Altland

  • Ein Großteil der Altland-Technik ist schädlich und erschöpft unsere weltweiten Ressourcen. Die Ressourcenknappheit führt jetzt in unserer Zeit bereits zu Verteilungskämpfen. Das liegt nicht daran, dass Technik generell schädlich ist. Die “falsche” Altland-Technik basiert aber auf endlichen Ressourcen, weiten Transportwegen und zu hohem Verbrauch.
  • Altland-Technik ist zu groß, komplex und teuer als das sie von kleinen oder mittleren Unternehmen bezahlt werden könnte. Damit geraden die Nutzer in ein Abhängigkeitsverhältnis (Bauern von Großmolkereien, Bürger von Stromkonzernen etc.)

Neuland

Die Neulandtechnik muss folgende Merkmale aufweisen:

  • Sie muss dezentral in kleinen Einheiten funktionieren.
  • Sie muss geschlossene Stoffkreisläufe aufweisen.
  • Sie muss sich in den Stoffkreislauf der Natur integrieren
  • Sie muss für den Ressourcenbestand, für die Menschen und für das gesamte Ökosystem nützlich sein. Eine nützliche Technologie kennt keine Ressourcenknappheit. eine nützliche Technik muss auch nicht effizient sein.
  • Sie muss den heutigen Stand der Technik berücksichtigen. Der Rückschritt in die Vergangenheit wäre ein Irrsinn.
  • Sie muss den Regeln für die Konstruktion optimaler Systeme entsprechen.
  • Sie sollte die Erkenntnisse aus der Bionik und aus der Kybernetik anwenden.
  • Sie muss mit wenig Aufwand auf einem Schreibtisch in Eigenbauweise in Form eines Prototypen realisierbar sein. Wenn die Entwicklung einer Neuland-Technik erst große Kapitalmengen benötigt, ist sie nicht mehr als ein schöner Traum, für den man keine Zeit verschwenden sollte.
  • Sie muss als Open Source Projekt frei zugänglich sein. Alles andere gibt Ärger …
  • Sie muss im Wesentlichen aus bestehenden Komponenten zusammengesetzt werden können.
  • Sie muss so konstruiert sein, dass Eigentumsrechte darauf schwer bis gar nicht durchsetzbar sind. So werden sie zu öffentlichen Gütern.

Neuland Schwierigkeit

  • Die einzige Schwierigkeit für die Realisierung von Neuland-Technik besteht in der Geisteshaltung der meisten Ingenieure und Techniker. Sie haben Werte wie Wirtschaftlichkeit, Wettbewerb, Effizienz, Rendite, Kapital, Größe, Karriere, Angst und Gehorsam so tief in sich aufgenommen, dass ihnen einfach die Kraft fehlt, selbst kleinste eigene Schritte in Richtung Neuland-Technik zu machen.
  • In den Schubladen vieler Ingenieure schlummert eine beeindruckende Vielfalt von Techniken. Die meisten Ingenieure wissen, was zu tun wäre, aber sie haben Entschuldigungen, warum sie alle möglichen Dinge nicht tun können.

Neuland Beispiel

  • Die Open Source Bewegung zum Beispiel hat nicht nur Software wie Linux und viele andere Open source Programme hervorgebracht, sondern entwickelt jetzt zunehmend auch Maschinen und vieles mehr.
  • Das Wiki für Open Source Technologien enthält viele Links von Beispielen gesammelt, deren Vielfalt hier den Rahmen dieser Seite sprengen würde. Selbst dieses Wiki ist nicht vollständig.
  • Die Organisation von Forschung, Entwicklung und Produktion in Peer Projekten erlaubt wirtschaftlich sinnvolles Handeln, größtenteils unabhängig von Geld und unabhängig von verkrusteten Verwaltungsstrukturen
  • Mittlere Technologien erlaubenĀ  die Erschaffung eigener, bezahlbarer Produktionsmittel und Lebensgrundlagen und verleihen dem Anwender so ein Stück wirtschaftliche und politische Freiheit. Eine Präsentation zu Mittleren Technologien ist <<hier>> zu finden.
  • Konzepte wie das Cradle to Cradle Konzept von Prof. Michael Braungart beschäftigen sich mit der Erschaffung geschlossener Stoffkreisläufe in der Technik. Wenn Technik für die Umwelt und für ihre Ressourcen nützlich wird, dann ist Sparen und Verzichten überflüssig.

Was kann der einzelne tun?

  • Das, was der Einzelne tun kann ist, einfach den ersten ganz kleinen Schritt zu tun, um erst mal eine einzige seiner Ideen zu realisieren, z.B. Zeichnungen anfertigen, Modelle bauen, Berechnungen anfertigen, Anderen von den eigenen Ideen erzählen etc.
  • Wenn ein Idee erst mal wirklich zu Ende gedacht ist und wirklich nützlich ist, dann macht sich diese Idee von allein selbständig und wächst, erst ganz langsam, dann schneller bis sie sich so weit wie nötig verbreitet hat.
  • Sprüche wie: “Wenn genügen Leute mitmachen würden dann …” oder “Die Politiker, die Konzerne oder wer auch immer müssen…” zeugen von einer falschen Herangehensweise bei der Realisierung eigener Ideen.
  • Eigene Ideen werden zu Beginn allein zum Selbstzweck realisiert, denn nur Ideen, die für alle Greifbar vorgelebt werden, sind wirklich überzeugend..
  • Ideen sollten am besten als öffentliches Gut betrachtet werden. Das befreit von der Angst vor dem Diebstahl geistigen Eigentums und führt zu ungezwungener Zusammenarbeit.
  • Die Publikation von Ideen schützt vor Patenthaien und erlaubt eine zwanglose und unbeschwerte Zusammenarbeit.
  • Der größte Fehler, den fast alle machen ist, zu warten – zu warten auf Bezahlung, zu warten auf einen Förderer, zu warten, bis jemand kommt, der etwas tut.
  • Der zweitgrößte Fehler besteht darin, zu große Schritte bei der Realisierung der eigenen Ideen zu machen. Wer kleine Schritte macht, der schreitet sicher und stetig voran und kann auch mal einen Schritt zurück machen, ohne dass es weh tut. Risikofreudigkeit ist in der Neuland-Technik absolut fehl am Platz.