesem Fall um Lebensgrundlagen handelt, hat der Nutzer der Lebensgrundlage dem Eigent&#252;mer wenig entgegenzusetzen, denn regelm&#228;&#223;ig Wohnen und Essen muss jeder irgendwie.</p>
<p>F&#252;r das Eigentum an sich gibt es <strong>keine physikalische Grundlage</strong>, dass es Eigentum geben muss. Die Idee des Eigentums basiert lediglich auf geistige Grundlagen, die in unserem Rechtssystem sichtbar werden. In einer Planwirtschaft ist der Staat der Eigent&#252;mer aller Lebensgrundlagen, in einer Marktwirtschaft sind es mehr oder weniger viele Privatleute.  In diesem Zusammenhang sei auf den Ursprung des Wortes <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Privat" target="_blank">&#8220;Privat</a>&#8221; hingewiesen ;) Die Stoffe in unserem Universum existieren auch dann, wenn keiner Eigentumsanspr&#252;che darauf anmeldet. Auch dieser Sachverhalt bringt mich zum Nachdenken.</p>
<p><strong>Open Source &#8211; Die verr&#252;ckte Welt des Schenkens</strong></p>
<p>Wer denkt bei Open Source nicht spontan an das Computer-Betriebssystem <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Linux" target="_blank">Linux</a>? Da programmieren Leute komplette Betriebssysteme und viele Anwendungsprogramme und schenken diese einfach so her? Aus Marktwirtschaftlicher Sicht ist das v&#246;llig unsinnig. Eine solche Vorgehensweise f&#252;hrt doch nur dazu, dass die Programmierer eines solchen Betriebssystems das Recht aufgeben, Zinsen f&#252;r die Nutzung der Programme zu verlangen. Welchen Nutzen haben die Programmierer eines Betriebssystems wie Linux davon, Jahre an Arbeit f&#252;r nichts und wieder nicht zu verschwenden? So ein Schwachsin !!!</p>
<p>Doch was geschieht? Andere Programmierer schnappen sich die Quellcodes, also die Quellen der Programme und beginnen, diese zu verbessern und weiter zu entwickeln. Warum machen sie das? Ganz einfach, weil sie die Programme nutzen wollen, aber mit den bestehenden Programmen nicht zufrieden sind. Diese Programmierer, die sich die Quellcodes geschnappt haben, schenken die weiterentwickelten Prgramme wieder her und das Spiel beginnt von Neuem. Linux w&#228;chst und w&#228;chst und w&#228;chst und es programmieren millionen von Menschen daran herum &#8211; einfach so. Andere Menschen benutzen Linux, um Lebensgrundlagen zu erschaffen, also zum Beispiel um Maschinen zu konstruieren, die Energie gewinnen. Hier werden zum Beispiel durch eine Kultur des Schenkens pl&#246;tzlich Lebensgrundlagen erschaffen, und das ganz ohne Eigentum. Ganz richtig ist das nicht &#8230; ich habe da noch etwas vergessen zu erw&#228;hnen. Der Programmierer beh&#228;lt das Eigentum ein seinem Programm aber er stellt es unter die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/GPL" target="_blank">General Public Licence (GPL)</a>.</p>
<p>Die GPL gew&#228;hrt den Nutzer eines Programms vier Freiheiten:</p>
<ol>
<li>Er darf das Programm (auch gewerblich) nutzen</li>
<li>Er darf das Programm samt Quellcode kostenlos kopieren und weitergeben</li>
<li>Er darf das Programm studieren und &#228;ndern</li>
<li>Er darf die ge&#228;nderten Programme vertreiben, wobei er auch den Quellcode weitergeben muss.</li>
</ol>
<p>Es gilt dabei das Copyleft Prinzip, das besagt, dass alle von einem GPL-Programm abgeleiteten Programme wiederum unter der GPL stehen m&#252;ssen.</p>
<p>Am Beispiel Linux kann sehr sch&#246;n gezeigt werden, dass eine Wirtschaftsform, die auf einer Kultur des Schenkens basiert, selbstorganisierend m&#246;glich ist. Diese Entwicklung l&#228;sst sich nicht in die Schemata Planwirtschaft oder Marktwirtschaft einteilen. Her ist etwas im entstehen, was die Zukunft stark beeinflussen wird.</p>
<p><strong>Open Source weiter denken &#8211; Die Wirtschaft der Zukunft</strong></p>
<p>Wenn ich die Entwicklung des Betriebssystems Linux betrachte, dann denke ich spontan an die M&#246;glichkeiten, die sich aus der Idee der Opensource Software auf die Bereiche <strong>Technik, Landwirtschaft, Medizin, Kunst oder Wissenschaft</strong> ergeben. (Anmerkung: Ich m&#246;chte hier auf das Stichwort der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Freie_Hardware" target="_blank">Open-Source-Hardware</a> verweisen.) Da kann man jetzt auch sagen &#8220;Ja Moment mal; Das ist doch nicht wirtschaftlich! Man will ja schlie&#223;lich Geld verdienen!&#8221;</p>
<p>Wir sollen im Hinterkopf behalten: Der Zweck der Wirtschaft ist die Versorgung der Menschen mit den G&#252;tern, die sie ben&#246;tigen. Zweck der <strong>Wirtschaft ist <span style="text-decoration: underline;">nicht</span></strong> die Gewinnmaximierung, Geld zu verdienen, irgendein Wettbewerb oder das &#220;berleben des St&#228;rksten im <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Sozialdarwinismus" target="_blank">sozialdarwinistischen</a> Konkurrenzkampf.</p>
<p>Vielmehr geht es um die Schaffung von Lebensgrundlagen. Angenommen, ein Physiker berechnet die Machbarkeit eines neuen, sehr effizienten Windrades. Er ver&#246;ffentlicht seine Berechnung unter einer Art GPL. Ein Ingenieur liest von dieser Lizenz und konstruiert dieses Windrad und ver&#246;ffentlicht es auch unter der GPL. Ein Handwerker l&#228;dt sich die Konstruktionszeichnungen aus dem Internet und baut das Windrad und bietet es in seinem Produktsortiment an. Die Verbesserungen an der Konstruktion ver&#246;ffentlicht er auch unter der GPL. Der Physiker erf&#228;hrt von dem Handwerker, kauft sich von ihm ein Windrad und stellt es sich in seinen Garten. Er hat nun eine Lebensgrundlage in seinem Garten stehen, die f&#252;r ihn Energie gewinnt. das Geld, was der Handwerker vom Physiker bekommt, ist durch die Ertr&#228;ge des Windrades gedeckt. Was macht der Ingenieur? Der Ingenieur bekommt vom Physiker zwei Monate sp&#228;ter einen Auftrag zur Konstruktion einer Versuchsapparatur, weil der Physiker erfahren hat, dass der Ingenieur das Windrad konstruiert hat. Die M&#246;glichkeiten des Universums sind hier sehr vielf&#228;ltig.</p>
<p>An alle, die jetzt sagen, dass der Physiker ja erst eine Genehmigung f&#252;r das Windrad braucht m&#246;chte ich nur eins sagen:</p>
<p><strong>Denkt nicht immer so negativ!</strong> <strong>Es werden Genehmigungen f&#252;r ganz andere Sachen erteilt <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Asse_II" target="_blank">(Asse II)</a> Da wird doch ein so kleines Windrad mit etwas Fingerspitzengef&#252;hl machbar sein &#8230;   ;)<br />
</strong></p>]]></content:encoded>
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		<title>&#220;ber Chancen und Sch&#228;den</title>
		<link>http://www.nuevalandia.net/archives/90</link>
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		<pubDate>Sat, 04 Oct 2008 07:59:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michey</dc:creator>
				<category><![CDATA[Grundsätzliches]]></category>
		<category><![CDATA[Haftung]]></category>
		<category><![CDATA[Kooperation]]></category>
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		<description><![CDATA[In diesem Text soll die Frage gestellt werden, wie mit Risiken und Chancen umgegangen werden kann. In unserer Zeit ist es in vielen Bereichen modern, die Gewinne m&#246;glichst selbst zu behalten und die Risiken auf andere abzuw&#228;lzen. Die Leute sind heutzutage anonym. Wenn Menschen auf andere Menschen die Risiken abw&#228;lzen und sie auf einem Scherbenhaufen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In diesem Text soll die Frage gestellt werden, wie mit Risiken und Chancen umgegangen werden kann. In unserer Zeit ist es in vielen Bereichen modern, die Gewinne m&#246;glichst selbst zu behalten und die Risiken auf andere abzuw&#228;lzen. Die Leute sind heutzutage anonym. Wenn Menschen auf andere Menschen die Risiken abw&#228;lzen und sie auf einem Scherbenhaufen zur&#252;cklassen, dann m&#252;ssen sie sich das darauf folgende Elend nicht mit ansehen. Es wird also h&#228;ufig nicht ein Gewinn f&#252;r alle Beteiligten angestrebt. Jeder denkt nur an sich, weil er glaubt, auf den Anderen nicht angewiesen zu sein. Das ist aber ein Irrtum, denn die Sch&#228;den des Einzelnen sind immer auch ein Schaden f&#252;r die gesamte Gesellschaft. Das wird am besten sichtbar, wenn man eine kleinere Gruppe von Menschen betrachtet.</p>
<p><strong>Eine kleine Geschichte, wie sie sich h&#228;tte ereignen k&#246;nnen?</strong><br />
Wir schreiben das Jahr 50 n.Chr. In einem kleinen Dorf in Sachsen h&#246;rt der M&#252;ller des Dorfes durch einen H&#228;ndler, dass in anderen L&#228;ndern M&#252;hlen durch die Kraft des Wassers angetrieben werden. So beschlie&#223;t der M&#252;ller sich Gedanken zu machen, wie die Kraft des Baches im kleinen Dorf genutzt werden kann, um eine M&#252;hle anzutreiben. Der M&#252;ller macht Versuche mit kleinen Wasserr&#228;dern, wie er sie bereits als Kind gebastelt hatte. Als der M&#252;ller sich nach vielen Versuchen im Klaren dar&#252;ber ist, wie die M&#252;hle aussehen muss, wendet er sich in der Dorfversammlung an das ganze Dorf. Er schl&#228;gt vor, eine M&#252;hle zu bauen, die mit Wasserkraft angetrieben wird. Nach einigem Z&#246;gern stimmen die Menschen im Dorf dem Bau der M&#252;hle zu. Einerseits kennen viele Leute im Dorf Geschichten &#252;ber Wasserm&#252;hlen. Zum anderen w&#252;rde die M&#252;hle die M&#246;glichkeit bieten, nicht nur Getreide zu mahlen sondern auch &#246;lhaltige Fr&#252;chte oder Pflanzenfasern f&#252;r Kleidung. Die M&#252;hlevolle Arbeit w&#252;rde f&#252;r die Menschen so leichter.</p>
<p>Also hilft das Ganze Dorf mit, die M&#252;hle zu bauen und die M&#252;hle wird sehr sch&#246;n, weil auch der Zimmermann viel Talent hat. Nach einem Jahr ist die M&#252;hle fertig und kann in Betrieb gehen. Es ist ein sch&#246;ner sonniger und trockener Tag und f&#252;r die Inbetriebnahme hat das ganze Dorf ein Fest veranstaltet. Als das Wasserrad sich in Bewegung setzt und die M&#252;hlsteine sich &#252;ber die ersten Getreidek&#246;rner w&#228;lzen steigt pl&#246;tzlich Rauch aus einem der Lager auf, indem sich die Welle des M&#252;hlenrades dreht. Die M&#252;hle beginnt zu brennen und das ganze Dorf schafft es gerade noch, schlimmeres zu verhindern, bevor die gesamte M&#252;hle niederbrennt. Die Mechanik der M&#252;hle ist aber schwer besch&#228;digt und muss ausgetauscht werden. Au&#223;erdem muss nach L&#246;sungen gesucht werden, damit die Lager der M&#252;hle nicht hei&#223; laufen. Was geschieht nun weiter? Wie soll die Geschichte ausgehen?</p>
<p>Ausgang 1:<br />
Die Dorfbewohner sind w&#252;tend auf den M&#252;ller, weil er nicht daran gedacht hat, dass Lager auch hei&#223;laufen k&#246;nnen. Sie sehen nicht ein, warum sie dem M&#252;ller helfen sollten, den Schaden zu beseitigen. Im Grunde genommen schuldet der M&#252;ller dem ganzen Dorf alle Leistungen, die zum Aufbau der M&#252;hle notwendig waren. Darum verlangen alle anderen Dorfbewohner von dem M&#252;ller, dass er die M&#252;hle innerhalb einer Frist bis zur Erntezeit wieder in Stand setzt. Sollte er das nicht geschafft haben, haftet der M&#252;ller und seine Familie mit seinem Verm&#246;gen. Der M&#252;ller kann die Arbeit alleine nicht schaffen. Darum verliert er sein Haus und mu&#223; sich einen Arbeitsplatz als Knecht suchen. Getreide wird seit dieser Zeit im Dorf per Hand gemahlen und einen M&#252;ller gibt es nicht mehr.</p>
<p>Ausgang 2:<br />
Die Dorfbewohner beschlie&#223;en, erst einmal zu sehen, warum die M&#252;hle in Brand geraten ist. Der Zimmermannn des Dorfes findet heraus, dass die Lager der M&#252;hle, in denen sich die Wellen des M&#252;hlrades drehen, durch Reibung hei&#223; laufen. Er schl&#228;gt vor, die Lager in Zukunft mit &#214;l zu schmieren und die M&#252;hle in Zukunft langsam laufen zu lassen. Die Dorfbewohner bauen die besch&#228;digten Teile der M&#252;hle neu auf. Nach zwei Monaten geht die M&#252;hle in Betrieb und kann p&#252;nktlich zur Erntezeit mit ihrer Arbeit beginnen. Die Dorfbewohner haben seit dem mehr Zeit, um ihre Felder zu bestellen. Der M&#252;ller und der Zimmermann haben mittlerweile Erfahrung im Bau von M&#252;hlen und haben im Nachbardorf bereits geholfen, eine zweite M&#252;hle zu bauen.</p>]]></content:encoded>
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		<title>Die Methode der Selbstversorgung</title>
		<link>http://www.nuevalandia.net/archives/33</link>
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		<pubDate>Fri, 26 Sep 2008 12:44:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michey</dc:creator>
				<category><![CDATA[Grundsätzliches]]></category>
		<category><![CDATA[Lebensgrundlagen]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstversorgung]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Methode der Selbstversorgung dient dazu, das &#220;berleben eines Systems oder eines Projekts unter widrigsten Umst&#228;nden zu sichern. Wenn hier von Systemen die Rede ist, dann gilt das ebenso f&#252;r Projekte und andere Vorhaben, deren Scheitern einen gro&#223;en Schaden verursachen w&#252;rde. Die Methode der Selbstversorgung soll im Folgenden beschreiben werden: Ein System, dass nach der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Methode der Selbstversorgung dient dazu, das &#220;berleben eines Systems oder eines Projekts unter widrigsten Umst&#228;nden zu sichern. Wenn hier von Systemen die Rede ist, dann gilt das ebenso f&#252;r Projekte und andere Vorhaben, deren Scheitern einen gro&#223;en Schaden verursachen w&#252;rde. Die Methode der Selbstversorgung soll im Folgenden beschreiben werden:<br />
Ein System, dass nach der Methode der Selbstversorgung aufgebaut ist, ist in der Lage, vom Normalbetrieb in einen Selbsterhaltungsmodus umzuschalten. Im Selbsterhaltungsmodus muss das System in der Lage sein, sich unter Nutzung der Ressourcen seiner direkten Umgebung so weit selbst zu versorgen, dass sein &#220;berleben nicht gef&#228;hrdet ist.</p>
<p>Diese theoretische &#220;berlegung soll an einem Beispiel erl&#228;utert werden, das vielleicht f&#252;r uns heutzutage ungewohnt ist: Angenommen, ein Schreiner hat hinter seiner kleinen Schreinerwerkstatt noch einen gro&#223;en Garten, in dem er Gem&#252;se anbaut, den er aber nie vollst&#228;ndig nutzt. In wirtschaftlich guten Zeiten ist der Gem&#252;seanbau eher ein Nebenerwerb und nicht weiter wichtig. Der Schreiner hat volle Auftragsb&#252;cher, verdient viel Geld und kann seine Werkstatt gut in Stand halten. Er hat kaum Zeit f&#252;r den Gem&#252;seanbau.<br />
In wirtschaftlich schlechten Zeiten aber, kann der Schreiner sein Essen vermehrt selbst anpflanzen und vielleicht k&#246;nnen sogar noch einige seiner Angestellten im Garten arbeiten und daf&#252;r ihren Lohn in Form von Gem&#252;se mit nach Hause nehmen. Seine Schreinerei kann in schlechten Zeiten in den Selbstversorgungsmodus umschalten und alle Angestellten ern&#228;hren und der Betrieb muss nicht eingestellt werden. Auch in schlechten Zeiten gibt es vereinzelt Auftr&#228;ge f&#252;r die Schreinerei, die ein Einkommen bringen und der Schreiner kann diese annehmen. Ohne den Garten m&#252;sste der Schreiner in wirtschaftlich schlechten Zeiten seine Schreinerei schlie&#223;en, seine Angestellten entlassen und er w&#228;re arbeitslos.</p>]]></content:encoded>
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