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	<title>Nuevalandia &#187; Technik</title>
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	<description>Eine Reise von Altland nach Neuland</description>
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		<title>Physische &#214;konomie</title>
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		<pubDate>Mon, 28 Dec 2009 19:41:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michey</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bewußtes Handeln]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft & Geld]]></category>
		<category><![CDATA[Physische Ökonomie]]></category>
		<category><![CDATA[Technik]]></category>

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		<description><![CDATA[Angenommen &#8230; &#8230; wir betrachten die G&#252;terstr&#246;me in der Wirtschaft &#8211; und jetzt kommts &#8211; losgel&#246;st vom Geld. Manche m&#246;gen jetzt sagen &#8220;das geht doch nicht! Wie soll man sich ohne Geld etwas kaufen!&#8221;. Mir f&#228;llt das Denken ohne Geld sehr leicht, weil ich Ingenieur bin und beruflich mit den universellen Prinzipien der Naturgesetze arbeite [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Angenommen &#8230;</strong></p>
<p>&#8230; wir betrachten die G&#252;terstr&#246;me in der Wirtschaft &#8211; und jetzt kommts &#8211; losgel&#246;st vom Geld. Manche m&#246;gen jetzt sagen &#8220;das geht doch nicht! Wie soll man sich ohne Geld etwas kaufen!&#8221;. Mir f&#228;llt das Denken ohne Geld sehr leicht, weil ich Ingenieur bin und beruflich mit den universellen Prinzipien der Naturgesetze arbeite und weniger mit menschlichen Prinzip des Geldes. Ich versuche deshalb einmal, Euch mit einem Beispiel deutlich zu machen, um was ich sagen m&#246;chte.</p>
<p>Ich habe mir gerade eine sch&#246;ne hei&#223;e Tasse Kakao gemacht. Dazu habe ich etwas Kakao, hei&#223;es Wasser und einen Schuss Milch genommen. Das Wasser kommt bei mir aus dem Wasserhahn beziehungsweise aus der Wasserleitung &#8230; nein .. eigentlich wird das Wasser in einer Talsperre in der Region gesammelt und flie&#223;t &#252;ber Wasserleitungen in mein Haus. Damit ich nicht jedes Kilogramm Wasser 10 Meter hoch in meine Wohnung schleppen muss, wird das Wasser in meinen Wasserhahn gepumpt. Mineralwasserflaschen kaufe ich keine, weil das Wasser dort h&#228;ufig in einem anderen Teil Europas in Flaschen abgef&#252;llt wird und dann mit Lastwagen zum Supermarkt in meiner N&#228;he gefahren werden m&#252;sste. Das macht doch irgendwie keinen Sinn, Wasser in Flaschen durch Europa zu fahren, obwohl es doch bei mir vor Ort vom Himmel f&#228;llt.</p>
<p>Das Gas, um das Wasser hei&#223; zu machen kommt &#8230; nun ja &#8230; durch die Gasleitung zu mir. Genau genommen kommt es irgendwo in Russland aus der Erde. Ich muss nicht jedes Kilogramm Gas von Russland aus zu meiner Wohnung schleppen. Das &#252;bernehmen Pumpen f&#252;r mich, die das Gas &#252;ber tausende Kilometer durch Pipelines pumpen.</p>
<p>Diesen Sommer haben Arbeiter die Stra&#223;en vor meinem Haus aufgerissen und die Gas- und Wasserleitungen repariert. Die Arbeiter haben dies nat&#252;rlich nicht mit Muskelkraft gemacht. Eigentlich waren nur drei Arbeiter da und ein gro&#223;er Bagger, der die Schwerstarbeit gemacht hat. Eigentlich ist so ein Bagger doch eine Super Sache: Niemand muss sich mit Spitzhacke und Spaten in einer Baugrube die Gesundheit durch Schwerstarbeit kaputtmachen. Die Wasserleitung und auch die Gasleitung sind in gutem Zustand und so habe ich meinen hei&#223;en Kakao.</p>
<p>Mein Kakao kommt aus dem Laden, der Fair-Trade-Produkte in meiner Stadt verkauft. Fair-Trade deshalb, weil ich hoffe, dass die Bauern in in der Elfenbeink&#252;ste nicht vor ihren gef&#252;llten Kakaos&#228;cken verhungern m&#252;ssen, w&#228;hrend sie den Kakao f&#252;r mich machen. Der Kakao wird dann vermutlich mit Schiffen und Lastwagen zu dem Fair-Trade-Laden gefahren wo ich ihn dann abhole. Niemand muss den Kakao von Afrika bis zum mir mit den H&#228;nden tragen.</p>
<p>Bald wird der Kakao auf meine Blase dr&#252;cken und ich werde dann dort hin gehen, wo der Kaiser zu Fu&#223; hingeht. Ich werde dann eine Menge chemischer Elemente wie Stickstoff aus dem <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Haber-Bosch-Verfahren" target="_blank">Haber Bosch Verfahren</a> sowie Wasserstoff, Sauerstoff die Toilette heruntersp&#252;len. Sollte sich mein Mittagessen von heute sich noch melden werde ich auch <a href="http://www.spektrum.de/artikel/1006319&amp;_z=798888" target="_blank">Phosphor aus Marokko oder den USA</a>, Kalium, Calcium und viele andere Chemische Elemente in die Abwasserleitung sp&#252;len. Von dort aus kommen diese Chemischen Elemente dann in die Kl&#228;ranlage, dann in die M&#252;llverbrennungsanlage und dann auf eine Deponie.</p>
<p>Die Gedanken sind doch gar nicht so ungew&#246;hnlich und neu, nicht wahr? Das ist physische &#214;konomie &#8211; so einfach dass es schon fast banal ist &#8211; doch ist es das wirklich?</p>
<p><strong>Physische &#214;konomie &#8211; fremde &#214;konomie</strong></p>
<p>Ich war heute in der Universit&#228;tsbiliothek und habe ein bisschen im Bereich Thermodynamik geschm&#246;kert. Was es da alles gibt &#8211; ich bin immer wieder begeistert, was alles machbar ist. Unsere technischen M&#246;glichkeiten sind enorm, nicht nur in Deutschland sondern Weltweit! Im Grunde genommen br&#228;uchten wir Menschen auf dieser Welt heute kaum zu arbeiten und h&#228;tten genug zu essen, zu trinken und ein gem&#252;tliches Zuhause. Rein technisch gesehen ist diese Erde ein Schlaraffenland. Durch die Hilfe unserer Technik br&#228;uchten wir nicht unser Brot auf biblische Art im Schwei&#223;e unseres Angesichts essen. Wenn jemand jetzt meint, das das nicht geht, dann kann er gleich zu mir kommen und ich sage ihm ein technisches Projekt zur <strong>technischen</strong> Verbesserung der Lebensumst&#228;nde von Menschen, mit dessen Umsetzung er gleich morgen anfangen kann. Es steht jedem frei, auch zu einem anderen Ingenieur zu gehen. In den Schubladen meiner Kollegen quillen die Ideen genau so &#252;ber wie in meiner.</p>
<p>Daf&#252;r sorgen, dass die Menschen sich vertragen uns sich nicht gegenseitig das Leben zur H&#246;lle machen, das k&#246;nnen meine Ingenieurskollegen und ich nicht. Sich gegenseitig respektieren und das eigene Leben gestalten, das m&#252;ssen die Menschen schon selbst tun. Ich denke, dass jeder Mensch sein eigenes Leben sehr gut gestalten w&#252;rde, wenn man ihn oder sie einfach nur machen l&#228;&#223;t.</p>
<p>Vielleicht k&#246;nnte jemand jetzt behaupten, dass in der freien Wirtschaft mit ihren Gesetzen des freien Marktes ein gutes Leben f&#252;r alle nun einmal nicht geht. Das ist schlie&#223;lich nicht finanzierbar  -  doch vorsicht &#8211; hier schleicht sich schon wieder das Gesetz der Geldes ein, das wie ein einzig wahrer Gott keinen Widerspruch duldet. Doch Geld ist kein universelles Prinzip sondern von Menschen gemacht.</p>
<p>Betrachtet man die &#214;konomie rein physikalisch, also mit Hilfe der Prinzipien des Erhaltes von Masse, Energie, Impuls und der elektrischen Ladung, so kann man im Grunde genommen sagen dass jeder Mensch, der durch die Folgen von Armut stirbt, durch unsere Gleichg&#252;ltigkeit und unser Wegsehen ermordet wird. Ist Physische &#214;konomie immer noch banal oder erkennen wir, dass wir im grunde oft nicht wissen, was wir tun?</p>
<p><strong>Aber was bleibt zu tun?</strong></p>
<p>F&#252;r mich selbst zumindest wei&#223; ich genau, was ich als Ingenieur zu tun habe. Ich nehme als Ingenieur nur Auftr&#228;ge an, die mir physikalisch als sinnvoll erscheinen und selbstverst&#228;ndlich auch meinem Auftraggeber helfen Lebensgrundlagen zu erschaffen, sprich Ertr&#228;ge zu erwirtschaften. Ich versuche auch, meine Auftraggeber zu inspirieren, so dass sie die physikalischen Wirkungen ihres Handelns besser &#252;berblicken k&#246;nnen. Oft ergeben sich hier v&#246;llig neue Gesch&#228;ftsm&#246;glichkeiten. (<a href="http://www.youtube.com/watch?v=QZyGKpE7r38" target="_blank">Hier ist ein vierteiliges Video, dass mich selbst sehr inspiriert hat</a> und das einige M&#246;glichkeiten aufzeigt.) Damit ich das tun kann, habe ich eigene Lebensgrundlagen in Form von n&#252;tzlichen Technologien erschaffen, so dass ich im Notfall auch mal auf einen Auftrag verzichten kann, wenn dieser mir physikalisch unsinnig erscheint. Mein Lebensstandard ist meinen Lebensgrundlagen angemessen, so dass ich nicht der Sklave meines Besitzes bin. Gleichzeitig fehlt es mir an nichts. Auf diese Weise, versuche ich im Alltag, meine Verantwortung wahrzunehmen, so gut ich es eben kann. Was mein Handeln wiederum f&#252;r Konsequenzen hat, wird nur die Zukunft zeigen.</p>]]></content:encoded>
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