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	<title>Nuevalandia &#187; Veränderung</title>
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	<description>Eine Reise von Altland nach Neuland</description>
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		<title>&#220;ber das Eigenleben von Ideen</title>
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		<pubDate>Sat, 17 Jan 2009 14:46:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michey</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bewußtes Handeln]]></category>
		<category><![CDATA[Erfindungen]]></category>
		<category><![CDATA[ideen]]></category>
		<category><![CDATA[Veränderung]]></category>

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		<description><![CDATA[Haben neue Ideen &#252;berhaupt eine Chance? Wie oft h&#246;re ich Leute, die sich &#252;ber ihr Leben beschweren, wie schlecht es uns allen doch geht und was Politiker alles falsch machen. Ich antworte ihnen dann, dass es nichts hilft, wenn man sich nur beschwert und jammert. Man muss selbst etwas zum Besseren &#228;ndern und anfangen sollte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Haben neue Ideen &#252;berhaupt eine Chance?</strong></p>
<p>Wie oft h&#246;re ich Leute, die sich &#252;ber ihr Leben beschweren, wie schlecht es uns allen doch geht und was Politiker alles falsch machen. Ich antworte ihnen dann, dass es nichts hilft, wenn man sich nur beschwert und jammert. Man muss selbst etwas zum Besseren &#228;ndern und anfangen sollte man damit bei sich selbst. Wenn man die Welt ver&#228;ndern m&#246;chte, dann muss man erst einmal sich selbst &#228;ndern und seiner Umgebung ein Vorbild sein. Es geht darum, die eigenen Ideen zu leben und wenn diese Ideen gut sind, dann werden andere Menschen sie Kopieren. Daraufhin bekomme ich oft die Antwort, dass ich allein gar nichts ausrichten k&#246;nne, da m&#252;sse ich schon als Prominenter in der &#214;ffentlichkeit stehen. Diese h&#228;ufige Antwort zeigt mir, dass die meisten Menschen nichts &#252;ber das Wesen von Beziehungen wissen.</p>
<p><strong>Das Wesen unserer Gesellschaft als Beziehungsnetzwerk</strong></p>
<p>Unsere Gesellschaft, ja selbst die ganze Menschheit kann als Netzwerk betrachtet werden. Die einzelnen Menschen k&#246;nnen als kleine Knotenpunkte gesehen werden und die Beziehungen zwischen ihnen, wenn sie z.B. Kontakt miteinander haben, k&#246;nnen als Verbindungen zwischen den Knotenpunkten gesehen werden. W&#252;rde jeder Mensch nur Beziehungen zu den Menschen aufbauen, die ihm in seiner Nachbarschaft zuf&#228;llig begegnen, so w&#252;rde ein Zufallsnetzwerk an Beziehungen entstehen. Die Beziehungen zwischen den Menschen bauen sich aber nicht zuf&#228;llig auf, sondern erfolgen nach einem bestimmten Muster. Das Sprichwort &#8220;Gleich und gleich gesellt sich gern&#8221; sagt hier vieles aus. Wir Menschen bauen Kontakte zu den Menschen auf, die uns als sympathisch erscheinen. Menschen, die besonders kontaktfreudig und offen sind, erscheinen uns meist sympathischer als schlecht gelaunte Miesepeter. So bildet sich kein Zufallsnetzwerk heraus sonder vielmehr ein sogenanntes <strong>skalenfreies Netzwerk</strong>, bei dem die kontaktfreudigen und offenen Menschen am intensivsten vernetzt sind. Zufallsnetzwerk und skalenfreies Netzwerk sind in den folgenden Zeichnungen einmal dargestellt.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-159" title="zufallsnetzwerk_klein1" src="http://www.nuevalandia.net/wp-content/uploads/zufallsnetzwerk_klein1.jpg" alt="zufallsnetzwerk_klein1" width="400" height="258" /></p>
<p><em>Bild 1: Zufallsnetzwerk</em></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-160" title="skalenfreies_netz_klein" src="http://www.nuevalandia.net/wp-content/uploads/skalenfreies_netz_klein.jpg" alt="skalenfreies_netz_klein" width="400" height="237" /></p>
<p><em>Bild 2: Skalenfreies Netzwerk</em></p>
<p>Beide Netzwerke, die in den Zeichnungen dargestellt sind, bestehen aus gleich vielen Punkten und gleich vielen Verbindungen. Die Frage die nun betrachtet werden soll ist, &#252;ber wie schnell sich ein Ger&#252;cht oder eine neue Idee von Person A zu Person B am anderen Ende des Netzwerks ausbreitet. Im Zufallsnetzwerk in Bild 1 ist sichtbar, dass ein Ger&#252;cht &#252;ber 6 Personen gehen muss, bis es von A nach B gewandert ist. Im skalenfreien Netzwerk aus Bild 2 ist sichtbar, dass ein Ger&#252;cht von A lediglich &#252;ber drei Personen gehen muss, um B zu erreichen. Die Fortpflanzung einer Idee verl&#228;uft in einem skalenfreien Netzwerk um Gr&#246;&#223;enordnungen schneller, als in Zufallsnetzwerken. <strong>Jeder, der eine Idee in die Welt setzt, sollte das wissen.</strong></p>
<p><strong>Die Theorie der kleinen Welt</strong></p>
<p>Im Jahre 1967 fand in den USA das sogenannte Milgram-Experiment zum <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kleine-Welt-Ph%C3%A4nomen" target="_blank">&#8220;Kleine Welt Ph&#228;nomen&#8221;</a> statt. Dabei sollten 60 zuf&#228;llig ausgew&#228;hlte Personen aus Omaha und Wichita Informationspakete an an eine Person in das weit entfernte Boston schicken. Die Aufgabe bestand darin, das Paket nicht direkt an die Zielperson zu schicken, (au&#223;er sie kannten die Zielperson pers&#246;nlich) sondern an einen Bekannten, von der sie glaubten dass sie die Zielperson mit einer h&#246;heren Wahrscheinlichkeit kennt.</p>
<p>Insgesamt erreichten drei Pakete ihr Ziel, wobei sie durchschnittlich durch sechs H&#228;nde gingen. Ob aus wenigen Experimenten dieser Art schon auf das Vorhandensein einer Kleinen Welt ausgegangen werden kann ist fraglich, weil die Menschliche Gesellschaft wahrscheinlich viele parallel existierende skalenfreie Netzwerke enth&#228;lt, die sich dazu noch &#252;berschneiden. Erstaunlich bleibt aber nach wie vor die kurze Pfadl&#228;nge, also die geringe Anzahl von durchschnittlich sechs Personen, die ein Paket &#252;bertragen hatten.</p>
<p><strong>Ist das Sammeln zahlloser Visitenkarten n&#246;tig?</strong></p>
<p>In der Universit&#228;t wurde mir in meiner Studienzeit immer wieder gesagt, dass es notwendig ist, aktiv &#8220;Networking&#8221; zu betreiben. Das hei&#223;t, dass wir m&#246;glichst viele Kontakte bekommen sollten. Uns wurde nahe glegt, diese Kontakte in Kontaktb&#246;rsen und auf Industrie-Kontaktmessen zu suchen oder dar&#252;ber, m&#246;glichst viele Auslandsaufenthalte zu absolvieren. Mir war das ganze irgendwie suspekt und ich fand es auch unlogisch. Wenn ich die ganze Zeit nur damit besch&#228;ftigt bin herumzureisen, wann sollte ich dann meine Arbeit als Ingenieur machen, die ja sehr viel Zeit kostet?</p>
<p>Betrachtet man aber die Natur der gesellschaftlichen Netzwerke und die Ergebnisse des Milgram-Experiments, so reicht es vollkommen aus, wenn man seine engsten Freundschaften und Bekanntschaften pflegt. &#220;ber sechs bis sieben Ecken kennt man sowieso fast die ganze Welt. Wenn ich also einen Kontakt brauche, so frage ich einfach einen guten Bekannten, von dem ich glaube dass er am ehesten jemanden kennt, der den Kontakt zu der Person hat, den ich ben&#246;tige. Diese Methode braucht zwar etwas Zeit, aber wie auf wundersame Weise kommen dann pl&#246;tzlich die Menschen auf mich zu, die ich mir w&#252;nsche, wenn auch anders als gedacht. Das ist jedenfalls meine Erfahrung. Ich finde das ab und zu sogar etwas gruselig, weil das so gut funktioniert. Ich bin seitdem vorsichtig damit geworden, was ich mir w&#252;nsche &#8230;</p>
<p><strong>Fazit<br />
</strong></p>
<p>Zum Schluss sei hier noch das Beispiel einer sehr bekannten antiken Quelle aus Indien genannt. In der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bhagavad_Gita" target="_blank">Bhagavadghita</a> (Dritter Gesang, Vers 21) ist das Wesen der skalenfreien Netzwerke indirekt beschrieben. In der &#220;bersetzung aus dem Sanskrit ins Deutsche von Robert Boxberger hei&#223;t es:</p>
<p>Es ahmen alle anderen nach,<br />
Das, was ein Edler einst begann,<br />
Wenn er ein Vorbild aufgestellt,<br />
So folgt ihm der gemeine Mann.</p>
<p>Diese Worte sagen meiner Ansicht nach alles dar&#252;ber aus, wie neue Ideen in die Welt gesetzt werden k&#246;nnen.</p>]]></content:encoded>
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		<title>Das kleine wachsende Samenkorn</title>
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		<pubDate>Thu, 25 Sep 2008 19:41:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michey</dc:creator>
				<category><![CDATA[Grundsätzliches]]></category>
		<category><![CDATA[Samenkorn]]></category>
		<category><![CDATA[Veränderung]]></category>

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		<description><![CDATA[Stellt Euch ein kleines Samenkorn vor, zum Beispiel eine Nuss. Diese kleine Nuss hat in sich einige Tropfen Fett, etwas St&#228;rke und Eiwei&#223; und einen Keim. Wenn die Nuss in die Erde gesteckt wird, dann liefert das Fett die Energie, damit die Nuss keimen kann. Wenn die Nuss keimt und der Keimling seine ersten gr&#252;nen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Stellt Euch ein kleines Samenkorn vor, zum Beispiel eine Nuss. Diese kleine Nuss hat in sich einige Tropfen Fett, etwas St&#228;rke und Eiwei&#223; und einen Keim. Wenn die Nuss in die Erde gesteckt wird, dann liefert das Fett die Energie, damit die Nuss keimen kann. Wenn die Nuss keimt und der Keimling seine ersten gr&#252;nen Bl&#228;tter aus dem Boden streckt, dann f&#228;llt Sonnenlicht auf die Bl&#228;tter. Von da an erh&#228;lt die kleine Pflanze, die sich aus der Nuss entwickelt hat, ihre Energie f&#252;r das Wachstum von der Sonne. So entwickelt sich mit der Zeit ein gro&#223;er Nussbaum.</p>
<p><a rel="attachment wp-att-213" href="http://www.nuevalandia.net/archives/30/logo_0303041"><img class="alignnone size-medium wp-image-213" title="logo_0303041" src="http://www.nuevalandia.net/wp-content/uploads/logo_0303041-294x300.jpg" alt="logo_0303041" width="294" height="300" /></a></p>
<p>Wenn ich mit manchen Leuten &#252;ber meine Ideen spreche, dann gibt es eine Gruppe von Menschen, die von einem tief sitzenden Gef&#252;hl der Ohnmacht gepr&#228;gt zu sein scheinen. Von diesen Leuten h&#246;re ich meist die spontane Antwort: &#8220;Das was du dir da denkst, ist ja sch&#246;n und gut, aber du brauchst erst einmal das Geld, um deine Idee umzusetzen.&#8221; Wenn ich diesen Leuten dann vorsichtig erkl&#228;re, dass man eine Idee von klein an wachsen lassen kann, dann folgt oft die Antwort: &#8220;Naja, aber das geht nur, wenn dir das keiner verbietet. Du brauchst eine Genehmigung daf&#252;r.&#8221; Wenn ich diesen Leuten dann belegen kann, dass ich keine Genehmigung brauche, dann folgt oft die antwort: &#8220;Naja, ich wei&#223; trotzdem nicht ob das funktioniert &#8230;&#8221;</p>
<p>Dieses eigenartige Ph&#228;nomen begegnet mir sehr oft in der einen oder anderen Form. Wenn Ihr solchen Menschen begegnet, dann la&#223;t euch nicht entmutigen. Solche Menschen k&#246;nnen meist nur in ganz engen Bereichen denken, so wie sie es gelernt haben.</p>
<p>Wenn ihr aber auf Menschen trefft, die Euch <span style="text-decoration: underline;"><strong>physikalisch</strong></span> begr&#252;nden k&#246;nnen, warum genau eure Idee nicht funktionieren kann, dann h&#246;rt diesen Menschen aufmerksam zu, denn meist geben diese Menschen Euch gleich danach einen Hinweis, was ihr tun m&#252;&#223;t, damit Eure Idee funktioniert.</p>
<p>Wenn Ihr also Eure Ideen und Erfindungen realisieren wollt, so fangt klein an. Es ist gleichg&#252;ltig, wie klein die Umsetzung begonnen wird, Hauptsache die Umsetzung wird begonnen. Ansonsten wird das mit der Umsetzung nie was. Baut ein funktionierendes Modell und sammelt damit Erfahrungen. Im Idealfall ist das Modell so beschaffen, dass es bereits als Modell Ertr&#228;ge erwirtschaftet. In dem Artikel <a href="http://www.nuevalandia.net/archives/119" target="_blank">&#8220;Mittlere Technologien &#8211; Wachstum im laufenden Betrieb&#8221;</a>, habe ich  die theoretische &#220;berlegung n&#228;her beschrieben, wie eine Idee durch eigene Ertr&#228;ge im laufenden Betrieb theoretisch exponentiell wachsen kann. F&#252;r den Fall, dass die Fertigung eines Modells am Anfang zu aufwendig ist, kann es sinnvoll sein, mit den Mitteln der Mathematik die <a href="http://www.nuevalandia.net/archives/143" target="_blank">Machbarkeit einer Idee zu pr&#252;fen</a>. Wer im Bereich der Mathematik nicht so viele Kenntnisse besitzt, kann zum Beispiel in seinem Bekanntenkreis jemanden fragen, der sich in Ingenieurswissenschaften auskennt.</p>
<p>Durch die Erfahrungen aus den Modellversuchen wird die Idee so weit entwickelt und zu Ende gedacht, dass sie leicht nachgemacht werden kann. Die Idee muss so weit entwickelt sein, dass sie im Idealfall in Form einer Bastelanleitungmit Erfahrungsbericht vorliegt. Wenn dies der Fall ist, dann steht der Verbreitung einer Idee nichts mehr im Wege.</p>
<p>Die Idee ist in diesem Fall wie der Keim der Nuss, die Bastelanleitung ist vergleichbar mit dem Fett in der Nuss. Wenn wenn die Idee &#246;ffentlich zug&#228;nglich gemacht wird, ist das vergleichbar mit unz&#228;hligen N&#252;ssen, die an den verschiedensten Orten in die Erde gesteckt werden. Wenn die richtige Zeit gekommen ist, dann beginnt die Idee am richtigen Ort zu keimen.</p>
<p><strong>Nichts ist m&#228;chtiger als eine Idee, deren Zeit gekommen ist.<br />
</strong>(Victor Hugo)</p>
<p>Die Zeit einer Idee ist dann gekommen, wenn sie im Alltag brauchbar ist und wenn jeder sie m&#252;helos nachmachen kann, ohne sie verstehen zu m&#252;ssen.</p>]]></content:encoded>
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