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	<title>Nuevalandia &#187; Wahlen</title>
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	<description>Eine Reise von Altland nach Neuland</description>
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		<title>&#220;ber den Sinn von kleinen Parteien</title>
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		<pubDate>Sat, 11 Apr 2009 18:16:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michey</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik & Gesellschaft]]></category>
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		<description><![CDATA[Was soll ich blo&#223; w&#228;hlen? Wer kennt die Frage nicht: &#8220;Welche Partei soll ich blo&#223; w&#228;hlen?&#8221; Wer hat nicht schon mal den Spruch geh&#246;rt: &#8220;Kleine Parteien w&#228;hlen bringt &#252;berhaupt nichts, weil die ja sowieso nicht in den Bundestag kommen.&#8221; Ist es wirklich so, dass es nichts bringt, einer kleinen Partei seiner Wahl die Stimme zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Was soll ich blo&#223; w&#228;hlen?</strong></p>
<p>Wer kennt die Frage nicht: &#8220;Welche <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Politische_Partei" target="_blank">Partei</a> soll ich blo&#223; w&#228;hlen?&#8221; Wer hat nicht schon mal den Spruch geh&#246;rt: &#8220;Kleine Parteien w&#228;hlen bringt &#252;berhaupt nichts, weil die ja sowieso nicht in den Bundestag kommen.&#8221; Ist es wirklich so, dass es nichts bringt, einer kleinen Partei seiner Wahl die Stimme zu geben? Wer hat den Leuten eigentlich eine solche Denkweise beigebracht? Ganz gleich wer es war, er war offensichtlich sehr erfolgreich. Das Resultat sehen wir in unserer Politik: Wir haben zwei Blockparteien, die sich in ihren Ansichten kaum unterscheiden und die Menschen sind unzufrieden und jammern einem die Ohren voll. Ich h&#246;re oft den Spruch: &#8220;Es ist sowieso egal, was man w&#228;hlt, weil <strong><em>die</em></strong> sowieso machen was sie wollen.&#8221; Das mag sicher stimmen, aber warum sollten <strong><em>die</em></strong>, wer immer das auch sein mag, denn nicht machen, was sie wollen. Sie werden doch ohnehin immer wieder gew&#228;hlt. Es ist irgendwie schon ein Dilemma und die Gedanken drehen sich im Kreis. Einerseits beschweren sich die Leute, andererseits w&#228;hlen sie dann immer wieder die gro&#223;en Parteien.</p>
<p>Wenn sich meine Gedanken im Kreis drehen, dann ist das meist ein Zeichen daf&#252;r, dass ich einige Informationen nicht ber&#252;cksichtigt habe und dadurch die Kette meiner logischen Schlussfolgerungen irgendwo durchbrochen ist.</p>
<p><strong>Ab besten, ich z&#228;ume das Pferd von einer anderen Richtung auf.</strong></p>
<p>Wozu ist denn eine Partei eigentlich gut? Laut des Artikels bei <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Politische_Partei" target="_blank">Wikipedia &#252;ber Parteien</a> haben Parteien folgende Aufgaben:</p>
<ul>
<li>Rekrutierung von Personal und Aufstellung von Kandidaten f&#252;r politische &#196;mter</li>
<li>Formulierung von Interessen</li>
<li>Verbindung zwischen Staat und B&#252;rger</li>
<li>Entwicklung von politischen Programmen</li>
<li>Aufstellen und Einflussnahme auf die Regierung</li>
<li>Sicherstellen der Verantwortlichkeit von Entscheidungstr&#228;gern</li>
</ul>
<p>Welchen Sinn h&#228;tte also zum Beispiel eine &#8220;Partei der Katzenliebhaber&#8221;? Ich hoffe, dass diese Partei jetzt frei erfunden ist. Sollte es doch eine Partei der Katzenliebhaber geben und sollte sich diese Partei sich wegen der Erw&#228;hnung in diesem Text gest&#246;rt f&#252;hlen, dann sollte sie mir das mitteilen und ich werde den Namen &#228;ndern in &#8220;Partei der Z&#252;chter von Osterglocken&#8221; &#8211; wie auch immer. Ich m&#246;chte die Aufgaben einer jetzt mal am Beispiel der &#8220;Partei der Katzenliebhaber&#8221; darstellen.</p>
<ul>
<li>Die Partei (der Katzenliebhaber) wird wahrscheinlich redegewandte Katzenliebhaber als Kandidaten aufstellen, die die Ziele der Parteimitglieder gut formulieren k&#246;nnen. Wenn sie das nicht schafft wird es ohnehin ziemlich peinlich.</li>
<li>B&#252;rger, die sich f&#252;r Katzen engagieren m&#246;chten, haben in der Parteibasis die Chance, sich zu vernetzen. <strong>Vernetzung ist eine wichtige Funktion von Parteien, die in der Bev&#246;lkerung oft viel zu wenig bekannt ist.</strong></li>
<li>Alle engagierten Katzenliebhaber werden im Netzwerk der Partei viel Know-How ansammeln, das f&#252;r die Vertretung der Interessen von Katzenliebhabern notwendig ist. Hat ein Katzenliebhaber Schwierigkeiten, zum Beispiel wegen einer Mangel an Veterin&#228;rmedizinern, kann &#252;ber das Netzwerk der Katzenliebhaber leicht in Eigeninitiative eine L&#246;sung gefunden werden.</li>
</ul>
<p>Vor allem weil die Partei ziemlich klein ist, werden sich Lobbyisten f&#252;r diese Partei nicht wirklich interessieren. Die Wahrscheinlichkeit ist hier also sehr hoch, dass wir es bei den Amtstr&#228;gern in der Partei mit Katzenliebhabern zu tun haben. Diese Katzenliebhaber werden sich sehr wahrscheinlich f&#252;r das Wohl von Katzenliebhabern und deren flauschigen vierbeinigen Freunden einsetzen und nicht f&#252;r das Wohl irgendeines multinationalen Konzerns oder einer Bank.</p>
<p>Sollte die Partei der Katzenliebhaber wider Erwarten auch nur einen Sitz im Bundestag oder im Landtag bekommen, so w&#228;re die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass nun mindestens ein Abgeordneter ein Katzenliebhaber ist, der die Interessen von Katzenliebhabern &amp; Co. vertritt und nicht die Interessen von  Firmen und deren Lobbyisten im Hintergrund.</p>
<p>Dieser Abgeordnete wird zudem nicht nur anwesend sein, wenn im Bundestag &#252;ber Tierschutz debattiert wird sondern auch, wenn &#252;ber Arbeitslosigkeit, Krieg und &#228;hnliches gesprochen wird. Dieser Abgeordnete darf auch im Bundestag abstimmen, wenn es zum Beispiel um Verfassungs&#228;nderungen geht. Dieser Abgeordnete, der kaum an die Interessen von Lobbyisten gebunden ist, wird au&#223;erdem z.B. in Interviews viele interessante Sachen zu erz&#228;hlen haben.</p>
<p><strong>Fazit</strong></p>
<p>Ganz gleich, wie klein eine Partei ist, ist sie dennoch sinnvoll, soweit sie am Gemeinwohl orientiert ist, die Menschenw&#252;rde achtet und nicht nur irgendwelche Machtanspr&#252;che durchsetzen will.</p>
<p><strong>Parteien</strong> sind vor allem ein <strong>Forum</strong>, in dem sich <strong>Menschen vernetzen</strong> k&#246;nnen, um in Kooperation gemeinsam ihre Umgebung aktiv zu gestalten. Hier liegt vor allem der Sinn der Parteien. <strong>Die Besetzung von politischen &#196;mtern ist ohnehin zweitrangig, da Politik lediglich die Tendenzen verst&#228;rkt, die ohnehin in der Gesellschaft zu finden sind</strong>. Viele Menschen denken, dass Politik im Parlament oder in den Firmenzentralen der gro&#223;en Konzerne gemacht wird, aber das ist ein <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Mythos" target="_blank">Mythos</a>. Bewegungen in der Gesellschaft gehen immer von der Geisteshaltung der Au&#223;enseiter in der Bev&#246;lkerung aus, auch wenn das Resultat hier nicht vorhersehbar ist. Politik ist hier lediglich ein selbstverst&#228;rkender Faktor im <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Komplexes_System" target="_blank">komplexen System</a> der Gesellschaft. Darum bin ich pers&#246;nlich der Meinung:</p>
<p>W&#228;hlt die Partei, die Euch am meisten am Herzen liegt und wo Ihr einen guten Eindruck von den Leuten habt, die in der Parteibasis zu finden sind. Achtet nicht zu sehr auf die Gr&#246;&#223;e der Partei, denn sonst lauft Ihr doch nur dem prognostizierten Wahlergebnis hinterher, von dem Euch andere sagen, dass es sinnvoll ist. Seid beim W&#228;hlen wachsam, flexibel und wenn Euch irgend etwas an einer Partei nicht mehr passt, dann w&#228;hlt eine andere Partei, mit deren Ziele Ihr Euch anfreunden k&#246;nnt. Vielfalt in der Politik ist nicht schlecht. Mit Gleichschaltung dagegen, haben wir bereits historisch schlechte Erfahrungen gemacht.</p>]]></content:encoded>
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