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	<title>Nuevalandia &#187; Überwachung</title>
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	<description>Eine Reise von Altland nach Neuland</description>
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		<title>ELENA</title>
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		<pubDate>Tue, 22 Dec 2009 20:46:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michey</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik & Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft & Geld]]></category>
		<category><![CDATA[ARGE]]></category>
		<category><![CDATA[Freiheit]]></category>
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		<description><![CDATA[Wer ist ELENA? ELENA ist nicht etwa eine wundersch&#246;ne Frau &#8211; nein &#8211; sch&#246;n w&#228;rs. Elena hat indirekt etwas mir Lebensgrundlagen zu tun. Elena ist auch kein Mensch. Ein s&#252;&#223;es K&#228;tzchen ist ELENA auch nicht, auch keine Pflanze. ELENA ist aber wichtig und wir alle werden sie bald kennen lernen, ob wir wollen oder nicht. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wer ist ELENA?</strong></p>
<p><a href="http://www.das-elena-verfahren.de">ELENA</a> ist nicht etwa eine wundersch&#246;ne Frau &#8211; nein &#8211; sch&#246;n w&#228;rs. Elena hat indirekt etwas mir Lebensgrundlagen zu tun. Elena ist auch kein Mensch. Ein s&#252;&#223;es K&#228;tzchen ist ELENA auch nicht, auch keine Pflanze. ELENA ist aber wichtig und wir alle werden sie bald kennen lernen, ob wir wollen oder nicht. Als ich &#252;ber ELENA gelesen habe, sind mir nicht einmal mehr die &#252;blichen zynischen Spr&#252;che eingefallen. Meinem frechen Mundwerk hat es einfach nur die Sprache verschlagen, mir fehlten die Worte. ELENA ist ein Verfahren zur elektronischen Erfassung von Einkommensnachweisen f&#252;r Arbeitnehmer. Das <a href="http://www.bgblportal.de/BGBL/bgbl1f/bgbl109s0634.pdf" target="_self">Gesetz wurde am 28. M&#228;rz 2009</a> vom Bundestag mit Zustimmung des Bundesrates beschlossen.</p>
<p>Nun gut: Einkommensnachweise h&#246;rt sich erst einmal harmlos an. Das Finanzamt hat ja auch Einkommensnachweise. Als ich mich aber etwas n&#228;her mit dem System besch&#228;ftigt habe, hat sich mir der Magen umgedreht. Im Grunde genommen geht es um eine zentrale Datenbank, in der Arbeitgeber und Arbeitsagentur Daten &#252;ber Arbeitnehmer sammeln, wobei der Arbeitnehmer nur mittelbar &#252;ber ein sogenanntes <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Trust_Center" target="_blank">Trust Center</a> an diesem Prozess beteiligt ist. Der Datensatz, der dabei angefertigt wird ist haarstr&#228;ubend.</p>
<p>Den <a href="http://www.das-elena-verfahren.de/verantwortung/gremien/ak-elena/verfahrensbeschreibung/verfahrensbeschreibung-anlage-5/view">Datensatz des ELENA Verfahrens</a> kann man sich als pdf-File aus dem Netz herunterladen. Hier sein aber mal ein paar Dinge erw&#228;hnt, die &#252;ber die &#252;blichen Angaben bez&#252;glich Arbeitgeber/ Dienstherr, Wochenarbeitsstunden, Urlaubsgeld, sonstige Zuwendungen, Name und Adresse von Arbeitgeber und Arbeitnehmer,  etc. hinausgehen:</p>
<ul>
<li>Teilnahme an Streiks</li>
<li>Fehlzeiten mit Begr&#252;ndung</li>
<li>Abmahnungen</li>
<li>Fehlverhalten des Arbeitnehmers</li>
</ul>
<p>Wenn Ihr die Dokumente zu ELENA durchlest, dann seid Euch dar&#252;ber im Klaren: Das ganze ist kein Film und kein Spiel. Die Leute, die das schreiben meinen das, was sie sagen ernst und sie werden die mit viel finanziellem Aufwand gesammelten Daten auch verwenden. Wenn Ihr irgendwann einmal vor dem Beamten bei der Arbeitsagentur sitzt, werdet Ihr merken, dass dieser Mensch so einiges &#252;ber Euch wei&#223; und Ihr werdet das zu sp&#252;ren bekommen.</p>
<p>&#220;brigens: Es ist ein ziemlich eigenartiges Gef&#252;hl, wenn man einen Menschen mit einer Akte vor sich hat, in der gesammeltes Wissen &#252;ber einen selbst steht. Ich wei&#223; das aus Erfahrung mit Arbeitgebern und der ARGE. Das einzige, was in einer solchen Situation hilft ist, sich auf die eigenen Forderungen zu konzentrieren und sich keinesfalls auf Diskussionen einzulassen. Was bleibt ist auf jeden Fall das Gef&#252;hl, auf irgendeine Weise missbraucht worden zu sein.</p>
<p><strong>Vorw&#252;rfe an fr&#252;here Generationen</strong></p>
<p>Ich erinnere mich noch an die Zeit w&#228;hrend des Abiturs. Da hatte ich eine Diskussion mit einem &#228;lteren Ingenieur, der in unserer Schule die Ausgabe der Schulb&#252;cher verwaltete. Zu der Zeit hatten wir im Geschichtsunterricht zum 1000 sten Mal das 3. Reich besprochen. Wir haben mit dem Finger auf die Generation unserer Gro&#223;eltern gezeigt und uns gefragt, wie diese nur so dumm gewesen sein konnten, den Nationalsozialisten nachzulaufen. Ich behauptete im Gespr&#228;ch mit dem Ingenieur, dass mir so etwas niemals passieren k&#246;nnte, da ich ja aus der Geschichte gelernt h&#228;tte. Der Ingenieur aber sagte zu mir, dass ich eine herannahende Diktatur nicht erkennen werde und diese genau so unterst&#252;tzen werde, wie alle anderen auch. Damals glaubte ich dem Ingenieur nicht, aber heute verstehe ich, was er gemeint hat. Heute verstehe ich auch der Generation meiner Gro&#223;eltern keinen Vorwurf mehr &#8230; Zeigen ich mit dem Finger auf andere, dann zeigen drei Finger auf mich. Die n&#228;chste Diktatur wird sicher nicht daran zu erkennen sein, dass ein Irrer, kleiner Mann mit fettigen Haaren in einer Uniform schreiend hinter einem Rednerpult steht. Auch Diktatoren lernen aus der Geschichte&#8230;</p>
<p><strong>Was bleibt also zu tun?</strong></p>
<p>Ich kann es nicht oft genug betonen:</p>
<p><em><strong>Erschafft Euch Lebensgrundlagen, ganz gleich wie bescheiden sie auch sein m&#246;gen und teilt Euer Wissen mit anderen Menschen.</strong></em></p>
<p>Nur derjenige, der eigene Lebensgrundlagen besitzt, muss nicht bedingungslos denen dienen, die Lebensgrundlagen besitzen. Eigene Lebensgrundlagen verhindern, dass Menschen mit Hilfe von etwas Brot gleichgeschaltet werden k&#246;nnen. Jede Lebensgrundlage ist ein St&#252;ckchen Freiheit. Durch Tausch von Lebensgrundlagen wird das Leben aller Menschen reicher und angstfrei.</p>
<p>Das kann jeder einzelne tun:</p>
<ul>
<li>Sammelt Wissen und teilt es bereitwillig</li>
<li>Erlernt F&#228;higkeiten, mit denen Ihr Essen, Kleidung, Wohnung, Medizin, Energie, Mobilit&#228;t, Telekommunikation etc herstellen k&#246;nnt.</li>
<li>Helft anderen Menschen</li>
<li>Nehmt Hilfe anderer Menschen freundlich an</li>
<li>Investiert in Essen, Kleidung, Wohnung, Gesundheit etc.</li>
<li><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kleine-Welt-Ph%C3%A4nomen" target="_blank">Vernetzt Euch</a></li>
<li>Benutzt das Euro-Geld nur dort, wo es n&#246;tig ist und tauscht Leistungen untereinander, wann immer es m&#246;glich ist.</li>
<li>Erz&#228;hlt anderen von euren Schwierigkeiten und Erfolgen</li>
<li>Bevorzugt Gesch&#228;fte, die Lebensgrundlagen erschaffen. Investiert Arbeitszeit und Know How in Unternehmungen, die Lebensgrundlagen erschaffen.</li>
<li>Verlinkt die Dinge im Internet, die euch unangenehm auffallen mit euren Homepages, distanziert euch von den verlinkten Inhalten wenn n&#246;tig und verlinkt Eure Rechercheergebnisse im gleichen Artikel. So holt ihr die faulen Dinge ans Licht des <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kleine-Welt-Ph%C3%A4nomen" target="_blank">skalenfreien Internets.</a></li>
<li>Lebt Eure Ideale sichtbar vor, anstatt nur dar&#252;ber zu reden und zwar jetzt, nicht erst morgen.</li>
<li>Ihr selbst habt ein gutes Bild von Euch selbst. Vertraut auch darauf, dass auch andere Menschen ein gutes Bild von sich selbst haben.</li>
</ul>]]></content:encoded>
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		<title>Wissen ist Macht</title>
		<link>http://www.nuevalandia.net/archives/389</link>
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		<pubDate>Sat, 03 Oct 2009 10:54:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michey</dc:creator>
				<category><![CDATA[Grundsätzliches]]></category>
		<category><![CDATA[Kontrolle]]></category>
		<category><![CDATA[Macht]]></category>
		<category><![CDATA[Orwell]]></category>
		<category><![CDATA[Überwachung]]></category>
		<category><![CDATA[Wissen]]></category>

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		<description><![CDATA[Das sollte man wissen Mir ist gerade ein Forschungsprojekt &#8220;INDECT&#8221; der europ&#228;ischen Union aufgefallen. Dabei geht es plakativ gesagt um die automatisierte Erkennung von &#8220;abnormalem Verhalten&#8221;. Was man mit einer solchen Technologie anstellen kann, kann sich jeder von Euch selbst ausmalen. Bitte untersch&#228;tzt diese Technik nicht. Die Institute, die hier besch&#228;ftigt werden sind nicht dumm [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Das sollte man wissen</strong></p>
<p>Mir ist gerade ein Forschungsprojekt <a href="http://www.ff.uni-wuppertal.de/prdetails.php?id=54" target="_blank">&#8220;INDECT&#8221;</a> der europ&#228;ischen Union aufgefallen. Dabei geht es plakativ gesagt um die automatisierte Erkennung von &#8220;abnormalem Verhalten&#8221;. Was man mit einer solchen Technologie anstellen kann, kann sich jeder von Euch selbst ausmalen. Bitte untersch&#228;tzt diese Technik nicht. Die Institute, die hier besch&#228;ftigt werden sind nicht dumm und werden diese Technologie zum Laufen bringen. Schaut Euch auch mal die Bewilligungssumme des Forschungsprojekts an. die Homepage befindet sich <a href="http://www.indect-project.eu/" target="_blank">hier</a>.</p>
<p><strong>Warum zeige ich Euch den Link?</strong></p>
<p>Technik ist nicht &#8220;gut&#8221; oder &#8220;b&#246;se&#8221;. Technik ist zun&#228;chst einmal wertfrei zu betrachten und Missbrauchspotential bietet jede Technik. Technik ist, wenn sie einmal erfunden wurde, nicht mehr aufzuhalten. Es ist aber enorm wichtig, dass die technikschen M&#246;glichkeiten in der breiten Bev&#246;lkerung bekannt sind und dass eine neue Technologie von der Allgemeinheit in ihren Grundz&#252;gen zumindest grob verstanden wird. Nur dann setzen sich die Menschen mit ihren Wertvorstellungen mit dieser Technologie auseinander. Geschieht das nicht, dann stellt eine solche Technologie eine entsetzliche Macht dar.</p>
<p><em>Wissen ist Macht,<br />
und Macht geh&#246;rt in m&#246;glichst viele H&#228;nde,<br />
darum strebt nach Wissen.</em></p>]]></content:encoded>
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		<title>&#220;ber die Freiheit</title>
		<link>http://www.nuevalandia.net/archives/275</link>
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		<pubDate>Sat, 28 Mar 2009 21:18:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michey</dc:creator>
				<category><![CDATA[Grundsätzliches]]></category>
		<category><![CDATA[Freiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Missverständis]]></category>
		<category><![CDATA[Überwachung]]></category>
		<category><![CDATA[Unterdrückung]]></category>

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		<description><![CDATA[Was ist Freiheit? Viele Menschen nehem das Wort Freiheit in den Mund und sagen, dass ihnen Freiheit wichtig ist. Andere Sagen, dass die eigene Freiheit nur so weit geht, bis sie die Freiheit des anderen verletzt. Es wird viel &#252;ber Freiheit philosophiert und der Freiheitsbegriff wird dadurch verw&#228;ssert. Ich stelle jetzt einfach mal eine Behauptung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Was ist Freiheit?</strong></p>
<p>Viele Menschen nehem das Wort Freiheit in den Mund und sagen, dass ihnen Freiheit wichtig ist. Andere Sagen, dass die eigene Freiheit nur so weit geht, bis sie die Freiheit des anderen verletzt. Es wird viel &#252;ber <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Freiheit" target="_blank">Freiheit philosophiert</a> und der Freiheitsbegriff wird dadurch verw&#228;ssert. Ich stelle jetzt einfach mal eine Behauptung auf, um zu provozieren:</p>
<p><strong>Die meisten Menschen haben nicht die blasseste Ahnung davon, was Freiheit ist!</strong> Warum? Weil niemals jemand wirklich Besitz von ihnen ergriffen hat. Doch wie kann man Besitz von anderen Menschen ergreifen? Das geht ganz einfach durch Gewalt, ganz gleich in welcher Form. Menschen, die in ihrem Leben geschlagen werden, damit sie etwas tun oder lassen, Menschen, die gefangen gehalten wurden, Menschen, die tagt&#228;glich damit mit dem drohenden Verlust ihres Arbeitsplatzes erpresst werden, Menschen die in irgendeiner Form missbraucht werden, diese Menschen wissen, war Freiheit ist. Diese Menschen wissen das, weil ihnen ihre Freiheit genommen wird und weil dieses Besitzergreifen Spuren in der Seele hinterla&#223;t. F&#252;r mich pers&#246;nlich gibt es in der Definition von Freiheit nur einen Schluss, der mir logisch erscheint:</p>
<p><strong>Ein Mensch ist dann frei, wenn kein anderer Mensch in irgendeiner Form Besitz von diesem freien Menschen ergreifen kann.</strong></p>
<p>Diese Aussage hat, wenn man sie weiter denkt, Konsequenzen. Jeder Mensch ist von Natur aus frei. Wenn ein Mensch als Kind auf die Welt kommt, dann ist er nicht in Besitz von irgend jemandem. Er macht was es will, er sucht die N&#228;he zu seiner Mutter, er will alles anschauen, was interessant ist, er schreit wann er will und lacht wann er will.</p>
<p>Wird dieser Mensch &#228;lter, dann bleibt er frei, auch wenn die Eltern diesen Menschen erziehen und dazu gewisse Regeln aufstellen. Dieses Erziehen ist nicht mit Besitzergreifen zu verwechseln, denn die Eltern schaffen mit diesen Regeln eine gesch&#252;tzte Umgebung, in der der junge Mensch relativ gefahrlos in die Welt hineinwachsen kann. Jetzt kommt allerdings der andere wichtige Teil: Der Junge Mensch wird und soll mit zunehmendem Alter darauf dr&#228;ngen diese Grenzen zu erweitern und mit dem Erwachsenwerden fallen diese Grenzen zusammen mit deren Sicherheit weg. Dieser Punkt ist sehr wichtig.</p>
<p>Erziehungsmethoden, die darauf abzielen, den Willen eines Kindes zu brechen, also Besitz zu ergreifen, werden hingegen tiefe Verletzungen in der Seele des Kindes hinterlassen, die meist nie wirklich verheilen.</p>
<p><strong>Der Weg in die Unfreiheit</strong></p>
<p>Wenn ein junger Mensch erwachsen wird und auf sich allein gestellt ist, dann f&#252;hlt er sich oft unsicher. Aus dieser Unsicherheit kann schnell Angst werden, vor allem dann, wenn Andere diesem Menschen erst aufz&#228;hlen, was man alles im Leben unbedingt braucht. Wie oft habe ich das schon geh&#246;rt: &#8220;Du musst zusehen, dass du zu Geld kommst&#8221;, &#8220;Du brauchst viele Versicherungen&#8221;, &#8220;Du musst Karriere machen&#8221;,  ;&#8221;Du brauchst ein Auto, ein Haus, eine Familie, Freunde&#8221;, &#8220;Du darfst nicht krank werden, nicht arm werden &#8230;&#8221;</p>
<p>Dem jungen, freien Menschen wird also erz&#228;hlt, was er so alles braucht, um gl&#252;cklich zu sein. Danach aber wird ihm erz&#228;hlt, dass er das alles verlieren kann und so wird Angst erzeugt. Danach wird diesem Menschen erz&#228;hlt, was er alles nicht alleine schaffen kann und wie schwach er ist. Nun hat ehemals freie Mensch noch mehr Angst und f&#252;hlt sich schwach.</p>
<p>Genau diese Leute, die dem freien Menschen Angst machen, erz&#228;hlen ihm nun, dass sie ihn vor den aufgez&#228;hlten Bedrohungen besch&#252;tzen k&#246;nnen, wenn der freie Mensch gehorcht. Der freie Mensch gibt seine Freiheit auf und erlaubt es, dass ander Besitz von ihm ergreifen. Dieser Vorgang geschieht auf subtile Weise und ist in unserer Gesellschaft vollkommen Salonf&#228;hig. Dieser Vorgang wird sogar zum Teil erwartet.</p>
<p>Ihr k&#246;nnt mal ein kleines Experiment machen: Zahlt mal Eure Geb&#252;hren bei der GEZ nicht und lasst Euch den Drohbrief, der dann folgt auf der Zunge zergehen. Die jenigen unter Euch, die mal in finanziellen Schwierigkeiten waren werden die vielen Drohbriefe kennen, die man da sovon den Leuten bekommt, die auf die ausbleibenden Zahlungen warten. Das Schema ist &#252;berall das gleiche: Es geht um Kontrolle durch Angst.</p>
<p>Vergleiche hierzu <a href="http://www.uni-potsdam.de/u/philosophie/texte/kant/aufklaer.htm" target="_blank"><em>Immanuel Kant </em>Berlinische Monatsschrift. Dezember-Heft 1784. S. 481-494</a><br />
Interessant ist hier auch der Begriff des <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Panopticon" target="_blank">Panopticons</a> und die Wirkungsweise des Konzepts, dass letztlich auch auf Erzeugung von Angst beruht.</p>
<p><strong>Die geistige Quelle der Freiheit</strong></p>
<p>Die geistige Quelle der Freiheit liegt in der Bereitschaft, die Dinge im Leben nicht wichtiger zu nehmen, als sie sind und in der Bereitschaft, Dinge, von denen man glaubt, sie besitzen zu m&#252;ssen, auch loslassen zu k&#246;nnen. Was macht es schon, wenn man sein Haus, sein Auto, seine Karriere, sein Verm&#246;gen oder seinen Arbeitsplatz verliert? Es ist im Grunde genommen vollkommen unwichtig. Das wichtigste ist, dass ein Mensch sich selbst so akzeptiert wie er ist, mit sich selbst zufrieden ist und von anderen Menschen nichts erwartet.</p>
<p>Die Freiheit, die dadurch entsteht, gibt einem Menschen neuen Spielraum daf&#252;r, mit Phantasie und Entschlossenheit zum Handeln das Eigene Leben in die Hand zu nehmen und eigene Ideen zu realisieren. Ein Mensch der zudem noch nichts von anderen erwartet und gleichzeitig hilfsbereit ist, wird auch andere Menschen mit guter Laune anstecken. Ein solcher Mensch wird mit gro&#223;er Sicherheit bestimmt nicht seine Freunde verlieren und er wird auf viel Hilfsbereitschaft und Offenheit sto&#223;en. Ein solcher Mensch ist durch Angst nur schwer zu kontrollieren und er hat die Kraft, sich gegen Gewalt mit viel Phantasie zur Wehr zu setzen.</p>
<p><strong>Die Aufgabe des Staates zum Schutz der Freiheit</strong></p>
<p>Welche Aufgabe hat nun der Staat bez&#252;glich des Schutzes der Freiheit jedes einzelnen? Die Aufgabe des Staates besteht lediglich darin zu verhindern, dass Menschen von anderen Menschen Besitz ergreifen, ganz gleich welche Stellung oder welche Aufgabe diese in der Gesellschaft haben.</p>
<p>Die Ansicht, dass der Staat die Bev&#246;lkerung kontrollieren und &#252;berwachen m&#252;sse, damit die Freiheit des Individuums bewahrt bleibt, erscheint mir daher v&#246;llig unsinnig. Vielmehr ist &#220;berwachung und Kontrolle eine Form des Besitzergreifens und ein Staat, der so etwas tut, kann nicht als freiheitlicher Staat bezeichnet werden. Leider neigt Macht dazu, sich im Laufe der Zeit auf einem Punkt zu konzentrieren. Der Grund daf&#252;r liegt aber weniger im Machtstreben einzelner Menschen sondern vielmehr darin, dass die Mehrheit der Bev&#246;lkerung die Macht freiwillig in die H&#228;nde derer gibt, die vorgeben, f&#252;r Sicherheit zu sorgen. Die Freiheit in einer Gesellschaft ist so stark, wie das Freiheitsbewu&#223;tsein der Bev&#246;lkerung.</p>
<p><strong>Warum ist Freiheit f&#252;r eine Gesellschaft so wichtig?</strong></p>
<p>Ich pers&#246;nlich bin kein Mesch, der seine Ansichten auf ethische Grunds&#228;tze und Dogmen st&#252;tzt. Ethische Grunds&#228;tze kann man so oder so sehen und man kann sie diskutieren, bis man alt und grau ist. Mich pers&#246;nlich interessiert die Summe aller Konsequenzen, die aus dem folgen, was ich tue. Diese Ber&#252;cksichtigung der Konsequenzen ist sehr m&#252;hsam und erfordert die F&#228;higkeit zuzuh&#246;ren und die Dinge zu verstehen. Es geht nicht um Moral, sondern um Naturgesetze, also um Physik und um Verst&#228;ndnis.</p>
<p>Die Freiheit in einer Gesellschaft ist deshalb so wichtig, damit das komplexe System der menschlichen Gesellschaft selbstorganisierend seine Selbstheilungskr&#228;fte entwickeln kann. Diese Selbstheilungskr&#228;fte sind wiederum wichtig, damit sich die Gesellschaft entwickeln kann, damit sie lernen und sich an kommende Ver&#228;nderungen anpassen kann. Politiker brauchen in einer freien Gesellschaft keine Angst vor der eigenen Bev&#246;lkerung zu haben.</p>
<p>Eine freie Gesellschaft erkennt man daran, dass Politiker ganz entspannt am Wochenmarkt einkaufen gehen k&#246;nnen und keiner nimmt von ihnen Notiz. Eine freie Gesellschaft erkennt man daran, dass Polizisten sich mit den Passanten auf der Stra&#223;e unterhalten und vielleicht sogar wichtige Dinge &#246;ffentlich bei einer Tasse Kaffee besprechen k&#246;nnen. In Deutschland ist dies nicht der Fall und das sollte uns zu denken geben. Dass sich die &#8220;Elite&#8221; unserer Gesellschaft aus Angst vor der Bev&#246;lkerung hinter Z&#228;unen einsperrt, das sollte uns zum nachdenken dar&#252;ber anregen, wie es um unsere eigene Geisteshaltung bez&#252;glich Freiheit steht.</p>
<p>Gerade wir Deutschen stehen aufgrund der Geultaten in unserer Geschichte in einer besonderen Verantwortung, wenn es um den Erhalt unserer Freiheit geht.</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>&#220;ber die Angst</title>
		<link>http://www.nuevalandia.net/archives/202</link>
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		<pubDate>Sat, 14 Feb 2009 16:41:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michey</dc:creator>
				<category><![CDATA[Grundsätzliches]]></category>
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		<description><![CDATA[Angst als Schutz Angst ist ein Bestandteil unseres Lebens, genau so wie alle anderen Gef&#252;hle. Angst soll uns im Normalfall besch&#252;tzen. Sie soll uns davon abhalten, Dinge zu tun, die uns gef&#228;hrden. Wenn ich zum Beispiel auf einem Windrad stehe und nicht am Sicherheitsgurt h&#228;ngen w&#252;rde, w&#252;rde ich mich nicht wohl f&#252;hlen. Das ist ja [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Angst als Schutz</strong></p>
<p>Angst ist ein Bestandteil unseres Lebens, genau so wie alle anderen Gef&#252;hle. Angst soll uns im Normalfall besch&#252;tzen. Sie soll uns davon abhalten, Dinge zu tun, die uns gef&#228;hrden. Wenn ich zum Beispiel auf einem Windrad stehe und nicht am Sicherheitsgurt h&#228;ngen w&#252;rde, w&#252;rde ich mich nicht wohl f&#252;hlen. Das ist ja auch sinnvoll, denn eine unerwartete Windb&#246;e und meine Unaufmerksamkeit reichen aus und ich stehe nicht mehr auf dem Windrad sondern liege neben dem Windrad auf dem Boden verteilt. Aber wann ist Angst nicht mehr eine sinnvolle Sache? Wann behindert sie uns im Handeln? Wann wird sie vielleicht gef&#228;hrlich f&#252;r uns selbst und f&#252;r andere?</p>
<p><strong>Angst ist Macht</strong></p>
<p>Angst kann dazu zum Beispiel benutzt werden, dass Menschen Dinge tun um sich vor einer vermeintlichen Gefahr zu sch&#252;tzen oder dazu,  manche Handlungen einfach zu unterlassen. Allein schon das Erlebnis, beim Beantragen des Personalausweises seine Fingerabdr&#252;cke abgeben zu m&#252;ssen hat einen interessanten psychologischen Effekt. Jeder B&#252;rger wird sich dessen bewusst, dass er nun unter Beobachtung steht und dass jedes unerw&#252;nschte Verhalten in Zukunft registriert werden k&#246;nnte. Am besten spricht man nicht dar&#252;ber, vielleicht macht man sich ja sonst verd&#228;chtig? Am besten man verh&#228;lt sich unauff&#228;llig und macht seine Arbeit&#8230;</p>
<p>Wenn die Leute eines Tages vielleicht zur Identifizierung einen Chip eingepflanzt bekommen, wie es heute bei Hunden und Katzen schon &#252;blich ist, wird der psychologische Effekt der Angst mit Sicherheit ausgepr&#228;gter sein als bei der Abgabe des Fingerabdrucks. Was ist, wenn ich mich weigere, einen Chip zu bekommen? Werden mich dann mehrere Polizisten festhalten und mir den Chip mit Gewalt injizieren? Wie missbraucht und schmutzig werde ich mich danach f&#252;hlen? Doch Vorsicht! Hier machen sich die Gedanken gerade selbst&#228;ndig. Ich h&#246;re auf, rational zu denken und erkenne nicht mehr die wesentlichen Dinge.</p>
<p><strong><em> </em> „Man braucht nichts im Leben zu <em>f&#252;rchten</em>, man muss nur alles verstehen.“<br />
<em>Marie Curie</em> [1867-1937]</strong></p>
<p><strong></strong></p>
<p>Dinge, die wir nicht kennen und von denen wir nicht wissen, ob sie bedrohlich sind, machen uns Angst, oder zumindest haben wir Respekt vor ihnen. Das ist auch erst einmal gut so. Probelmatisch ist nur, wenn wir die Dinge, die wir nicht kennen, verdr&#228;ngen und uns mit ihnen nicht besch&#228;ftigen. Diese Dinge geraten irgendwann ins Abseits und werden zum unnahbaren Mythos. Ein sch&#246;nes Beispiel daf&#252;r ist die Kernenergie. Wer von Euch wei&#223; genau, was Radioaktivit&#228;t ist oder wie ein Kernkraftwerk funktioniert? Wie wird Uran abgebaut? Wie wird Atomm&#252;ll entsorgt? Es gibt im Fernsehen so viele endlose Diskussionsrunden dar&#252;ber. In diesen Diskussionsrunden sind die einen &#8220;Experten&#8221; f&#252;r die Kernkraft, die anderen dagegen. Beide Seiten labern vor sich hin und keiner h&#246;rt dem anderen zu.</p>
<p>Wenn ich solche Diskussionsrunden im Fernsehen sehe, schalte ich um, denn die Diskussionen langweilen mich. Ich wei&#223; n&#228;mlich, wie ein Kernkraftwerk prinzipiell funktioniert und wie Uran abgebaut wird. Ich kenne die Symptome der Strahlenkrankheit. Ich wei&#223; auch, wie Atomm&#252;ll &#8220;entsorgt&#8221; wird. Als Ingenieur wei&#223; ich, dass die Beh&#228;lter mit dem Atomm&#252;ll irgendwann wegen dem Neutronenbeschuss aus dem Atomm&#252;ll und der Korrosion mit der Zeit verspr&#246;den und zerfallen werden. F&#252;r mich ist die Kernenergie kein Mythos und sie macht mir auch keine Angst. Ich wei&#223;, dass die Kernenergie nicht das Problem ist sondern lediglich ein Symptom unserer Energieverschwendung und ich wei&#223; so gleichzeitig, was ich gegen die Kernenergie tun muss.</p>
<p>Ich bin in der Lage, unangenehme Fragen zu stellen und neue Wege und L&#246;sungen aufzuzeigen und bin auch gerne bereit, mein Wissen mit anderen zu teilen. Ich unterhalte mich wiederum gerne mit Fachleuten aus allen Bereichen, um von ihnen mehr &#252;ber die Dinge zu lernen, die ich nicht verstehe.</p>
<p>Was spricht dagegen, wenn die &#214;ffentlichkeit auf verst&#228;ndliche Weise erf&#228;hrt, wie ein RFID Chip funktioniert und wie man ihn deaktiviert? Was spricht dagegen, dass die &#214;ffentlichkeit erf&#228;hrt, wozu Gentechnik wirklich gut ist und wer genau wie damit Gewinne macht? Warum machen die &#220;berwachungszentralen in den St&#228;dten nicht &#246;fter im Jahr einen &#8220;Tag der offenen T&#252;r&#8221; und die Mitarbeiter zeigen der &#214;ffentlichkeit einmal pers&#246;nlich, was sie den ganzen Tag so machen? Vielleicht treffe ich in der &#220;berwachungszentrale meinen Nachbarn, der gerade am &#220;berwachungsbildschirm arbeitet? Dadurch w&#252;rde die Angst auf allen Seiten abgebaut, auf Seiten der &#214;ffentlichkeit genau so wie auf Seiten der Beh&#246;rden.</p>
<p><strong>Fazit</strong></p>
<p>Erst wenn die breite &#214;ffentlichkeit unbekannte Dinge verstehen kann, kann sie Fragen stellen. Transparenz und viele Fragen sind die st&#228;rksten Grundpfeiler der Demokratie. Darum ist es meiner Ansicht nach wichtiger denn je, dass Wissenschaftler und Fachleute aller Art die &#214;ffentlichkeit in einer allgemein <strong>verst&#228;ndlichen</strong> Sprache <strong>Ehrenamtlich</strong> als <strong>Privatpersonen</strong> &#252;ber die Dinge Aufkl&#228;ren, die wichtig sind. Doch wie soll das geschehen? Wann komme ich als kleiner Ingenieur schon ins Fernsehen?</p>
<p><strong>Nicht die Aufkl&#228;rung &#252;ber die Massenmedien ist wichtig, sondern die Aufkl&#228;rung des eigenen Umfeldes. Fachleute, die man pers&#246;nlich kennt und die in der N&#228;he wohnen, sind glaubw&#252;rdiger als irgend ein Typ im Fernsehen.</strong></p>
<p>Wenn die &#214;ffentlichkeit <strong>begreifen</strong> kann, und ich meine wirklich <strong>Begreifen, Anfassen, mit eigenen Augen sehen</strong>, dann wird sie <strong>Fragen</strong> stellen, viele Fragen und unangenehme Fragen &#8211; und sie wird sich nicht mehr f&#252;rchten. Darum kann ich nur allen sagen:</p>
<p><strong>Seid so neugierig wie ihr nur k&#246;nnt, und steckt Eure Nase &#252;berall hinein. Wenn Ihr das mit Beharrlichkeit und etwas Charme macht, dann werdet Ihr euch wundern, was ihr alles erfahren werdet &#8230;</strong></p>]]></content:encoded>
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