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	<description>Eine Reise von Altland nach Neuland</description>
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		<title>Demokratie oder so</title>
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		<pubDate>Fri, 26 Feb 2010 18:15:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michey</dc:creator>
				<category><![CDATA[Altland]]></category>
		<category><![CDATA[Demokratie]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie war das doch gleich &#8230;
da gibt&#8217;s doch so ein so ein St&#252;ck Papier &#8230; wie hei&#223;t das noch mal  &#8230;.. ahh ich hab&#8217;s : Das Grundgesetz f&#252;r die Bundesrepublik Deutschland. Fast h&#228;tte ich das Ding schon vergessen, da es irgendwie zu einem St&#252;ck Papier wird, auf dem man mit F&#252;&#223;en herumtritt und dass st&#228;ndig [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wie war das doch gleich &#8230;</strong></p>
<p>da gibt&#8217;s doch so ein so ein St&#252;ck Papier &#8230; wie hei&#223;t das noch mal  &#8230;.. ahh ich hab&#8217;s : Das Grundgesetz f&#252;r die Bundesrepublik Deutschland. Fast h&#228;tte ich das Ding schon vergessen, da es irgendwie zu einem St&#252;ck Papier wird, auf dem man mit F&#252;&#223;en herumtritt und dass st&#228;ndig irgendwie ge&#228;ndert wird. In besagtem Grundgesetz gibt es doch so einen Artikel. Da geht es irgendwie um Meinungsfreiheit in <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wort" target="_blank">Wort</a>, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Schrift" target="_blank">Schrift</a> und <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Abbild" target="_blank">Bild</a> und so. Ich glaube, das steht im  <a href="http://bundesrecht.juris.de/gg/art_5.html" target="_blank">Artikel 5</a>.</p>
<p>So&#8230;</p>
<p>&#8230;. jetzt Guckt Euch doch mal dieses <a href="http://www.youtube.com/watch?v=Mbxh8GGvOMw" target="_blank">Video vom Bundestag auf youtube</a> und erlebt euer blaues Wunder, wie wandlungsf&#228;hig unsere Demokratur ist.</p>
<p><strong>Damals in der Schule</strong></p>
<p>Ich hatte einen Geschichtslehrer, der hatte uns in der Geschichtsstunde mal gefragt, ob denn Stalin ein Verst&#228;ndnis von Demokratie hatte. Alle in der Klasse sagen nat&#252;rlich &#8220;Nein &#8211; Stalin war doch ein Diktator!&#8221; Unser Geschichtslehrer widersprach uns mit den Worten &#8220;Doch, Stalin hatte durchaus ein Verst&#228;ndnis von Demokratie, aber ein anderes als wir es haben.&#8221; Ich m&#246;chte jetzt selbstverst&#228;ndlich nicht unsere Bundespolitiker mit Stalin vergleichen &#8211; nein &#8211; niemals &#8211; dazu m&#252;ssten die sich schon etwas mehr anstrengen. Wie hei&#223;t es aber so sch&#246;n: &#8220;&#220;bung macht den Meister.&#8221; Auf jeden Fall verstehe ich jetzt viel besser, was mein Geschichtslehrer meinte&#8230;</p>]]></content:encoded>
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		<title>Entwicklungshilfe</title>
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		<pubDate>Sun, 14 Feb 2010 22:15:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michey</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bewußtes Handeln]]></category>
		<category><![CDATA[Technologien]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklungshilfe]]></category>
		<category><![CDATA[Lebensgrundlagen]]></category>

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		<description><![CDATA[Entwicklungshilfe weit, weit weg
Ich sitze hier in meiner warmen Wohnung an meinem Schreibtisch und lasse gerade Gedanken Revue passieren, die mich seit den Gespr&#228;chen mit Ingenieuren besch&#228;ftigen, die Entwicklungshilfe betreiben. Diese Ingenieure bauen Zisternen und setzen sich f&#252;r die Weitergabe von technischem Wissen ein. Dabei w&#228;chst in mir das Bed&#252;rfnis, auch etwas tun zu m&#252;ssen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Entwicklungshilfe weit, weit weg</strong></p>
<p>Ich sitze hier in meiner warmen Wohnung an meinem Schreibtisch und lasse gerade Gedanken Revue passieren, die mich seit den Gespr&#228;chen mit Ingenieuren besch&#228;ftigen, die Entwicklungshilfe betreiben. Diese Ingenieure bauen Zisternen und setzen sich f&#252;r die Weitergabe von technischem Wissen ein. Dabei w&#228;chst in mir das Bed&#252;rfnis, auch etwas tun zu m&#252;ssen und so denke ich dar&#252;ber nach, auch irgendwie weit weit weg zu fahren, vielleicht nach Afrika oder S&#252;damerika zu Menschen, von denen ich glaube, dass man ihnen mit Technik helfen kann. Sicher ist es eine gute Sache, anderen Menschen zu helfen und Leiden zu lindern, aber irgendwie sp&#252;re ich, dass dies nicht mein Weg ist.</p>
<p>Ich frage mich immer wieder, warum es vielen Menschen in anderen L&#228;ndern weit, weit weg so schlecht geht, warum viele von ihnen kein Wasser und kaum etwas zu Essen haben, warum sie t&#228;glich um ihre Existenz f&#252;rchten m&#252;ssen. Ich denke, dass viele Dinge auf der Welt deshalb schief laufen, weil die Menschen in diesen L&#228;ndern durch die Gesellschaft, in der ich lebe, ausgebeutet werden. Ich bin ein Teil der Gesellschaft, die andere Menschen ausbeutet und bin irgendwie an der Ausbeutung beteiligt. Ich kaufe zwar meinen Kakao, meistens im Fair Trade Laden in der Stadt, aber irgendwie kommt mir das vor wie Schuldmanagement. Ich versuche, so wenig sch&#228;dlich wie m&#246;glich zu sein, aber eigentlich ist der Versuch, m&#246;glichst wenig sch&#228;dlich zu sein ziemlich unsinnig. Ich habe das Gef&#252;hl, dass ich die falsche Frage stelle. Was ist eigentlich die Frage? Warum beute ich indirekt &#252;ber sieben Ecken den Rest der Welt aus, obwohl ich das gar nicht will?</p>
<p><strong>Entwicklungsl&#228;nder &#8211; und eine gewagte These<br />
</strong></p>
<p>Was sind Entwicklungsl&#228;nder? Wer stellt sich jetzt nicht viele dunkelh&#228;utige Menschen vor, die in solchen &#8220;Entwicklungsl&#228;ndern&#8221; von Hilfslieferungen leben, so wie man es aus dem Fernsehen kennt? Ich denke, hier steckt ein Dankfehler. Darum m&#246;chte ich versuchen, einmal umgekehrt zu denken und die Vorstellung vom Entwicklungsland einmal bei Seite zu legen.</p>
<p><strong>Was w&#228;re, wenn nicht die L&#228;nder weit, weit weg die Entwicklungsl&#228;nder sind sondern die sogenannten Industriel&#228;nder, also auch Deutschland?</strong> Warum brauchen die Industriel&#228;nder Entwicklungshilfe, wo die Menschen dort doch alles haben, was sie sich nur w&#252;nschen k&#246;nnen? -  Stop &#8211; Haben die Menschen alles, was sie zum Leben brauchen? Ich denke, hier bin ich auf einen weiteren Gedankenfehler gesto&#223;en. Die Menschen in den Industriel&#228;ndern haben von dem, was sie zum Leben brauchen<strong> </strong>fast gar nichts. Klingt komisch oder?</p>
<p>Bin ich jetzt etwa v&#246;llig &#252;bergeschnappt? &#8211; ich denke nicht. Die Menschen in den Industriel&#228;ndern<strong> kaufen</strong> sich das, was sie zum Leben brauchen mit Geld. Wer ist Hier in Deutschland Eigent&#252;mer des eigenen Hauses? Wer ist Eigent&#252;mer seines eigenen Ackers? Wer ist Eigent&#252;mer seiner N&#228;hmaschine, seines kreditfinanzierten Autos, seines Abwassers, seines Giftm&#252;lls? Die Dinge, von denen wir in den Industriel&#228;ndern leben liegen weit, weit weg von uns. Wir haben meist keinen Bezug zu dem was weit, weit weg von uns liegt und so bekommen wir die Auswirkungen unseres Fehlverhaltens &#252;berhaupt nicht mit. Hier liegt ein wichtiger Sachverhalt.</p>
<p><strong>Entwicklungshilfe f&#252;r die Industriel&#228;nder</strong></p>
<p>Die Ressourcen der Industriel&#228;nder sind so konstruiert, dass sie gro&#223; sein m&#252;ssen und sie sind so konstruiert, dass sie dazu neigen, nur einigen wenigen Menschen zu geh&#246;ren. Deshalb habe ich mich f&#252;r einen anderen Weg entschieden: Ich will Entwicklungshilfe f&#252;r mich selbst und f&#252;r das Industrieland Land leisten, wo ich Lebe. Ich werde versuchen meine Ressourcen so weit es mir m&#246;glich ist so zu konstruieren, dass sie dazu neigen klein zu sein und vielen Menschen zu geh&#246;ren. So bekomme ich die Auswirkungen meines Fehlverhaltens direkt mit und bin nicht gezwungen, so viel Unsinn zu machen, ohne es zu merken. Dann sind der Unsinn, oder die guten Dinge, den ich mache auch nicht mehr weit,weit weg sondern in dem Dorf, in dem ich lebe. Wenn ich damit Erfolg habe, werden andere Menschen das, was ich tue nachmachen.</p>]]></content:encoded>
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		<title>Der Boden der Gesellschaft</title>
		<link>http://www.nuevalandia.net/archives/409</link>
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		<pubDate>Sat, 30 Jan 2010 09:24:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michey</dc:creator>
				<category><![CDATA[Grundsätzliches]]></category>

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		<description><![CDATA[Verschw&#246;rungstheorie
Ich stand neulich in Dresden an der Kreuzung Pfotenhauerstra&#223;e &#8211; Fetscherstra&#223;e und habe mir die Baustelle f&#252;r die Waldschl&#246;sschenbr&#252;cke von weitem angesehen. Ich habe das ganze Ambiente so auf mich wirken lassen, die unglaublich breite Fetscherstra&#223;e und die H&#228;user am Rande der Fetscherstra&#223;e, die schon seit langem so gebaut sind, als ob an diesem Ort [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Verschw&#246;rungstheorie</strong></p>
<p>Ich stand neulich in Dresden an der Kreuzung Pfotenhauerstra&#223;e &#8211; Fetscherstra&#223;e und habe mir die Baustelle f&#252;r die Waldschl&#246;sschenbr&#252;cke von weitem angesehen. Ich habe das ganze Ambiente so auf mich wirken lassen, die unglaublich breite Fetscherstra&#223;e und die H&#228;user am Rande der Fetscherstra&#223;e, die schon seit langem so gebaut sind, als ob an diesem Ort schon immer eine Br&#252;cke &#252;ber die Elbe gebaut werden sollte. Das hat mich ein bisschen ins Philosophieren gebracht:</p>
<p>Ich freue mich bereits, wenn ich zwei Wochen in die Zukunft planen kann. Was in einem Monat ist oder gar in einem Jahr, das kann ich heute noch gar nicht sagen. Schaue ich mir aber die Baustelle der Waldschl&#246;sschenbr&#252;cke an, dann komme ich zu dem Schluss, dass es in unserer Gesellschaft Leute gibt, die &#252;ber  Generationen planen &#8211; zumindest scheint es so. Ich sehe im Gegensatz dazu Intellektuelle mit wenig Geld diskutieren und sehe, wie sie sich nicht einmal einig werden k&#246;nnen, wie man einen Nagel in die Wand schl&#228;gt. Gleichzeitig sprechen Politiker und Entscheidungstr&#228;ger gro&#223;er Konzerne mit einer Stimme, wenn es darum geht, Steuern zu erh&#246;hen, Gigantische Projekte zu realisieren, Gesetze zu versch&#228;rfen oder Kriege durchzuf&#252;hren. Die Menschen, die wenig besitzen, tun sich unendlich schwer, gemeinsam zu handeln. Die Menschen, die viel besitzen, brauchen sich scheinbar gar nicht abzusprechen sondern scheinen nahezu immer einer Meinung zu sein.</p>
<p>Gibt es wirklich eine Weltversch&#246;rung, wo &#8220;Die da oben&#8221;, &#8220;die Elite&#8221; oder sonst wer beteiligt sind. Treffen sich irgendwelche Leute in geheimen Clubs, wo schon ihre Gro&#223;v&#228;ter und Ururgro&#223;v&#228;ter Mitglied waren, wo man hineingeboren wird und wo die Pl&#228;ne f&#252;r die Weltherrschaft geschmiedet werden?</p>
<p>Oder stelle ich vielleicht die falsche Frage?</p>
<p>Mit Sicherheit gibt es irgendwelche exclusiven Clubs dieser Art, aber ob die Menschen in solchen Clubs so viel Macht besitzen &#8211; irgendwie kommen mir da Zweifel auf. Wie sollen ein paar Herren in seltsamer Kleidung den gesamten, selbstorganisierenden, chaotischen Organismus namens Menschheit kontrollieren? Ich denke, diese Herren w&#228;ren nur noch &#252;berfordert.</p>
<p><strong>Boden und Ressourcen.</strong></p>
<p>Wer selbst Gartenbau betreibt, der wird wissen, dass die Beschaffenheit des Bodens ganz stark bestimmt, welche Pflanzengesellschaften auf ihm wachsen und wie sie sich organisieren. Der Boden und das Klima sind die Ursache, die Pflanzengesellschaft und ihre Auspr&#228;gung sind die Wirkung. sicher beeinflussen die Pflanzen auch den Boden unter sich, aber trotzdem stehen ihnen nur die Stoffe zu Verf&#252;gung, die auch im Boden sind. Das bringt mich auf einen Gedanken, vielleicht nur eine Vermutung:</p>
<p>Was w&#228;re wenn es sich mit der menschlichen Gesellschaft &#228;hnlich so verh&#228;lt wie mit den Pflanzen? Was w&#228;re wenn die an einem Ort zu Verf&#252;gung stehenden Ressorucen die Struktur der Menschlichen Gesellschaft bestimmen? Angenommen, an einem Ort der Welt w&#252;rde ein gigantisches Solarkraftwerk gebaut, dass alle Menschen in der Region mit Energie versorgt. Es wird immer jemanden geben, dem dieses Kraftwerk geh&#246;rt und der dieses Kraftwerk in Stand h&#228;lt. All die Menschen, die Eigentum an diesem Kraftwerk haben werden versuchen, ihren Besitz zu erhalten. Diese Menschen werden sich wahrscheinlich fast immer einig sein was sie in bezug auf das Kraftwerk sowie in Bezug auf die Energieversorgung zu tun haben. Die physikalisch vorhandene Struktur der Energieversorgung macht bestimmte Handlungsweisen einfach erforderlich. Die Menschen aber, die kein Eigentum an dem Solarkraftwerk haben, die abh&#228;ngig vom Solarstrom sind, werden sich zu tode diskutieren, wenn es darum geht, gegen die Symptome der Anbh&#228;ngigkeit zu k&#228;mpfen. Die Menschen, die nicht Eigent&#252;mer des Solarkraftwerks sind, werden dar&#252;ber diskutieren, ob es besser ist, die Gewerbesteuer zu erh&#246;hen, oder den Stromanbieter zu zerschlagen und zu verteilen, w&#228;hrend die Eigent&#252;mer des Solarkraftwerks gerade die langfristige Verg&#246;&#223;erung des Kraftwerks in den n&#228;chsten 20 Jahren beschlie&#223;en.</p>
<p><strong>Die Suche nach der richtigen Frage</strong></p>
<p>Kann es sein, dass nicht die Pl&#228;ne einer &#8220;herrschenden Elite&#8221;, die Generationen &#252;berdauern sondern die physikalischen Ressourcen, die an einem Ort vorhanden sind? Kann es sein, dass es eigentlich eine starre &#8220;herrschende Elite&#8221; gar nicht gibt, sondern dass vielmehr zentral sturkturierte, physikalische Ressourcen immer wieder im Laufe der Generationen &#8220;herrschende Eliten&#8221; hervorbringen? Entstehen &#8220;herrschende Eliten&#8221; erst gar nicht, wenn die physikalischen Ressourcen dezentral strukturiert sind?</p>
<p>Eines kann ich mit Sicherheit sagen: Wenn ich der Eigent&#252;mer meiner physikalischen Ressourcen bin, dann f&#228;llt es mir wesentlich leichter, an mich gestellte Forderungen  zu ignorieren, als wenn ich von den Ressourcen anderer abh&#228;ngig bin. Wenn ich aber der Eigent&#252;mer meiner Ressourcen bin und meine Ressourcen pflegen m&#246;chte, werden meine Ressourcen auch von mir bestimmte Verhaltensweisen und Handlungen erfordern, denn sie sind der &#8220;Boden&#8221; auf dem ich wachse.</p>]]></content:encoded>
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		<title>Physische &#214;konomie</title>
		<link>http://www.nuevalandia.net/archives/406</link>
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		<pubDate>Mon, 28 Dec 2009 19:41:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michey</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bewußtes Handeln]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft & Geld]]></category>
		<category><![CDATA[Physische Ökonomie]]></category>
		<category><![CDATA[Technik]]></category>

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		<description><![CDATA[Angenommen &#8230;
&#8230; wir betrachten die G&#252;terstr&#246;me in der Wirtschaft &#8211; und jetzt kommts &#8211; losgel&#246;st vom Geld. Manche m&#246;gen jetzt sagen &#8220;das geht doch nicht! Wie soll man sich ohne Geld etwas kaufen!&#8221;. Mir f&#228;llt das Denken ohne Geld sehr leicht, weil ich Ingenieur bin und beruflich mit den universellen Prinzipien der Naturgesetze arbeite und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Angenommen &#8230;</strong></p>
<p>&#8230; wir betrachten die G&#252;terstr&#246;me in der Wirtschaft &#8211; und jetzt kommts &#8211; losgel&#246;st vom Geld. Manche m&#246;gen jetzt sagen &#8220;das geht doch nicht! Wie soll man sich ohne Geld etwas kaufen!&#8221;. Mir f&#228;llt das Denken ohne Geld sehr leicht, weil ich Ingenieur bin und beruflich mit den universellen Prinzipien der Naturgesetze arbeite und weniger mit menschlichen Prinzip des Geldes. Ich versuche deshalb einmal, Euch mit einem Beispiel deutlich zu machen, um was ich sagen m&#246;chte.</p>
<p>Ich habe mir gerade eine sch&#246;ne hei&#223;e Tasse Kakao gemacht. Dazu habe ich etwas Kakao, hei&#223;es Wasser und einen Schuss Milch genommen. Das Wasser kommt bei mir aus dem Wasserhahn beziehungsweise aus der Wasserleitung &#8230; nein .. eigentlich wird das Wasser in einer Talsperre in der Region gesammelt und flie&#223;t &#252;ber Wasserleitungen in mein Haus. Damit ich nicht jedes Kilogramm Wasser 10 Meter hoch in meine Wohnung schleppen muss, wird das Wasser in meinen Wasserhahn gepumpt. Mineralwasserflaschen kaufe ich keine, weil das Wasser dort h&#228;ufig in einem anderen Teil Europas in Flaschen abgef&#252;llt wird und dann mit Lastwagen zum Supermarkt in meiner N&#228;he gefahren werden m&#252;sste. Das macht doch irgendwie keinen Sinn, Wasser in Flaschen durch Europa zu fahren, obwohl es doch bei mir vor Ort vom Himmel f&#228;llt.</p>
<p>Das Gas, um das Wasser hei&#223; zu machen kommt &#8230; nun ja &#8230; durch die Gasleitung zu mir. Genau genommen kommt es irgendwo in Russland aus der Erde. Ich muss nicht jedes Kilogramm Gas von Russland aus zu meiner Wohnung schleppen. Das &#252;bernehmen Pumpen f&#252;r mich, die das Gas &#252;ber tausende Kilometer durch Pipelines pumpen.</p>
<p>Diesen Sommer haben Arbeiter die Stra&#223;en vor meinem Haus aufgerissen und die Gas- und Wasserleitungen repariert. Die Arbeiter haben dies nat&#252;rlich nicht mit Muskelkraft gemacht. Eigentlich waren nur drei Arbeiter da und ein gro&#223;er Bagger, der die Schwerstarbeit gemacht hat. Eigentlich ist so ein Bagger doch eine Super Sache: Niemand muss sich mit Spitzhacke und Spaten in einer Baugrube die Gesundheit durch Schwerstarbeit kaputtmachen. Die Wasserleitung und auch die Gasleitung sind in gutem Zustand und so habe ich meinen hei&#223;en Kakao.</p>
<p>Mein Kakao kommt aus dem Laden, der Fair-Trade-Produkte in meiner Stadt verkauft. Fair-Trade deshalb, weil ich hoffe, dass die Bauern in in der Elfenbeink&#252;ste nicht vor ihren gef&#252;llten Kakaos&#228;cken verhungern m&#252;ssen, w&#228;hrend sie den Kakao f&#252;r mich machen. Der Kakao wird dann vermutlich mit Schiffen und Lastwagen zu dem Fair-Trade-Laden gefahren wo ich ihn dann abhole. Niemand muss den Kakao von Afrika bis zum mir mit den H&#228;nden tragen.</p>
<p>Bald wird der Kakao auf meine Blase dr&#252;cken und ich werde dann dort hin gehen, wo der Kaiser zu Fu&#223; hingeht. Ich werde dann eine Menge chemischer Elemente wie Stickstoff aus dem <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Haber-Bosch-Verfahren" target="_blank">Haber Bosch Verfahren</a> sowie Wasserstoff, Sauerstoff die Toilette heruntersp&#252;len. Sollte sich mein Mittagessen von heute sich noch melden werde ich auch <a href="http://www.spektrum.de/artikel/1006319&amp;_z=798888" target="_blank">Phosphor aus Marokko oder den USA</a>, Kalium, Calcium und viele andere Chemische Elemente in die Abwasserleitung sp&#252;len. Von dort aus kommen diese Chemischen Elemente dann in die Kl&#228;ranlage, dann in die M&#252;llverbrennungsanlage und dann auf eine Deponie.</p>
<p>Die Gedanken sind doch gar nicht so ungew&#246;hnlich und neu, nicht wahr? Das ist physische &#214;konomie &#8211; so einfach dass es schon fast banal ist &#8211; doch ist es das wirklich?</p>
<p><strong>Physische &#214;konomie &#8211; fremde &#214;konomie</strong></p>
<p>Ich war heute in der Universit&#228;tsbiliothek und habe ein bisschen im Bereich Thermodynamik geschm&#246;kert. Was es da alles gibt &#8211; ich bin immer wieder begeistert, was alles machbar ist. Unsere technischen M&#246;glichkeiten sind enorm, nicht nur in Deutschland sondern Weltweit! Im Grunde genommen br&#228;uchten wir Menschen auf dieser Welt heute kaum zu arbeiten und h&#228;tten genug zu essen, zu trinken und ein gem&#252;tliches Zuhause. Rein technisch gesehen ist diese Erde ein Schlaraffenland. Durch die Hilfe unserer Technik br&#228;uchten wir nicht unser Brot auf biblische Art im Schwei&#223;e unseres Angesichts essen. Wenn jemand jetzt meint, das das nicht geht, dann kann er gleich zu mir kommen und ich sage ihm ein technisches Projekt zur <strong>technischen</strong> Verbesserung der Lebensumst&#228;nde von Menschen, mit dessen Umsetzung er gleich morgen anfangen kann. Es steht jedem frei, auch zu einem anderen Ingenieur zu gehen. In den Schubladen meiner Kollegen quillen die Ideen genau so &#252;ber wie in meiner.</p>
<p>Daf&#252;r sorgen, dass die Menschen sich vertragen uns sich nicht gegenseitig das Leben zur H&#246;lle machen, das k&#246;nnen meine Ingenieurskollegen und ich nicht. Sich gegenseitig respektieren und das eigene Leben gestalten, das m&#252;ssen die Menschen schon selbst tun. Ich denke, dass jeder Mensch sein eigenes Leben sehr gut gestalten w&#252;rde, wenn man ihn oder sie einfach nur machen l&#228;&#223;t.</p>
<p>Vielleicht k&#246;nnte jemand jetzt behaupten, dass in der freien Wirtschaft mit ihren Gesetzen des freien Marktes ein gutes Leben f&#252;r alle nun einmal nicht geht. Das ist schlie&#223;lich nicht finanzierbar  -  doch vorsicht &#8211; hier schleicht sich schon wieder das Gesetz der Geldes ein, das wie ein einzig wahrer Gott keinen Widerspruch duldet. Doch Geld ist kein universelles Prinzip sondern von Menschen gemacht.</p>
<p>Betrachtet man die &#214;konomie rein physikalisch, also mit Hilfe der Prinzipien des Erhaltes von Masse, Energie, Impuls und der elektrischen Ladung, so kann man im Grunde genommen sagen dass jeder Mensch, der durch die Folgen von Armut stirbt, durch unsere Gleichg&#252;ltigkeit und unser Wegsehen ermordet wird. Ist Physische &#214;konomie immer noch banal oder erkennen wir, dass wir im grunde oft nicht wissen, was wir tun?</p>
<p><strong>Aber was bleibt zu tun?</strong></p>
<p>F&#252;r mich selbst zumindest wei&#223; ich genau, was ich als Ingenieur zu tun habe. Ich nehme als Ingenieur nur Auftr&#228;ge an, die mir physikalisch als sinnvoll erscheinen und selbstverst&#228;ndlich auch meinem Auftraggeber helfen Lebensgrundlagen zu erschaffen, sprich Ertr&#228;ge zu erwirtschaften. Ich versuche auch, meine Auftraggeber zu inspirieren, so dass sie die physikalischen Wirkungen ihres Handelns besser &#252;berblicken k&#246;nnen. Oft ergeben sich hier v&#246;llig neue Gesch&#228;ftsm&#246;glichkeiten. (<a href="http://www.youtube.com/watch?v=QZyGKpE7r38" target="_blank">Hier ist ein vierteiliges Video, dass mich selbst sehr inspiriert hat</a> und das einige M&#246;glichkeiten aufzeigt.) Damit ich das tun kann, habe ich eigene Lebensgrundlagen in Form von n&#252;tzlichen Technologien erschaffen, so dass ich im Notfall auch mal auf einen Auftrag verzichten kann, wenn dieser mir physikalisch unsinnig erscheint. Mein Lebensstandard ist meinen Lebensgrundlagen angemessen, so dass ich nicht der Sklave meines Besitzes bin. Gleichzeitig fehlt es mir an nichts. Auf diese Weise, versuche ich im Alltag, meine Verantwortung wahrzunehmen, so gut ich es eben kann. Was mein Handeln wiederum f&#252;r Konsequenzen hat, wird nur die Zukunft zeigen.</p>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Zuf&#228;lle gibts &#8230;</title>
		<link>http://www.nuevalandia.net/archives/404</link>
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		<pubDate>Fri, 25 Dec 2009 14:45:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michey</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik & Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft & Geld]]></category>
		<category><![CDATA[Krieg]]></category>
		<category><![CDATA[Lebensgrundlagen]]></category>
		<category><![CDATA[Rohstoffe]]></category>

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		<description><![CDATA[Wer h&#228;tte das gedacht &#8230;
&#8230; in Afganistan existieren Vorkommen von Kupfer und einigen anderen wertvollen Rohstoffen. Das geht aus einem Artikel von Spiegel online vom 19.12.09 hervor. Wenn die Welt herk&#246;mmliche Solarkollektoren braucht, wird Kupfer unter Umst&#228;nden an Wert zunehmen. Rein zuf&#228;llig f&#252;hren wir dort zusammen mit anderen L&#228;ndern Krieg. Wenn das kein Zufall ist&#8230; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wer h&#228;tte das gedacht &#8230;</strong></p>
<p>&#8230; in Afganistan existieren Vorkommen von Kupfer und einigen anderen wertvollen Rohstoffen. Das geht aus einem <a href="http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,668292,00.html" target="_blank">Artikel von Spiegel online vom 19.12.09</a> hervor. Wenn die Welt herk&#246;mmliche Solarkollektoren braucht, wird Kupfer unter Umst&#228;nden an Wert zunehmen. Rein zuf&#228;llig f&#252;hren wir dort zusammen mit anderen L&#228;ndern Krieg. Wenn das kein Zufall ist&#8230; aber ich m&#246;chte ja nichts b&#246;ses denken &#8230;</p>
<p>Ich sage ja immer, es gibt eine Frage, die die wichtigste Frage des Lebens ist: &#8220;<em>Wer ist der Eigent&#252;mer der Lebensgrundlagen der Menschen</em>&#8220;. Die Menschlichkeit bleibt hier fast immer auf der Strecke.</p>]]></content:encoded>
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		<title>ELENA</title>
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		<pubDate>Tue, 22 Dec 2009 20:46:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michey</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik & Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft & Geld]]></category>
		<category><![CDATA[ARGE]]></category>
		<category><![CDATA[Freiheit]]></category>
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		<description><![CDATA[Wer ist ELENA?
ELENA ist nicht etwa eine wundersch&#246;ne Frau &#8211; nein &#8211; sch&#246;n w&#228;rs. Elena hat indirekt etwas mir Lebensgrundlagen zu tun. Elena ist auch kein Mensch. Ein s&#252;&#223;es K&#228;tzchen ist ELENA auch nicht, auch keine Pflanze. ELENA ist aber wichtig und wir alle werden sie bald kennen lernen, ob wir wollen oder nicht. Als [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wer ist ELENA?</strong></p>
<p><a href="http://www.das-elena-verfahren.de">ELENA</a> ist nicht etwa eine wundersch&#246;ne Frau &#8211; nein &#8211; sch&#246;n w&#228;rs. Elena hat indirekt etwas mir Lebensgrundlagen zu tun. Elena ist auch kein Mensch. Ein s&#252;&#223;es K&#228;tzchen ist ELENA auch nicht, auch keine Pflanze. ELENA ist aber wichtig und wir alle werden sie bald kennen lernen, ob wir wollen oder nicht. Als ich &#252;ber ELENA gelesen habe, sind mir nicht einmal mehr die &#252;blichen zynischen Spr&#252;che eingefallen. Meinem frechen Mundwerk hat es einfach nur die Sprache verschlagen, mir fehlten die Worte. ELENA ist ein Verfahren zur elektronischen Erfassung von Einkommensnachweisen f&#252;r Arbeitnehmer. Das <a href="http://www.bgblportal.de/BGBL/bgbl1f/bgbl109s0634.pdf" target="_self">Gesetz wurde am 28. M&#228;rz 2009</a> vom Bundestag mit Zustimmung des Bundesrates beschlossen.</p>
<p>Nun gut: Einkommensnachweise h&#246;rt sich erst einmal harmlos an. Das Finanzamt hat ja auch Einkommensnachweise. Als ich mich aber etwas n&#228;her mit dem System besch&#228;ftigt habe, hat sich mir der Magen umgedreht. Im Grunde genommen geht es um eine zentrale Datenbank, in der Arbeitgeber und Arbeitsagentur Daten &#252;ber Arbeitnehmer sammeln, wobei der Arbeitnehmer nur mittelbar &#252;ber ein sogenanntes <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Trust_Center" target="_blank">Trust Center</a> an diesem Prozess beteiligt ist. Der Datensatz, der dabei angefertigt wird ist haarstr&#228;ubend.</p>
<p>Den <a href="http://www.das-elena-verfahren.de/verantwortung/gremien/ak-elena/verfahrensbeschreibung/verfahrensbeschreibung-anlage-5/view">Datensatz des ELENA Verfahrens</a> kann man sich als pdf-File aus dem Netz herunterladen. Hier sein aber mal ein paar Dinge erw&#228;hnt, die &#252;ber die &#252;blichen Angaben bez&#252;glich Arbeitgeber/ Dienstherr, Wochenarbeitsstunden, Urlaubsgeld, sonstige Zuwendungen, Name und Adresse von Arbeitgeber und Arbeitnehmer,  etc. hinausgehen:</p>
<ul>
<li>Teilnahme an Streiks</li>
<li>Fehlzeiten mit Begr&#252;ndung</li>
<li>Abmahnungen</li>
<li>Fehlverhalten des Arbeitnehmers</li>
</ul>
<p>Wenn Ihr die Dokumente zu ELENA durchlest, dann seid Euch dar&#252;ber im Klaren: Das ganze ist kein Film und kein Spiel. Die Leute, die das schreiben meinen das, was sie sagen ernst und sie werden die mit viel finanziellem Aufwand gesammelten Daten auch verwenden. Wenn Ihr irgendwann einmal vor dem Beamten bei der Arbeitsagentur sitzt, werdet Ihr merken, dass dieser Mensch so einiges &#252;ber Euch wei&#223; und Ihr werdet das zu sp&#252;ren bekommen.</p>
<p>&#220;brigens: Es ist ein ziemlich eigenartiges Gef&#252;hl, wenn man einen Menschen mit einer Akte vor sich hat, in der gesammeltes Wissen &#252;ber einen selbst steht. Ich wei&#223; das aus Erfahrung mit Arbeitgebern und der ARGE. Das einzige, was in einer solchen Situation hilft ist, sich auf die eigenen Forderungen zu konzentrieren und sich keinesfalls auf Diskussionen einzulassen. Was bleibt ist auf jeden Fall das Gef&#252;hl, auf irgendeine Weise missbraucht worden zu sein.</p>
<p><strong>Vorw&#252;rfe an fr&#252;here Generationen</strong></p>
<p>Ich erinnere mich noch an die Zeit w&#228;hrend des Abiturs. Da hatte ich eine Diskussion mit einem &#228;lteren Ingenieur, der in unserer Schule die Ausgabe der Schulb&#252;cher verwaltete. Zu der Zeit hatten wir im Geschichtsunterricht zum 1000 sten Mal das 3. Reich besprochen. Wir haben mit dem Finger auf die Generation unserer Gro&#223;eltern gezeigt und uns gefragt, wie diese nur so dumm gewesen sein konnten, den Nationalsozialisten nachzulaufen. Ich behauptete im Gespr&#228;ch mit dem Ingenieur, dass mir so etwas niemals passieren k&#246;nnte, da ich ja aus der Geschichte gelernt h&#228;tte. Der Ingenieur aber sagte zu mir, dass ich eine herannahende Diktatur nicht erkennen werde und diese genau so unterst&#252;tzen werde, wie alle anderen auch. Damals glaubte ich dem Ingenieur nicht, aber heute verstehe ich, was er gemeint hat. Heute verstehe ich auch der Generation meiner Gro&#223;eltern keinen Vorwurf mehr &#8230; Zeigen ich mit dem Finger auf andere, dann zeigen drei Finger auf mich. Die n&#228;chste Diktatur wird sicher nicht daran zu erkennen sein, dass ein Irrer, kleiner Mann mit fettigen Haaren in einer Uniform schreiend hinter einem Rednerpult steht. Auch Diktatoren lernen aus der Geschichte&#8230;</p>
<p><strong>Was bleibt also zu tun?</strong></p>
<p>Ich kann es nicht oft genug betonen:</p>
<p><em><strong>Erschafft Euch Lebensgrundlagen, ganz gleich wie bescheiden sie auch sein m&#246;gen und teilt Euer Wissen mit anderen Menschen.</strong></em></p>
<p>Nur derjenige, der eigene Lebensgrundlagen besitzt, muss nicht bedingungslos denen dienen, die Lebensgrundlagen besitzen. Eigene Lebensgrundlagen verhindern, dass Menschen mit Hilfe von etwas Brot gleichgeschaltet werden k&#246;nnen. Jede Lebensgrundlage ist ein St&#252;ckchen Freiheit. Durch Tausch von Lebensgrundlagen wird das Leben aller Menschen reicher und angstfrei.</p>
<p>Das kann jeder einzelne tun:</p>
<ul>
<li>Sammelt Wissen und teilt es bereitwillig</li>
<li>Erlernt F&#228;higkeiten, mit denen Ihr Essen, Kleidung, Wohnung, Medizin, Energie, Mobilit&#228;t, Telekommunikation etc herstellen k&#246;nnt.</li>
<li>Helft anderen Menschen</li>
<li>Nehmt Hilfe anderer Menschen freundlich an</li>
<li>Investiert in Essen, Kleidung, Wohnung, Gesundheit etc.</li>
<li><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kleine-Welt-Ph%C3%A4nomen" target="_blank">Vernetzt Euch</a></li>
<li>Benutzt das Euro-Geld nur dort, wo es n&#246;tig ist und tauscht Leistungen untereinander, wann immer es m&#246;glich ist.</li>
<li>Erz&#228;hlt anderen von euren Schwierigkeiten und Erfolgen</li>
<li>Bevorzugt Gesch&#228;fte, die Lebensgrundlagen erschaffen. Investiert Arbeitszeit und Know How in Unternehmungen, die Lebensgrundlagen erschaffen.</li>
<li>Verlinkt die Dinge im Internet, die euch unangenehm auffallen mit euren Homepages, distanziert euch von den verlinkten Inhalten wenn n&#246;tig und verlinkt Eure Rechercheergebnisse im gleichen Artikel. So holt ihr die faulen Dinge ans Licht des <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kleine-Welt-Ph%C3%A4nomen" target="_blank">skalenfreien Internets.</a></li>
<li>Lebt Eure Ideale sichtbar vor, anstatt nur dar&#252;ber zu reden und zwar jetzt, nicht erst morgen.</li>
<li>Ihr selbst habt ein gutes Bild von Euch selbst. Vertraut auch darauf, dass auch andere Menschen ein gutes Bild von sich selbst haben.</li>
</ul>]]></content:encoded>
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		<title>Entscheidungen im Elfenbeinturm (&#220;bergr&#246;&#223;e)</title>
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		<pubDate>Fri, 04 Dec 2009 17:04:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>viajero</dc:creator>
				<category><![CDATA[Grundsätzliches]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstorganisation]]></category>
		<category><![CDATA[Übergröße]]></category>

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		<description><![CDATA[Hierarchische Strukturen entscheiden oft nicht optimal. Die Entscheidungstr&#228;ger sitzen irgendwo im Glasb&#252;ro und kennen nicht die Wirklichkeit der Zahlen, mit denen sie jonglieren (das ist ihnen auch nicht vorzuwerfen, da das praktisch meist nicht geht).
Ein bekanntes Beispiel daf&#252;r ist die millionenteure Eisenbahnbr&#252;cke, bei welcher am Ende festgestellt wurde, das die Z&#252;ge dort gar nicht mehr [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hierarchische Strukturen entscheiden oft nicht optimal. Die Entscheidungstr&#228;ger sitzen irgendwo im Glasb&#252;ro und kennen nicht die Wirklichkeit der Zahlen, mit denen sie jonglieren (das ist ihnen auch nicht vorzuwerfen, da das praktisch meist nicht geht).</p>
<p>Ein bekanntes Beispiel daf&#252;r ist die millionenteure Eisenbahnbr&#252;cke, bei welcher am Ende festgestellt wurde, das die Z&#252;ge dort gar nicht mehr fahren.</p>
<p>Eine andere nette Geschichte:<br />
<em>Au&#223;erhalb des London Bristol Zoo existiert ein Parkplatz f&#252;r 150 Autos und 8 Reisebusse.<br />
Innerhalb von 25 Jahren, wurden die Parkplatzgeb&#252;hren von einem sehr sympathischen Mann eingenommen. Die Geb&#252;hren f&#252;r ein Auto entsprechend 1,40 € und 7,00 € f&#252;r einen Reisebus.<br />
Eines Tages, nach gut 25 Jahren ununterbrochener Arbeit ohne einen einzigen Tag Ausfall, ist der Kassierer verschwunden.<br />
Die Gesch&#228;ftsleitung des Zoos wandte sich an die Stadtverwaltung und bittet um eine Ersatzperson. Die Stadtverwaltung forschte ein wenig nach und antwortete dem Zoo, dass die Verantwortung f&#252;r den Parkplatz selbst beim Zoo liege. Die Gesch&#228;ftsleitung des Zoos erwiderte, dass der Kassierer ein st&#228;dtischer Angestellter sei.<br />
Die Stadtverwaltung wiederum antwortete, das dieser Mann niemals im Dienste der Stadtverwaltung war und kein Geld in die Stadtkasse abgef&#252;hrt wurde.<br />
W&#228;hrend dessen, entspannt und zufrieden in seiner Villa an einer sch&#246;nen spanischen K&#252;ste , gibt es einen Mann, der ein Drehkreuz am Parkplatz vor dem Zoo installierte und einfach begann, jeden Tag zu kommen und die Parkgeb&#252;hren f&#252;r sich zu kassieren. Nach Absch&#228;tzung der Beh&#246;rden, beliefen sich die Einnahmen bei ca. 560,- € am Tag&#8230;und zwar 25 Jahre lang!!!<br />
Davon ausgehend, dass er auch noch 7 Tage die Woche gearbeitet hat, hat er ungef&#228;hr eine Summe von 7 Millionen Euro kassiert. Und niemand wei&#223; seinen Namen&#8230;!!! </em></p>
<p>Alternative solcher Altland-Organisation ist die Selbstorganisation der <a href="http://wiki.nuevalandia.net/Neuland-Prinzipien" target="_blank">Neuland-Prinzipien</a>.</p>]]></content:encoded>
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		<title>Mit dem Wachstumsbeschleunigungsgesetz aus der Krise?</title>
		<link>http://www.nuevalandia.net/archives/391</link>
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		<pubDate>Fri, 13 Nov 2009 10:11:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>viajero</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wirtschaft & Geld]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaftswachstum]]></category>

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		<description><![CDATA[In den Nachrichten: http://www.tagesschau.de/inland/wachstumsbeschleunigungsgesetz104.html
Daf&#252;r w&#252;rde ich doch glatt den Nobelpreis vergeben: Das Problem der Staatsschulden damit l&#246;sen, das ich noch mehr Schulden mache um die Wirtschaft anzukurbeln. Die dann brummende Wirtschaft erzeugt viele Steuern und es kann alles (auch die Zinsen) wieder zur&#252;ckgezahlt werden.
Wer ein bisschen Realit&#228;tssinn hat d&#252;rfte wissen, das dies nicht gut gehen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In den Nachrichten:<a href="http://www.tagesschau.de/inland/wachstumsbeschleunigungsgesetz104.html" target="_blank"> http://www.tagesschau.de/inland/wachstumsbeschleunigungsgesetz104.html</a></p>
<p>Daf&#252;r w&#252;rde ich doch glatt den Nobelpreis vergeben: Das Problem der Staatsschulden damit l&#246;sen, das ich noch mehr Schulden mache um die Wirtschaft anzukurbeln. Die dann brummende Wirtschaft erzeugt viele Steuern und es kann alles (auch die Zinsen) wieder zur&#252;ckgezahlt werden.</p>
<p>Wer ein bisschen Realit&#228;tssinn hat d&#252;rfte wissen, das dies nicht gut gehen kann (ich habe zumindest noch kein Perpetuum mobile gesehen). Wer rechnen kann auch:</p>
<p><strong>Problematik Wachstum:</strong></p>
<p>Wachstum geht:</p>
<ul>
<li> A) sowieso nicht unendlich (s. <a href="http://wiki.nuevalandia.net/Wirtschaftswachstum" target="_blank">Wirtschaftswachstum</a>) und</li>
<li>B) hat nicht zwingend etwas mit Lebensqualit&#228;t zu tun (s. <a href="http://wiki.nuevalandia.net/Bruttoinlandsprodukt" target="_blank">BIP</a>).</li>
</ul>
<p><strong>Problematik: Wer zahlt am Ende?</strong></p>
<ul>
<li>Am Ende d&#252;rfen die Zinsen der jetzigen Verschuldung die B&#252;rger &#252;ber h&#246;here Steuern zahlen (siehe <a href="http://www.daserste.de/plusminus/beitrag_dyn~uid,jimm9cbc0kfqw67z~cm.asp" target="_blank">PlusMinus-Beitrag</a>).</li>
<li>Au&#223;erdem: Die Entlastungen aus dem Gesetz sind vor allem f&#252;r Firmen und Erben gedacht. Der Arbeitnehmer, der sowieso schon die meisten Lasten tr&#228;gt (und sich auch nichts &#8220;zurechtrechnen&#8221; kann), schaut mal wieder in die R&#246;hre&#8230;</li>
<li>Der Steueranteil ist bereits seit den 70er Jahren f&#252;r Arbeitnehmer+Mittelstand von 16 auf 35% gestiegen, f&#252;r Gro&#223;konzerne unter 20% gesunken ! Dann mal weiter so !</li>
<li>PS: Da halte ich die Abschaffung aller direkten Steuern und anstelle dessen lieber eine vern&#252;nftige Verbrauchststeuer (&#228;hnlich wie von den <a href="http://www.grundeinkommen.de/" target="_blank">Grundeinkommen-Initiativen</a> vorgeschlagen) f&#252;r die bessere Variante.</li>
</ul>
<p><strong>Problematik: Nebeneffekte</strong></p>
<ul>
<li>Vielleicht ist es ja erstmal o.k., die Weltwirtschaft mit zus&#228;tzlichen Billionen von Dollars vor dem Zusammenbruch zu wahren. Allerdings landet das vom Staat &#252;ber Schulden in den Markt gesp&#252;lte Geld zum Gro&#223;teil nicht in der Realwirtschaft, sondern im Spekulationsgesch&#228;ft und es entstehen derzeit wieder wunderbare Blasen. Vermutlich bedeutend gr&#246;&#223;ere als diejenigen, welche zur Finanzkrise gef&#252;hrt haben: <a href="http://diepresse.com/home/wirtschaft/international/521692/index.do?_vl_backlink=/home/wirtschaft/international/index.do" target="_blank">Unterwegs zur Mega-Blase</a>.</li>
<li>Diese Blase wird dann kaum noch eingefangen werden. Aber es trifft dann eben nicht meine Legislaturperiode&#8230;?!</li>
<li>Ein netter Beitrag dazu in der ARD von PlusMinus auf YouTube: <a href="http://www.youtube.com/watch?v=kE8B4UYxKm8" target="_blank">5min-Video</a></li>
</ul>
<p>&#8230;aber es geh&#246;ren ja immer 2 dazu, einer der veralbert und einer der veralbern l&#228;&#223;t&#8230; ;-) Mal sehen wie lange noch so viele an das M&#228;rchen vom &#8220;alles heilenden Wirtschaftswachstum&#8221; und den verantwortungsbewu&#223;ten Wirtschaftsweisen+Politikern glauben&#8230;  Fr&#252;her wurde ja auch mit abenteuerlichen wissenschaftlichen Erkl&#228;rungen versucht an der Erde als Scheibe festzuhalten. &#8230;und dann wurde sie doch irgendwann rund !</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Wissen ist Macht</title>
		<link>http://www.nuevalandia.net/archives/389</link>
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		<pubDate>Sat, 03 Oct 2009 10:54:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michey</dc:creator>
				<category><![CDATA[Grundsätzliches]]></category>
		<category><![CDATA[Kontrolle]]></category>
		<category><![CDATA[Macht]]></category>
		<category><![CDATA[Orwell]]></category>
		<category><![CDATA[Überwachung]]></category>
		<category><![CDATA[Wissen]]></category>

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		<description><![CDATA[Das sollte man wissen
Mir ist gerade ein Forschungsprojekt &#8220;INDECT&#8221; der europ&#228;ischen Union aufgefallen. Dabei geht es plakativ gesagt um die automatisierte Erkennung von &#8220;abnormalem Verhalten&#8221;. Was man mit einer solchen Technologie anstellen kann, kann sich jeder von Euch selbst ausmalen. Bitte untersch&#228;tzt diese Technik nicht. Die Institute, die hier besch&#228;ftigt werden sind nicht dumm und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Das sollte man wissen</strong></p>
<p>Mir ist gerade ein Forschungsprojekt <a href="http://www.ff.uni-wuppertal.de/prdetails.php?id=54" target="_blank">&#8220;INDECT&#8221;</a> der europ&#228;ischen Union aufgefallen. Dabei geht es plakativ gesagt um die automatisierte Erkennung von &#8220;abnormalem Verhalten&#8221;. Was man mit einer solchen Technologie anstellen kann, kann sich jeder von Euch selbst ausmalen. Bitte untersch&#228;tzt diese Technik nicht. Die Institute, die hier besch&#228;ftigt werden sind nicht dumm und werden diese Technologie zum Laufen bringen. Schaut Euch auch mal die Bewilligungssumme des Forschungsprojekts an. die Homepage befindet sich <a href="http://www.indect-project.eu/" target="_blank">hier</a>.</p>
<p><strong>Warum zeige ich Euch den Link?</strong></p>
<p>Technik ist nicht &#8220;gut&#8221; oder &#8220;b&#246;se&#8221;. Technik ist zun&#228;chst einmal wertfrei zu betrachten und Missbrauchspotential bietet jede Technik. Technik ist, wenn sie einmal erfunden wurde, nicht mehr aufzuhalten. Es ist aber enorm wichtig, dass die technikschen M&#246;glichkeiten in der breiten Bev&#246;lkerung bekannt sind und dass eine neue Technologie von der Allgemeinheit in ihren Grundz&#252;gen zumindest grob verstanden wird. Nur dann setzen sich die Menschen mit ihren Wertvorstellungen mit dieser Technologie auseinander. Geschieht das nicht, dann stellt eine solche Technologie eine entsetzliche Macht dar.</p>
<p><em>Wissen ist Macht,<br />
und Macht geh&#246;rt in m&#246;glichst viele H&#228;nde,<br />
darum strebt nach Wissen.</em></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Lebensgrundlagen und B&#252;rgerrechte</title>
		<link>http://www.nuevalandia.net/archives/388</link>
		<comments>http://www.nuevalandia.net/archives/388#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 01 Oct 2009 21:29:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michey</dc:creator>
				<category><![CDATA[Grundsätzliches]]></category>
		<category><![CDATA[Freiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Lebensgrundlagen]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Rechte]]></category>
		<category><![CDATA[Würde]]></category>

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		<description><![CDATA[Was ist Freiheit?
Immer dann, wenn ich pers&#246;nlich mitbekomme, wie in meinem Bekanntenkreis Menschen ausgebeutet werden, macht sich in meiner Magengegend so ein eigenartiges Gef&#252;hl breit, das ich zumeist nicht an mich heranlasse. Es werden Menschen  ausgebeutet? In Deutschland? Wir sind doch ein freies Land, ein Rechtsstaat, eine freie Marktwirtschaft, eine Demokratie voller m&#252;ndiger B&#252;rger. Nun [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Was ist Freiheit?</strong></p>
<p>Immer dann, wenn ich pers&#246;nlich mitbekomme, wie in meinem Bekanntenkreis Menschen ausgebeutet werden, macht sich in meiner Magengegend so ein eigenartiges Gef&#252;hl breit, das ich zumeist nicht an mich heranlasse. Es werden Menschen  ausgebeutet? In Deutschland? Wir sind doch ein freies Land, ein Rechtsstaat, eine freie Marktwirtschaft, eine Demokratie voller m&#252;ndiger B&#252;rger. Nun ja &#8211; vielleicht bin ich etwas zart besaitet &#8211; gut ich gebe es zu, ich bin zart besaitet. Wenn ich sehe, dass Menschen aus Altersgr&#252;nden vom Arbeitsmarkt nicht gewollt werden und deshalb f&#252;r das Geld, das sie von der Arbeitsagentur bekommen zu einem Hungerlohn Zeitungen austragen, und dieses Geld dann f&#252;r Miete und Essen drauf geht, dann nenne ich das Aubeutung. Ist das wirklich Ausbeutung, gar eine verfeinerte Form der Sklaverei? Wodurch zeichnet sich ein Sklave aus? Tragen Sklaven immer Eisenketten am Fu&#223; und werden sie mit Peitschen zur Arbeit getrieben? Ist ein Mensch, der ein Arbeitsverh&#228;ltnis aufgrund der Androhung von wirtschaftlicher Sanktionen nicht beenden kann ein freier Mensch oder ein Sklave?</p>
<p>Hier m&#246;chte ich auf den Sachverhalt der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Lohnsklaverei" target="_self">Lohnsklaverei </a>erw&#228;hnen. Lohnsklaverei ist ein Arbeitsverh&#228;ltnis,  bei dem niedrigste L&#246;hne gezahlt werden, so dass der Lohn nur f&#252;r ein Leben am Rande des Existenzminimums reicht. Aber haben all die Niedrigl&#246;hner in Deutschland nicht genug Geld? Sie k&#246;nnen sich ja eine beheizte Wohnung leisten, vielleicht sogar noch einen gebrauchten Fernseher, und verhungern muss in Deutschland schlie&#223;lich keiner. Das Problem in Deutschland ist, dass sich jeder eine beheizte Wohnung leisten <strong>muss</strong>. Wer versucht, einfach ein St&#252;ck Land zu besetzen um sich darauf eine H&#252;tte aus Grassoden zu bauen, der wird sich wundern, wie schnell die Polizei anr&#252;ckt und die Besetzung des Landes beendet. Es ist auch in Deutschland so, dass <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Working_Poor" target="_blank">die L&#246;hne mancher Menschen</a> gerade so f&#252;r ein Leben am Existenzminimum reichen. In Deutschland findet die Sklaverei nicht in stinkenden Holzbaracken statt sondern hinter den Fassaden wei&#223; gestrichener Reihenh&#228;user, W&#228;rmeged&#228;mmt nach der neusten Energieeinsparverordnung und mit einem sauber gem&#228;hten Rasen davor. Ordnung muss sein!</p>
<p>Wo bleibt da der m&#252;ndige B&#252;rger in einer freien Gesellschaft? <strong>Was ist Freiheit anders als die M&#246;glichkeit, nicht das tun zu m&#252;ssen, was ein anderer fordert?</strong> Wenn ich diese Frage beantworte stelle ich ern&#252;chtert fest, dass viele Menschen, die zu niedrigsten L&#246;hnen arbeiten m&#252;ssen, im Grunde genommen Sklaven sind, auf eine feine, subtile Art versklavt, ohne die unappetitlichen Erscheinungen der Sklaverei vergangener  Zeiten. Ich habe schon Leute sagen geh&#246;rt, dass die Menschen, die Geld von der Arbeitsagentur bekommen gef&#228;lligst etwas f&#252;r dieses Geld tun sollen. Da m&#252;sse man eben jede zumutbare Arbeit annehmen, und zumutbar ist jede Arbeit &#8211; au&#223;er vielleicht Prostitution, weil das ja nicht den Sitten hierzulande entspricht.  Diese Einstellung ist aber nichts weiter als die Einstellung derjenigen die meinen, frei zu sein &#8211; was f&#252;r ein Irrtum.</p>
<p><strong>Die Grundlage der Freiheit</strong></p>
<p>Warum sind viele Menschen in Deutschland noch einigerma&#223;en frei? Mit Sicherheit nicht, weil sie ihre Freiheit mit ihrem Leben verteidigen w&#252;rden. Die meisten Menschen k&#246;nnen sich heute &#252;berhaupt nicht verteidigen und w&#252;rden sch&#246;n brav in ihrer Wohnung bleiben, wenn eine Ausgangssperre verh&#228;ngt w&#252;rde.  Nein &#8211; die meisten Menschen sind deshalb frei, weil sie eigene <strong>beliebig kopierbare Lebensgrundlagen</strong> wie eine Berufsausbildung ihr Eigentum nennen k&#246;nnen, ohne dass sie sich dessen bewusst sind. Diese Menschen sind deshalb frei, weil sie gebraucht werden. Ohne das K&#246;nnen dieser Menschen w&#228;re eine Gesellschaft mit einem so hohem technischen Standard, wie wir ihn z.B. hier in Deutschland haben, nicht m&#246;glich. Dieser Sachverhalt wird daran deutlich, wie die Gesellschaft mit den Menschen umgeht, die aufgrund der Automatisierung der Schwerstarbeit nicht mehr gebraucht werden. Diese Menschen werden als faule Schmarotzer abgestempelt, ins Abseits gestellt. Oft werden sie sogar durch die Leute schikaniert, welche die Auszahlung der staatlichen Sozialleistungen verwalten sollten. <strong>Man bedenke, das die staatlichen Sozialleistungen durch die Maschinen erwirtschaftet werden, die die heute anstatt von Menschen die Schwerstarbeit f&#252;r uns tun.</strong></p>
<p><strong>Was bleibt also zu tun?</strong></p>
<p>Das sich von Seiten der Politik etwas gegen die Ausbeutung von Menschen getan wird, denke ich eher nicht. Ich pers&#246;nlich sehe die einzige M&#246;glichkeit der St&#228;rkung der Freiheit darin, dass jeder, der nach Freiheit strebt, zuerst <strong>eigene Lebensgrundlagen</strong> erschafft. Das kann konkret durch folgende Ansetze realisiert werden:</p>
<ul>
<li><strong>Aneignung von Wissen</strong>, mit dem man Lebensgrundlagen wie Essen, Kleidung, Wohnung, Mobilit&#228;t, Gesundheit, Telekommunikation etc. erschaffen kann.</li>
<li>Die <strong>Realisierung </strong>eigener Ideen, die Lebensgrundlagen erschaffen k&#246;nnen. Es reicht dabei v&#246;llig aus, wenn diese Idee in Form eines Modells als Hobby realisiert wird. Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie viele Firmen Interesse an Technik haben, die bereits einmal erfolgreich realisiert wurde, selbst wenn es nur in Form eines Modells geschieht.</li>
<li>Die <strong>Vernetzung</strong> mit anderen Menschen, die auch Ideen zur Erschaffung von Lebensgrundlagen realisieren wollen.</li>
</ul>
<p>Eigene Lebensgrundlagen sind die Basis f&#252;r die eigene Freiheit und somit f&#252;r eine freie Gesellschaft.</p>
<p>Ohne eigene Lebensgrundlagen hingegen ist die Freiheit lediglich eine Illusion, die Spa&#223; macht, genau so wie der Weihnachtsmann oder der Osterhase. Irgendwann muss aber jeder erfahren, dass es den Osterhasen nicht gibt und dass Papa oder Mama die Eier versteckt.</p>
<p><em>Erg&#228;nzung am 07.01.2010: michey<br />
</em></p>
<p>F&#252;r alle &#8220;B&#252;rgerinnen und B&#252;rger&#8221; die noch denken, dass sie ohne eigene Lebensgrundlage Rechte haben, m&#246;chte ich auf den <a href="http://www.sozialgesetzbuch-sgb.de/sgbii/31.html" target="_blank">§§ 31 Abs 1 Satz 2 des SGBII</a> verweisen. Das hat folgende Konsequenz: Wenn einem bed&#252;rftigen Menschen durch die Streichung der finanziellen Mittel der Zugang zu physikalischen Lebensgrundlagen versperrt wird, wodurch wiederum die physische Existenz, unter der Voraussetzung, am Leben zu sein, bedroht ist, hat dieser bed&#252;rftige Mensch auch keine M&#246;glichkeiten sich zu wehren. Er ist dem Verwalter der finanziellen Mittel somit h&#246;rig, zum Teil rechtlich und vor allem wirtschaftlich von ihm Abh&#228;ngig, also laut Definition ein <a href="http://de.wiktionary.org/wiki/Sklaverei" target="_blank">Sklave</a>.</p>
<p>Ein weiterer interessanter Bericht &#252;ber die Sanktionierung der Menschen, die von unserer Wirtschaft aufgrund der Automatisierung der Arbeit nicht mehr gebraucht werden, befindet sich <a href="http://www.hartzkampagne.de/pdfs/broschuere_zu_sanktionen_2008_11_24.pdf" target="_blank">hier</a>.</p>
<p>Einen Arbeitsplatz zu &#8220;besitzen&#8221; hei&#223;t nicht, eine eigene Lebensgrundlage zu haben. Das ist sehr wichtig. Einen Arbeitsplatz zu haben, oder besser gesagt, einen Arbeitsplatz gew&#228;hrt zu bekommen hei&#223;t, an der Lebensgrundlage eines Anderen teilhaben zu d&#252;rfen. Es ist bildlich gesprochen vergleichbar mit dem Futter, dass mein seinem Arbeitspferd gibt, damit es den Pflug ziehen kann. Kauft sich der Bauer einen Traktor, dann braucht er das Pferd nicht mehr und das Pferd muss sich eine neuen Arbeitsplatz suchen &#8230; oder es gibt ein gro&#223;es Festessen, wo das Pferd dann auch dabei ist &#8230; aber das ist ja nur eine Metapher.</p>
<p>Ich kann es nur immer wieder betonen: Erschafft Euch eigene Ressourcen und teilt sie im Austausch mit anderen Menschen. Um die Sache etwas anschaulicher zu machen: Wenn Ihr es schafft, zur Beschaffung der n&#246;tigen Dinge des Alltags, im Austausch mit anderen Menschen, keine Euros und Dollars zu brauchen, dann ist das ein m&#246;glicher Indikator daf&#252;r, dass Euer Bekanntenkreis eigene Lebensgrundlagen hat und relativ frei ist.</p>]]></content:encoded>
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